Für 1500 Euro muss eine alte Frau viel stricken. So viel Finderlohn zahlen Heinz Erhard und seine Frau Doris Spewoks demjenigen, der ihnen ihre Huskyhündin Ruby zurückbringt. Wie berichtet war das achtjährige Tier am Donnerstag, 30. November, vor der öffentlichen Toilettenanlage am Marktplatz in Wiesdorf geklaut worden, im Schatten der katholischen Citykirche Herz Jesu. Die Besitzerin hatte Ruby im Vorraum festgebunden. Als sie aus der Toilette kam, war das Tier weg. Sie rannte auf die Straße, doch der Hund war wie vom Erdboden verschwunden. Weiter...
Ob zartrosa Lachs, saftige Garnelen oder exotischer Pangasius: Der weltweite Bedarf an Fisch steigt. Längst kann er nicht mehr von der Ozeanfischerei gedeckt werden, denn die Weltmeere sind überfischt. Kein Wunder, dass Aquakulturen boomen. In Vietnam macht jetzt ein Öko-Modell den herkömmlichen Fischfarmen Konkurrenz. Weiter...
Wegen des warmen Wetters fliegen die ersten Pollen. Manche Triefnase ist also nicht Folge eines Schnupfens, sondern eine allergische Reaktion.
Zum ersten Mal sind in verschiedenen Teilen Deutschlands bereits im Dezember Pollen von Haselnuss, Birke und Erle gemessen worden. „Es ist einfach zu warm“, sagte der Leiter des Deutschen Polleninformationsdienstes, Karl-Christian Bergmann von der Berliner Charité, am Montag. Normalerweise würden die ersten Spuren von Haselnuss-Pollen frühestens Mitte oder Ende Januar registriert. Weiter...
Vor 10 Jahren prognostizierten optimistische Forscher, dass Deutschland bis 2006 etwa 5.000 Megawatt Windkraftleistung installiert haben werde. Die Prognose wurde um beinahe das Vierfache übertroffen. 2006 sind 19.300 Megawatt Windstrom am Netz. Das heißt: 6,8 Prozent des deutschen Stroms wird aus Wind gewonnen. Weiter...
Die Bescherung an Heiligabend geschieht immer öfter unter gestohlenen Christbäumen. Holzdiebstähle in den Forsten seien in den vergangenen anderthalb Jahren „sprunghaft“ angestiegen, sagt die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Ute Seeling. „Blanke Not“ sei in den wenigsten Fällen das Motiv – vielen Baumräubern fehle das Unrechtsbewusstsein. Und durch die Unsicherheit angesichts steigender Gaspreise habe der allgemeine „Publikumsverkehr“ in den Wäldern durch Brennholzsammler stark zugenommen. Das unkontrollierte Schlagen von Bäumen bedeute dabei weniger finanziellen Schaden als vielmehr eine langfristige Gefahr für den Baumbestand. Weiter...
Nach dem unerwartet heftigen Erdstoss, der am frühen Freitagabend den Raum Basel erschüttert hatte, bleiben die Arbeiten am Geothermieprojekt "Deep Heat Mining" vorläufig eingestellt. Das Erdbeben der Stärke 3,4 hatte zahlreiche Leute aufgeschreckt.
Ausgelöst wurde das Erdbeben beim Einpressen von Wasser in eine Tiefe von fünf Kilometern. Die Verantwortlichen der für das Projekt zuständigen Geopower Basel AG entschuldigten sich vor den Medien dafür, die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt zu haben. Eine Gefährdung habe jedoch nicht bestanden.
Die Basler Staatsanwaltschaft eröffnete noch am Freitagabend ein Strafverfahren gegen die Projektverantwortlichen und stellte Daten sicher. Als Straftatbestände in Frage kommen Sachbeschädigung und Schreckung der Bevölkerung. Weiter...
Der globale Klimawandel hat offenbar auch Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Ozeane. Das schreiben US-amerikanische Forscher um Michael Behrenfeld von der Oregon State University in Corvallis im Magazin Nature. Sie untersuchten die Planktonentwicklung mithilfe von Daten des 1997 gestarteten Nasa-Satelliten Seawifs, der die Farbe des Meerwassers registriert. Anhand der Farbabstufungen lässt sich die Menge der Kleinpflanzen bestimmen, die grünes Chlorophyll enthalten. Weiter...
„Gemeinsam gegen Affenversuche“ – rund 65 000 Berliner haben sich diesem Aufruf von Tierschützern angeschlossen. Gestern wurden die Unterschriften an den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper (SPD) übergeben. Anlass der Proteste ist ein Antrag des Neurobiologen Alexander Thiele. Der Wissenschaftler wollte an der landeseigenen Charité Versuche mit Primaten durchführen.
Der Antrag wurde abgelehnt, nachdem die Behörden die „Unerlässlichkeit und ethische Vertretbarkeit“ der Experimente geprüft hatten. Der Erkenntnisgewinn aus den Tests mit Menschenaffen sei zwar enorm, sagen Experten, und widersprechen damit den Tierschützern. Eine ethische Vertretbarkeit der Versuche sei jedoch nicht gegeben. In der Charité gibt man sich gelassen, experimentiert werde ohnehin hauptsächlich mit Nagern. Weiter...
Die Viehzucht - wirtschaftlich ein kleiner Sektor - hat grosse Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Ein neuer Bericht der Uno stellt die komplexen Zusammenhänge dar.
Die zukünftige wirtschaftliche und technologische Entwicklung, insbesondere in Ländern der Dritten Welt, wird entscheidend sein für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen und damit für eine Begrenzung der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung. Entsprechend breit ist das Spektrum der Massnahmen und Akteure, die zu einer Verminderung der Treibhausgasemissionen beitragen müssen. Diese Erkenntnis hat auch die Gespräche an der 12. Vertragsparteienkonferenz der Klimakonvention geprägt, die Mitte November in Nairobi zu Ende gegangen ist.
Eine Studie der FAO
Exemplarisch zeigt nun ein Bericht der Organisation für Landwirtschaft und Ernährung der Uno (FAO) die Problematik auf. In der knapp 300-seitigen Studie «Der lange Schatten der Viehwirtschaft» wird versucht, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Viehzucht, Gesellschaft und Umwelt darzustellen. Die Viehwirtschaft trägt zwar nur 1,4 Prozent zur weltweiten Wirtschaftsleistung bei, ist aber mit der Bereitstellung eines Drittels der Proteine und von 17 Prozent der Energie wichtig für die Ernährung. Und sie ermöglicht einem Fünftel der Weltbevölkerung ein Auskommen, unter ihnen 987 Millionen wenig begüterte Menschen - über ein Drittel jener, die mit weniger als zwei Dollar pro Tag leben müssen. Vor allem in Afrika und Asien haben laut dem Bericht viele Menschen keine Alternative. Weiter...
Weihnachtsbaum, glitzernde Dekoration und Festessen – was für Menschen die Advents- und Weihnachtszeit gemütlich und stimmungsvoll macht, kann für Haustiere sehr leicht zu einer tödlichen Gefahr werden. VIER PFOTEN informiert über die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen.
"Auf viele Hunde, Katzen und auch Vögel übt die Weihnachtsdekoration einen besonderen Reiz aus. Gerne wird sie durch Belecken oder Benagen einer genauen Untersuchung unterzogen. Doch oft ist der Weihnachtsschmuck für Haustiere mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. „Tierhalter sollten bei der Auswahl des Weihnachtsschmucks sehr genau prüfen, ob dieser giftig oder leicht zerbrechlich ist“, erklärt VIER PFOTEN Heimtier-Expertin Martina Schnell.
Für Katzen und lebhafte Junghunde ist der Weihnachtsbaum häufig von besonderem Interesse. Sprünge in das Astwerk sind keine Seltenheit. Ein schwerer und stabiler Baumständer sowie ein sicherer Standort sind daher unerlässlich.
Zerbrechliche Glaskugeln und bleihaltiges Lametta sind kein haustiergerechter Baumschmuck. Deko-Artikel aus Naturmaterial, wie
Holz oder Stroh, stellen ohne Metallaufhänger eine ungefährlichere Alternative dar. Besondere Vorsicht ist bei brennenden Wachskerzen geboten. Bereits eine leichte Berührung des Baumes durch das Tier kann zu einem Feuerausbruch oder zu Verbrennungen führen. Obgleich weniger stilvoll, sind elektrische Lichterketten sicherer für Mensch und Tier. Grundsätzlich sollten Haustiere nicht ohne Aufsicht bei dem Weihnachtsbaum bleiben.
Schneespray für die Fensterscheiben sowie Duftöle werden gerne von einigen Haustieren abgeleckt. Sie können jedoch giftige Substanzen enthalten und gehören daher nicht in die Reichweite von Tieren. Weiter...
Ein Bobtail-Mischling, dessen völlig verfilztes Fell eine Länge von 15 bis 20 Zentimeter hatte, wurde im Februar in eine Tierarztpraxis in Wasbek gebracht. Eine dreckstarrende, pappige Masse mit einem Gewicht von 7 Kilogramm habe man in zweistündiger Arbeit vom Körper des Hundes entfernt, berichtete der Veterinär jetzt vor dem Plöner Amtsgericht, vor dem sich die Halterin wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten musste. Gegen eine Geldbuße in Höhe von 1600 Euro für den Tierschutzverein wurde das Verfahren eingestellt. Weiter...
Wenn sie erstmal eine Wohnung erreicht haben, sind sie schnell überall. Nach Kakerlaken und Mäusen haben jetzt Bettwanzen den Siegeszug durch New Yorker Apartments angetreten. Eroberten sie zunächst die äußeren Bezirke Queens und Brooklyn, machen sie jetzt auch nicht mehr vor teuren, gut erhaltenen Mietshäusern und Hotels in Manhattan halt.
Die fünf Millimeter großen Tierchen saugen in der Nacht Blut aus ihren Wirten mit der Folge, dass am nächsten Morgen die betroffenen Körperstellen jucken und rot werden. Zwischen Juni 2005 und Juni 2006 beschwerten sich bereits mehr als 4 600 New Yorker bei den Behörden über die Blutsauger, im Jahr davor waren es noch nur 1 839. Weiter...
Die Gorillas, die wir kennen, sitzen hinter Glasscheiben im Zoo oder hängen gelangweilt in den Seilen. Wenn es hochkommt, trommeln sie sich mit ihren schwarzen Fäusten auf die Brust – ganz zur Freude der Zoobesucher. Etwa 500 dieser Menschenaffen leben weltweit hinter Gittern – fast alle davon sind Westliche Flachlandgorillas.
Ihre knapp 100 000 Artgenossen, die in freier Wildbahn überlebt haben, könnten durch Ebola-Viren drastisch dezimiert werden, wie Forscher jetzt belegen. Auf einer 2700 Quadratkilometer großen Fläche im Odzala-Nationalpark in der Republik Kongo sind seit 2001 schätzungsweise 5500 Westliche Flachlandgorillas an Ebola gestorben, wie ein internationales Forscherteam aus Deutschland, Spanien und Schweden im Fachmagazin „Science“ (Band 314, Seite 1564) berichtet. Weiter...
»Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam sucht im Raum Spandau einen ehrenamtlichen Wetterbeobachter, der auf seinem Grundstück eine automatische Niederschlagsstation betreuen würde. Zu den Aufgabe gehören das tägliche Messen der Niederschlagsmenge, das Beobachten besonderer Wettererscheinungen und die Eingabe der Daten über ein Terminal. Die Installation und Verkabelung übernimmt der Wetterdienst. Für die Messstation wird eine Fläche von vier mal zwei Metern an einem ungeschützten Standort benötigt. Bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ist der Wetterbeobachter unfallversichert, und er erhält eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 748,60 Euro. Interessenten wenden sich an: Deutscher Wetterdienst, Regionale Messnetzgruppe Potsdam, Postfach 600552, 14405 Potsdam, oder telefonisch: (0331) 316 578 (Frau Funk). Berliner Zeitung.
Experte kritisiert: Übliche Masse-Angaben entsprechen nicht der Realität
Nicht nur die Treibhausgase wie CO2 oder Methan sind für die Klimaveränderungen verantwortlich. Der Luftschadstoff-Experte Gerhard Fleischhacker von CEF-Austria https://www.cefaustria.at geht davon aus, dass vor allem die als Aerosole bezeichneten Partikel, wenn sie einmal in der freien Atmosphäre sind, nicht nur das Mikroklima sondern auch das Weltklima nachhaltig beeinflussen können. Der Forscher hat dies in langjährigen Studien über die Auswirkungen der Feinstpartikelemissionen festgestellt.
"Schon allein die Tatsache, dass beispielsweise die Dinosaurier infolge einer Klimaänderung ausgestorben sind, lässt den logistischen Schluss zu, dass durch den bekannten Einschlag eines Meteoriten in Yukatan und den dadurch verursachten erhöhten Partikelaustrag in die Atmosphäre die Sonneneinstrahlung in die Erdatmosphäre stark beeinträchtigt wurde und dadurch eine beträchtliche Abkühlung der Erdoberfläche erfolgte", erklärt Fleischhacker im pressetext-Interview. Dass erhöhte Partikelkonzentrationen in der Atmosphäre zu einer signifikanten Klimaänderung führen können sei unter anderem nachweislich durch den Ausbruch des Vulkanes Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa, am 10. April 1815, festgestellt worden. "Dieser Vulkan-Ausbruch hüllte Teile des Erdmantels in einen Schleier aus Asche und Staub, wodurch das Klima für einige Jahre verrückt spielte", so der Forscher. "Erst 1818 war es auch in Europa möglich, wieder eine gute Ernte einzufahren. Die Wissenschaftler rätselten über die Ursachen dieser kurzfristigen Klimaänderung", führt Fleischhacker aus. Niemand habe damals erkannt, dass ein entfernter Vulkanausbruch in Indonesien für die Missernten verantwortlich war. Weiter...
Es ist nicht nur die Echoortung allein, die Fledermäuse problemlos durch Nacht und Wind fliegen lässt. Wie ein Forscherteam der Princeton University nun in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature https://www.nature.com berichtet, können sich die Fledermäuse mit Hilfe des Erdmagnetfelds orientieren. Die Tiere haben, gefangen genommen und 20 Kilometer entfernt wieder freigelassen, mühelos den Weg zu ihrem Schlafplatz gefunden. Überwacht wurden sie dabei mit Radiosendern und einem Kleinflugzeug. Weiter...
Eine kleine Fledermaus besitzt die längste Zunge aller Säugetiere, wie ein amerikanischer Biologe entdeckte. Das in Südamerika heimische Fledertier kann die Zunge bis auf etwa 8,5 Zentimeter und damit das Anderthalbfache seiner Körperlänge ausfahren, um Blütennektar zu trinken.
Einzigartig im Tierreich ist auch die Art, wie die kaum daumengroßen Fledermäuse ihre überlange Zunge verstauen, berichtet Nathan Muchhala von der Universität Miami im Fachmagazin „Nature“ (Band 444, Seite 701). Beim Einziehen der Zunge gleitet diese in eine Gewebescheide an der Wand der Luftröhre, sodass ihre Basis letztlich zwischen Herz und Brustbein zu liegen kommt. Weiter...
Das Tierheim Berlin in Falkenberg ist so voll wie nie. Mit 312 Hunden ist es seit Wochen am Rand der Kapazitätsgrenze. Der Tierschutzverein für Berlin bittet deshalb Hundehalter, die ihr Tier abgeben wollen, dieses Vorhaben noch einmal zu überdenken oder wenigstens den Termin zu verschieben. Weiter...
Auch alternde Katzen können an Alzheimer erkranken. Britische Forscher haben im Katzenhirn eine Substanz gefunden, die charakteristisch für die Demenzerkrankung ist. Ihre Ergebnisse veröffentlicht das Team um Danièlle Gunn-Moore aus Edinburgh nun im "Journal of Feline Medicine and Surgery". Beim Menschen bilden sich im Falle einer Alzheimer-Erkrankung typische Eiweiße in den Nervenzellen, die die Signalübertragung im Hirn stören. Die Forscher wiesen nun im Hirn von Katzen, die an Störungen des Nervensystems litten, die gleichen Eiweiße nach, sogenannte Beta-Amyloide. Weiter...
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich nicht auf die Zulassung einer neuen gentechnisch veränderten Stärkekartoffelsorte für den Anbau und die industrielle Verarbeitung verständigen können. Die betreffende Gen-Kartoffel wurde von der BASF entwickelt, um den Amylopektin-Gehalt der Stärke zu steigern. Die EU-Kommissions hatte vorgeschlagen, diese Sorte zum Anbau und zur industriellen Herstellung von Stärke, nicht aber zur Verwendung als Nahrungs- oder Futtermittel zuzulassen.
Da sich der Regelungsausschuss gemäß der Richtlinie 2001/18/EG nicht auf eine Stellungnahme einigen konnte, ist die EU-Kommission nun aufgefordert, die Angelegenheit an den Rat weiterzuleiten. Hat dieser sich nach drei Monaten nicht auf einen Standpunkt geeinigt, geht der Vorschlag zur endgültigen Annahme an die EU-Kommission zurück. Weiter...
Besser wäre es natürlich schon, wenn die Hinweistafeln im Zoo den Besuchern in möglichst vielen Sprachen erklären würden, welche Tiere durch die Gehege schleichen. Die Sache hat allerdings einen Haken, und den formuliert Gerald Uhlich vom Zoo-Vorstand so: „Bei einer herkömmlichen Beschilderung würde man die Tiere gar nicht mehr sehen.“ Warum? Weil von den gut 2,3 Millionen Gästen, die jährlich den Zoo und das Aquarium besuchen, etwa 38 Prozent aus dem Ausland kommen. Und 16 verschiedene Sprachen sprechen.
Deshalb will der Zoo nun mit der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH) zusammenarbeiten. Mit Hilfe von Studenten soll unter anderem ein neues funkgesteuertes Besucherleitsystem entwickelt werden. Gerald Uhlich stellt sich das in etwa so vor: Schon zu Hause soll sich der Besucher im Internet auf seinen Rundgang durch die Gehege und Tierhäuser vorbereiten, die von ihm zusammengestellten Basisinformationen auf ein Handy oder einen MP3-Player runterladen und diese vor Ort an speziell errichteten Info-Säulen, sogenannten Daten-Tankstellen, abrufen können. „Im Idealfall wird der Löwe nicht mehr nur durch die Savanne oder das Gehege schleichen, sondern auch durch das Netz“, sagt TFH-Präsident Reinhard Thümer bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags am Montag. Weiter...
Ihre bekannte Vorliebe für Haustiere lassen sich die Briten etwas kosten. Jährlich geben sie für ihre tierischen Genossen umgerechnet etwa 12 Milliarden Franken aus.
Dies geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage der Tierschutzorganisation Blue Cross hervor. Im Durchschnitt kostet jedes Tier die Halter demnach etwa 550 Franken. Laut der bei 6000 Haustierbesitzern erhobenen Umfrage geben Männer dafür mehr aus als Frauen, die ihrerseits aber doppelt so häufig die wichtigste Person bei der Versorgung des Tiers sind. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigte die Umfrage auch bei der Frage, ob Haustiere die Nacht im Schlafzimmer verbringen dürfen: Das lässt ein Drittel der alleinstehenden Frauen zu, aber nur 18 Prozent der Single-Männer. Fast jeder zweite Brite (48 Prozent) besitzt laut Blue Cross ein Haustier. Weiter...
Es ist Dezember und von Winter noch immer keine Spur. Für die Natur hat das Folgen: Viele Pflanzen und Tiere sind aktiver, als sie es eigentlich sein sollten. Das könnte zum Problem werden, wenn der Winter doch noch in Gang kommt. Weiter...
Maispflanzen sind Wissenschaftlern zufolge in der Lage, sich gegenseitig vor Schädlingen zu warnen. Sie sondern duftende Moleküle ab, die es den benachbarten Pflanzen ermöglichen, sich auf den Angriff des Schädlings vorzubereiten. Zu diesem Schluss kam ein internationales Forscherteam unter Leitung des Schweizer Professors Ted Turlings, wie die Universität Neuenburg in der Schweiz am Montag mitteilte. Weiter...
Der malaysische Zoll hat rund 5000 Eidechsen, Schildkröten und Schlangen vor dem Kochtopf gerettet. Die Tiere seien in einem Lagerhaus in Johor an der Grenze zu Singapur entdeckt worden, berichtete die «New Straits Times».
Insgesamt seien am Samstag 191 Kisten mit 2500 Eidechsen, 142 Kisten mit 2000 Schildkröten und 40 Kisten mit 444 Kobras sichergestellt worden, sagte ein Sprecher des Zolls. Weiter...
Ein großer Teil des Amazonas-Regenwaldes im Norden von Brasilien wird unter Schutz gestellt, berichtet die Umweltorganisation Conservation International https://www.conservation.org. Die ausgewiesene Naturschutzregion im nördlichen Bundesstaats Para umfasst eine Fläche von insgesamt 16,4 Mio. Hektar - das ist mehr als die gesamte Fläche von England. Die Umweltorganisation spricht von einer der artenreichsten Regionen der Erde, in der einige sehr seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Weiter...
Im Mai 2003 hat die Europäische Union entschieden, in ihren Gebäuden keine illegalen Tropenhölzer mehr zu verbauen. Ein Jahr später deckte die Umweltorganisation Greenpeace auf, dass bei der Sanierung des Kommissionsgebäudes illegal geschlagenes Tropenholz zu rund 1000 Quadratmeter Fußböden verarbeitet worden waren.
Nun endete die Affäre mit der Zahlung einer Vertragsstrafe. Nach Auskunft der EU-Kommission beträgt die Strafzahlung 750 Euro – 75 Cent pro Quadratmeter. Martin Kaiser, Waldexperte von Greenpeace, sagt dazu: „Das zeigt doch, wie wenig ernst das Thema genommen wird.“ Weiter...
Die Gänge zwischen den Regalen sind besonders breit, und an den Einkaufswagen hängen Lupen, damit man das Kleingedruckte und die Preisschilder besser lesen kann: In der Andreasstraße 59, nahe dem Strausberger Platz, hat die Supermarktkette Kaiser's gestern einen sogenannten Generationenmarkt eröffnet. Es ist der erste große Supermarkt Berlins mit einem Service speziell für Menschen über 60 Jahre. Der Generationenmarkt spreche aber auch junge Menschen an, sagte Regionalmanager Tobias Tuchlenski.
Einige Einkaufswagen sind mit einer Sitzmöglichkeit ausgestattet. Während der Ruhepause arretiert der Wagen automatisch. Die Fußböden in dem tausend Quadratmeter großen Markt sind aus rutschfestem Kunststoff und liefern farbliche Orientierung: dunkelgrün im Frischebereich und beige im Trockensortiment. An jeder Regalwand hängen Lupen und Klingeln, mit denen Hilfesuchende einen von 45 speziell geschulten Mitarbeitern des Marktes anfordern können. Weiter...
Wo der Stadtlärm als basso continuo grummelt, weichen Singvögel in höhere Tonlagen aus
Kohlmeisen in der Stadt singen heller, schneller und kürzer als ihre Verwandten im Wald. Das haben zwei niederländische Biologen mit Tonaufnahmen in Berlin, London, Paris und sieben anderen europäischen Städten belegt. Die Stadtvögel haben etwa ihre Liebeslieder zur Partnersuche und die Gesänge zur Revierverteidigung an den Stadtlärm angepasst, berichten Hans Slabbekoorn und Ardie den Boer-Visser von der Universität Leiden im Fachjournal "Current Biology" (Bd. 16, S. 2326) von diesem Dienstag. Weiter...
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2007 zum «Jahr des Delfins» erklärt. Die Wiedereinführung bestimmter Fangnetze durch die EU bedroht die Meeressäuger in hohem Mass.
«Jeder, der Tunfisch aus dem Mittelmeer verzehrt, nimmt den Tod von Delfinen billigend in Kauf», erklärt WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper. Grund für diese Aussage ist ein Beschluss der EU, die vor wenigen Tagen eine im Jahr 2002 verbotene Form der Netzfischerei wieder billigte. Weiter...
Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Gedenktafeln, die in Neukölln daran erinnern bzw. zukünftig daran erinnern könnten, sind das Thema zweier Veranstaltungen, die das Museum Neukölln im Rahmen seiner Reihe „Pro memoria“ zur Menschenrechtswoche anbietet. Im Vortrag am 6. Dezember stellt Ursula Bach, freie Mitarbeiterin des Museums Neuköllns, Vorschläge für neue Gedenktafeln für Neuköllnerinnen und Neuköllner vor, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlen mussten. Über den Widerstand und die Biografien der für die neuen Tafeln vorgeschlagen Personen – John Sieg, Hildegard Jadamowitz, Gertrud Seele und Hugo Kapteina – wird anhand von Fotos und Dokumenten berichtet.
In Ergänzung dazu führt Ursula Bach auf der Stadtführung am 10. Dezember zu Gedenksteinen und Gedenktafeln, die in der Hufeisensiedlung in Britz an dezidierte Nazi-Gegner erinnern. Erwähnung finden dabei auch der Widerstand einiger Bewohnerinnen und Bewohner, für die es bisher noch keine Gedenktafeln gibt.
Themen und Termine: Mi., 6.12.2006, 19 Uhr, Vortrag von Ursula Bach, Politologin
Vorschläge für neue Gedenktafeln – Porträts von Neuköllnern aus dem Widerstand
Ort: Museum Neukölln. Ganghoferstr. 3, 12043 Berlin
So., 10.12.2006, 11 Uhr, Stadtführung mit Ursula Bach
Von Erich Mühsam bis Hanno Günther – Gedenktafeln für Nazi-Gegner in der Hufeisensiedlung
Treffpunkt: Parchimer Allee/Ecke Fritz-Reuter-Allee
Dauer: ca. zwei Stunden
Zur Führung bitte anmelden unter: 6809-2535
Der chinesische Flussdelfin Baiji ist möglicherweise ausgestorben. Ein internationales Forscherteam hat auf einer noch rund zwei Wochen dauernden Expedition auf dem Jangtse bisher kein Exemplar der bedrohten Tierart finden können.
Dies berichtete August Pfluger, Chef von baiji.org und Organisator der Suche am Sonntag der dpa in Schanghai. Sollte das Team auch bis zum Ende der Expedition keine Baijis entdeckt haben, will es die Art offiziell für ausgestorben erklären. „Es sieht schlecht aus“, sagte Pfluger. Mit weniger als 50 geschätzten Exemplaren galt der Baiji bislang als seltenstes Säugetier der Erde. Weiter...