Rieke ist nach neun Jahren wieder zu Hause. Neun lange Jahre wurde der Golden Retriever vermisst, trauerten Gerti und Paul Lole um ihre Hündin. Gestern trat sie mit ihren glücklichen Besitzern die Heimreise von Berlin ins rund 600 Kilometer entfernte Salzbergen im Emsland an.
Fast auf den Tag genau an Riekes 10. Geburtstag hatten Gerti und Paul Lole ihren Golden Retriever im Berliner Tierheim wiedergefunden. Kürzlich war der Hund völlig verwahrlost in Spandau aufgefunden und ins Tierasyl am Hausvaterweg gebracht worden. "Uns wurde Rieke vom Grundstück gestohlen, da war sie zwölf Monate alt. Wir klebten überall Zettel, gaben Inserate auf, selbst in Holland klapperten wir Tierheime ab", sagt Gerti Lole.
Wie der Hund von Niedersachsen nach Berlin kam, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen. Das wertvolle Tier habe wohl ausschließlich zur Zucht gedient und sei nun ausgemustert worden, vermuten die Ärzte des Tierheimes. Dass Rieke jetzt zu ihren Besitzern zurückkehren konnte, verdankt sie einer Tätowierung im Ohr. Diese Nummer meldete die Berliner Tiersammelstelle an das zentrale Register TASSO in Bonn, wo die Daten entlaufener und gestohlener Tiere gespeichert sind. weiter...
Wer in einem Auto nach dem Plaza-Hotel am Syntagma-Platz um die Ecke biegt, sollte niemals die linke Fahrbahn nehmen. Es sei denn, man ist bereit, eine plötzliche Vollbremsung oder einen gefährlichen Spurwechsel in Kauf zu nehmen. Die Athener Taxifahrer wissen das, sie orientieren sich auf der vier- bis sechsspurigen Fahrbahn das ändert sich je nach Verkehrsdichte stets auf die rechte Seite. Die linke Spur gehört einem gelb-braunen Mischlingshund.
Der Straßenhund steht mitten auf der Fahrbahn und blickt todesverachtend dem tosenden Verkehr entgegen. Die Autos, die auf der linken Spur um die Ecke biegen, bremsen entweder vor ihm oder weichen in einem gefährlichen Manöver auf die rechte Spur aus. Manche Touristen, die das Duell Hund gegen Auto sehen, schreien entsetzt. Die Einheimischen lässt es kalt. Sie kennen diesen Hund.
Was wie ein täglicher Selbstmordversuch aussieht, ist in Wirklichkeit ein Spiel. Das zeigt sich, wenn die Ampel vor dem nahe gelegenen Zebrastreifen auf Rot springt. Dann stellt sich der Straßenhund neben das erste Auto in der linken Reihe. Leuchtet Grün auf, spurtet der Mischlingshund los und läuft mindestens 20 Meter mit dem Auto um die Wette. Danach kehrt er zum Zebrastreifen zurück und wartet auf die nächste Rotphase.
Hat jemand gesagt, dass Olympische Spiele nur für Menschen sind?
Benedikt Voigt Tagesspiegel
Bei Claudia Röttger war gestern einiges los: Ich habe gerade Frau Elsner (Landtagsabgeordnete der SPD) in der Leitung, ich rufe zurück, bat sie sich aus. Die Betriebsamkeit hat ihren Grund: Die Herrin über sechs Huskys sucht nach einer neuen Strategie, denn ihre Klage vor dem Koblenzer Verwaltungsgericht in Sachen Hundesteuer wurde abschlägig beschieden.
Hintergrund: 2001 war die Zwingersteuer, die bei mehreren Tieren jeweils nur zwei Hunde abgabepflichtig machte, durch eine Hundesteuer ersetzt worden. Was bedeutete, dass alle vierbeinigen Exemplare von Röttger dem Fiskus unterlagen - damals acht Stück. Dagegen machte sie mobil, legte Widerspruch ein. Vor dem Kreisrechtsausschuss in diesem Jahr wurde der Gemeinde in der Sache Recht gegeben - und nun befand auch das Verwaltungsgericht, dass die Abgaben rechtens seien. Röttgers sieht das anders: Ihre Hunde, mit denen sie auch Schlittenhunderennen fährt, seien als Sportgeräte respektive Teamkollegen einzustufen - und Surfbretter würden doch auch nicht besteuert. weiter...
Bereits ab dem sechsten Lebensmonat können Säuglinge Tiere von unbelebten Objekten unterscheiden. Dinge, die sich eigenständig bewegen und ein Gesicht haben, ziehen bei den Kleinen besondere Aufmerksamkeit auf sich. Eine Neugierde, die zu einem Teil in der Evolution begründet liegt und angeboren sein dürfte. Die Heidelberger Forscherin Sbaina Pauen untersucht seit einigen Jahren, wie Kinder und Säuglinge Objekte, insbesondere auch Tiere, wahrnehmen. weiter...
(...)"Der Traveplatz ist zum Hundeklo verkommen", sagt Baustadtrat Franz Schulz. "Außerdem haben die Tiere die Liegewiese komplett umgegraben und den Spielplatz unbenutzbar gemacht." Jetzt will der Stadtrat neue Seiten aufziehen: "Ab September herrscht hier Hundeverbot."
Der Traveplatz ist dann Berlins erster hundefreier Platz. Andere Plätze, wie etwa der Boxhagener oder der Forckenbeckplatz sollen folgen. Die neuen Kiezstreifen des Bezirks werden kontrollieren, dass die Anwohner das Verbot respektieren. weiter... mehr...
Das Tierheim Berlin hat einen weiteren Weg entdeckt, Geld zu verdienen. Wenn Anfang September auf dem Gelände am Hausvaterweg die Klappe fällt für den Hollywoodfilm "Aeon Flux", dann muss nicht nur die Produktionsfirma dafür bezahlen. Auch die Besucher, die dem Team zuschauen wollen, sollen zur Kasse gebeten werden. Einen Euro Eintritt muss bezahlen, wer nur zur Neugier kommt. "Wer in die Tierklinik will oder auf der Suche nach einem Tier ist, bekommt sein Geld zurück", sagt Carola Ruff, die Chefin des Tierheims. Die übrigen Einnahmen kämen den Tieren zugute.
Diese Art der Suche nach Einnahmen hat einen ernsten Hintergrund: Der Tierschutzverein als Betreiber des Tierheims in Falkenberg bekommt keine Unterstützung vom Land Berlin, und ihm laufen die Mitglieder davon. In den vergangenen Monaten haben 2 000 Berliner ihre Kündigung geschickt. weiter...
Wissenschaftler schlagen Alarm: Die Niederschlagsmengen sind zu gering das Grundwasser versalzt. Und in den Gewässern droht ein Fischsterben.
Der Vergleich mit dem Pflanzenbuch ließ keinen Zweifel offen: In der Nähe von Lehnin bei Potsdam blühen Strandastern. Doch Strandastern benötigen salzigen Boden und wo soll mitten in der Mark das Salz herkommen?
Der Präsident des Brandenburger Landesumweltamtes, Professor Matthias Freude, klärt auf. Er zeigt in seinem Arbeitszimmer eine Landkarte mit der schlichten Überschrift Versalzung. Darauf sind fast 60 Stellen mit schwarzen und hellen Dreiecken markiert. Hier haben wir Salzstellen nachgewiesen, sagt Professor Freude. Experten genügt dafür schon ein Blick auf die Vegetation. Neben den bekannten Strandastern wachsen im Binnenland ziemlich unmotiviert Meeresstrand-Dreizack, SalzBinse, die Gemeine Strandsimse oder das Strand-Milchkraut. Besonders häufig kommen diese in südwestlich und südlich von Berlin gelegenen Regionen vor. weiter...
Hai-Alarm am Strand von Sylt? Als die schwarze Rückenflosse kurz an der Wasseroberfläche auftaucht, flüchten einige der Badenden überstürzt an Land. Aber die meisten freuen sich, und auch vom Strand aus starren Urlauber verzückt aufs Wasser. Sie haben einen Schweinswal gesehen - nur wenige Meter vom Festland entfernt. Auf Sylt ist das nicht ungewöhnlich. «Die Möglichkeit, vom Strand aus mit Walen zu schwimmen, ist weltweit fast einmalig», sagt der Biologe Lothar Koch, der auf der Insel für die Schutzstation Wattenmeer arbeitet. weiter...
Das von SPD und PDS im Entwurf vorgelegte Hundegesetz soll am 9. September vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden. Doch nach der gestrigen Anhörung im Gesundheitsausschuss zeigt sich, dass der Gesetzentwurf der Beurteilung von Experten nicht standhält. Tenor der Kritik: Das Gesetz, insbesondere die Liste der als gefährlich eingestuften Hunderassen, fußt weder - wie vom Bundesverfassungsgericht im März verlangt - auf statistischen Daten noch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. weiter...
Das erste Kölner Fledermaus-Hotel haben Umweltschützer jetzt eröffnet. Es handelt sich dabei um eine Luxusherberge der Sonderklasse. Insgesamt 14 «Drei-Zimmer-Suiten» in Ziegelstein stehen zur Verfügung. Hier können sich im wahrsten Sinne des Wortes bis zu 50 Tiere hinlegen. «Darüber hinaus bietet eine künstliche Höhlendecke Platz für 350 weitere Gäste, allerdings lediglich zum Hängen», sagt Ralf Bröcker von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln. Auf ihrem Gelände ist das Hotel entstanden.
In der Luxusherberge finden Fledermäuse aber nicht nur bequeme Rückzugsmöglichkeiten im Winter, sondern auch ein angenehmes Umfeld. So sinkt das Thermometer nie unter den Gefrierpunkt oder klettert über die Marke von acht Grad Celsius. Für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgt ein künstlicher See. Er ist mit Kies gefüllt. Das senkt den Wasserspiegel und verhindert so, dass die Gäste beim Sturz von der Höhlenwand ertrinken. weiter...
Wenige Kilometer von Berlin entfernt sollen bald wieder Wildpferde und Wisente wie in freier Wildbahn leben. In der Döberitzer Heide (Havelland) wird nach 300 Jahren militärischer Nutzung wieder die Natur zu ihrem Recht kommen.
Die Heinz-Sielmann-Stiftung hat nach zweijährigen Verhandlungen von der Brandenburgischen Boden GmbH den Zuschlag für 3400 Hektar im Havelland bekommen. Das Areal mit der Ausdehnung einer mittelgroßen Stadt soll zu einer Naturschutz- und Erlebniszone gestalten werden, kündigte die Stiftung am Freitag in Elstal anlässlich der offiziellen Übernahme an.
Die letzte große grüne Fläche am Stadtrand von Berlin werde auch ein touristischer Anziehungspunkt sein, hieß es. Dort leben bereits bedrohte Tierarten wie Seeadler, Wiedehopf, Ziegenmelker und Fischotter. weiter...
Wird unsere Landschaft nachhaltig genutzt? Wie steht es um die Arten- und Lebensraumvielfalt in Deutschland? Nehmen die Arten in Deutschland zu oder ab? Für die Beantwortung dieser komplexen Fragen werden anschauliche und zugleich fachlich fundierte Indikatoren benötigt. In einem Forschungsvorhaben des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) wurde ein Nachhaltigkeitsindikator für die Artenvielfalt erarbeitet, der Aussagen über den Zustand von Natur und Landschaft macht. Auf diese Weise können Erfolge, aber auch Fehlentwicklungen bei der Sicherung der biologischen Vielfalt sichtbar werden.
Der Nachhaltigkeitsindikator für die Artenvielfalt beruht auf der Bestandsentwicklung von insgesamt 51 Vogelarten, zu denen bundesweit seit vielen Jahren umfangreiche Daten verfügbar sind. Die Bestandsveränderungen der ausgewählten Arten indizieren die Qualität der Lebensräume und stehen stellvertretend für die Entwicklung vieler anderer Arten in der Landschaft. Die Trends spiegeln zum Beispiel die Nachhaltigkeit der Flächennutzung wider, welche eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist. weiter...
Die Europäische Kommission hat gestern einen Bericht über die Durchführung und Durchsetzung des EU-Umweltrechts veröffentlicht. Der Bericht untersucht die ordnungsgemäße Umsetzung des EU-Umweltrechts in den Mitgliedstaaten. Er kommt zu dem Schluss, dass es 2003 in 301 Fällen zu erheblichen Versäumnissen bei der Umsetzung der Umweltrichtlinien gekommen ist. weiter...
Der Forschungseisbrecher befindet sich derzeit auf seiner zwanzigsten Arktisexpedition. Seit dem 16. Juli führt ein internationales Team von Wissenschaftlern im Rahmen internationaler Forschungsprogramme an Bord Luftmessungen durch, erhebt Daten im Meer und vom Meereis und sammelt Gesteinsproben vom Meeresboden.
(...) Nach Berücksichtigung aller Umstände und angesichts drohender Umweltschädigungen entschied das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven das Forschungsprogramm zu unterbrechen und die Reste der Station zu bergen. Das russische Institut für Antarktis- und Arktisforschung (AARI) in St. Petersburg wurde umgehend informiert. Ebenso die zuständige grönländische Behörde, da sich die Station zurzeit in oder nahe grönländischem Gewässer befindet. Beide Einrichtungen stimmten der Bergung zu. weiter...
Prinzessin Anne ist wegen der Beißlust ihres Bullterriers Florence vorbestraft. Doch der aggressive Vierbeiner hätte vielleicht niemals zwei Kinder schwer verletzt, einen der Lieblings-Corgies der Queen zerfleischt und zusätzlich noch einer Kammerzofe ins Knie gebissen, wenn die Tochter von Königin Elizabeth II. mit dem Tier einen Doga-Kurs besucht hätte. Die Seminare, deren Titel die Worte dog (für Hund) und yoga kombinieren, sind der neueste Schrei im haustierverrückten Königreich.
Wer seinem abgespannten Liebling in der Metropole London etwas Gutes tun will, summt mit ihm unter fachkundiger Anleitung das Om auf der Isomatte im Park. Hunde-Swimmingpools, Hundefriseure und Hundemaniküre sind so was von out, berichtet BBC. weiter...
Der Hunger trieb die Tiere in die Straßen: 28 Wildschweine sind am Donnerstagmorgen durch die Spandauer Altstadt gezogen. Die Rotte war vom Spandauer Forst her quer durch die Havelstadt getrottet. Kurz bevor sie die Fußgängerzone erreichte, konnten Polizisten und der Verkehrslärm die Wildschweine zur Umkehr in den Wald bewegen. Schaden richteten die Tiere nicht an. weiter...
Jahrelang ging es aufwärts mit den zugewanderten Wölfen in Sachsen: Immer neue Tiere wurden gezählt und Nachwuchs gefeiert. Doch diesen Sommer herrscht gedrückte Stimmung bei den Wolfsexperten in der Lausitz: Die Ausbreitung der international beachteten Population geht nicht voran. Die Zukunft der Isegrims steht auf unsicheren Füßen. Im Nordosten des Freistaates leben jetzt schätzungsweise noch acht bis elf Tiere; statt zweier Rudel gibt es inzwischen nur noch eines.
Der Einbruch erfolgte, nachdem sich vor zwei Jahren die Wolfsmutter aus dem Revier Neustadt an der Spree mit einem Hund gepaart hatte. Die Mischlinge aus dieser Liebschaft wurden eingefangen und in ein Wildgehege im Nationalpark Bayrischer Wald gebracht. Ein Tier musste dort wegen einer großen Wunde am Hals eingeschläfert werden. "Und dieses Jahr hat die Wölfin keinen Nachwuchs bekommen", bedauerte gestern Umweltminister Steffen Flath (CDU).
Konstant ist die Zahl der Tiere im Stammrudel auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz. Hier fühlt sich ein Elternpaar mit fünf Jungtieren heimisch. Ob die Familie dieses Jahr wieder Junge bekommen hat, ist laut Flath ungewiss. Auch der Verbleib von drei im Jahr 2002 geborenen Tieren ist unklar. weiter...
Drei Wochen nach seiner Geburt ist der mit dem «Fläschchen» großgezogene Baby-Delfin im Nürnberger Tiergarten auf einem guten Weg. Der noch namenlose Delfin wachse und nehme an Gewicht zu, teilte der Zoo am Mittwoch mit. «Es ist das erste Mal in Europa, dass ein Delfin vom ersten Tag an per Hand aufgezogen wird», sagte Tierärztin Katrin Baumgärtner. Vergleichsfälle seien nur aus Amerika bekannt.
Die Mutter hatte den Kleinen nach der Geburt verstoßen. Über ein Dutzend Pfleger und Ärzte kümmern sich nun rund um die Uhr um das männliche Kalb. Alle 90 Minuten werde das Tier über einen Schlauch mit einer Spezialmilch aus püriertem Heringsfilet, Lachsöl sowie Vitamin- und Mineralpräparaten gefüttert, berichtete Tierpfleger Armin Fritz.
Das Gewicht des Baby-Delfins sei seit der Geburt um 2 auf rund 16 Kilogramm gestiegen. «Es könnte ruhig ein wenig mehr sein», sagte Baumgärtner. Ob die fürsorgliche Pflege das Leben des Kleinen retten werde, stehe erst in einigen Wochen fest. Erst wenn sicher sei, dass das Tier überleben werde, bekomme es auch einen Namen. Kölnische Rundschau
Wer meinem ärgsten Widersacher das Futter wegnehmen kann, dem bin auch ich nicht gewachsen" - diesen Schluss können einige Vögel offenbar ziehen und sich so aussichtslose Kämpfe gegen überlegene Konkurrenten ersparen. Das folgt nach Ansicht von Verhaltensforschern um Guillermo Paz-y-Miño von der US-amerikanischen University of Nebraska in Lincoln aus ihren Untersuchungen an Blaukopfhähern (Gymnorhinus cyanocephalus). Wie die Zoologen im Wissenschaftsmagazin Nature berichten, beobachten diese Vögel, wie sich bekannte gegenüber einem fremden Artgenossen behaupten, und erkennen daran, ob sie selbst sich gegen den Unbekannten durchsetzen könnten. weiter...
Italien grenzt an Argentinien, Deutschland liegt gleich daneben und bis nach Ägypten, Bosnien, Vietnam und Kasachstan sind es nur wenige Schritte. Menschen aus elf Nationen beackern seit gut einem Jahr in Berlins erstem Interkulturellen Garten ihre Parzellen. Runde Holzschilder vor den Beeten zeigen die Länder an. weiter...
Der Interkulturelle Garten befindet sich am Cardinalplatz 1. Garantiert geöffnet ist täglich von 9 bis 12 Uhr.
Als Ziege Romina vor einem Monat tot in ihrem Gehege gefunden wurde, war den Mitarbeitern der Domäne Dahlem schnell klar, dass die seltene Thüringer-Wald-Ziege keines natürlichen Todes gestorben war. "Sie wurde von Besuchern falsch gefüttert", sagt Sprecherin Jacqueline Jancke. Romina war nicht das erste Opfer. "Wir verlieren auf diese Weise zwei bis drei Tiere pro Jahr." Früher sei in solchen Fällen immer eine Autopsie veranlasst worden - doch das Ergebnis sei stets das gleiche gewesen: Die Besucher hatten die Tiere zu Tode gefüttert.
Die Mitarbeiter des Freilichtmuseums gehen nun in die Offensive: Auf kleinen Zetteln weisen sie ihre Besucher auf richtiges Verhalten hin. "Unter keinen Umständen", heißt es dort, sollten die Tiere gefüttert werden. "Das hat zweierlei Gründe" sagt Jancke. Die Tiere würden sich das Betteln angewöhnen, außerdem sei nicht jede Nahrung geeignet. "Einigen Leuten leuchtet nicht ein, dass ein Tier, das auf der einen Seite des Zaunes Gras rupft, nicht mit dem Gras von der anderen Seite gefüttert werden soll", sagt Jancke. Doch gerade das sei verhängnisvoll: "Wenn zum Beispiel Wurzeln mit verfüttert werden, kann das zu Koliken führen und im schlimmsten Fall zum Tod." Doch nicht nur Gras mit Erde geben Besucher den Tieren. Mancher bietet sogar seine Pommes an. weiter...
Eigentlich ist alles geregelt. Schon lange gibt es ein Gesetz, an das sich alle Planer und Bauherren halten sollten. Es gibt dicke Bücher und aufwändige Studien, in denen steht, was man zum Thema wissen könnte. Und gerade an so heißen Tagen wie zuletzt kann jeder fühlen, worum es geht. Dennoch fällt Gerd Jendritzky ein vernichtendes Urteil. "Der Auftrag des Baugesetzbuchs, klimatische Aspekte in der Stadtplanung zu berücksichtigen, wird in der Regel nicht beachtet", sagt der Freiburger Wissenschaftler, der beim Deutschen Wetterdienst die Abteilung für Humane Biometeorologie leitet.
Viele deutsche Städte haben ein Klimaproblem - das ist spürbar. Schlecht belüftete, überhitzte Zentren sind ungesund. Im schlimmsten Fall kommen Menschen zu Tode. In Frankreich zum Beispiel starben während der Hitzewelle des Sommers 2003 rund 15 000 Menschen, die meisten davon in der Hauptstadt Paris. "Viele Stadtplaner glauben, es werde schon nicht so schlimm", sagt Gerd Jendritzky. Aber die Summe von einzelnen Planungsentscheidungen ergebe dann eben doch eine mikroklimatische Änderung. weiter...
Das Tierheim Berlin geht bei der Annahme von Katzen, Hunden und Kleintieren neue Wege: Wer sich von seinem Zwei- oder Vierbeiner trennen will, der muss dafür künftig bezahlen. "Unser Aufkommen an Spenden ist rückläufig", sagt Sprecherin Claudia Pfister. "Außerdem erhalten wir keinerlei Un- terstützung von der Stadt."
Die neue Gebührenordnung gilt bereits seit dem 1. Juni. Demnach kostet es 60 Euro, wenn ein Hund abgegeben wird, zusätzlich werden für eine eventuelle Kastration 60 Euro und für notwendige Impfungen 30 Euro fällig. Eine Katze kostet 20 Euro, hinzu kommen Kosten für Kastration (30 Euro) und Impfung (15 Euro). "Wir haben uns nur an anderen Tierheimen orientiert", sagt Claudia Pfister. In Hamburg kostet ein abzugebener Hund zwischen 100 und 800 Euro, sagt Wolfgang Poggendorf, der Chef des dortigen Tierschutzvereins. "Ein Auto kann man auch nicht kostenlos entsorgen." weiter...
Ein Hund kann nicht erben. Wer sich nach dem Tod des Halters um das Tier kümmert, hat deshalb auch keinen Anspruch auf den Nachlass des Verstorbenen - selbst wenn der Vierbeiner im Testament ausdrücklich als Erbe genannt wurde. Ein entsprechendes Urteil hat das Landgericht München gefällt (Az.: 16 T 22605/03). Wie die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin mitteilt, begründete das Gericht sein Urteil damit, dass ein Hund keine "rechtsfähige Person" sei. Dies sei aber Voraussetzung, um als Erbe auftreten zu können. weiter...
Rochen, Muscheln, Baby-Schollen, Seeigel, Krebse - insgesamt etwa 11 000 tote Fische und Meerestiere präsentierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Dienstag vor dem Brandenburger Tor. Die auf einem 100 Meter langen Tisch präsentierten toten Tiere seien in der vergangenen Woche von einem einzigen Fischkutter als Abfall aussortiert worden, erklärte der Meeresbiologe Thomas Henningsen. Sie stammten aus Grundschleppnetzen. Vor diesen Netzen hängen Eisenketten, mit denen jeder Quadratmeter Nordseeboden umgepflügt werde. 90 Prozent des Fanges seien bei dieser Methode "Beifang", den die Fischer nicht verkaufen können. In der Nordsee würden so jährlich 700 000 Tonnen Meerestiere "vollkommen sinnlos sterben". Berliner Zeitung
Die erneuerbaren Energien liegen in Deutschland gut im Wind. Im ersten Halbjahr 2004 stammten erstmals mehr als zehn Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen. Ein Jahr zuvor waren es weniger als acht Prozent.
Neben den Windkraftanlagen erobert mit der Biomasse inzwischen aber klammheimlich eine zweite Sparte der Öko-Energie den deutschen Markt. Experten prophezeien ihr ein noch größeres Potenzial als der Windkraft. Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2030 von der in Deutschland verbrauchten Energie 22 Prozent aus nachhaltigen Quellen decken. Biomasse soll mit 14 Prozent den größten Anteil übernehmen. weiter...
Die Welternährungsorganisation FAO hat mehrfach vor der Heuschreckenplage gewarnt. Nun ist die Invasion der Insekten da. Riesige, südwärts wandernde Schwärme fressen in der krisengeschüttelten Region alles kahl.
Die Warnungen blieben offenbar ungehört: Seit Oktober hatte die Welternährungsorganisation FAO mehrfach vor einer Heuschreckenplage gewarnt. Nun ist die Invasion der Insekten über Westafrika hereingebrochen. Riesige, südwärts wandernde Schwärme fressen in der krisengeschüttelten Region alles kahl. Immer wieder werden in den kommenden Wochen neue gefräßige Massen aus dem Norden einfallen. weiter...
Nun musste sich US-Präsident George W. Bush auch noch von Tierschützern heftig kritisieren lassen. Der Grund für die Klagen: Bush gab seinem Hund Barney einen lebenden Fisch zum Spielen.
Die Vorsitzende der Tierrechtsorganisation PETA, Ingrid Newkirk, erklärte hingegen, dass Fische keine Hundespielzeuge seien.
In einem Brief an Bush forderte sie diesen auf, seinen Umgang mit Fischen zu überdenken und "Freundlichkeit selbst gegenüber den kleinsten Lebensformen walten zu lassen".
Laut PETA wurde Bush gezeigt, wie er einen lebenden Fisch an Bord seines Bootes hievte und seinem Hund Barney zum Spielen gab. Dabei habe Bush gesagt, dass die Verwendung von Fischen als Hundespielzeug für ihn Routine sei: "Dies ist ein Barney-Fisch. Ich finde es immer prima, einen kleinen für Barney zu fangen. Er spielt gern mit ihnen", zitiert PETA den US-Präsidenten. weiter...
Im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums wurde das bestehende Internetportal zum Ökologischen Landbau von der Landwirtschaftskammer NRW überarbeitet. Die neuen Inhalte sind ab sofort unter der Adresse https://www.oekolandbau.nrw.de/ zu finden.
Die Internetseiten zum ökologischen Landbau in NRW richten sich an Landwirte und Gärtner, die ihren Hof auf ökologischen Landbau umstellen wollen oder bereits umgestellt haben. Das Portal informiert auch interessierte Bürger, Beratungsfachkräfte und Multiplikatoren. Es bietet umfassende Informationen zu allen Themen des ökologischen Landbaus, von Pflanzenbau bis Tierhaltung, von Vermarktungswegen bis hin zu Fördermaßnahmen. weiter...
In Sibirien transportieren riesige Flusssysteme das Wasser von Asien zum arktischen Ozean. Während der Schneeschmelze im Frühjahr gibt es dort jede Menge Wasser. Im Winter herrscht frostige Trockenheit. Das Ausmaß solcher Schwankungen des Wasserbudgets auf den einzelnen Kontinenten haben jetzt Forscher vom Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam erstmals festgestellt.
Aber nicht nur in Sibirien, sondern auch in tropischen Flussgebieten wie dem Amazonas in Brasilien haben die Wissenschaftler große saisonale Schwankungen gemessen. Das Satelliten-Duo Grace beobachtet den globalen Wasserhaushalt vom Weltraum aus. Über die Beziehung zwischen Erdanziehungskraft und Wassermassen berechneten die Potsdamer Forscher, in welchen Landstrichen der Erde sich der Wasserhaushalt besonders stark mit den Jahreszeiten verändert. Bisher gab es noch kein derart genaues Modell für den Wasserhaushalt der Erde. weiter...
Rund 200 Tiere wurden innerhalb eines halben Jahres über eine deutsche Webseite untergebracht.
"Wir wollen nichts anderes, als Tiere an einen neuen Besitzer vermitteln", sagt Rolf Hilchner, Geschäftsführer der ashampoo GmbH & Co KG in Oldenburg. Der von dem Software-Hersteller eingerichtete Service ist für Anbieter und Kunden kostenlos: "Wir sind kein E-Bay."
Seit Februar ist der Service online. Mitte August standen mehr als 2.600 Kandidaten mit Fotos auf den Seiten. Neben Hunden und Katzen finden sich Tiere quer durch das Alphabet, unter anderen Chinchillas, Igel, Reptilien wie Leguane, Schlangen, Zwergkaninchen, Papageien und selbst eine griechische Landschildkröte. Die meisten werden ohne Preisangabe angeboten, es gilt die freie Vereinbarung. Aber es gibt auch ein Pferd um 9.000 Euro. weiter...
20 Steinkauzpaare im Gebiet zwischen Kerpen, Düren und Erftstadt haben in diesem Jahr 64 Junge- aufgezogen. So viele waren es seit 40 Jahrem nicht mehr, wie der Sachausschuss Ökologie im Pfarrverband Kerpen-West festgestellt hat. Der Steinkauz gilt in unserer Gegend seit etwa 1965 nahezu als ausgestorben.
Als der Sachausschuss Ökologie im Pfarrverband Kerpen-West, zu dem die katholischen Pfarrgemeinden Buir, Blatzheim und Manheim gehören, mit dem Schutz bedrohter Vogelarten begann, gab es in der hiesigen Gegen nur ein einziges Steinkauzpaar. weiter...
Hohe Ozonwerte führen bei Pflanzen zu Verfärbungen, Verbleichungen und sogar zum Absterben von Blattzellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, die in Sagno oberhalb von Chiasso Experimente durchführt.
In Sagno, dem "International Ozone Validation Centre" für ganz Mitteleuropa, wurden an über fünfzig Pflanzenarten gut sichtbare Schäden festgestellt. Als besonders anfällig gelten etwa Buche, Traubenkirsche oder Holunder, während Eiche oder Kastanienbäume kaum Schadenssymptome zeigen. weiter...
Läuft die Waschmaschine aus, schaffen selbst Richter keine wasserdichten Urteile: Für den einen beginnt grobe Fahrlässigkeit bei 15 Minuten Abwesenheit, für den anderen erst nach zwei Stunden. weiter...
Von ihrem eigenen Hund ist am Sonnabend in Lichtenberg eine 29-jährige Frau fast tot gebissen worden. Das Tier, ein Bandog namens Apollo, griff auch ihren 31 Jahre alten Lebensgefährten an und verletzte ihn schwer. Die Frau schwebte in Lebensgefahr, konnte aber von den Ärzten gerettet werden. Es war nicht das erste Mal, dass der Hund seine Besitzer angriff. Die Polizei erschoss das drei bis vier Jahre alten Tier. weiter...