Sollen Besucher des Berliner Tierheimes einen Euro Eintritt zahlen? Und ist es richtig, eine Abgabegebühr von Hunde- oder Katzenbesitzern zu kassieren, die ihr Tier dort loswerden wollen? Im Streit um solche Fragen rund um die finanzielle Absicherung von Europas größtem Tierasyl in Hohenschönhausen sind Berlins oberste Tierschützer heillos aneinander geraten. Am vergangenen Wochenende kam der Konflikt zum Ausbruch: Der 1. Vorsitzende des Tierschutzvereines Berlin, Volker Wenk, trat von seinem Amt überraschend zurück. Die mit Wenk verheiratetet Geschäftsführerin des vom Verein getragenen Tierheimes, Carola Ruff, kündigte mit sofortiger Wirkung.
Beide hatten im Sommer dieses Jahres an der Pforte zum Tierheim am Hausvaterweg 39 Drehkreuze aufstellen lassen, sich dabei aber nach Darstellung des Präsidenten des Tierschutzvereines, Wolfgang Apel, nicht mit dem übrigen Vorstand abgestimmt. Einen Euro Eintritt wollten sie an den Kreuzen kassieren, aber der Verein stoppte die Aktion. Kurz vorher verursachte laut Apel ein weiterer Alleingang Ärger. Dabei führten Wenk und Ruff eine Abgabegebühr von 20 bis 150 Euro ein, gestaffelt nach dem Betreuungsbedarf des Tieres. Diese Gebühr gilt weiter, löste aber unter den 16500 Vereinsmitgliedern Proteste aus. weiter...
Neuanfang am Hausvaterweg: Im Tierheim Berlin endet nach 15 Jahren eine Ära weiter...
Ein amerikanisches Forscherteam hat nach Informationen der Umweltstiftung WWF aller Voraussicht nach eine neue Tiger-Unterart identifiziert. Der "Malaysische Tiger" wäre nach WWF-Angaben vom Dienstag in Frankfurt die neunte Unterart der Raubkatze. Bisher sei angenommen worden, dass die auf der Halbinsel Malaysia lebenden Tiere zu den Indochinesischen Tigern (Panthera tigris corbetti) zählten. Die Bestände der Tiger sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. weiter...
Kaum ein Western kommt ohne ausgedörrte Büsche aus, die vom Wind durch die Szene getrieben werden. Diese "Steppenhexen" können weit mehr, als für die richtige Stimmung sorgen, haben amerikanische Wissenschaftlerinnen entdeckt. Die genügsamen Gewächse entgiften auch Böden auf Manövergeländen und Kriegsschauplätzen, die durch die Verwendung von Uranmunition kontaminiert worden sind.
"Offenbar ist dieses Unkraut doch zu etwas gut", so Dana Ulmer-Scholle vom New Mexico Institute of Mining and Technology in Socorro. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Bonnie Frey hatte die Forscherin einen regelrechten Testgarten auf einem stillgelegten Schießstand in New Mexico angelegt. Auf dem Gelände war jahrelang panzerbrechende Munition benutzt worden, deren besondere Härte auf abgereichertes Uran zurückgeht. weiter...
Die Pläne einer US-Firma zur Entwicklung einer Anti-Allergie-Katze sind aus Sicht des hannoverschen Tiermediziners Ingo Nolte unethisch und zudem unrealistisch. «Ich halte es für unglaublich, es erinnert mich wirklich an Dr. Jekyll und Mr. Hyde», sagte der Direktor der Klinik für kleine Haustiere an der Tierärztlichen Hochschule Hannover in einem dpa-Gespräch.
Während vermeintlich Tierfreunden ein Dienst erwiesen werden solle, müssten für den Versuch mit unklaren Erfolgsaussichten zahlreiche Katzen in Tierversuchen sterben. Gesundheitliche Folgen für die genmanipulierten Tiere seien zudem nicht absehbar. weiter...
Zwei Wissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) haben ein Brettspiel zum Klimawandel entwickelt. In "Keep Cool - Setzen Sie das Klima aufs Spiel" übernehmen die Spieler die Rolle der Mächtigen und entscheiden selbst über die Klimapolitik. Das Spiel soll sowohl internationale Verhandlungen erfahrbar machen als auch wichtige Zusammenhänge des Klimawandels. weiter...
Wer vor der hellblauen Vorderseite des kleinen Hauses mitten im Forstbotanischen Garten von Eberswalde steht, der könnte glauben, es handle sich um eine hübsche öffentliche Toilette mit Geräteschuppen. Doch bei eingehender Betrachtung stellt man fest, dass dieses Gebäude schon recht ungewöhnlich ist: Sein hinterer Teil verschwindet in einem Hügel, dessen Kuppel zugleich das Dach des Hauses ist. In dieses Dach sind in zwei Reihen zehn Beete eingelassen - je ein Quadratmeter groß. In sechs Beeten wuchern seit einiger Zeit Pflanzen. "Es ist Waldboden aus der Region mit Blaubeeren, Gras und Pilzen", sagt Brigitte Schröter. Die Naturwissenschaftlerin ist die gärtnerisch-technische Leiterin des Botanischen Gartens.
Was diese unscheinbaren Beete zu etwas Einzigartigem macht, erkennt der Besucher erst im Inneren des Hauses, also des Hügels: Dort ist der älteste und nun auch modernste Wurzelkeller Deutschlands unterbracht. weiter...
Europas Vogelwelt gerät immer stärker unter Druck, zeigt eine neue Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International. Insgesamt sehen demnach 226 Vogelarten - entsprechend 43 Prozent aller regelmäßig in Europa auftretenden Arten - einer ungewissen Zukunft entgegen. weiter...
Das Umweltbundesamt (UBA) verstärkt seine Aktivitäten in den Bereichen Klimaschutz und Energie: Ab sofort bearbeitet die neue Abteilung I 4 Klimaschutz, Umwelt und Energie die Themen Klimawandel, rationelle Energienutzung und erneuerbare Energien. Gleichzeitig werden die Aufbereitung der Energiedaten und die Emissionsberichterstattung weiter ausgebaut. Der genaue organisatorische Aufbau der Abteilung ist im Internet unter https://www.umweltdaten.de/uba-info/d-fach1.pdf veröffentlicht. weiter...
Wenn am Donnerstag die Berliner Abgeordneten getagt haben, dürften es Gangster und Ganoven leichter haben. Das befürchten zumindest Juristen und Polizisten. Die Regierungsparteien SPD und PDS wollen am Donnerstag mit ihrer Mehrheit im Abgeordnetenhaus beschließen, dass auch gewöhnliche Teilzeitangestellte der Polizei in die Freiheitsrechte der Bürger eingreifen dürfen. Ob Platzverweise, Festnahmen, Fesseln oder Anordnung einer Blutentnahme - solche Eingriffe in das Persönlichkeitsrecht sind seit Gründung der Bundesrepublik ausschließlich Beamten vorbehalten. Die Ausübung solch "hoheitsrechtlicher Befugnisse" wird im Artikel 33 des Grundgesetzes geregelt. Nun aber wollen SPD und PDS das Berliner Polizeigesetz (ASOG) ändern - ein bisher bundesweit einmaliger Vorgang. weiter...
Fujijama und Ildico bellen, doch jede Katze überragt sie bei Weitem und an einem Rindsknochen heben sie sich einen Bruch. Die beiden Hunde-Miniaturen sind so mini, dass sie es mit dem kleinsten Hund aus dem Guiness Buch der Rekorde aufnehmen.
Ihr Frauerl, Sabine Kovacsik aus St. Valentin, hat den kleinsten lebenden Hund, einen Yorkshire Terrier mit 20 Zentimetern Länge, im Guiness Buch der Rekorde entdeckt. Das ist ein Fehler in der Rekordsammlung: Ihr Ildico ist nur 18 Zentimer lang und 16 Zentimeter hoch. Hunde dieser kleinsten Rasse der Welt wiegen normalerweise rund zwei Kilo. Ildico ist mit nur knapp über einem Kilo extrem schlank geraten.
Zierlich und zerbrechlich wirken die beiden Hündchen. Doch sieht man, wie Fujijama den kleinen Stoffbären mit den Zähnen bearbeitet, erinnert er an seine wilden Vorfahren und beweist: Ich bin trotz meiner Kleinheit ein echter Hund mit Bedürfnissen wie andere Hunde auch. weiter...
Wildwechsel ist eine der häufigsten Unfallursachen auf Deutschlands Straßen. Jährlich kommen 50 Menschen bei Wildunfällen ums Leben, mehr als 2.500 werden schwer verletzt. Wildwechsel ist ganzjährig eine Gefahr, doch seit der Umstellung der Uhren und mit der nahenden Winterzeit fallen abendlicher Berufsverkehr und Wanderbewegungen des dämmerungsaktiven Wildes zusammen - oft mit folgenschweren Konsequenzen für Mensch und Tier. weiter...
"Der Bedarf für solch einen Tierfriedhof ist da", weiß Volker Mettke als Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs für Friedhofs- und Bestattungswesen. Bislang bietet in Mainz nur der Tierschutzverein in der Zwerchallee solche Gräber an. Weil das dortige Gelände aber eigentlich nicht für Bestattungen ausgewiesen ist und von der Stadt nur "geduldet" wird, besteht Handlungsbedarf. "Zudem ist der dortige Friedhof bald voll und soll aufgegeben werden", weiß Volker Mettke.
Ausgeguckt hat sich die Stadt nun ein 2000 Quadratmeter großes Grundstück am südlichen Rande des Mombacher Waldfriedhofs ins Richtung Gonsenheim. Natürlich werde man Tiere nicht einfach neben Menschen begraben, betont Mettke. "Wir haben dort Freiräume, die genügend Abstand lassen werden." Der Vorteil: Das städtische Gelände ist bereits als Friedhof gewidmet und kann bei Bedarf sogar noch erweitert werden. weiter...
Die Energieagentur NRW bietet auf dem "Wissensportal Energie" einen neuen, kostenfrei zugänglichen Online-Kurs zur "Thermographie" an. Der Kurs richtet sich an Architekten, Planern, Baufachleuten und alle, die sich ebenfalls mit dem Thema Gebäudediagnose befassen.
Die Thermographie ist ein Verfahren, um die energetischen Schwachstellen eines Hauses zu diagnostizieren. Eine Thermographieaufnahme, auch Thermogramm genannt, ist eine Infrarotaufnahme und liefert bei einem Gebäude ein exaktes Abbild der Temperaturverteilung auf den Bauteiloberflächen. Damit steht ein präzises Werkzeug zur Verfügung, um die dämmtechnische Qualität im Gebäudebestand zuverlässig und zerstörungsfrei zu bestimmen und die fachgerechte Umsetzung von Dämmarbeiten effektiv zu kontrollieren. weiter...
Das Grüne Band, Deutschlands größter Biotop- verbund entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze, droht zu zerreißen. Davor warnte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kurz vor dem 15. Jahrestag des Mauerfalls.
Die Naturschützer beklagen, dass viele einzigartige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten gefährdet seien, wenn die von Finanzminister Hans Eichel zugesagte Übertragung der Flächen an die Bundesländer nicht zügig erfolge.
Der von Mecklenburg- Vorpommern bis Sachsen reichende 1393 km lange Biotopverbund sichere mehr als 600 bedrohten Tier- und Pflanzenarten das Überleben und sei ein unverzichtbares lebendiges Denkmal der deutschen Geschichte. Der BUND sammelt mit der Ausgabe von symbolischen Anteilscheinen Spenden zum Erwerb von Flächen im Grünen Band.
Das Vorhaben des Bundes, ihm gehörende Flächen im Grünen Band für Zwecke des Naturschutzes kostenlos an die Länder zu übertragen, sei jedoch seit einem Jahr nicht mehr voran gekommen. Noch immer fehlten offizielle Zusagen der Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen, Flächen des ehemaligen Grenzstreifens zu übernehmen. weiter...
Um die Umwelt zu entlasten, ökologisch schädliche Subventionen abzubauen und die Lohnnebenkosten zu senken hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einen Plan zur Weiterführung der ökologischen Finanzreform vorgelegt. Der Vorschlag beinhaltet die Überarbeitung der Ökosteuer-Ermäßigungen für das produzierende Gewerbe, die Einführung einer Kerosinsteuer für inländische Flüge und die Angleichung der Diesel-Mineralölsteuer an die Steuer für Normalbenzin. weiter...
Die Milliarden für regenerative Energien werden falsch investiert, sagen Experten weil es billigere Alternativen gibt.
Das Gerücht ist hartnäckig: Für die Produktion einer Solarzelle wird mehr Energie verbraucht als diese Zelle jemals selbst produzieren wird. Im Klartext: Strom aus Sonne ist zwar umweltfreundlich, rechnet sich aber nie. Falsch, sagen Experten wie Helmut Kaschenz vom Umweltbundesamt. Richtig sei, dass Solarzellen früher einmal bis zu zehn Jahren gebraucht hätten, um sich energetisch zu amortisieren, heute aber sind es nur noch drei bis fünf Jahre. Die Technik sei ausgereifter, die Serienproduktion angelaufen, meint Kaschenz. weiter...
Ein Tierquäler treibt sein Unwesen in der Gegend um Maishofen. Eine Tierärztin zeigte an, innerhalb von drei Tagen vier Tiere mit den gleichen Symptomen behandelt zu haben. Erhebungen ergaben, dass noch mindestens zwei weitere Tiere betroffen waren, von denen eines bereits qualvoll verendet ist.
Bis auf einen der vergifteten Hunde waren alle mit ihren Besitzern in der Gegend um das Schloss Kammer unterwegs. Die Symptome der Hunde waren immer die gleichen: plötzliches Erbrechen, Durchfall, Schaum vorm Maul, heftiges Krampfen. Daraus lässt sich schließen, dass es sich bei dem Gift um einen phosphorsäureesterhaltigen Stoff handelt, wie er beispielsweise in Pestiziden vorkommt.
Die hohe Konzentration des Gifts und die Lage der Tatorte macht die Gendarmerie sicher, dass es sich dabei um die Taten eines Tierquälers handelt. Die Suche nach dem bisher unbekannten Täter und etwaigen weiteren Giftködern verlief bisher ohne Erfolg. Salzburger Nachrichten
Einen grausigen Fund machten am Samstag gegen 11.00 Uhr zwei spielende Kinder, als sie in einem Waldstück im Bereich der Kölner Straße und Markenstraße eine schwerverletzte Katze fanden. In dem Körper des Tieres steckten mehrere Pfeile, die vermutlich mit einer Armbrust oder einem ähnlichen Schießapparat abgeschossen wurden. Die Kinder verständigten ihren Vater und die Polizei. Da der Vater zugleich auch Jäger ist und dem Tier nicht mehr zu helfen war, wurde es waidgerecht von seinen Qualen erlöst. Die Polizei sucht dringend Zeugen und fragt: Wer hat Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit der Tierquälerei stehen könnten und / oder kann Angaben zu dem Tätern machen? Hinweise bitte an die Mülheimer Polizei unter der Telefonnummer 0208/301-0 oder der E-Mailadresse pressestelle@muelheim.polizei.nrw.de presseportal.de
Mit einem neuen Atlas wollen amerikanische Forscher das Wissen um die Korallenriffe der Welt vertiefen.
Derzeit aus einem Grundstock von 1.500 Satellitenaufnahmen bestehend, soll die im Internet frei zugängliche Datensammlung zum Schutz und zur schonenden Nutzung der empfindlichen Ökosysteme beitragen.
Derzeit sind Serge Andréfouët und Frank Müller-Karger von der University of South Florida und ihre Kollegen damit beschäftigt, Aufnahmen des Satelliten Landsat 7 auszuwerten. Die Bilder wurden in den Jahren 1999 und 2003 angefertigt und zeigen neben bekannten Riffen auch viele, die bis dato noch nicht erfasst worden waren. Künftig sollen laufend weitere Fernerkundungsdaten in das von Universitäten, Organisationen und Behörden in mehreren Staaten geförderte Archiv übernommen werden. weiter...
Der japanische Elektronikkonzern Pioneer hat eine Speicherdisc für umweltbewusste Verbraucher entwickelt. Das neue Datenmedium besteht zu 87 Prozent aus natürlichen Polymeren, die vor allem aus Mais und anderen stärkehaltigen Pflanzen gewonnen werden. Bei der Verbrennung der Stärkepolymere entstünden keinerlei Dioxine oder andere schädliche Chemikalien. Selbst der Verzehr des Öko-Datenträgers wäre Pioneer zufolge unproblematisch. Da die Disc mit einer Schicht Kunstharz überzogen ist, dürften jedoch selbst die härtesten Zähne daran scheitern. Gespeichert werden können auf der einmal beschreibbaren Disc 25 Gigabyte Daten von Musik über Filme bis zu Computerprogrammen. Sie nutzt dabei die so genannte Blu-ray-Technik, die weit größere Speichermengen ermöglicht als eine herkömmliche DVD. Wann die neue Scheibe auf den Markt kommt, hat Pioneer noch nicht entschieden. WZ Online
Walen, Robben und Pinguinen in der Antarktis droht möglicherweise eine Hungersnot, weil der Bestand an antarktischem Krill drastisch geschrumpft ist.
Die Zahl der Kleinkrebse, die einen zentralen Platz in der antarktischen Nahrungskette haben, sei seit den 70er Jahren um etwa 80 Prozent gesunken, berichten Angus Atkinson vom British Antarctic Survey und Kollegen im Fachjournal "Nature" (Bd. 342, S. 100) von diesem Donnerstag. Ursache dafür sei vermutlich die Klimaerwärmung, die das Eis schmelzen lasse.
Die Lufttemperatur auf der antarktischen Halbinsel sei in den vergangenen 50 Jahren um mehr als 2,5 Grad Celsius gestiegen - fünf Mal stärker als im weltweiten Durchschnitt. Dies habe zu einer großen Eisschmelze geführt. Die unter dem Eis lebenden Algen seien jedoch die Hauptnahrungsquelle des antarktischen Krills (Euphausia superba), was vermutlich den dramatischen Rückgang des Krillvorkommens erkläre.
Das Krillsterben wiederum ist nach Darstellung der Forscher möglicherweise der Grund dafür, dass die Bestände mehrerer Pinguinarten in den vergangenen Jahren geschrumpft sind. Auch zahlreiche andere Tierarten sind vom Krillschwund betroffen. Da der südliche Ozean ein wertvoller Fischgrund sei, drohten außer den Umweltfolgen auch wirtschaftliche Konsequenzen. stern.de
Bei bestimmten Buntbarschen helfen die kleineren Gruppenmitglieder den grösseren Brutpaaren bei der Aufzucht der Nachkommen. Um Konflikte zu vermeiden, wahren die Helfer zu den Brütern einen sicheren Grössenabstand: Sie wachsen langsam, wenn sie kleine Fischeltern unterstützen und schnell, wenn sie grossen Kollegen helfen. Doch warum helfen sie überhaupt? Ganz einfach: In der Familie sind die Helfer besser vor Fressfeinden geschützt. In Räuber-freien Zonen werden die Helfer dagegen zu Egoisten. Sie verlassen die Familie, um selbst zu brüten. Dass Buntbarsche derart strategisch und egoistisch handeln, zeigen Zoologen der Universität Bern nun in zwei Publikationen in Fachzeitschriften der "Proceedings of the Royal Society". weiter...
Ein recht makabrer Glücksfall ist das: Fast dreißig Jahre lang haben Minen, Stolperdrähte und Selbstschussanlagen jegliches menschliche Leben an der Grenze zwischen der DDR und der alten Bundesrepublik verhindert - und damit gleichzeitig Pflanzen und Tieren ungestörte Lebensräume gesichert. Wie wertvoll die Ruhe vor dem Menschen war, lässt sich auf Luftbildern oder Satellitenaufnahmen auch heute noch, 15 Jahre nachdem die Grenzanlagen geschleift wurden, deutlich erkennen: Ein 50 bis 200 Meter breites grünes Band durchzieht Deutschland von Travemünde an der Lübecker Bucht bis nach Hof an der deutsch-tschechischen Grenze. weiter...
Tony Blair hat sich zu Beginn der deutsch-britischen Klimakonferenz in Berlin Ergebnisse von den rund 170 Klimaforschern, Politikern, Unternehmern und Vertretern von Nicht-Regierungsorganisationen gewünscht. Am Donnerstag legte der Chef des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, die Ratschläge vor, auf die sich die hochrangig besetzte Konferenz am Mittwoch geeinigt hat.
Der wichtigste: Um das Klima zu schützen, muss sich unsere Energieversorgung strukturell verändern, sagte Töpfer. In den kommenden rund 20 Jahren werden die Stromkonzerne weltweit 16 Billionen Dollar in die Erneuerung ihres Kraftwerksparks investieren. Es ist überlebensnotwendig, dass diese Summe in effiziente Formen der Energieerzeugung, einschließlich sauberer Kohle, Kraft- Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien wie Wind, Wellenkraft und Solarenergie fließen, heißt es im Abschlusspapier. Werde dieses Geld in einer Weise ausgegeben, dass der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) drastisch sinkt, sei das der kostengünstigste Weg zum Klimaschutz. weiter...
In Afrika kam vor Urzeiten eine Kettenreaktion in Gang ein von der Natur geschaffener Atomreaktor setzte enorme Energien frei.
Es war eine verrückte Idee, die den Japaner Paul Kazuo Kuroda im Jahr 1956 umtrieb: Es könnte natürliche Atomreaktoren geben. An geeigneten Stellen auf der Erde könnte eine Kettenreaktion von selbst in Fahrt kommen und enorme Energien freisetzen. Der Forscher der Universität von Arkansas berechnete, dass dazu in einer Uranlagerstätte lediglich genügend Spaltstoff zusammenkommen musste.
Das Ergebnis erschien ihm aber selbst so merkwürdig, dass er seine Theorie nicht zu Ende dachte. Er kam zu dem Urteil, dass man in den damals bekannten Bergwerken keinen natürlichen Reaktor finden würde. Und übersah eins: Kommt Grundwasser ins Spiel, ist die Rechnung eine andere. Denn das Wasser bremst die bei einer Kernspaltung entstehenden Neutronen. So stark, dass diese von anderen Uran-Kernen eingefangen werden können. Diese langsamen Neutronen lösen die natürliche Kettenreaktion aus.
In den Uran-Minen von Oklo im afrikanischen Gabun ist genau dies geschehen. Und zwar an mehreren Stellen. Vor zwei Milliarden Jahren brannten dort Naturreaktoren mehr als 150000 Jahre lang. Wie es dazu kommen konnte, hat Alex Meshik nach detektivischer Suche herausgefunden und im Fachblatt Physical Review Letters beschrieben. Er hat bei der Analyse der Gesteinsadern festgestellt, dass sich die Kettenreaktionen in Oklo im Rhythmus von drei Stunden immer wieder von selbst ein- und ausschalteten. weiter...
Auf diese Weise gehe wertvoller Boden für die Nahrungsproduktion verloren, warnt ein amerikanischer Geologe auf einer geowissenschaftlichen Fachtagung in Denver.
"Über geologische Zeiträume, sagen wir 500 Millionen Jahre, beträgt die Erosion im Schnitt 20 Meter pro Jahrmillion", so Bruce Wilkinson von der University of Michigan in Ann Arbor. Beispielsweise auf landwirtschaftlich stark beanspruchten Flächen der Vereinigten Staaten liege der Wert jedoch bei 450 Meter pro Million Jahren, in einigen Teilen der Welt sogar deutlich höher. weiter...
Sein verlorenes Handy hat ein Tankwart aus der türkischen Provinz Konya nach einem Suchanruf wiedergefunden - im Bauch seines Hundes.
Die Klingeltöne des herrenlosen Mobiltelefons hatten offensichtlich das Interesse des Hundes geweckt, der dieses daraufhin in die Schnauze nahm, die Plastikhülle zerriss und das Gerät schließlich verschluckte.
Die Beschäftigten der Tankstelle seien sehr überrascht gewesen, als sie plötzlich Klingeltöne aus dem Bauch des Hundes hörten, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu heute. Das Handy sei geraume Zeit später auf ganz natürliche Weise wieder ans Tageslicht gekommen. Der Elektronik begeisterte Hund habe den harten Bissen ohne innere Verletzungen wieder ausgeschieden. ORF.at
Berlin bekommt sein 21. Hundeauslaufgebiet: Am 11. November wird es auf einem etwa drei Hektar großen Areal an der Straße Am Nordring eröffnet. Das umzäunte Gebiet befindet sich auf einem ungenutzten Marzahner Gewerbegebiet in Nähe der Grenze zu Hohenschönhausen. In den Gewerbegebieten südlich der Bitterfelder Straße stehen derzeit etwa 39 Hektar Freiflächen zur Verfügung. Das Hundeauslaufgebiet gilt als so genannte Zwischennutzung - kommen Investoren, müssen die Tiere weichen. Berliner Zeitung
Wer bisher seine Mitbewohner im Bad nicht kannte, wird sie vermutlich in der amerikanischen Wahlnacht getroffen haben. Am Tage begegnet man ihnen kaum. Wenn man also irgendwann zwischen der Auszählung in New Jersey und Pennsylvania mal das Badezimmer aufsuchen musste, wird man sie gesehen haben: Ein grau-glänzendes Insekt rennt über den Fliesenboden, ein zweites versucht gerade, den Badewannenrand zu erklimmen. Um sie mit dem Pantoffel zu erwischen, muss man schnell sein. Silberfischchen heißen die ungebetenen Gäste, wegen ihrer silbergrauen Schuppen auf dem Leib und der flinken schlängelnden Bewegungen. weiter...
Um die Folgen der globalen Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen, sind nach Aussagen des britischen Forschers John Schellnhuber nur etwa 0,3 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts erforderlich, berichtet BBC-online. Der Forscher, der bei einer Konferenz in Berlin die Zahlen nannte, ist auch der Ansicht, dass schleunigst etwas gegen die Erwärmung zu unternehmen sei, ansonsten drohen Katastrophen. weiter...
Wissenschaftler der TU Berlin setzen gemeinsam mit Potsdamer Ingenieuren Satellitendaten mit höchster Detailwiedergabe ein, um Baustellen zu überwachen oder Veränderungen in der Landschaft zu erkennen.
Gemeinsam mit ihren Kollegen von der Arbeitsgruppe Forstlicher Luftbildinterpreten (AFL) hatten die TU-Wissenschaftler Prof. Dr. Birgit Kleinschmit und Prof. Dr. Hartmut Kenneweg vom Institut für Landschafts- und Umweltplanung im Herbst 2003 vor starken Waldschäden im Jahr 2004 als Folge des Dürresommers 2003 gewarnt und verstärkte Inventuraktivitäten gefordert.
Die befürchteten Schäden sind eingetreten, wie die in Kürze zu erwartenden Waldschadensberichte belegen werden. Von "dramatischer Zunahme der Waldschäden" und "Schäden so hoch wie noch nie" ist in ersten Presseberichten zu lesen. Massenvermehrungen von blatt-, rinden- oder holzfressenden Insekten, die für den Wald existenzbedrohend werden können, ereignen sich als Teil dieses Problems bevorzugt in geschwächten Beständen und besonders oft in den Folgejahren nach einer Dürre. Die dann aktuelle Frage nach einer Bekämpfung mit Insektiziden führt gewöhnlich zu heftigen Kontroversen zwischen Waldbesitzern einerseits und Natur- und Umweltschützern andererseits. weiter...
Genua ist die diesjährige Kulturhauptstadt Europas: Vieles wurde verändert, um ein Stadtbild zu schaffen, das zugleich von historischen wie von zeitgenössischen Strukturen bestimmt wird. Als Küstenstadt hat Genua die typisch langgezogene Struktur mit starkem Bezug zur Landschaft, auf die Meeresküste und die Höhenzüge im Hinterland. Ausgehend von der schmalen Ebene an der Küste breitete sich die Stadt sukzessive auf die dahinter gelegenen Hänge aus.
Den speziellen Charakter des historischen Genuas kennzeichneten die Stadtvillen. Die Gärten der Villen und Paläste, eingebettet in kleinteilige Kulturlandschaften, ergaben das Bild einer Gartenlandschaft, die viele Reisende beschrieben. Im Lauf der vergangenen Jahrhunderte vollzog sich vom Hafen aus die Wandlung zur Industriestadt, eine Transformation, die das alte Bild auslöschte. Die Verstädterung erreichte schnell die umliegenden Gemeinden entlang der Küste (Voltri, Pra, Pegli, Sestri, Sampierdarena, Albaro, Quarto, Quinto, Nervi). Diese ehemals eigenständigen Siedlungen sind nun Teil der Agglomeration. weiter...
Nachdem Barcelona in diesem Jahr mit dem Forum-Gelände am Besós die Stadt auch nordöstlich des Olympiageländes von 1992 ans Meer holte, widmet sie sich neben dem Frachthafen künftig drei städtebaulichen Schwerpunkten im Inneren: dem Gebiet um die Plaça de les Glòries Catalanes sowie den Quartieren La Sagrera und Poblenou. weiter...
Die beiden ehemaligen Industriestandorte an der Tyne arbeiten seit Jahren intensiv an ihrem Image. Die städtebauliche Entwicklung der Flussufer sowie Kunstprojekte zur Stärkung des öffentlichen Raumes stehen dabei im Vordergrund.
Zwar liegen sich die Städte Newcastle und Gateshead an den Ufern der Tyne direkt gegenüber, doch es scheint, als ob keine der beiden damit wirklich glücklich wäre. Während Besucher die beiden Städte wie selbstverständlich als zusammenhängende Einheit sehen – sieben Brücken über die Tyne verstärken den Eindruck – betrachteten die Einwohner von Newcastle Gateshead lange Zeit als kleine Schwester und Quälgeist, die der großen unerwünscht am Rockzipfel hängt. Inzwischen ist der Quälgeist selbständig und erwachsen geworden, die große Schwester ist vom unbändigen und ungestümen Willen angesteckt.
Newcastle gilt als Hauptzentrum in Englands Nordosten, doch nicht weit vor Schottland entfernt gelegen, kämpfen beide Städte mit ihrer isolierten geographischen Lage. Newcastle ist Studentenstadt, reich an Historie und Baudenkmälern, die noch heute von den goldenen Zeiten der Stadtentwicklung im 18. und 19. Jahrhundert zeugen. Gateshead, mit 200 000 Einwohnern etwas kleiner als Newcastle, ist an Tradition, gewachsener Stadtstruktur und Geschichte sehr viel ärmer. weiter...
Die schwäbische Stadt Schorndorf muss einem Mann 600 Euro Schmerzensgeld bezahlen, weil sie nicht ausreichend vor einem bissigen Schwan im See des Stadtparks gewarnt hatte. Dies entschied das Landgericht Stuttgart am Dienstag. Im Frühjahr war der 46-jährige Kläger ahnungslos um den See geschlendert, als der Schwan plötzlich zur Verteidigung seiner brütenden Gefährtin eine hinterhältige Luftattacke auf ihn flog und dem Mann im Sturzflug mit einem Schnabelhieb eine Kopfplatzwunde verpasste. Zahlen muss nun die Stadt, weil der Schwan zuvor schon mehrfach Passanten gezwickt hatte und im Ordnungsamt als bissig bekannt war. weiter...
Der Uhu ist der Vogel des Jahres 2005. Damit folgt dem lautstarken kleinen Zaunkönig die größte Eule Europas mit ihrem dumpfen «buhoo»-Balzruf, der dem Tier auch den Namen gab. «Der Uhu steht für einen der ganz großen Erfolge des Artenschutzes», sagte der Vize-Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Helmut Opitz, am Freitag in Berlin. Lange drohte dem Uhu (wissenschaftlich: Bubo bubo) hier zu Lande die Ausrottung. In Deutschland leben jetzt wieder etwa 850 Paare des bis zu 70 Zentimeter großen Felsbrüters mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,80 Meter. Das Tier ist etwa drei Kilogramm schwer. weiter...
Der Braunbär der Alpen ist das Wildtier des Jahres 2005. weiter...
Sie sind überall. Und sie warten nur darauf, in offene Wunden einzudringen: Braun- oder Weißfäulepilze, die sich am Holz gütlich tun und das Innere von Stämmen, Ästen oder Wurzeln nach und nach aushöhlen. Sie dringen gerade dort ins Holz ein, wo Äste abbrechen. Oder unsachgemäß abgeschnitten werden.
Wer einen Baum beschneidet, muss gute Gründe dafür haben. Dem einen gehts um eine reiche Ernte. Er möchte einen Obstbaum mit kräftiger Krone und keinen mit vielen langen, schwachen Ästen, die zu Boden hängen oder abbrechen, sobald Äpfel und Birnen reifen. Daher kappt er überschüssiges Astwerk frühzeitig.
In Städten und entlang der Alleen werden viele Bäume jetzt im Herbst gestutzt, wenn keine Vögel mehr darin nisten und auch das Laub aufgesammelt werden muss. Vor allem der Verkehrssicherheit wegen. Die Äste kommen den Lkw ins Gehege, die bis zu einer Höhe von viereinhalb Metern freie Fahrt auf deutschen Straßen genießen.
Man sollte Bäume allerdings beschneiden, so lange sie dies noch vertragen, sagt Hartmut Balder vom Studiengang Gartenbau der Technischen Fachhochschule Berlin. Also nur, solange die Äste noch dünn und ihr Holz noch jung ist. Sonst bekommen die Bäume riesige Wunden, und die Pilze dringen bis ins Innere ein. weiter...
Eine simple, aber veraltete Vorschrift könnte schuld sein, wenn demnächst der Strom ausfällt. Sie besagt, dass eine Windkraftanlage sofort abgeschaltet werden muss, wenn im Stromnetz die Spannung zu sehr absinkt - zum Beispiel durch einen Kurzschluss in einem Umspannwerk. "Die Regel stammt aus einer Zeit, als es kaum Windkraftanlagen gab", sagt Martin Hoppe-Kilpper vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik (Iset) an der Universität Kassel. weiter...
Die Berliner sollen das Auto stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen - das wünscht sich der Senat. Gestern wurde eine Radverkehrsstrategie mit ehrgeizigen Zielen beschlossen, die die Arbeitsgruppe FahrRat in halbjähriger Arbeit erstellt hat. Durch mehr Radwege, bessere Verbindung zum öffentlichen Nahverkehr und mehr Sicherheit soll ein fahrradfreundliches Klima geschaffen werden. Das Rad ist mehr als ein Freizeitgerät, sagte Verkehrssenatorin Junge-Reyer gestern. Die Zahl der mit dem Rad zurückgelegten Wege soll von 10 auf 15 Prozent gesteigert werden, anders gerechnet: 100 000 Wege werden täglich per Rad zurückgelegt, nicht mehr im Auto.
Theoretisch, so haben Verkehrsexperten berechnet, sei sogar eine Steigerung auf 20 Prozent Radanteil möglich. Denn die Hälfte der in Berlin zurückgelegten Fahrten ist kürzer als fünf Kilometer. Fünf Millionen Euro sollen pro Jahr investiert werden. Bis 2010 will das Land das bislang eher gestückelte Wegenetz zu einem zusammenhängenden Routensystem ausbauen. Dazu soll der Fahrradclub ADFC mit anderen Umweltverbänden eine Liste mit Lücken, Schwachstellen und Gefahrenpunkten erstellen. In drei Jahren soll kontrolliert werden, ob die Mängel beseitigt worden sind. weiter...
Beim Staatsbesuch der britischen Königin Elisabeth II steht der Klimaschutz ganz oben auf der Tages-ordnung. Die königliche Agenda unter-streicht die Bedeutung des Themas. Für den WWF ist der Besuch Anlass, die Vorreiterrolle beider Länder im internationalen Klimaschutz einzufordern. Dies sei umso wichtiger, da es immer wieder Bemühungen z.B. von Seiten der Energieversorger gebe, bereits erzielte Fortschritte rückgängig zu machen. weiter...