Warum färben sich die Blätter im Herbst rot? Eine neue Theorie besagt: So schützt sich der Baum vor UV-Licht
Der Herbst ist da und mit ihm die prächtig gelb und rot gefärbten Bäume. Doch während die meisten von uns den Anblick der farbigen Blätter einfach nur genießen, sind einige Wissenschaftler auf der Suche nach ihrem Sinn.
Lange Zeit wurde der Blattfärbung eine biologische Funktion abgesprochen: Man tat das Farbenspiel als reine Nebenerscheinung des herbstlichen Blattsterbens ab. Bis vor ein paar Jahren einer der bedeutendsten Evolutionsbiologen des letzten Jahrhunderts, William Hamilton, eine völlig neue Theorie zur Herbstfärbung präsentierte. Auf einmal interessierten sich viele Forscher für das bis dahin wissenschaftlich vernachlässigte Thema. Die jüngste Theorie zum bunten Herbstlaub wurde nun von einem deutschen und einem englischen Biologen aufgestellt beide sind der Ansicht, dass Hamilton mit seinen Annahmen falsch lag.
Hamilton konnte seine Hypothese nicht selbst veröffentlichen, da er im Jahr 2000 starb. Einer seiner Schüler aber, Sam Brown, spann die Theorie weiter und veröffentlichte sie im Namen Hamiltons nach dessen Tod: Demnach sei die Färbung der Blätter ein Warnsignal für Insekten. So gibt es Blattläuse, die im Herbst bestimmte Bäume befallen und dort ihre Eier ablegen. Die im Frühjahr schlüpfenden Larven entwickeln einen unstillbaren Appetit auf junge, frische Blättchen ein solcher Blattlausbefall kann einem Baum also beträchtlichen Schaden zufügen. Pflanzen sind aber nicht wehrlos gegen die unwillkommenen Fressfeinde. Sie können giftige Abwehrstoffe in ihre Blätter einlagern, die den gefräßigen Insektenlarven schaden. weiter...
Fast alle Menschen schätzen heute eine möglichst große persönliche Mobilität. Die Kehrseite: Der damit verbundene Verkehr belastet die Menschen und die Umwelt, etwa durch Lärm, Abgase und Flächenverbrauch für Verkehrswege. Diesen Trend kann nur eine vorausschauende Verkehrs- und Umweltpolitik stoppen. Das zeigen die neuesten Prognosen zu Umwelt und Verkehr auf Basis der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR), die das Umweltbundesamt (UBA) heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Statistischen Bundesamt (DESTATIS) in Berlin vorstellte. Vor allem der Güterverkehr auf der Straße und der Flugverkehr entwickeln sich in die falsche Richtung: Sie machen die positiven Entwicklungen im Personenverkehr zunichte sagte der Vizepräsident des Umweltbundesamtes Dr. Thomas Holzmann. Nicht der Verkehrsaufwand, sondern die Mobilität als Möglichkeit der Menschen, ihre Ziele zu erreichen, muss im Mittelpunkt einer nachhaltigen Verkehrspolitik stehen, und das mit weniger Umweltbelastungen, so Holzmann. Die Einführung der Lkw-Maut, die Abschaffung der Steuerprivilegien des Flugverkehrs und die Senkung der Entfernungspauschale sind erste wichtige Schritte. Sie müssen langfristig angelegt und ergänzt werden. weiter...
Um Klarheit in die Evolutionsgeschichte der Erde zu bringen, haben zwei kalifornische Forscher Netze von verschiedenen hawaiianischen Spinnen untersucht und miteinander verglichen. Demnach können sich Verhaltensmuster ziemlich vorhersehbar bilden - und dies sogar an verschiedenen Plätzen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature https://www.nature.com/.
Der Biologe Stephen Jay Gould hatte die Theorie entwickelt, wenn das "Band der Evolution" zurückgespult und nochmals gespielt werden würde, sich das gesamte Bild der Erde anders darstellen würde. Nun haben die beiden Wissenschaftler Todd Bleckledge und Rosemary Gillespie festgestellt, dass offensichtlich ähnliche Umweltfaktoren dazu führen, dass Tiere gleichartige Netze konzipieren. weiter...
Noch ist in Berlin keine einzige Schneeflocke gefallen aber am Potsdamer Platz wird man ab Sonnabend rodeln können. Eine 60 Meter lange, zwölf Meter hohe Bahn dafür wird derzeit aufgebaut als Teil der Winterwelt auf dem Daimler-Chrysler-Areal. Nachdem im vergangenen Jahr die Eislaufbahn so gut angenommen wurde, wollten wir unser Angebot erweitern, sagt Sprecherin Ute von Vellberg. Normale Holzschlitten dürfen auf der Rodelbahn allerdings aus Sicherheitsgründen nicht fahren. Nur aufblasbare Ringe, so genannte Snowtubes, sind erlaubt. Wer keine eigenen hat, kann sie für 1,50 Euro pro Fahrt ausleihen.
Gleich nebenan wird ein Skikarussell aufgebaut. Kinder bis zu fünf Jahren werden hier von einem Schlepplift und auf Skiern stehend im Kreis gezogen. Auch die Eislaufbahn wird es wieder geben. Dazu kommt eine 300 Jahre alte Almhütte aus dem Salzburger Land die mit Holzverkleidung und einer Feuerstelle an Skiurlaube erinnert dazu Glühwein und andere Buden. Der Eintritt ist jeweils frei. weiter...
Ihr perfekt trainierter Service-Hund hat Leana Beasley aus Richland im US-Staat Washington das Leben gerettet. Rottweiler "Faith" drückte mit der Nase sofort die Notruftaste des Telefons, als seine Besitzerin, eine Epileptikerin, aus dem Rollstuhl stürzte und öffnete den Polizisten sogar die Haustüre!
"Der Hund bellte so aufgeregt in die Muschel, dass ich nicht zögerte und sofort zur ausgeforschten Adresse fuhr", erklärte Polizistin Jenny Buchanan. "Dann öffnete er uns sogar die Tür von innen, weil er darauf trainiert ist, Uniformträger als Freunde zu erkennen."
Frau Beasley wurde ins Krankenhaus gebracht und dort aus ihrer Ohnmacht geholt.
"Alles war meine Schuld", erklärte die 45-Jährige. ",Faith" hatte sogar erschnüffelt, dass meine Medikamente diesmal nicht richtig gewirkt hatten. Sie bellte, aber ich verstand nicht rechtzeitig, dass mir ein Anfall bevorstand!"
Ein naschhafter Hund hat in Tramelan einen Wohnungsbrand ausgelöst. Beim Versuch, Bisquits zu erhaschen, stellte er zwei Knöpfe des Kochherdes an. Der Brand wurde von der Feuerwehr rasch gelöscht. Verletzt wurde niemand.
Die Mieterin und eine Tochter waren weggegangen, während die zweite Tochter und ein Hund in der Wohnung zurückblieben, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Die Tochter hielt sich in ihrem Zimmer auf.
In der Küche befanden sich in der Nähe des Kochherdes Hundebisquits. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen muss der Hund beim Versuch, Bisquits zu erhaschen, zwei Knöpfe des Kochherdes angestellt und so den Brand ausgelöst haben. weiter...
Bei Untersuchungen in Baden-Württemberg durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg (CVUA) stellten die Kontrolleure allerdings erste Ausreißer fest: So hatten die Hersteller eines importierten Nudelgerichtes zu mehr als 50 Prozent gentechnisch verändertes Soja verwendet. Die Pflanze war gegen das Unkrautvernichtungsmittel Round-up Ready resistent gemacht worden. Das Produkt war nicht als gentechnisch verändert deklariert, wie das seit dem 18. April vorgeschrieben ist. weiter...
Seit dem 1. September sind die Kiezstreifen in Berlin unterwegs, viel Geld bringen die neuen Aufpasser aber nicht in die Kassen: Rund 4000 Euro an Verwarnungsgeldern für Allgemeine Ordnungswidrigkeiten wurden bisher beispielsweise in Treptow-Köpenick kassiert einem der wenigen Bezirke, wo das Ordnungsamt personell bereits fast komplett ist. Dass sich die Ordnungsämter so, wie einmal geplant, ab 2007 selbst tragen, wird in den Bezirken deshalb bezweifelt. An einer ersten, positiven Bilanz ändert das aber nichts: Primär geht es uns nicht darum, den Berliner Haushalt zu stärken, sagt Christian Ehme, stellvertretender Amtsleiter in Charlottenburg-Wilmersdorf. Wir wollen Problembewusstsein schaffen, informieren und aufklären.
Auch in den anderen Bezirken bewegen sich die Einnahmen aus den Verwarnungsgeldern eher auf niedrigem Niveau: Insgesamt 1375 Euro waren es in Charlottenburg-Wilmersdorf. In Spandau wurden bis Mitte Oktober 1145 Euro eingenommen. In Neukölln kam man in diesem Monat auf rund 900 Euro, in Pankow nur auf 255 Euro. Auch Lichtenberg gibt sich mit 470 Euro eher bescheiden. Deutlich mehr bringen da schon die Knöllchen für die Verkehrssünder. Zum Vergleich: Binnen eines Monats kamen beispielsweise in Spandau rund 40 000 Euro zusammen. weiter...
"Die Tierschützer haben nicht Recht", empörte sich Renate Schulz. Große Aufregung herrschte am Donnerstag im Merseburger Schlosshof: Mehr als hundert Bürger, darunter einige Schulkinder, kamen auf Einladung der Mitteldeutschen Zeitung zur Schlosshof-Voliere. Deren Bewohner - ein großer schwarzer Vogel - erhitzt seit Tagen die Gemüter. Dem Merseburger Raben, das lebende Wahrzeichen der Stadt, drohte die Umsiedlung.
Der Kolkrabe, der in einem Käfig vor dem Schloss lebt, sollte in einen Tierpark umgesetzt werden. So jedenfalls hatten es der Landrat von Merseburg-Querfurt, Tilo Heuer (SPD), und Merseburgs Oberbürgermeister Reinhard Rumprecht (parteilos) vor wenigen Tagen verkündet (die MZ berichtete). Sie reagierten damit auf Forderungen von Tierschützern nach einem größeren Käfig für den Vogel.
Heuer und Rumprecht hatten nicht mit dem Widerstand vieler Merseburger gerechnet. Und die protestierten in Hunderten von Briefen, E-Mails und Telefonanrufen bei Behörden und auch bei der MZ. Die Raben-Revolte nahm ihren Lauf. "Dem Vogel geht es gut, eine Umsiedlung ist Unfug", hieß es. Die Entscheidung zeuge von einem falschen Demokratieverständnis. Die Verwaltungen hätten offenbar keine anderen Probleme.
Oberbürgermeister Rumprecht verstand als erster die Botschaft des Volkes und vollzog eine Kehrtwende. "Der Rabe bleibt doch", verkündete er gestern im Schlosshof. Landrat Heuer blieb danach nichts anderes übrig, als ebenfalls zum Freund des Vogels zu werden: "Wir haben Verständnis für die Entscheidung der Stadt." weiter...
Ehepartner bei antarktischen Seevögeln können sich gut riechen: Die sogenannten Röhrennasenvögel erkennen ihre lebenslangen Partner und somit auch ihre Brutplätze am Geruch. Das ergab eine Untersuchung von Francesco Bonadonna von der CNRS-Forschungsstelle in Montpellier und seiner Kollegin Gabrielle Nevitt. Über die Ergebnisse ihrer Studie berichten die beiden Wissenschaftler im Fachmagazin Science (Bd. 306, 29. Oktober, S. 835).
Wie schon lange bekannt ist, können sich Säugetiere am Geruch erkennen. Doch auch manche Vögel unterscheiden den speziellen Geruch des Partners von dem anderer Artgenossen, wiesen Bonadonna und Nevitt nach. Bei den antarktischen Röhrennasenvögeln Pachyptila desolata wechseln sich die Partner bei der Nahrungssuche und beim Brüten ab. Wenn einer der Partner von einer der etwa zweiwöchigen Futtersuchtouren zur Brutkolonie zurückkehrt, kann er den gemeinsamen Brutplatz über den Geruch des anderen Partners wiederfinden, erklärt Bonadonna. weiter...
Die Umweltorganisation Greenpeace hat im Rechtsstreit mit dem Milchkonzern Müller einen Teilerfolg vor dem Oberlandesgericht Köln errungen. Das Gericht entschied am Donnerstag, dass Müllermilch von Greenpeace als "Gen-Milch" bezeichnet werden dürfe, da ein "von Gentechnik betroffenes Produkt vorliege". Greenpeace will nun seine Kampagne gegen Milch-Produkte, für die gentechnisch verändertes Tierfutter eingesetzt wurde, fortsetzen. Untersagt wurde Greenpeace allerdings, in Supermärkten Müller-Produkte mit "Gen-Milch"-Aufklebern zu versehen. weiter...
Der Breitscheidplatz wird umgebaut: Freundlicher und sauberer soll das Areal rund um die Gedächtniskirche durch den 610000 Euro teuren Umbau werden. Seit gestern ist der Platz zumindest grüner: 12 japanische Schnurbäume (Sophora japonica) ersetzen die Platanen. Kostenpunkt: 100000 Euro. Danach erledigt der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die restliche Kosmetik neue Bodenplatten, Bänke und Leuchten. Die größte Maßnahme folgt im Frühjahr 2005. Dann lässt die Senatsbauverwaltung den Autotunnel schießen.
Im kommenden Jahr verschwinden die beiden Hochbeete, die den Autotunnel begrenzen. Statt des Tunnels entsteht dann eine Straße mit sechs Spuren und breitem Überweg für Fußgänger. Alles zusammen kostet rund 2,5 Millionen Euro, private Investoren bezahlen davon zwei Drittel. Alles soll spätestens zur Fußball-WM 2006 fertig sein, verspricht Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler. Denn die Fußballfans brauchen den Platz zum Feiern. weiter...
Im Nordosten Indiens ist derzeit die traditionelle Zeit zum Bierbrauen. Das verursacht immer immer wieder Zusammenstöße zwischen Mensch und Tier. Eine Herde Elefanten ließ sich jüngst erst volllaufen und griff anschließend eine Siedlung an. Drei Menschen wurden zu Tode getrampelt, zwei weitere verletzt.
Wie ein Mitarbeiter der Forstbehörde am Mittwoch berichtete, tranken die zehn Tiere am Vortag in einem Dorf im Bundesstaat Assam große Züge Reisbier aus offen stehenden Braufässern. Anschließend gingen sie auf die Siedlung los. weiter...
In einem Londoner Regierungsbüro ist gestern für kurze Zeit ein Fuchs frei herumgelaufen. Wie das Tier in den fünften Stock von Portcullis House gegenüber dem Parlamentsgebäude gelangte, war zunächst unklar.
Nach Angaben einer Unterhaussprecherin wurde der Fuchs schnell eingefangen und dem Tierschutzverband übergeben. Beobachter vermuteten, dass der Zwischenfall mit der heftigen Debatte über ein Verbot der Fuchsjagd in Großbritannien im Zusammenhang stehen dürfte.
Ein britischer Kabinettsminister wurde gestern Abend in Oxford von Befürwortern der Fuchsjagd mit Eiern beworfen. Unterhausführer Peter Hain war zur Universität gekommen, um vor der studentischen Sektion der Labour Party eine Rede zu halten. ORF
Mit Gentechnik will eine US-Firma Millionen Tierliebhabern das Leben erleichtern: Das Unternehmen Allerca Inc. plant die Züchtung einer Katze, die bei Menschen keine Katzenallergie mehr hervorruft. In den kommenden drei Jahren soll ein Verfahren entwickelt werden, wie das allergieauslösende Eiweiß im Erbgut der Tiere unterdrückt werden kann, wie Allerca-Präsident Simon Brodie in Los Angeles mitteilte. weiter...
Ausgesprochen unzufrieden sind NABU, BUND und DNR mit dem jetzt vorgestellten Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Der Widerspruch zwischen Wachstumspolitik und einer ökologisch ausgewogenen Entwicklung bleibt ungelöst, Defizite in der Verkehrs-, Agrar- und Energiepolitik werden unzureichend bilanziert und es ist unklar, wie die Nachhaltigkeitsziele erreicht werden sollen. weiter...
Nach langen Auseinandersetzungen ist der Weg für das Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Koalition frei. Im Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern räumten die SPD-geführten Länder Zweifel in ihren Reihen aus, sagten Teilnehmer. Änderungsvorschläge der Union seien hingegen, wie angekündigt, nicht akzeptiert worden. Mit dem Gesetz befasst sich der Bundesrat nun erneut. Zwar dürfte es mit der Mehrheit der Unionsländer wieder abgelehnt werden. Da das Gesetz aber nicht zustimmungspflichtig ist, kann es mit der Kanzlermehrheit im Bundestag beschlossen werden.
Das Gentechnik-Gesetz soll den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen wie Raps und Mais ermöglichen, die herkömmlich produzierende Landwirtschaft sowie die Verbraucher jedoch durch hohe Auflagen schützen. Deshalb soll beispielsweise auch eine Haftungsfonds eingerichtet werden. weiter...
Die Interessengemeinschaft "Bunter Hund" wünscht sich für die Brachfläche auf dem St.-Thomas-Kirchhof einen "Hundepark für Tier und Mensch". Die Kirchengemeinde benötigt ein 14 000 Quadratmeter großes Areal an der Oderstraße nicht mehr. Seit Jahren wird im Grünflächenamt, bei Anwohnern und beim Quartiermanagement darüber nachgedacht, wie das Gelände genutzt werden könnte. Bisher duldet die Kirche die Anwesenheit der Hunde lediglich. Deshalb startet die Interessengemeinschaft jetzt eine Unterschriftenaktion für den Hundepark - das Ergebnis wird Kirche und Bezirk dann vorgelegt.
Die knapp 30 Hundefreunde der IG wollen ein leinenfreies Auslaufgebiet mit vielen Hecken, Wiesen und Bäumen gestalten, wo Familien auch picknicken können. "Dafür entsorgen wir anfallenden Müll und achten darauf, daß alle Hundehalter den Kot ihrer Tiere wegräumen", verspricht IG-Sprecher Thomas Hinrichsen. Im Einzugsgebiet des Friedhofs leben seinen Schätzungen zufolge zirka 2000 Hunde.
Beim Quartiermanagement denkt man hingegen an eine Aufteilung des Areals. Nur ein kleiner Teil soll für Hunde reserviert werden. "Wir wollen ein Konzept mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten für die Anwohner verwirklichen, wobei Angebote für Kinder und Jugendliche wichtig sind", sagt Quartiermanager Detlef Jeschke. Berliner Morgenpost
Seine Heimat ist Indien, gelebt hat er 17 Jahre in einem Weddinger Hundesalon, jetzt ist er auf der Zitadelle Spandau untergebracht: Max, der Flughund.Um das exotische Tier (Spannweite 1,20 Meter) ist ein erbitterter Streit zwischen der Besitzerin und Artenschützern ausgebrochen. Denn der Indische Riesenflughund war vorübergehend vom Bezirksamt Mitte beschlagnahmt und dem Berliner Artenschutz-Team (BAT) übergeben. Der Verein betreibt den Fledermauskeller auf der Zitadelle. Nun fordert Besitzerin Monika Rothgänger ihren Max zurück, der seit drei Jahren in ihrem Hundesalon in der Togostraße lebte.
Die Weddingerin hatte das Tier von einer Branchenkollegin übernommen. Diese hatte es 1987 aus Holland nach Berlin gebracht und in ihrem Hundesalon in der Genter Straße gehalten. Als die Frau ihr Geschäft aufgab, holte Monika Rothgänger den Flughund zu sich. Er wurde zwar auch bei ihr nicht artgerecht gehalten. Doch Max war daran gewöhnt, sagte die zuständige Amtstierärztin mangels Alternativen. Daher habe sie auch bei ihrem letzten Besuch im Jahr 2003 keinen Anlass gesehen, aus Gründen des Tierschutzes einzugreifen. weiter...
Ein Stier hat in einem Restaurant in Mittelitalien für Aufsehen und einige Leichtverletzte gesorgt: Das Tier habe die Eingangstür eines Lokals nahe der Stadt Frosinone mit Hörnerstössen aufgebrochen und sei in Richtung der perplexen Gäste geprescht.
Während die Restaurantbesucher panisch die Flucht ergriffen, habe der Stier zunächst alle Teller beschnuppert. Anschliessend sei er auf Sessel und Tische losgegangen, berichtete die Zeitung "La Repubblica" in ihrer Online-Ausgabe.
Im allgemeinen Getümmel hätten sich einige der insgesamt 15 Gäste leichte Verletzungen zugezogen, hiess es. Zusammen mit den Lokal- Besitzern schafften sie es, sich in das obere Stockwerk und alarmierten die Hilfskräfte.
Feuerwehr und Tierärzten sei es erst nach zwei Stunden gelungen, das mächtige Tier zu betäuben - und seinem in der Nähe lebenden Besitzer zurückzugeben. swissinfo.org
Kürzlich machte der Ort Atascaderos in ganz Mexiko Schlagzeilen. Weil in dem abgelegenen Bergdorf Hunderttausende Ratten die Bewohner zum Wahnsinn trieben, riefen die Behörden in großen Zeitungsannoncen die Bevölkerung des nördlichen Bundesstaates Chihuahua auf, Katzen zu spenden. Doch der Versuch, den Schädlingen mit tierischen Kammerjägern zu Leibe zu rücken, ist gescheitert. Das Katzenbataillon, das zum Einsatz nach Atascaderos geschickt wurde, hat an der Rattenfront auf ganzer Linie versagt. Die Dörfler fragen sich, wie sie nun der widerwärtigen Nager Herr werden sollen. Das hat nicht hingehauen. Die Hälfte der Katzen ist uns eingegangen, und die überlebenden liegen lieber schnurrend unter dem Ofen, berichtete der Ortsvorsteher David de La Rocha der mexikanischen Tageszeitung El Universal. Viele der Katzen, die in den Städten Chihuahuas eingefangen und nach Atascaderos gekarrt wurden, hätten das kalte Bergklima nicht vertragen und sich im ruralen Ambiente nicht wohl gefühlt. Nur die wenigsten ließen sich zum Jagen bewegen. Einige wurden von den Ratten totgebissen. weiter...
Die Kiezstreifen der neu geschaffenen Ordnungsämter treten berlinweit in einheitlicher Uniform und mit gleicher Ausstattung auf - benutzen aber unterschiedliche Dienstfahrzeug-Typen. Das geht aus der Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Oliver Friederici hervor. Auffällig sind auch die Differenzen, wie viele Autos die Bezirke eigens für die Ordnungsämter neu geleast haben: Fünf Bezirke haben gar keine Fahrzeuge angeschafft, Neukölln gleich sieben. weiter...
Am letzten Wochenende begann in den Alpen bereits offiziell die Ski-Saison - mit dem Weltcup der Skifahrer. Der Auftakt fand bei 20 Grad Wärme statt. Immer mehr Liftbetreiber und Wintersportorte setzen auf Kunstschnee. Naturschützer wehren sich überall gegen den künstlichen weißen Sport. Die neue Front heißt: weiß gegen grün.
Die Flucht nach oben hat ebenfalls begonnen. Denn immer mehr Skifahrer weichen auf die Gletscher aus. Im Montblanc-Massiv und in Monte Rosa wurden Abfahrten knapp unter 4.000 m Höhe erschlossen. Auf Dauer wird aber auch der Zug der Skifahrer in die Höhe keine Lösung sein, denn auch die Gletscher werden das 21. Jahrhundert nicht überleben. Trotzdem hat die Tiroler Regierung in Österreich das Naturschutzgesetz, das seit 1991 alle Gletschergebiete als unantastbar erklärt hatte, im Frühjahr 2004 so geändert, dass jetzt "die technische Erschließung von Gletscher in entwicklungsschwachen Gebieten" möglich sind. weiter...
Es ist wieder so weit: Am Wochenende werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Es wird noch früher dunkel, die Tage werden kürzer und kälter. Der einzige Lichtblick: Der Winter dauert nicht ganz so lange wie das Sommerhalbjahr. Die kalte Jahreszeit ist auf der Nordhalbkugel um einige Tage kürzer als die warme.
Und das ist ein Geschenk des Himmels. Der Winter vergeht nämlich deshalb schneller, weil die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne nicht immer dieselbe Geschwindigkeit hat. Während die Erde Anfang Juli mit, astronomisch gesehen, gemächlichen 105000 Kilometern pro Stunde dahinzieht, ist sie im Winter um bis zu 4000 Stundenkilometer schneller und macht auf diese Weise sechs Tage gut. weiter...
Deutschland ist mit rund 16.000 Windenergieanlagen und einer installierten Leistung von mehr als 15.000 Megawatt (MW) Weltmeister bei der Stromerzeugung durch Windenergie. Nach dem bisherigen Verlauf des Windjahres werde erwartet, dass die Windstromproduktion in Deutschland 2004 erstmals deutlich über 20 Mrd. Kilowattstunden liegt und damit die Wasserkraft als regenerativen Energieerzeuger Nr. 1 ablöst. Dies teilte die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Düsseldorf mit. weiter...
Die Europäische Kommission genehmigte gestern in Über-einstimmung mit den Rechtsvorschriften zu gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln die Einfuhr von Lebensmittel- und Futtermittelzusätzen, die aus dem gentechnisch veränderten Mais NK603 gewonnen werden. NK603 ist bereits mit der Richtlinie 2001/18/EG für die Einfuhr und Verwendung als Tierfuttermittel und für die industrielle Weiterverarbeitung zugelassen worden.
Nun ist es erlaubt, NK603 und daraus hergestellte Produkte, wie z.B. Stärke, Öl und Maismehl, als Lebens- und Futtermittel in den Markt einzuführen. NK603 wird außerhalb der EU angebaut und geerntet. In Übereinstimmung mit der EU-Rechtsetzung zur Kennzeichnungspflicht müssen gentechnisch veränderter Mais und Produkte, die diesen enthalten, als solche gekennzeichnet werden. weiter...
(...) Die Benutzung des Spider Catchers ist denkbar einfach: Der Nutzer drückt den Griff des stabförmigen Gerätes. Feine Nylonborsten am anderen Ende umschließen das Tier und halten es während des Transports sicher fest. Im Garten wird der Griff einfach gelöst und die Nylonborsten geben das Tier unversehrt frei. Der Spider Catcher lässt sich dank seiner Form auch sehr bequem in schwer zugänglichen Ecken und unter Möbeln einsetzen. weiter...
Nicht nur die Verschmutzung ihrer Wiesen durch Hundekot ärgert die Bauern. Die bisher gängige Meinung des Bauernverbandes und einiger Landratsämter war, dass die Hinterlassenschaften der Vierbeiner auch Träger von Parasiten sind, die bei Rindern Fehlgeburten verursachen. Doch diese Behauptung sei wissenschaftlich nicht haltbar, meint Stephan Bachschmid, Vorsitzender des Kaufbeurer Tierschutzvereins.
Vielerorts war in diesem Jahr zu lesen, dass Hunde mit ihrem Ausscheidungen an Fehlgeburten, Aborte genannt, bei Rindern schuld seien. Die Hunde gelten als Träger eines einzelligen Parasiten, Neosporose canium, den sie mit ihrem Kot auf Wiesen hinterlassen. Über das abgemähte Gras käme der Erreger in das Viehfutter und löse dadurch Fehlgeburten und andere Krankheiten aus. Tatsächlich treffe das so nicht zu, behauptet Bachschmid. Er verweist auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse. Demnach seien Rinder selbst die eigentlichen Wirte der Erreger, so die Zeitschrift "Veterinärmedizinische Parasitologie" und die Schweizer Internetseite kleintiermedizin.ch. Die Landwirte seien selbst für die Aborte verantwortlich, weil sie "chronisch mit Neosporose behaftete Rinder nicht aussortieren", so Bachschmid. "99,9 Prozent der Stadthunde sind keine Träger von Neospora canium, da sie mit infiziertem Fleisch nicht in Berührung kommen", sagt Dr. Johann Ludwig, leitender Veterinärdirektor im Landratsamt Ostallgäu. Hunde auf dem Land könnten sich leichter infizieren: Entweder, indem sie rohe Innereien von Rindern fräßen, was nach der BSE-Krise aber zum Teil verboten sei; oder indem sie sich über Nachgeburten hermachten, die Landwirte auf ihre Misthaufen werfen würden. Die Nachgeburten seien oftmals infizierte Träger der Neosporose. "Hier besteht die Gefahr", warnt Ludwig. Der Veterinärdirektor unterscheidet zwei Arten von Infektion: Die "horizontale" geschehe über den Hundekot, aber sie sei "äußerst selten". Bei der "vertikalen Infektion" hingegen werde der Erreger von der Mutterkuh auf das Kalb übertragen. weiter...
In ihrem am Montag veröffentlichten Bericht "Deadwood Living Forests" warnt die Umweltorganisation WWF, dass mit der Beseitigung von so genanntem Totholz und alten Bäumen auch Spechte, Fledermäuse, Eichhörnchen, Käfer, Pilze und Flechten aus den Wäldern verschwinden. Nach Angaben des WWF ist ein Drittel der im Wald lebenden Tier- und Pflanzenarten auf ausgediente Bäume angewiesen. Zusammen bildeten sie die größte Gruppe gefährdeter Arten in Europa. Sie nutzen die Baumstämme und Äste als Lebensraum und Speisekammern. Der WWF schätzt, dass in den europäischen Wäldern der Anteil des Totholzes auf nur noch weniger als fünf Prozent des natürlichen Vorkommens geschrumpft ist. In einem unbewirtschafteten europäischen Wald kann bis zu einem Viertel des Holzes aus Totholz bestehen. weiter...
Mit Unterstützung der Bahnkunden will der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) eine Besteuerung des Flugbenzins erreichen. In einer bundesweiten Kampagne sollen Bahnfahrer gegen die "steuerliche Benachteiligung der Bahn gegenüber Fluglinien protestieren", wie der BUND erklärte. "Die Bahn zahlt für ihren Energiebedarf Steuern - die Fluggesellschaften zahlen sie nicht", kritisierte BUND-Chef Gerhard Timm.
In Formularen, die der Steuererklärung nachempfunden sind, können Bahnfahrer den Steuervorteil von Fluggesellschaften auf der gefahrenen Strecke errechnen. Finanzminister Hans Eichel (SPD) wird in dem Vordruck aufgefordert, die Steuern zurückzuerstatten - oder eine Kerosinsteuer im Flugverkehr einzuführen. weiter...
Wer auf Tauchstation geht, muss mit seiner Luft haushalten. Diese Regel gilt sogar für den eleganten Tauchkünstler Pinguin.
Wer auf Tauchstation geht, muss mit seiner Luft haushalten. Das beherzigen auch Pinguine, berichten japanische und französische Polarforscher im "Journal of Experimental Biology". Je nachdem, wie ertragreich ihre momentanen Jagdgründe sind, nehmen die Tiere den kürzesten Rückweg zur Wasseroberfläche oder nutzen den verbliebenen Atem, um sich nach Alternativen umzusehen.
Die Befunde lieferten eine Erklärung für das ungewöhnliche Tauchverhalten der Tiere, schreiben Katsufumi Sato vom Japanischen Institut für Polarforschung, Tokyo, und seine Kollegen. "Generell sollte man davon ausgehen, dass Luft atmende Meerestiere stets den kürzesten Weg zwischen Oberfläche und Jagdtiefe wählen, um möglichst lange jagen zu können", so die Forscher. Offenbar vergeudeten viele Tiere jedoch kostbare Atemluft, indem sie unter einem flachen Winkel ab- oder auftauchten. weiter...
Entgegen aller Behauptungen aus der Kohlebranche belegt ein Gutachten im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA): Auch die Braunkohle bekommt Subventionen vom Staat. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie fand für das UBA heraus, dass es vor allem indirekte Subventionen für die Braunkohle gab und gibt. Dazu gehören Steuerbegünstigungen gegenüber anderen Energieträgern wie Gas und Öl oder Freistellungen vom Wasserentnahmeentgelt und der Förderabgabe auf Bodenschätze. Zusammen mit den Subventionen für die Modernisierung der ostdeutschen Braunkohlewirtschaft in Höhe von jährlich rund 150 Millionen Euro belaufen sich die Subventionen nach vorsichtiger Schätzung auf knapp eine Milliarde Euro pro Jahr, so das UBA. weiter...
Ein Drittel aller Frösche, Lurche und Salamander ist vom Aussterben bedroht. Auf der ganzen Erde sind Amphibien stark gefährdet, berichten Wissenschaftler im Magazin Science. Schon länger ist der Artenschwund dieser Tiere bekannt, aber erst jetzt zeigt sich das dramatische Ausmaß. Die Experten gehen davon aus, dass mehr als ein Drittel aller Amphibien betroffen sind. weiter...
Die vermeintliche Entführung eines Rauschgiftspürhunds aus dem Deutschen Kreis Darmstadt-Dieburg hat bei der Polizei für jede Menge Aufregung gesorgt. Spürhund Gismo war in der Nacht zum Donnerstag spurlos aus seinem Zwinger verschwunden, worauf in den Medien sogar über eine Entführung durch die Drogenmafia spekuliert worden war.
(ap) Am Freitag gaben die Behörden Entwarnung: Der Polizeihund Gismo kehrte wohlbehalten an seinen Arbeitsplatz zurück. Wie sich herausstellte hatte er sich befreit und war - offenbar angelockt durch den schmackhaften Duft - in das offen stehende geparkte Fahrzeug eines Metzgers gesprungen und mit diesem unbemerkt mitgefahren.
Der Fahrer bemerkte seinen blinden Passagier erst, als er schon eine ganze Weile mit ihm unterwegs war. Da er sich erinnerte, dass er seinen Wagen in Gross-Umstadt hatte offen stehen lassen, brachte er den Hund am Ende seiner Tagestour dorthin zurück. Den Rest des Heimweges setzte der Hund nach Angaben der Polizei auf eigene Faust fort. Gismo kam dann am Donnerstagabend wohlbehalten in seinem Zuhause an. NZZ online
Seit Freitag sind in Berlin wieder freiwillige Feger unterwegs: Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat die Berliner mit den Bezirken, der BSR, dem Pflanzenschutzamt sowie der Stöer-Plakatwerbegesellschaft zur herbstlichen Laubsammelaktion gegen die Miniermotte aufgerufen. Denn dem aus Ostasien eingeflogenen Schädling kann man nur mit Harke und Schubkarre entgegenwirken, sagten die Experten zum Auftakt der Aktion Rettet unsere Kastanie!. weiter...
An Küsten, wo Kontinentalplatten untereinander geschoben werden, kann die Flut durch die Last des auflaufenden Wassers Erdbeben auslösen. Das berichten amerikanische und japanische Geophysiker um Elizabeth Cochran von der University of California in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals Science.
Um den Zusammenhang zwischen Gezeiten und Erdbeben nachzuweisen, analysierten die Forscher Daten von 9 000 Beben. Diese waren von 1977 bis 2000 weltweit an Verwerfungszonen aufgetreten - und zwar dort, wo sich eine Kontinentalplatte unter eine andere schiebt. Cochran und ihre Kollegen verglichen, wie oft die Erde bei welchem Wasserstand bebte. Durch eine statistische Prüfung wiesen sie - allerdings nur für weniger als 100 Beben - nach, dass die Erde bei starker Flut häufiger rumorte als bei Ebbe oder normalem Wasserstand. weiter...
Darauf hat die Welt sieben Jahre lang gewartet. 1997 hat die dritte Weltklimakonferenz im japanischen Kyoto das Klimaschutzabkommen verabschiedet. Im kommenden Jahr wird es wohl endlich wirksam werden. Denn mit der Ratifizierung des Klimaabkommens durch das russische Parlament, die Duma, ist die beinahe letzte Hürde für das Kyoto-Protokoll genommen. Jetzt muss nur noch das russische Oberhaus zustimmen eine Formsache und Präsident Wladimir Putin muss seine Unterschrift daruntersetzen. 90 Tage später tritt der Vertrag in Kraft. weiter...