Es gibt Menschen, die im Sitzen schlafen. Das machen Vögel auch. Doch sitzen sie dabei auf Ästen in meterhohen Bäumen und fallen trotzdem nicht herunter. Wie geht das?
«Der Greifreflex in den Krallen ist bei Vögeln ein Automatismus», erläutert Ornithologe Günther Bauer von der Vogelwarte Radolfzell des Münchener Max-Planck-Institutes. «Während der Mensch Muskeln aktivieren muss, um etwas zu greifen, müsste ein Vogel im Gegensatz Muskelkraft aktivieren, um seinen Griff zu lösen», weiß der Experte. Das Greifen stellt somit bei Vögeln einen passiven Akt dar, während es bei Menschen ein aktiver Akt ist. weiter...
Das Flugzeug folgt der zerklüfteten Südwestküste Norwegens. Die versunkene Sonne hat rötlich-blaues Dämmerlicht zurückgelassen, in dem sich Wasser und Berge ein schroffes Wechselspiel liefern. Die Klippen hier in Fjordnorwegen, der Region zwischen Stavanger und der Exhauptstadt Bergen, sind teilweise so steil, dass die Bergbauern früher ihr Vieh mit Tauen sichern mussten, damit es nicht die Hänge hinunterstürzte.
Doch das ist Nostalgie. Mittlerweile hat sich die Tierzucht von der Wiese ins Wasser verlagert. Statt auf kargen Hängen Ziegen, Schafe und Rinder zu weiden, züchten die Norweger lieber Lachs und neuerdings auch Butt und Dorsch in ihren unzähligen Buchten. Vereinzelte Lichter, die aus dem dunklen Wasser nach oben leuchten, künden beim Nachtflug von diesen Aquafarmen unter Wasser. Sie sind eine neue große Hoffnung der Fischfangnation. weiter...
In der Schweiz ist der weltweit erste Fall einer BSE-Erkrankung bei einem Buckelrind entdeckt worden. Betroffen ist ein 18-jähriges Zwergzebu aus dem Zoo Basel, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am Freitag mitteilte. Das Tier fiel durch leichte Bewegungsstörungen auf. Es rutschte im Stall aus, fiel um oder lief mit den Hörnern in Hindernisse. Wann und wie sich das Zwergzebu ansteckte, war nicht bekannt.
Das BVET geht davon aus, dass die Infektion zu einer Zeit erfolgte, als noch Tiermehl an Wiederkäuer verfüttert wurde. Dies ist in der Schweiz seit dem Auftreten des ersten BSE-Falls 1990 verboten. weiter...
Das größte Korallenriff der Erde, das australische Great Barrier Riff, wird endlich umfassend geschützt: Dieses Weltnaturerbe wird heute zum weltgrößten Netzwerk mariner Schutzzonen und damit für die Fischerei auf rund einem Drittel der Fläche zur Tabuzone, damit der Aufzuchtsraum der Fische und damit ihr Bestand erhalten bleibt. weiter...
«Bartender» schnüffelt in den Trümmern vorsichtig nach Überlebenden, um ihn herum brennen Metalltonnen. Erst im verschütteten Bauwagen wird der Schäferhund fündig. «Merlin» ist noch nicht dran - er wartet noch auf seinen großen Einsatz bei der 10. Weltmeisterschaft der Rettungshunde, die am Donnerstag im brandenburgischen Wittstock begonnen hat.
117 Hunde aus 15 Ländern sind am Start. Die Mannschaften von 28 Rettungsorganisationen kommen unter anderem aus Japan, Korea, Italien, Finnland und Schweden. Aus Deutschland nehmen 12 Hunde teil. weiter...
Wilder Tabak wehrt sich mit einer Doppelstrategie gegen Schädlinge: Er produziert bei Verletzungen seiner Blätter ein Nervengift und lockt zugleich die Feinde der Insekten an.
Das haben Jenaer Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Ökologie unter Leitung von Ian Baldwin herausgefunden. Die Wissenschaftler haben ihre Forschungsergebnisse in der Online-Ausgabe des US-Fachjournals «Science» veröffentlicht.
Wenn seine Blättern angebissen werden, produziert Wilder Tabak Nikotin und transportiert es an die betroffenen Stellen. Allein auf das Nervengift zu vertrauen, würde auf Dauer aber zu viel Energie kosten und das Wachstum der Pflanze bremsen, urteilten die Wissenschaftler. Sie entdeckten einen zweiten Abwehrmechanismus: Die Pflanze stellt gleichzeitig einen Duftstoff her, der die Feinde der Raupen anlockt und Schmetterlinge davon abhält, weitere Eier auf diese Pflanze zu legen. weiter...
Fast fünfzehn Jahre nach der Wende haben sich die Freie Universität (FU), die Humboldt-Universität (HU) und die Technische Universität (TU) endlich zusammengefunden. Mit einem "Pakt für Kooperation und Autonomie" traten ihre Präsidenten am Mittwoch an die Öffentlichkeit. "Bundesweit einmalig" nannte ihr Sprecher Jürgen Mlynek, Präsident der Humboldt-Universität, die vorgelegten gemeinsamen Strukturpläne der Unis. Die Botschaft sei: "Enge Kooperation und fairer Wettbewerb zwischen benachbarten, konkurrierenden Universitäten sind kein Widerspruch". Für das weitere Vorgehen will man sogar eine Ständige Konferenz der Berliner Universitäten (KBU) gründen. weiter...
Das Verschwinden des Aralsees gilt als größte Umweltkatastrophe der Welt. Nun wiederholt sie sich, 1000 Kilometer entfernt.
Er hat wieder nichts gefangen. Fast jeden Tag kommt Boris Tarassow ans Ufer des Balchaschsees, gut 400 Kilometer nördlich der größten kasachischen Stadt Almaty, um zu angeln. Aber in den letzten Jahren beißen die Fische einfach nicht mehr so wie früher, sagt er. Dann macht er sich mit einer leeren Holzkiste auf der Schulter auf den Weg nach Hause.
(...) Es droht größeres Unheil. In einer russischen Zeitung hat Tarassow gelesen, dass der mehr als 600 Kilometer lange Balchaschsee auszutrocknen droht. Schon einige Zeit warnen Experten vor dem Verschwinden des Sees und im Jahr 1990 haben japanische Wissenschaftler festgestellt, dass der Uferschlamm in der Nähe des Metallkombinates in Balchasch so kupferhaltig ist, dass er dort als Grundstoff zur Kupfergewinnung dienen könnte aber nun scheint die Gefahr akut. weiter...
Auf der Frankfurter Allee beginnt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung demnächst einen ungewöhnlichen Versuch. In ihrem Auftrag wird ein Fahrzeug der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) bis zum Herbst fast jeden Tag die Fahrbahn mit einem Hochdruck-Wasserstrahl abspritzen. Ein Messwagen des Senats stellt fest, ob dadurch die Belastung der Luft mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub zurückgeht. Ist das der Fall, wird der für Ende dieses Jahres angekündigte Luftreinhalteplan des Senats solche Sprinklereinsätze auch in anderen Teilen der Stadt vorsehen. Doch Martin Schlegel vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hält eine andere Strategie zur Verbesserung der Berliner Luft für wirkungsvoller. In hoch belasteten Stadtgebieten müssten für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß Fahrverbote verhängt werden, zum Beispiel für Dieselautos ohne Rußfilter: "Wer die Straßen mit schadstoffarmen Wagen benutzen will, hätte einen Vorteil: Er dürfte weiterhin fahren." weiter...
Bodenbakterien können eine wichtige Rolle spielen, wenn arsenhaltiges Gestein seine giftigen Bestandteile an das Grundwasser abgibt. Forscher aus Indien und Großbritannien berichten im Fachmagazin Nature, dass die Bakterien auf organische Kohlenstoffverbindungen angewiesen sind, um das mineralische Arsen in eine wasserlösliche Form umzuwandeln. Das Verständnis solcher Prozesse ist wichtig, um zu verhindern, dass zuviel Arsen ins Trinkwasser gelangt - so geschehen beispielsweise 1990 in Bangladesh und Westbengalen, wo es zu Massenvergiftungen kam. weiter...
Westrich. Kerstin Surdik (23) ist fix und fertig. Ihr Sonntagsspaziergang mit Hovawart Sammy, dem Liebling der Familie, endete tödlich für den neunjährigen Rüden. Der Hund starb qualvoll. Erst wurde Rattengift als Ursache vermutet. Doch Tierarzt Dr. Peter-Alexander Klein glaubt das nicht. Er meint, Sammy könnte einen Makumar-Köder gefressen haben.
"Die Symptome sprechen dafür", sagte Dr. Klein gestern der Stadtteil-Zeitung. Georg Surdik, Sammys Herrchen, hatte ihm den sterbenden Hund am Sonntag in die Praxis gebracht. Irgendwo auf dem Weg durch die Felder - von der Westricher Dorfstraße über die Westricher Straße in Merklinde und die Brandheide in Frohlinde zurück nach Westrich - muss Sammy den tödlichen Bissen gefressen haben. weiter...
Todesfall Nr. 2 "Alles spricht für Makumar"
Schon wieder ein toter Hund. Der neue Fall erscheint wie eine Kopie des Endes von Sammy (wir berichteten). Für Tierarzt Dr. Peter-Alexander Klein erhärtet er den Verdacht, dass ein Unbekannter giftige Makumar-Köder streut. Die Staatsanwaltschaft ist informiert. Und der Tierschutzverein hat eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt - für Hinweise, die zur Ergreifung des Giftlegers führen. weiter...
Einmal Star sein, ganz groß herauskommen, das wollen vielleicht nicht nur Menschen. Auch Haustiere fristen oft ein aller Glitter- und Flimmerwelt abgewandtes Dasein. Das muss nicht sein. Jetzt gibt es auch ein Casting nicht nur für Hund und Katz', sondern auch für Esel, Ziegen, Papagei und Hamster.
Seit zwei Wochen ist Thomas Bär mit seinen Web-Seiten unter www.haustier-casting.de online. Inzwischen hat er rund 300 Tiere in seinem Online-Angebot, deren Herrchen und Frauchen davon träumen, ihrem Liebsten einen Job als Model zu verschaffen. Denn Bär vermittelt Haustiere an Photographen, und die suchen immer mal wieder photogene Tiere, mit denen es sich etwa treffliche Kalender gestalten lässt. weiter...
Viele Schildkröten-Nester an den Stränden des Mittelmeers sind durch unkontrollierten Tourismus bedroht, warnt der WWF zu Beginn der Feriensaison. Schutzgebiete, die eigent-lich den Meeresschildkröten vorbehalten sein sollen, werden missachtet oder nur schlecht bewacht. Der WWF appelliert an die Touristen: Sie sollen während ihres Strandurlaubs einige Regeln beachten, um die Eiablage und den Nachwuchs der Schildkröten nicht unnötig zu gefährden.
Nach Ansicht des WWF setzen beispielsweise die griechischen Behörden auf der beliebten Urlaubsinsel Zakynthos bestehende Gesetze zum Schutz der Schildkröten nur unzureichend um. Im ganzen Mittelmeer findet man nirgendwo sonst so viele Nester der stark gefährdeten Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) wie auf Zakynthos. weiter...
Mit dem Ausbau der Mobilfunknetze ist eine heftige öffentliche Debatte um mögliche Gesundheitsgefahren durch Elektrosmog entbrannt. Angebliche Beweise für die krankmachende Wirkung der Strahlung werden meist postwendend durch gegenteilige Studienergebnisse revidiert. Dem "Streit der Weisen" stehen Verbraucherinnen und Verbraucher meist hilflos gegenüber.
"Beim Elektrosmog geht es häufig nicht um den wissenschaftlichen Diskurs, sondern um handfeste kommerzielle und politische Interessen. Forum-elektrosmog.de will für mehr Transparenz durch unabhängige Information sorgen," erläutert Ralf Schmidt-Pleschka, Umweltreferent der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. weiter...
Das Pegnitzer Unternehmen BellandVision zieht eine positive Bilanz ihrer Tätigkeit bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 600 Unternehmen aus Handel und Industrie bei der BellandSelbstentsorgergemeinschaft.
Nicht zuletzt durch den Markteintritt dieses alternativen Finanzierungs- und Logistiksystems und dem damit ausgelösten Wettbewerb im Kerngeschäft des Grünen Punktes haben alle Lizenznehmer durch mehrfache Senkungen der Lizenzgebühren des Dualen Systems bereits weit über 500 Millionen Euro eingespart, teilt BellandVision in einer Presseaussendung mit. weiter...
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die für morgen geplante Verabschiedung der Ausbaugesetze für Fernstraßen und Schienenwege durch den Deutschen Bundestag scharf kritisiert. Die Gesetze seien ökologisch und ökonomisch nicht tragfähig.
Der ihnen zu Grunde liegende Bundesverkehrswegeplan 2003, der bis 2015 ein Rekordniveau für Verkehrsinvestitionen in Bundesstraßen, Schienen- und Wasserwege vorsehe, sei durch die aktuellen Finanzplanungen längst Makulatur. Nach Berechnungen des BUND stehen bis 2015 nur rund 100 Milliarden zur Verfügung - 20 Milliarden weniger als vorgesehen. weiter...
Das Watt ist wurmstichig. Voller Löcher. Überall sieht man kleine Eingänge: Trichter, in denen ein wenig Wasser steht. Auf den Ausgängen dagegen liegen gekringelte Sandhäufchen. Gerade so, als wäre hier ein winziger, weit entfernter Verwandter des Maulwurfs am Werk.
Arenicola marina, der Wattwurm, führt im Vergleich zum Maulwurf jedoch ein ziemlich ruhiges Leben. Er gräbt nicht fortwährend neue Gänge, um Nahrung zu finden. Stattdessen liegt der bis zu 30 Zentimeter lange Wurm ruhig in seiner U-förmigen Röhre.
Und frisst und frisst. Einmal häuslich eingerichtet, fallen ihm seine Mahlzeiten einfach zu. Unentwegt stülpt er seine Mundöffnung ein und aus und nimmt alles auf, was durch die Eingangsröhre nach unten rieselt: Der Wurm isst Sand. Mit kräftigen Bewegungen pumpt er die Sandkörner durch seinen Muskelschlauch und filtert im Verdauungstrakt winzige Kieselalgen, Bakterien und allerlei organische Substanzen heraus.
Er muss ständig fressen, um aus dem relativ nahrungsarmen Sand möglichst viel rauszuholen, sagt Nils Volkenborn vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Alle 20 Minuten ist der Wurm vom Kopf bis zum Schwanzende mit Sand voll. Dann schlängelt er sich rückwärts durch die mit Schleim ausgekleidete Ausgangsröhre nach oben und scheidet den geklärten Sand als langen Kringel aus. So entstehen die kleinen Spaghettihäufchen im Watt", sagt der Biologe. weiter...
Den Schweinsrücken mögen die Seehunde besonders gern. Ebenso die Wattkanten im Hooger Loch und den Jungnamensand. So heißen einige große Sandbänke im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer, nahe den Halligen Langeneß und Hooge und der Insel Amrum. Bei Ebbe fallen sie gewöhnlich trocken, dann aalen sich hier die Robben in der Sonne. Wenn sich die Sonne überhaupt einmal zeigt. Und wenn nicht wieder ein starker Wind aus West bläst, der die Nordsee selbst bei Niedrigwasser auf die Sandbänke drückt. Stürmisch ist es momentan oft, also bleiben der Schweinsrücken und die anderen Plätze ungemütlich und leer. Das weiß der Robbenforscher Kai Abt, dann muss er gar nicht erst starten. Seine Aufgabe ist es, die Seehunde im Nationalpark Wattenmeer zu zählen. Aus einem kleinen Flugzeug, fünf Mal pro Sommer. weiter...
Mit einer Mahnwache haben 50 Umweltschützer am Dienstag in Cottbus gegen die geplante Zerstörung der Lakomaer Teiche durch den Braunkohletagebau protestiert. In Cottbus wurde am Morgen der Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren eröffnet. Dabei sollen 2 000 Stellungnahmen verhandelt werden, die größtenteils den Erhalt der Kulturlandschaft fordern, sagte Norbert Wilke von der Grünen Liga. Das Teichgebiet soll ab 2005 für den Braunkohletagebau Cottbus-Nord des Energiekonzerns Vattenfall beseitigt werden. Als Ausgleichsmaßnahme will Vattenfall ein Renaturierungsprojekt für die Spreeauen finanzieren, das Umweltschützer als unzureichend und nicht naturgemäß ablehnen. Berliner Zeitung
Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe und Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel haben den Kabinettsbeschluß der Landesregierung zum FFHGebiet Traveförde zufrieden zur Kenntnis genommen.
Saxe und Halbedel: "In langwierigen, harten und konstruktiven Verhandlungen konnte das Schlimmste verhindert werden. Die Hansestadt Lübeck hat mit überzeugenden naturschutzfachlichen Argumenten die übermäßige Ausweisung von Schutzgebieten in Lübeck verhindert und so die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten und das Wachstum der Lübecker Häfen gesichert."
Mehr als 20 Jahre nach der Benennung der ersten europäischen Vogelschutzgebiete hat das Kabinett der schleswig-holsteinischen Landesregierung heute (29. Juni) abschließend 15 Vogelschutz- und 26 Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiete benannt. Sie vervollständigen das NATURA 2000 Schutzgebietssystem der Europäischen Union in Schleswig-Holstein. Über elf Prozent der Landesfläche sind damit künftig durch europäisches Recht geschützt. weiter...
München - Heute Punkt acht Uhr morgens findet eine Premiere statt: "Erstmals haben die Bürger Zugriff auf das Datennetz interner Behörden", kündigte Umweltminister Werner Schnappauf an. Im beginnenden FFH (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie)-Dialogverfahren können Grundbesitzer und Landwirte von zu Hause aus im Internet nachschauen, welche Gebiete zur "Natura 2000" nachgemeldet werden sollen und dazu Stellung nehmen. weiter...
Der unternehmungslustige Labrador Zac aus Australien ist sechs Wochen nach seinem Verschwinden 2300 Kilometer von seiner Heimat entfernt wieder aufgetaucht. Nachdem die Behörden den Streuner im nordostaustralischen Cairns eingefangen hatten, konnte Tierarzt Owen Lavers dank eines eingepflanzten Chips die Besitzer ermitteln - in der Ostküstenstadt Port Macquarie.
«Sie waren völlig platt und konnten nicht glauben, dass ihr sechs Wochen lang vermisster Hund, den sie schon aufgegeben hatten, sich in Cairns einen tropischen Urlaub gönnt», sagte Lavers nach Angaben der australischen Nachrichtenagentur AAP vom Dienstag. Rätsel gibt auf, wie der achtjährige Hund die Strecke meisterte. Der Veterinär vermutet, jemand könnte den vermeintlich herrenlosen Labrador nach Cairns mitgenommen haben. Der Rückweg in die Heimat soll indes ganz schnell gehen: Die Fluggesellschaft Qantas bietet Zac gratis einen Platz an. Mitteldeutsche Zeitung
Kraft aus Spinat könnte in Zukunft nicht mehr ausschließlich für Popeye, sondern auch für Laptops und andere elektrische Geräte nutzbar sein: Amerikanische Forscher haben eine Solarzelle entwickelt, die mithilfe von Proteinen aus Spinatpflanzen elektrische Energie aus Licht gewinnt. Die ersten Prototypen wandelten etwa 12 Prozent der Energie des absorbierten Lichts in Strom um und funktionierten bis zu drei Wochen lang, berichtet der Online-Dienst der Fachzeitschrift "Nature". Das Entwicklerteam um Marc Baldo vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist jedoch zuversichtlich, die Lebensdauer und die Effizienz der grünen Solarzellen noch verbessern zu können. weiter...
Das stürmische Wetter an Schleswig-Holsteins Nordseeküste hat schon mehr als 60 Seehundbabys von ihren Eltern getrennt. Viele wurden von Wind und Wellen abgetrieben. Bis zum Montag nahm die Seehundstation Friedrichskoog 61 so genannte Heuler auf.
Das sind deutlich mehr als im vergangenen Jahr, sagt Stationsleiterin Tanja Rosenberger. 2003 wurden in der Station insgesamt 42 mutterlose Robbenbabys aufgezogen und ausgewildert.
Auf der Station herrscht jetzt Hochsaison: Wenn um neun Uhr die ersten Besucher kommen, haben wir schon dreieinhalb Stunden Arbeit hinter uns, erzählt Rosenberger. Die kleinen Seehundbabys erhalten ihre erste Mahlzeit morgens um sechs. Die Jüngsten von ihnen werden mit reinem Milchbrei gefüttert, der nach einigen Tagen mit püriertem Heringsfilet angereichert wird.
Für die Älteren gibt es pürierte Heringe mit Gräten anfangs noch ohne Kopf, damit der Knochenanteil nicht so hoch ist. Später wird auch der Kopf klein gemahlen, bevor die Seehunde dann auf richtige Fischstücke umgestellt werden. Letzte Fütterung ist um 21 Uhr.
So wird es noch zwei bis drei Wochen sein, bis alle auf Fisch umgestellt sind. Die Tiere bleiben, bis sie im Spätsommer mit 25 Kilogramm das Mindestgewicht für eine Auswilderung erreichen.
Seit 1996 finanziert sich die Station ohne staatliche Zuschüsse nur mit Spenden und Eintrittskarten mindestens 300000 Euro im Jahr. Tagesspiegel
Der NABU hat zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Zaunkönig-Webcam gestartet. Nachdem der Zaunkönignachwuchs im ersten Webcam-Nest ausgeflogen war, konnte der NABU nun im niedersächsischen Buchholz ein weiteres Zaunkönignest aufspüren. Hier werden zur Zeit sieben Eier bebrütet, von den einige Küken bereits geschlüpft sind.
Kein Tier lässt sich gerne Blut abnehmen. Katzenbesitzer kennen das aus eigener Beobachtung beim Tierarzt. Sobald er mit einer Spritze anrückt, gibt es fauchenden Protest. Der Stress, unter dem das Tier leidet, zeigt sich im Blut durch erhöhte Konzentration von Stresshormonen.
Zoo- und Wildtierforscher, die ihren Tieren gelegentlich Blut abnehmen müssen, stecken deshalb in einem Dilemma. Sie möchten die Hormonwerte bestimmen, zum Beispiel, um die Fruchtbarkeit einer Raubkatze festzustellen oder den Stresspegel eines Streifenhörnchens zu messen. Aber die Aufregung, die das Blutabnehmen verursacht, ist so groß, dass sie die Hormonwerte beeinflussen oder sogar verfälschen kann.
Zwei Biologen vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin haben nun eine Methode erprobt, die so einfach wie skurril klingt: Statt einer Kanüle benutzen sie zum Blutabnehmen eine mexikanische Raubwanze. Die bis zu zwei Zentimeter große Dipetalogaster maximus erweist sich als perfekte Laborassistentin, da sie im Laufe der Evolution gelernt hat, Blut zu zapfen, ohne dass es ihr Opfer merkt. Möglich ist das mithilfe eines Stech- und Saugrüssels, der nach Angaben der Berliner Forscher Christian Voigt und Ruth Thomsen "30 Mal feiner ist, als herkömmliche Kanülen". weiter...
Den morgigen 10. Jahrestag des Donauschutzuebereinkommens hat die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) zum 'Donau-Tag' erklaert. Bundesumweltminister Juergen Trittin: 'Die Donau vereint in ihrem Einzugsgebiet 18 Staaten -- mehr als jeder andere Fluss. Sie verbindet mehr als 80 Millionen Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Geschichte. Die Donau liefert Trinkwasser, Wasser fuer die Landwirtschaft und Industrie, zur Energieerzeugung, fuer die Schifffahrt, den Tourismus und die Fischerei. Der Donau-Tag ist hervorragend geeignet, fuer den Schutz und die nachhaltige Nutzung dieses europaeischen Stromes zu werben.' weiter...
Weitere Informationen zum Donau-Tag und der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) unter
Vom 1. Juli an werden in den Parks und Grünanlagen von Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte wieder Parkwächter eingesetzt. Dabei handelt es sich aber noch nicht um die so genannten Kiezstreifen, die Ordnungswidrigkeiten von Hundebesitzern oder Grillern ahnden sollen. Im Tiergarten, dem Volkspark Wilmersdorf oder am Lietzensee sind dann 34 Teilnehmer eines ABM-Projektes unterwegs befristet für ein halbes Jahr. Anders als die geplanten Kiezstreifen haben sie keine Befugnisse, bei Verstößen aktiv zu werden. Sie dürfen keine Personalien aufnehmen oder Bußgelder verhängen, sie können lediglich jemanden auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen. weiter...
Krokodile, Würgeschlangen, Schnappschildkröten und andere Reptilien werden in den nächsten zwei Jahren den Hund als zweitbeliebtestes Haustier der Briten nach der Katze verdrängen. Schon jetzt werden die britischen Haushalte von fünf Millionen Reptilien bevölkert. Dies ist der Hauptgrund dafür, warum die Regierung von Premierminister Tony Blair am Montag ein neues Gesetz mit strengeren Bestimmungen für die Haltung gefährlicher Haustiere vorstellte.
Demnach müssen die Halter künftig für das Wiedereinfangen entwischter Alligatoren, Anakondas oder Taranteln selbst zahlen. Außerdem müssen sie eine Lizenz erwerben und bei der Haltung der Tiere strikte Regeln beachten. Reptilien sind nach Angaben von Experten vor allem deshalb in Mode gekommen, weil sie in der Pflege nicht so aufwendig sind wie Hunde oder Katzen. "Sie sind perfekt für Leute, die nicht viel Zeit haben", sagte Chris Newman, Vorsitzender des Verbunds der Britischen Kriechtierkundler, der Zeitung "The Independent". weiter...
Lang schien es, die Nashörner würden aus Afrikas Savannen verschwinden. Doch wenn der aktuelle Trend anhält, könnten die Dickhäuter vor dem Aussterben bewahrt werden, meldet die Umweltorganisation WWF.
Experten der Weltnaturschutzunion IUCN und des WWF haben Zahlen vorgelegt, die Grund zur Hoffnung geben. So wird die Zahl der Spitzmaulnashörner, die noch Mitte der 1990er Jahre bei rund 2.500 Tieren stagnierte, auf 3.600 geschätzt. Noch besser sieht es bei den Breitmaulnashörnern aus, die vor rund einhundert Jahren bereits als ausgestorben galten. Ihr Bestand ist auf rund 11.000 Tiere angestiegen.
Die Artenschützer weisen darauf hin, dass man heute nur noch einen Bruchteil des einstigen Nashorn-Bestands in Afrika findet, und warnen vor verfrühtem Optimismus. "Wir werden weiter für den Schutz der Nashörner kämpfen müssen", sagt Stefan Ziegler, Artenschutzexperte des WWF. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es schätzungsweise 400.000 Spitzmaulnashörner. In mehreren Ländern sind die Tiere bereits ausgerottet. Den Grund für den rasanten Rückgang sieht der WWF vor allem in der Jagd. weiter...
Trotz günstiger Witterung gibt es keine Entwarnung für Deutschlands Wälder. Regen, Wind und Kälte - das sind die Merkmale der letzten Monate. Für die Freiluftsaison ist das Wetter zwar ungeeignet, doch für die Wälder in Deutschland bedeutet es eine wohltuende Erholung vom heißen Rekordsommer des letzten Jahres. Denn den Wäldern tut feuchte Witterung gut.
Die Niederschlagsmengen reichen nach Ansicht der Umweltstiftung WWF allerdings nicht aus, um die Schäden wiedergutzumachen, die im vergangenen Jahr durch extrem lang anhaltende Hitze und Trockenheit in den deutschen Wäldern entstanden.
Nur stabile und naturnahe Wälder können laut WWF-Forstexpertin Nina Griesshammer auch lange Trocken- und Hitzeperioden unbeschadet überstehen. Doch die meisten Bäume seien durch zu wenig Regen sowie durch die erschwerte Aufnahme von Nährstoffen und durch mangelnde Artenvielfalt in den Wäldern geschwächt. Sie hatten den extremen Witterungen des vergangenen Sommers kaum etwas entgegenzusetzen. Nina Griesshammer: "Die meisten Bäume leiden an einem chronischen Wassermangel. Wir können leider keine Entwarnung für die Wälder in Deutschland geben. Das Ökosystem Wald hat sich von den Strapazen des letzten Sommers immer noch nicht erholt." weiter...
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger wollte mit dem schnelleren Tod herrenloser Tiere das Staatsbudget entlasten. In seinem Haushaltsentwurf hatte Schwarzenegger vorgeschlagen, Hunde und Katzen sollten in Tierheimen nach 72 Stunden getötet werden können statt wie bisher nach einer sechstägigen Wartezeit.
Damit sollten rund 14 Millionen Dollar eingespart werden. Nach landesweiten Protesten von Tierschützern entschuldigte sich Schwarzenegger am Freitag für seinen Vorschlag. weiter...
In Lübeck-Travemünde ist gestern der vermutlich bundesweit erste Badesteg für Hunde eröffnet worden. Die Eröffnungszeremonie war kurz: Statt Sekt gab es Hundekuchen aus der Hand des Kurdirektors. Dann wurde das rote Absperrband durchtrennt und der Weg in die Ostsee war frei für "Lena", "Mara", "Paulchen", "Zira" und all die anderen Vierbeiner. Der sanft ins Wasser abfallende Steg soll dafür sorgen, dass die Vierbeiner trotz großer Findlinge am Ufer sicher ins Wasser und auch wieder hinaus gelangen. weiter...
Rote Stupsnase, langer, buschiger Schwanz und der charakteristische weiße Kehlfleck: Ein Steinmarder (lat.: Martes foina) hat gestern Mittag am Elbtunnel für ein Verkehrschaos gesorgt. Auf bis zu zwölf Kilometer Länge standen die Fahrzeuge auf der Autobahn 7 in Richtung Süden. Die Ursache: Polizei und Feuerwehr hatten die dritte Röhre, in die sich das kurzbeinige Raubtier verirrt hatte, "aus Sicherheitsgründen" kurzerhand gesperrt - zur Marderjagd.
Beteiligt an der Hatz: Zwölf Beamte, die mit Decken und Eimern die leere, drei Kilometer lange Röhre durchkämmten. Um 12.17 Uhr waren die Helfer alarmiert worden, eine Stunde lang blieb die Röhre zur Marder-Jagd gesperrt. Weil deshalb nur zwei Spuren nach Süden frei blieben, kam es zum obligatorischen Rückstau - zeitweise bis zur Abfahrt Schnelsen-Nord. weiter...
Egon ist ein wild lebender Hirsch. Wer ihm den Namen gegeben hat, weiß in dem Eifelort Einruhr keiner mehr so recht. Bekannt ist Egon für seinen gesunden und erlesenen Appetit. Mit schöner Regelmäßigkeit macht er seit rund zwei Monaten aus seinem Wald-Revier einen Abstecher ins Dorf, springt mit Leichtigkeit über Hecken und Zäune. In den Gärten frisst er die zartesten Triebe von Obstbäumen und Sträuchern, beißt die buntesten Blumen ab und lässt sich auch von Menschen nicht stören. Und weil das alles so lecker ist, bringt Egon auf seinen Streifzügen neuerdings seinen Kumpel Paul mit. weiter...
Den Murmeltieren in den französischen Alpen stehen unruhige Zeiten bevor. Im Nationalpark am Ecrins-Massiv ist der erste wissenschaftliche Großversuch zur Geburtenkontrolle bei den Nagern angelaufen. "Die Bergbauern beschuldigen die Murmeltiere, die Wiesen umzuwühlen und dabei Gestein zu Tage zu fördern, das dann die Sensen zerstört", sagt Dominique Gauthier vom Tierärztlichen Labor des Departements Hautes-Alpes. Also müsse etwas gegen die Murmeltier-Überbevölkerung unternommen werden.
(...) Bei dem vor einigen Wochen angelaufenen Versuch im Prapic-Tal wurden nun von den 160 dort angetroffenen Nagern jene 40 eingefangen, die sich im Fortpflanzungsverhalten als aktivste zeigten. Die Weibchen erhielten eine Spritze, um ihre Läufigkeit abzuschwächen, und den Männchen erging es nicht besser: Sie erhielten eine Spritze, mit der "ihre Libido gebremst wurde", wie Experte Gauthier sagt. Anschließend wurden die Versuchstiere mit einem Halsband gekennzeichnet. weiter...
So genannte Rote Liste für gefährdete Tiere und Pflanzen sind weithin bekannt. Weniger bekannt sind dagegen Aktivitäten am Umweltbundesamt (UBA), das Gefährdungspotenzial auch von verschiedenen Lebensräumen zu beurteilen und zu katalogisieren. Die nun fertig gestellte Erfassung der Kategorien "Grünland, Grünlandbrachen und Trockenrasen", "Hochstauden- und Hochgrasfluren, Schlagfluren und Waldsäume" sowie "Gehölze der Offenlandschaft, Gebüsche" ist beunruhigend: 90 Prozent der Biotop-Typen musste einer Gefährdungskategorie zugeordnet werden. weiter...