Sie jagen Verbrecher, überführen Verkehrssünder, suchen Zeugen und vernehmen Opfer. Das Aufgabenprofil Berliner Polizisten ist anspruchsvoll. Seit gestern ist die Wiederbelebung von Kaninchen dazugekommen.
Ein Schwelbrand in einer Privatwohnung an der Karl-Marx-Straße in Neukölln hatte gegen 10.30 Uhr zuerst die Feuerwehr, dann Polizisten vom Abschnitt 55 auf den Plan gerufen. Polizeiobermeister Mirco C. und Polizeimeisterin Ramona B. waren beim Einsatz dabei. Die Mieterin war außer Haus, der intensive Qualm hat trotzdem zwei Leben gefordert: Die Feuerwehr findet eine Katze und einen Kanarienvogel tot vor. Und auf dem Boden liegt ein lebloses Kaninchen. Polizist Mirco, ehemals Herrchen einer Ratte, und Polizistin Ramona, die ihr Zuhause mit Hund und Katze teilt, fackeln nicht lange. Sie drehen den Mümmelmann sanft auf den Rücken. Mirco schiebt einen Kugelschreiber zwischen die langen Zähne, "zur Durchlüftung", wie er sagt. Dann kraulen sie sachte los. Zwanzig Fingerkuppen flitzen den weichen Bauch hoch und runter, um die Atmung zu befördern. Den Polizisten gelingt ein kleines Wunder: Sie kitzeln die einjährige Löwenkopfmischung ins Leben zurück. weiter...
Er ist ist kaum größer als ein DIN-A-4-Blatt, trägt die kleinste Windelgröße, die es gibt, und hat eine Frisur wie einst David Beckham: Der vor vier Wochen im Zoo geborene Gorilla wurde am Freitag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sichtlich stolz trug Ziehvater Reimon Opitz den Winzling in das Menschenaffenhaus und hielt das Fellbündel inklusive weißer Windel in die Kameras. Samt Schild, auf dem der Name des Affen-Jungen zu lesen war: Makoua. So richtig glücklich wirkte Reimon Opitz allerdings nicht. "Ich fühl mich nicht wohl in meiner Haut", sagte er. "Ich weiß nicht, ob der Kleine hier bleibt."
Zurzeit sieht es nicht danach aus: Einem Europäischen Erhaltungs- und Zuchtprogramm zufolge sollen Menschenaffen, die nach der Geburt von ihren Müttern getrennt wurden, gemeinsam im Stuttgarter Zoo aufgezogen werden. Dorthin, entschied eine Kommission, solle auch der kleine Gorilla. Das aber will der Zoo verhindern. "Wir diskutieren noch", sagte Zoo-Direktor Jürgen Lange. Auf die Frage, ob das Votum der Kommission bindend sei, antwortete er ausweichend mit "Jein". Denn bei Weigerung könne der Zoo aus dem Zuchtprogramm geworfen werden. Das regelt den regelmäßigen Austausch von Affen, um Inzucht zu vermeiden. "Ich habe keine Lust auf Eskalation", sagte Lange. Das letzte Wort sei aber noch nicht gesprochen. weiter...
Der größte Waldbestand Afrikas ist in Gefahr: 60 Millionen Hektar Regenwald der Demokratische Republik Kongo will die Weltbank für den kommerziellen Holzeinschlag öffnen. "Mit ihren Plänen ignoriert die Weltbank die fatalen Folgen für die enorme Artenvielfalt des Kongos und für die 35 Millionen Menschen, die von diesen Wäldern abhängig sind", betont Dr. Sandra Altherr, Sprecherin von PRO WILDLIFE.
Die Artenschutzorganisation verweist auf die bedrohliche Situation der Berg- und Flachland-Gorillas sowie der nur hier vorkommenden Bonobos (Zwergschimpansen). Ihr Appell richtet sich auch an die Bundesregierung, die als einer der wichtigsten Geldgeber für den Kongo enorme Einflussmöglichkeiten hat, bislang aber den Plänen der Weltbank blindlings vertraut. weiter...
Die Europäische Kommission droht Deutschland mit dem Europäischen Gerichtshof, weil die Wasserrahmenrichtlinie nach vier Jahren immer noch nicht umgesetzt ist. Außerdem hat Deutschland bisher keine Luftreinhaltepläne für Ballungsräume vorgelegt, was EU-Umweltkommissarin Margot Wallström eine weitere Mahnung wert ist. Ausgerechnet der vermeintliche Umweltvorreiter Deutschland hat zum wiederholten Mal Probleme, europäischen Umweltgesetzen gerecht zu werden. Sollten die Versäumnisse nicht schnell nachgeholt werden, könnte am Ende eine hohe Geldstrafe stehen. weiter...
Ein Schwarm Säbelschnäbler hat es sich auf der kleinen Felseninsel gemütlich gemacht. Wenige Meter entfernt stolziert ein Rotschenkel auf der Suche nach Nahrung elegant durchs flache Wasser. Wie ein professioneller Tierfotograf kann man im Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn Wasservögeln aus nächster Nähe beobachten. Das Feuchtgebiet an der Westküste der Ostseeinsel ist ein Paradies für Zugvögel. Bis zu 250 Arten brüten und rasten hier übers Jahr verteilt. Sehen, aber nicht gesehen werden, diese Devise gilt für die Besucher des Schutzgebietes. Aus gut getarnten Verstecken heraus können sie den Vögeln quasi ins Nest schauen. "Nirgendwo bekommen Fotografen Vögel so nah vor die Linse, wie bei uns", verspricht Malte Siegert, der in Wallnau für den Bereich Umweltbildung zuständig ist. Rund 35 000 Menschen besuchen im Jahr das 300 Hektar große Gebiet. weiter...
Der Rauch verbrennender Vegetation enthält eine Komponente, die das Keimen von Pflanzen unterstützt. Die Substanz hat ein Team australischer Wissenschaftler um Gavin R. Flematti von der Universität von West-Australien in Crawley entdeckt. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Science (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/science1099944). weiter...
Sie sind klein, stammen aus den Tropen und ihr Gift kann - wenn sie in Massen auftreten - für den Menschen gefährlich werden. So klein wie das Bakterium ist, so lang ist auch sein Name: Cylindrospermopsis raciborskii. "Es sind echte Bakterien, aber sie sind so groß wie Algen und auch zur Fotosynthese fähig und werden deshalb zu den Blaualgen gezählt", sagt die Gewässerökologin Claudia Wiedner vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie in Neuglobsow am Stechlinsee.
Wer produziert das Gift?
Die gefährliche Blaualge ist eigentlich in Asien, Südamerika und Afrika heimisch. Sie produziert ein Gift, das Leber und Nieren schädigen kann. In Australien erkrankten vor Jahren etwa 100 Menschen, weil Trinkwasser von diesen Algen befallen war. "Niemand weiß, wie sie zu uns gekommen sind", sagt Wiedner.
Sie koordiniert ein 470 000 Euro teures Forschungsprojekt, an dem auch die Technische Universität Cottbus und das Umweltbundesamt beteiligt sind. Seit März wird untersucht, wie sich die giftige Alge bereits in hiesigen Gewässern breit gemacht hat. "In 60 Brandenburger Seen und allen Berliner Gewässern werden Wasserproben genommen und untersucht", sagt sie. Erste Ergebnisse lägen im Spätherbst vor. weiter...
Viele Arten, die einst typisch für offene Agrarlandschaften waren, wie Feldhasen, Rebhühner oder die Feldlerche, sind immer seltener in der Feldflur zu finden. Blühende Pflanzen, wie Kornblume und Mohn, sind an den Feldrändern kaum noch vorhanden. Mit ihnen schwindet der Artenreichtum an Insekten. Das Projekt "Lebensraum Brache" gibt diesen Arten wieder eine Chance, dennoch droht durch ministerielle Verordnung jetzt das Aus für dieses Vorzeigeprojekt.
Über den aktuellen Stand und den Hintergrund des 2003 in Hessen und Bayern gestarteten Projektes "Lebensraum Brache" informiert Joachim A. Wadsack vom Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) am 8. Juli im Rahmen einer Exkursion. "Hunderttausende Hektar Ackerfläche müssen jedes Jahr von deutschen Landwirten still gelegt werden, um die Überproduktion auf dem Getreidemarkt zu begrenzen. Ein Teil der Fläche wird zwar für nachwachsende Rohstoffe, den so genannten "Non Food" Anbau genutzt, doch der überwiegende Teil der Flächen liegt brach. Leider werden diese Bracheflächen noch immer nicht konsequent im Sinne des Natur- und Artenschutzes gestaltet", bemängelt Joachim A. Wadsack.
Deshalb zeigt das Projekt "Lebensraum Brache" auf, wie Wildtiere über eine Einsaat von Flächen mit Kultur- und Wildpflanzensamen gefördert werden. weiter...
Zwei Jahre dauerte die Vorbereitungsphase für den Masterplan Emscher Landschaftspark 2010. Nun liegt ein Koordinations- und Managementinstrument als Planungskonzept für das Ruhrgebiet vor, das mit allen Akteuren abgestimmt ist. weiter...
Der Masterplan ist nicht das Ende, sondern der Beginn der Story:
Der Emscher Landschaftspark bietet viel Stoff für ein gutes Drehbuch. Orte, Kulissen und Schlüsselakteure stehen bereit. Anhand von Szenenbildern kommen die Planer mit den Akteuren ins Gespräch und entwickeln Visionen für die Zukunft. weiter...
Im heißen Sommer vergangenen Jahres waren sie in ganz Deutschland so häufig zu sehn wie kaum zuvor und auch jetzt machen sich das Taubenschwänzchen und andere eigentlich südlich der Alpen beheimatete Wanderfalter wieder auf Richtung Norden. In Süddeutschland haben sich die Taubenschwänzchen bereits ausgebreitet, einzelne Tiere wurden auch schon in Nordhessen, NRW, Sachsen und Thüringen gesehen.
Die bisher nördlichste Beobachtung dieses Jahres stammt von Heidrun Schöning, Pressesprecherin des NABU Brandenburg. Ihr begegnete am Donnerstag (24.6.) ein Taubschwänzchen in ihrem Garten in Glindow, nahe Werder an der Havel: Der Schwirrsel-Sirrsel ist wieder da, so hat meine kleine Tochter das Taubenschwänzchen getauft. Wer Taubenschwänzchen oder andere Wanderfalter wie Admiral, Großer Fuchs, Distelfalter, Gammaeule oder Windenschwärmer sieht, kann seine Beobachtungen online im Portal sciene4you melden. Dort gibt es auch umfassende Informationen zu den gesuchten Arten. weiter...
Der Naturschutzbund NABU hat eine weltweite Erfassung der Weißstorchbestände gestartet. Mit dem Internationalen Weißstorchzensus, so die offizielle Bezeichnung dieses einmaligen Forschungsprojektes, sollen in diesem und kommenden Jahr verlässliche Daten über die weltweite Populationsentwicklung dieses beliebten Großvogels ermittelt werden. Ein aktueller Überblick ist notwendig, um die erfolgreiche Schutzarbeit der letzten Jahre effektiv fortzuführen, sagte Projektleiter Kai-Michael Thomsen vom Bergenhusener Michael-Otto-Institut im NABU, wo die Fäden dieser internationalen Vogelzählung zusammenlaufen. Die Bestandserhebung, an der sich in diesem Jahr Storchenschützer aus 38 Ländern in Europa, Asien und Afrika beteiligen, wird alle zehn Jahre durchgeführt und findet mittlerweile zum sechsten Mal statt. weiter...
In Großbritannien gibt es immer mehr wild lebende Papageien. Bis zu 20 000 Tiere sollen Schätzungen zufolge bereits auf der Insel wohnen, die Zahl der exotischen Vögel erhöhe sich jährlich um 30 Prozent. Das berichtete die BBC am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie der Universität Oxford. Manche Waldgebiete klingen schon eher nach tropischem Regenwald als nach Park am Stadtrand, wurde Adam Tandy aus dem Londoner Stadtteil Richmond zitiert.
Ursprünglich kommen die meisten Vögel aus Südasien, Indien und Brasilien. Uneinigkeit herrscht darüber, wie die Vögel in ihre Wahlheimat Großbritannien gelangten. Die Theorien reichen von der Behauptung, die Rocklegende Jimi Hendrix habe die Vögel aus den Tropen mitgebracht, bis hin zu der Vermutung, die Papageien sei während Filmaufnahmen in England ausgerissen. Dank milder englischer Winter und dem Fehlen natürlicher Feinde vermehrten sich die Tiere auf der Insel deutlich schneller als erwartet, hieß es. Tagesspiegel
Fettleibigkeit ist ein echtes Problem. Immer mehr Deutsche leiden darunter, vielfach bereits im Kindesalter: Fastfood, Süßigkeiten und mangelnde Bewegung fordern ihren Tribut. Aber es gibt noch eine weitere betroffene Gruppe: Haustiere. Viele Katzen, Hunde & Co sind viel zu dick - Herrchen und Frauchen meist auch. weiter...
Mit dem neuen Hundespiel- und -Auslaufplatz ist das Berliner Tierheim um eine Attraktion reicher. Gestern Nachmittag ist die eingezäunte, 10 000 Quadratmeter große Anlage eröffnet worden. Zum Auftakt warf Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (PDS) ganz sportlich eine Frisbeescheibe, die Wolfshund Farah fangen durfte. weiter...
Ein Benefizfußballspiel zu Gunsten des Kreis-Tierschutzvereins Münster (bei Dieburg), findet am Mittwoch, den 18. August 2004 um 19:00 Uhr im örtlichen Gersprenz-Stadion statt.
Dabei tritt eine Allstar-Mannschaft der Eintracht mit Karl-Heinz Körbel, Cezary Tobollik, Harald Karger und anderen ehemaligen Bundesligaprofis gegen eine örtliche Prominentenauswahl an. Mit dem Erlös möchte der 490 Mitglieder starke Tierschutzverein Münster und Umgebung Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten in dem Tierheim finanzieren. weiter...
Der Naturschutzbund NABU in Brandenburg begrüßt die gestrige Kabinettsentscheidung, 19 weitere Gebiete als Europäische Vogelschutzgebiete an die Europäische Union zu melden. Damit kommt das Land seinen Verpflichtungen aus der EU-Vogelschutzrichtlinie nach, die es eigentlich schon bis 1991 hätte erfüllen müssen. Die Ausweisung der Gebiete kam unter dem Druck eines laufenden Vertragsverletzungsverfahrens der EU gegen Deutschland zustande.
Wenig Verständnis zeigte Kirschey für die Widerstände gegen die Vogelschutzgebiete vor allem in der Uckermark. Aktuellen Statistiken zufolge ist die Zahl der Übernachtungen in der Uckermark in einem Jahr um 27,7 Prozent gestiegen, so stark wie nirgendwo sonst in Brandenburg. "Die Leute kommen doch wegen der tollen Natur in die Uckermark", so Kirschey. Die Vogelschutzgebiete werden die Entwicklung der Region nach Auffassung des NABU fördern und nicht behindern, wie manche Kreispolitiker befürchten. weiter...
Eine Wiese im Naturschutzgebiet ist regelrecht abgeerntet worden Von OTZ-Redakteur Ulf Rathgeber Titschendorf Eine große Zahl von Arnika-Blüten auf einer Waldwiese in der Nähe von Titschendorf ist in den vergangenen Tagen regelrecht abgeerntet worden. Die kräftig gelben Wiesenblüher an dieser Stelle hatten bis zu dieser frevelhaften Tat zu den besten Beständen im Oberland gehört.
"Es ist ein Schock für jeden Naturschützer, wenn er von einem auf den anderen Tag feststellen muss, dass eine vom Aussterben bedrohte Pflanze wie die Arnika fast aller ihrer Hauptblüten beraubt worden ist", ärgert sich Jäger Roland Schultheiß aus der Stadt Wurzbach. "Von den ursprünglich 300 oberständigen Blüten sind keine 50 mehr vorhanden."
Der angerichtete Schaden ist beträchtlich. "Die durch die Naturschutzbehörde des Landkreises geleistete Arbeit ist um Jahre zurück geworfen", so Schultheiß. weiter...
Agrikultur-Ingenieure der University of Illinois wollen den Traum vom Ernteroboter wahr machen. Die so genannten "Agrobots" sollen selbständig pflügen, ernten, Bodenproben nehmen und nach Schädlingen Ausschau halten - dabei sollen verschiedene Robotertypen im Verbund zusammen arbeiten können.
Laut Tony Grift, einem an der Entwicklung beteiligten Landwirtschafts-Ingenieur der University of Illinois, sei es das Langzeit-Ziel, dass günstige und kleine Roboter einige der Aufgaben übernehmen, die derzeit oft teuren und riesigen landwirtschaftlichen Maschinen vorbehalten sind. weiter...
Künftig wird es für Katzenhalter richtig teuer, wenn sie auf ihr Tier nicht aufpassen. Denn wenn die Feuerwehr anrücken muss, um eine verwirrte Katze vom Dach oder Baum zu holen, muss der Tierliebhaber den Einsatz bezahlen. Für die erste Stunde werden 342 Euro fällig, dauert die Rettungsaktion länger, verlangt die Feuerwehr 444 Euro. weiter...
Australische Kängurus haben derzeit mit einer Nahrungsknappheit zu kämpfen. Weil sie in der Wildnis nicht mehr fündig werden, strömen sie jetzt massenhaft in die Städte. Angriffe auf Menschen und Hunde häufen sich.
Die Umweltbehörde in der Hauptstadt Canberra wies die Bewohner am Mittwoch an, sich von den üblicherweise harmlosen Tieren fern zu halten.
In der vergangenen Woche war eine Frau beim Ausführen ihres Pudels in einem Park angegriffen worden, der Golden Retriever einer anderen Frau wurde von einem Känguru in einem Teich ertränkt.
Wegen der seit langem anhaltenden Dürre zieht es immer mehr der grasfressenden Tiere auf Golfplätze, Sportanlagen und Parks in den Städten. weiter...
Der heiße Sommer 2003 macht den Berliner Eichen noch immer zu schaffen. Obwohl der zweite Blätteraustrieb im Juni - der so genannte Johannistrieb - die Lage etwas gebessert hat, sind die Bäume weiterhin in ihrer Vitalität geschwächt, erklärte gestern ein Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Der vergangene Sommer mit Hitzerekorden und großer Trockenheit hatte die Bäume so nachhaltig geschwächt, dass viele in diesem Frühjahr nicht richtig austrieben. Im Mai verzeichneten die Fachleute vom Pflanzenschutzamt deformierte Blätter, abgestorbene Triebspitzen und vertrocknete Hauptknospen. Nachforschungen ergaben, dass nur die Hitze als Ursache in Frage kommt. weiter...
Regen geht der Kirsche unter die Haut. Vor allem kurz vor der Erntezeit. Dann hat ihr Fruchtfleisch einen besonders hohen Zuckergehalt.
Wo viel Zucker ist, zieht es auch Wasser hin. Wer zum Beispiel eine Handvoll Zucker auf eine Schale Erdbeeren streut, stellt fest, dass der Saft nach und nach aus den Früchten austritt. Umgekehrt saugt sich die innen süße Kirsche mit Wasser voll. Das Regenwasser strömt durch die für den Zucker selbst undurchlässige Membran in die Zellen. Der Druck im Innern steigt und kann schließlich so groß werden, dass die Kirsche platzt.
Eigentlich sollte ihre Haut sie vor diesem Schicksal bewahren. Sie umschließt die kugelige Kirsche wie eine elastische Kunststofftüte. Die glatte Hülle schützt die Frucht vor Pilzinfektionen und lässt in der Regel auch Wasser und andere Stoffe nur in wohldosierten Mengen ein und aus. Es sei denn, der gefürchtete Platzregen kommt zu einer Zeit, da die moderne, groß gezüchtete Kirsche ohnehin schon unter Druck steht. weiter...
Einen in Deutschland einzigartigen Saurierfriedhof haben Wissenschaftler im nördlichen Sauerland entdeckt. An der Fundstätte seien bisher Überreste von mindestens sechs verschiedenen Saurier-, Krokodil- und Schildkrötenarten entdeckt worden, die dort vor mindestens 130 Millionen Jahren gelebt hätten. «Bisher haben wir in Deutschland einen solchen Friedhof von verschiedenen Sauriern nebeneinander noch nicht entdeckt», sagte der Paläontologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Klaus-Peter Lanser, am Dienstag in Hagen. weiter...
Seit Monaten geistert Egon, der Hirsch, durch den kleinen Eifelort Einruhr. "Geistern" ist eigentlich der falsche Ausdruck, denn wenn Egon ein leckeres Blümchen entdeckt, scheut er keine Mühe, die Gartenzäune zu überspringen und steht dann zum Greifen nah in den Vorgärten der Einruhrer. Nun ist der arme Egon ins Visier der Jägerschaft geraten.
Für den Bezirk hat der Jagdbeirat eine Quote von drei Hirschen festgelegt. Darunter befindet sich auch Egon, namentlich aufgeführt. Warum ausgerechnet dieser Hirsch auf der Liste der Todeskandidaten steht, ist nicht nachvollziehbar. Egon ist vollkommen gesund und die meisten Einruhrer erfreuen sich an den Besuchen und dem stattlichen Anblick des Hirsches. weiter...
Illegale Arbeiter zerstören eins der letzten Rückzugsgebiete der vom Aussterben bedrohten Berggorillas in Ostafrika. Illegale Arbeiter rodeten in den vergangenen Monaten einen Teil des Regenwalds im Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Der Virunga Nationalpark ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und Heimat eines der am stärksten bedrohten Tiere: des Berggorillas. weiter...
Dass der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Richtlinien für Messverfahren festlegt, mag vielen noch bekannt sein. Dass der VDI aber auch Richtlinien zu Flechten und Moosen beschließt, dürfte die meisten überraschen. Jüngstes Beispiel: Soeben hat der VDI in einer neuen Bestimmung festgelegt, auf welche Weise das Vorkommen baumbesiedelnde Moose zu erfassen ist - derartige "Epiphyten" gelten neben Flechten als hervorragende Indikatoren für das Ausmaß der Luftverschmutzung. Die Grundlagen zur neuen Moos-Richtlinie legten Wissenschaftler der Universität Bonn. weiter...
Natürlicher Dünger stärkt die Abwehrkräfte von Paradeiserstauden und ermöglicht den Pflanzen ein besonders langes und gesundes Leben. Die ökologisch angebauten Pflanzen können die angebotenen Nährstoffe besser nutzen als Paradeiser, die Kunstdünger erhalten. Das berichtet ein Forscherteam des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums um Autar Mattoo in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) vom Dienstag. weiter...
"Gibt dem Fluss mehr Raum", forderte Bundeskanzler Helmut Kohl als ganz Deutschland 1998 unter dem Schock des Oder-Hochwassers stand. Jetzt hat der Bundestag ganz in diesem Sinne ein neues Gesetz zum besseren Hochwasserschutz verabschiedet. weiter...
(...) Nähen und vor allem Sticken waren schon immer ihr Hobby. "Ich habe keine Ausbildung gemacht, sondern alles von meiner Mutter gelernt", sagt sie. Ihr Hobby ist ihr Beruf: Seit 24 Jahren betreibt sie ein Trachten-Geschäft. Für Menschen. War die Arbeit im Geschäft getan, verkleidete Hildegard Bergbauer ihre beiden Hündinnen. Erst nur mit bayerischen Hüten, doch das reichte ihr irgendwann nicht mehr. "Ich wolle die Tiere stylen wie feine Damen." Und so entwickelte sie die Kleidung für die Vierbeiner, die normalerweise nur von ihren menschlichen Kunden nachgefragt wird: bayerische Dirndl. "Alles muss stilecht sein. Voraussetzung ist, dass ich die gleichen Stoffe für die Hunde-Tracht nehme wie für Menschen-Kleidung", beschreibt die 52-jährige Modeschöpferin ihr Geschäftsgeheimnis. weiter...
Ein früherer Mord in einem Mietshaus rechtfertigt nach Auffassung des Amtsgerichts München keine fristlose Kündigung des Mietvertrages.
Da das grausame Geschehen keine verkehrswesentliche Eigenschaft des Mietobjekts darstelle, müsse der Vermieter das Verbrechen nicht offenbaren, befand das Gericht in einem Urteil (Az.: 452 C 33861/03). weiter...
Für die einen ist ein Sommer ohne Grillparty kein richtiger Sommer, die anderen können Rauch und Würstchenduft nicht ausstehen. Kein Wunder, dass das Grillen oft für dicke Luft am Gartenzaun sorgt. Viele Grillhasser sind bereits vor Gericht gezogen. Die Richter versuchen, beiden Seiten gerecht zu werden. So entschied das Bonner Landgericht: Zwischen April und September darf man einmal im Monat den Grill anwerfen (Az: 6 C 545/96), allerdings muss man die Nachbarn 48 Stunden vorher informieren. Zudem muss man den Grill 25 Meter von Nachbars Garten entfernt aufstellen, urteilte das Bayerische Oberlandesgericht (Az.: 2 Z BR 6/99). Zieht der Rauch in Wohn- und Schlafräume der Nachbarn, ist das ein Verstoß gegen das Landesimmissionsschutzgesetz und kann ein Bußgeld nach sich ziehen, befand das Oberlandesgericht in Düsseldorf ( 5 Ss (OWi) 149/95 (OWi) 79/95 I). Wer wegen der Nachbarn aus dem heimischen Garten in den Park flüchtet, muss ebenfalls auf der Hut sein: Grillt man in Berlin außerhalb der offiziell erlaubten Grillplätze, kostet das 15 Euro Bußgeld. hej Tagesspiegel
Reis ernährt über drei Milliarden Menschen. Das Reis-Forschungsinstitut in Manila hat jetzt herausgefunden, dass ein Grad globaler Erwärmung die Reisernte weltweit um 15 Prozent reduzieren werde. Die UN-Klimaforscher sagen jedoch im 21. Jahrhundert eine globale Erwärmung zwischen 1,8 und 5,8 Grad voraus. Das kann nicht nur den Hungertod von vielen hundert Millionen Menschen, sondern auch soziale und politische Instabilität auf der ganzen Welt bedeuten. weiter...
Eine Postlieferung der besonderen Art hat am Freitagmorgen die Unternehmesgruppe Theo Müller GmbH und Co. KG im bayerischen Aretsried erhalten. Am dortigen Firmensitz überbrachten 20 Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace rund 14.000 Postkarten mit Verbraucher-Protestmitteilungen. Die Karten sind in einem übergroßen Milch-Becher verpackt, auf dem "Protest-Milch! Stoppt Gen-Futter bei Müller!" zu lesen ist. weiter...
Viele Wildtiere haben andere Wohnungswünsche als Menschen. Während ein Teil der Bevölkerung nach draußen ins Grüne zieht, breitet sich in Ostholstein unter Vögeln und vierbeinigen Arten immer mehr eine gewisse Landflucht aus: Sie nehmen bevorzugt Quartier in städtischen Bereichen und vermehren sich dort kräftig.
Eine Verstädterung von Wildtieren hat es in diesem Ausmaß in Ostholstein noch nicht gegeben", sagt Gerd Schumacher, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Eutin. Das Phänomen werde auch europaweit beobachtet. Unlängst erblickte der Landwirt und Jäger nachts nahe der Dieksee Promenade in Bad Malente-Gremsmühlen ein Tier, das normalerweise in Baumhöhlen oder auch in Dachs- oder Fuchsbauten lebt: einen offensichtlich gut genährten und kerngesunden Waschbären. Mit seinen feingliedrigen Vorderpfoten war der kleine Petz dabei, eine Mülltonne zu öffnen und deren Inhalt zu plündern. "Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Tiere fühlen sich in den Städten und Dörfern Ostholsteins immer wohler, weil dort die Lebensbedingungen für sie günstiger sind als in der freien Natur", erklärt Schumacher. "Sie verschlingen alles Essbare, was von Menschen weggeschmissen wird." weiter...
TIERISCH Oprah fährt mit Rabatt Frauchen ertrotzt Billigtarif von der Bahn
Marianne Sperb
Die Golden Retriver-Hündin Oprah ist wohl Deutschlands einzige vierbeinige Bahn-Kundin, die mit Bahncard auf Reise geht. Frauchen Adrienne Schladerer hat den Huckepack-Tarif beim Rechtsvorstand der Deutschen Bahn AG ertrotzt.
Die Bahn AG verlangt für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren den halben Fahrpreis, ebenso von Hunden. Falls Kinder in Begleitung von Eltern oder Großeltern Zug fahren, die eine Bahncard besitzen, zahlen die Kleinen nichts. Hunde dagegen schon so jedenfalls die erste Auskunft, die Adrienne Schladerer am Hauptbahnhof Regensburg bekam.
Die gebürtige Amerikanerin ist beruflich viel unterwegs, reist kreuz und quer mit der Bahn durch Deutschland Hündin Oprah ist immer dabei. Frauchens Gedanke: "Wenn Hunde zahlen müssen wie Kinder, muss man ihnen auch die gleichen Privilegien gewähren. Sonst wäre das, als ob man sagen würde: Männer und Frauen zahlen gleich, aber nur Männer bekommen die Bahncard."
Die Mitarbeiter am Bahnhof Regensburg lachten sie aus. "Für Hunde gibts das nicht", hieß es. Schladerer, verwandt mit der berühmten Schnaps-Dynastie, gab nicht auf und wählte sich an Service-Telefonnummern wund. "Mit jedem Anruf wurde ich ein wenig entschlossener und aggressiver."
An der Spitze der Rechtsabteilung knickte der Reise-Riese schließlich ein. Man folgte Schladerers Logik. Oprah darf Frauchen jetzt begleiten, ohne dass Gebühren fällig werden genau wie es bei einer achtjährigen Tochter der Fall wäre.
Die Bahn-Sprecherin in Berlin reagiert auf Nachfrage immer noch ungläubig "Hund mit Bahncard? Nein, das gibt es nicht!" Gibt es doch, liebe Sprecherin der Bahn... Berliner Kurier
In Deutschland wird es auf absehbare Zeit keinen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geben. Am Freitag betonten die deutschen Versicherer, dass sie Landwirte nicht versicheren werden, die gentechnisch verändertes Saatgut verwenden. Das Risiko ist nicht versicherbar, sagte Edmund Schwake, Vorsitzender des Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Der Grund: Das vor zwei Wochen vom Bundestag verabschiedete Gentechnik-Gesetz sieht eine strenge, verschuldensunabhängige Haftung der Bauern vor, die gentechnisch verändertes Saatgut anbauen. Wird die Ernte eines ökologisch oder konventionell wirtschaftenden Landwirts verunreinigt und lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, wer dafür verantwortlich ist, müssen alle Gentechnik-Bauern in der näheren Umgebung für den Schaden haften. Das neue Gesetz soll im Herbst in Kraft treten. Zwar kann der Bundesrat noch Einspruch einlegen, diesen kann der Bundestag aber mehrheitlich zurückweisen. weiter...
Die Stadt Bremen, das Dresdener Elbtal und der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau wurden gestern in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Der UnescoWelterbe-Ausschuss, der in der chinesischen Stadt Suzhou tagte, stellt damit das Bremer Renaissance-Rathaus, die fünf Meter hohe Roland-Statue als Wahrzeichen einer der ältesten Stadtrepubliken und indirekt die gesamte Altstadt mit Marktplatz, St.-Petri-Dom und Kaufmannshäusern unter besonderen Schutz. weiter...
Wer unbedingt Eisbein und Currywurst will, ist hier falsch. In Berlins neuestem Biergarten werden Lammkotelett und Lammwürstchen serviert, dazu türkisches Efes-Bier, es gibt klebrig-süßen Kuchen, Kaffee und fünf verschiedene Sorten Tee. Am Sonnabend um 10 Uhr wird Berlins erster türkische Biergarten eröffnet. Er hat rund 300 Plätze und befindet sich am Ufer des Landwehrkanals an der Ratiborstraße. weiter...