Das hat er jetzt von seinem Ausflug durch den Zoologischen Garten: Der junge Gorilla-Mann Bokito bleibt vorerst unter Hausarrest. Der Affe darf nicht mehr auf die Außenanlage - so lange, bis alles wieder ausbruchssicher ist. Dass Bokito einmal stiften gehen würde, hätte im Zoo niemand geglaubt. "Der Kerl ist pfiffig", sagt der stellvertretende Zoo-Chef Heiner Klös.
Am Montag war es dem Gorilla gelungen, den gläsernen Zaun in der Außenanlage der Menschenaffen zu überwinden. Minutenlang lief er durch den Zoo, völlig benommen. "Er musste ja selbst erst einmal kapieren, was da passiert ist." Pfleger packten das zweieinhalb Zentner schwere Tier und brachten es ins Haus. Bokito leistete kaum Widerstand - weil er mit einem Schuss aus dem Betäubungsgewehr in Trance versetzt wurde.
Die Pfleger stehen vor einem Rätsel. Sie können sich nicht erklären, wie Bokito über den gut drei Meter hohen Zaun kommen konnte. "Fest steht, dass Bokito ein intelligentes Kerlchen ist", sagt Heiner Klös. Ein Kerlchen mit Drang zum Abenteuer. Der achtjährige Bokito ist in der Geschlechtsreife, verfügt über enorme Kräfte und hat jede Menge Flausen im Kopf. Menschen gegenüber ist er sehr zutraulich, weil er nach seiner Geburt von Menschenhand aufgezogen wurde. Wohl deshalb blieben die vielen Schaulustigen unbeschadet. weiter...
Trotz Temperaturen von 30 Grad Celsius hält der rattengroße Fettschwanzmaki (Cheirogaleus medius) in Madagaskar Winterschlaf. Das berichten deutsche Zoologen im Fachjournal Nature. Mit ihrer Studie ist der erste Nachweis von echtem Winterschlaf bei tropischen Säugetieren gelungen.
In der Trockenzeit zwischen März und September finden die zu den Primaten gehörenden Fettschwanzmakis nur wenig Futter. Um Energie zu sparen, halten sie in Baumhöhlen Winterschlaf. Dabei passen sie ihre Körpertemperatur an die Umgebung an. Wie Kathrin Daussmann von der Universität Marburg berichtet, schwankt die Körpertemperatur der Affen in schlecht isolierten Höhlen zwischen 9 und 35 Grad, in gut isolierten Höhlen liegt sie unter 30 Grad. Um zu überleben müssen Tiere in gut isolierten Höhlen ihre Körpertemperatur einmal wöchentlich für rund 6 Stunden auf 33 Grad Celsius erhöhen. "Der Maki-Winterschlaf in den Tropen zeigt, dass Winterschlaf nicht von der Temperatur, sondern vom Nahrungsangebot abhängt", sagt der Marburger Tierphysiologe Gerhard Heldmaier. Berliner Zeitung
Die Berliner Luft ist dick. Im Mittel enthält sie viermal so viele winzige Staubteilchen wie Landluft - in einem Kubikmeter Hauptstadtluft schweben Milliarden solcher Partikel. Sie wiegen fast nichts: Nur 47 Mikrogramm Staub der Klasse PM10 maß 2003 beispielsweise eine Kontrollstation des Senats durchschnittlich in einem Kubikmeter Luft längs der Stadtautobahn. Damit wurde der künftige Grenzwert von 50 Mikrogramm für PM10-Staub fast ständig angekratzt. weiter...
Einmal im Jahr hat die Europäische Union Gelegenheit, sich beliebt zu machen. Sie hilft den Leuten beim Baden oder doch beim Aussuchen der richtigen Stellen dafür. Denn jeden Frühsommer listet die EU-Kommission in ihrem Badewasser-Bericht die Meeresstrände und Binnenseen auf, an denen das Plantschen ohne Gesundheitsrisiko möglich ist. Millionen von Menschen vertrauen in dieser Frage auf das sonst viel geschmähte Brüssel und achten auf die blaue Fahne an unbedenklichen Badestellen.
Jetzt aber braut sich über der Sommer-Idylle Unheil zusammen. Die EU will den Schutz des Badewassers verwässern, befürchten Umweltpolitiker. Auch die deutsche Regierung zeigte sich nach Informationen der Berliner Zeitung bei internen Beratungen der Union höchst unzufrieden mit Plänen für eine Neufassung der einschlägigen Vorschriften. Der Streit dreht sich um die Grenzwerte für zulässige Verunreinigungen mit Fäkalien. weiter...
Die Spree soll auch in trockenen Zeiten in Berlin nicht mehr zum Stehen kommen oder gar wie im Vorjahr rückwärts fließen. An vier großen Abschnitten zwischen Cottbus, dem Spreewald und südlich von Erkner kehrt der Fluss deshalb in den nächsten zehn Jahren in sein ursprüngliches Bett zurück. Wir machen die Spree damit länger, flacher und enger", sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, gestern bei der Vorstellung eines mehrere Millionen Euro teuren Masterplanes im Spreewalddorf Leibsch. weiter...
Armut ist ein wichtiger Grund für die Zerstörung der Artenvielfalt in Entwicklungsländern. Ein UN-Projekt wagt den Spagat zwischen Umweltschutz und Handelsförderung.
Der Schmuggel mit vom Aussterben bedrohten Papageien, Papier aus illegal geschlagenem Tropenholz oder Korallen-Schmuck aus zerstörten Riffen - der Handel mit diesen und ähnlichen Produkten ist eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt. Wenn Naturprodukte aber nachhaltig angebaut werden, bietet der Handel auch Chancen, Ökosysteme wie den Amazonas-Regenwald zu schützen. Die UNCTAD, die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, hat so ein Projekt ins Leben gerufen: "Biotrade" soll den Handel mit Naturprodukten fördern und gleichzeitig die Artenvielfalt schützen. weiter...
Wildhüter haben einen wochenlang in einem Ausflugsgebiet zwischen Marseille und Cassis gesuchten Panter als harmlose "große Katze" entlarvt. Eine Treibjagd mit Soldaten und Polizisten auf den vermeintlichen gefährlichen Panter sagte die Polizeipräfektur im südfranzösischen Marseille daraufhin am Dienstag in letzter Minute ab. weiter...
Aachen. Ungewöhnlich war der Einsatz einer Streifenwagenbesatzung in der Innenstadt. Eine 40-jährige Frau hatte die Polizei alarmiert, weil sie vor ihrer Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus einen seltsamen Müllsack vorgefunden hatte.
Darin enthalten: der tiefgefrorene Kadaver ihres vor kurzem von einem Tierarzt eingeschläferten Hundes. Die Beamten überzeugten sich von dem Wahrheitsgehalt der Aussage, indem sie einen kurzen Blick auf den steif gefrorenen Tierkörper warfen.
Daraufhin telefonierten die Beamten mit dem betroffenen Tierarzt und mussten erfahren, dass die Hundebesitzerin die durch das Einschläfern entstandenen Kosten noch nicht beglichen hatte. Deshalb habe er das Tier zurückgebracht. Er wolle aber dennoch zum Einsatzort kommen und an einer einvernehmlichen Regelung mitarbeiten - bevor das Tier auftaue. weiter...
Es ist eine Situation, wie sie jeden Tag in New York vorkommt: Büroangestellte werden durch einen dumpfen Schlag aufgeschreckt und entdecken auf der anderen Seite der Fensterscheibe einen Vogel. "Jedes Jahr werden Tausende Vögel beim Aufprall gegen Fenster getötet oder verletzt", sagt E.J. McAdams von der New Yorker Organisation NYCAS.
Die Tierschützer initiierten das Projekt Safe Flight, mit dem der Vogelschutz verbessert werden soll. Besonders häufig sind die Zusammenstöße während des Vogelzuges, wenn die Tiere nachts in Höhen zwischen 150 und 600 Metern fliegen und sich mit Hilfe der Sterne und des Mondes orientieren. "Besonders bei wolkigem und unfreundlichem Wetter können sie durch Lichter verwirrt werden und erkennen Fenster nicht als Hindernisse", sagt McAdams. Tagsüber werden die Vögel durch Reflexionen des Himmels und von Bäumen getäuscht. Trügerisch sind auch Pflanzen in Empfangshallen. weiter...
Der Europäische Rat hat heute beschlossen, das überarbeitete Europäische Übereinkommen über den Schutz von Tieren beim inter-nationalen Transport von der Europäischen Union unterzeichnen zu lassen.
David Byrne, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, dazu: Das Wohlergehen von Tieren während des Transports liegt vielen Europäern sehr am Herzen, und ich freue mich über jede Verbesserung der Bedingungen. Ich war enttäuscht, dass die Mitgliedstaaten keine Einigung über den jüngsten Kommissionsvorschlag zur Verschärfung der EU-Transportbedingungen erzielen konnten, hoffe aber immer noch auf eine baldige Lösung.
In der überarbeiteten Fassung ist nicht nur die allgemeine Beförderung von Tieren geregelt, sondern sie enthält auch grundlegende Schutzbestimmungen für alle Tierarten sowie strengere Bestimmungen für lange Transporte. weiter...
Australische Forscher haben das Methan in den Rülpsern der Tiere um acht Prozent reduziert, wie das Magazin "Technology Review" in seiner Juli-Ausgabe berichtet.
André-Denis Wright, Molekularbiologe vom australischen CSIRO-Institut, hatte die Tiere gegen Methanbakterien geimpft, die im Magen die Nahrung teilweise zu Methangas umwandeln. Ihre Ergebnisse halten Forscher jedoch noch für verbesserungsfähig. Darüber hinaus sind weitere Experimente mit Rindern geplant.
Methan wird im Pansen der Schafe und Kühe gebildet, wenn Magenbakterien der Tiere Pflanzenfasern in ihre Bestandteile zerlegen. Schafe oder Kühe atmen daher Methan aus und tragen damit zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. In Australien machen die Methanausdünstungen der millionenköpfigen Schaf- und Rinderherden nach Angaben des Magazins 14 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen aus. weiter...
Die Umwelt-Organisation Greenpeace und ein bayrisches Forschungsinstitut streiten darüber, warum in Kuh-Milch Gentechnik-Rückstände gefunden wurden. Laut Greenpeace sind Ergebnisse einer drei Jahre alten Studie ein Indiz dafür, dass Rückstände aus genverändertem Futter über die Verdauung in die Milch der Tiere gelangen können. Die Wissenschaftler vom Weihenstephan-Institut bestätigten zwar den Fund von Gen-Mais-Rückständen in einer Kuhmilch-Probe. Eine Kontroll-Untersuchung habe jedoch gezeigt, dass die Rückstände nicht durch das Verdauungssystem der Tiere gelangten. Die Gen-Spuren seien vermutlich über mit Futtermitteln verunreinigte Tanks in die Milch gekommen, so die Erklärung der Forscher. NDR Info
Greenpeace veröffentlicht heute einen brisanten Untersuchungsbericht des Forschungszentrums für Milch und Lebensmittel in Weihenstephan/Bayern zum weltweit ersten Nachweis von gentechnischen Verunreinigungen in Milchproben. In der Milch eines Landwirtes, der Gen-Soja und Gen-Mais verfütterte, fanden Wissenschaftler Teile der Erbsubstanz dieser Pflanzen. Die Untersuchung wurde drei Jahre unter Verschluss gehalten. Greenpeace fordert weitere Studien und eine Kennzeichnung von tierischen Produkten, die mit Gen-Futter hergestellt wurden.
"Die Wissenschaftler haben anscheinend Angst vor den eigenen Ergebnissen. Was die Forschung bisher für unmöglich hielt, muss nun anders bewertet werden", sagt Henning Strodthoff, Gentechnikexperte von Greenpeace. Bisher wurde angenommen, dass Gen-Pflanzen bei der Verdauung abgebaut werden und nicht in Fleisch oder Milch gelangen. Nach der EU-Verordnung für gentechnisch veränderte Lebensmittel besteht keine Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte. "Die Lücke in der Kennzeichnungsverordnung muss auf jeden Fall geschlossen werden", fordert Strodthoff. weiter...
Die 15 Tierheime in Brandenburg haben unter akutem Geld- und Personalmangel zu leiden. "Sie kämpfen alle ums Überleben und schaffen es nur dank ehrenamtlicher Helfer", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Landestierschutzverbandes, Jutta Schütze. Da sich viele der Heime noch im Aufbau befänden, seien die Kosten enorm. Zudem könnten die meisten Heime nur auf zwei bis drei feste Mitarbeiter zurückgreifen - "aber Schließungen stehen nicht zur Debatte".
"Geld fehlt vorne und hinten", betonte der Leiter des Potsdamer Tierheimes, Detlev Wenzel. Dabei sei auch die ständig abnehmende Spendenbereitschaft ein großes Problem. "Unsere Futtermittelspendenaktion lief zwar gut, aber größere Geldspenden bekommen wir eigentlich gar nicht." Im Potsdamer Tierheim haben derzeit unter anderem rund 30 Hunde, 50 Katzen, 20 Kleinnager und 15 Vögel ein neues Zuhause. Probleme mit einer Zunahme von ausgesetzten Tieren zur Ferienzeit haben die Potsdamer kaum. "Dann bekommen wir immer nur unwesentlich mehr Tiere als sonst", sagte Wenzel.
Das ist auch die landesweite Beobachtung des Tierschutzverbandes. "Gerade im ländlichen Raum ist die Bereitschaft, sich gegenseitig in Ferienzeiten zu helfen, sehr groß", meinte Schütze. Tierheime in der Nähe von Autobahnen hätten am ehesten mit diesem Problem zu tun. "Aber eigentlich ist das Aussetzen von Haustieren zur Ferienzeit nur ein Problem der Großstädte." Das bestätigte auch das laut Schütze größte Tierheim des Landes in Ladeburg (Barnim). "Wir sind gut vorbereitet auf die Ferienzeit, aber es werden meist nur wenige Tiere mehr", sagte sein Leiter Frank Henning.
Das 1991 gegründete Tierheim, in dem derzeit etwa je 50 Hunde und Katzen sowie zahlreiche Groß- und Kleintiere leben, hat ebenfalls mit finanziellen Problemen zu kämpfen. "Zum Glück haben wir viele ehrenamtlich Engagierte, die beispielsweise die Hunde ausführen." Märkische Oderzeitung
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue alarmierende Nachrichten von bedrohten Arten in den Medien erscheinen. Die Weltmeere sind fast leer gefischt, Wildkräuter verschwinden zusehends aus den Kulturlandschaften Europas, Amerikas und Asiens. Darüber hinaus gleichen sich die Pflanzengesellschaften auf den großen Landmassen der Erde immer mehr an. In dieser Situation werden städtische Lebensräume in einem bisher nicht beobachteten Ausmaß attraktiv für bedrohte Lebensformen. weiter...
Geld regiert die Welt, und ohne Moos ist meist nix los. Doch mit dem Übernachtungsverzeichnis des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) öffnen sich viele Türen. Ob in Altbauwohnungen, Eigenheimen, Plattenbauten oder im Gärtchen, eins ist allen gemeinsam: Radler werden von Dachgebern freundlich aufgenommen, ohne einen Cent zu zahlen. weiter...
(...) Gemächlich schippern wir durch enge Kanäle, erkunden große Seen und ankern vor einsamen Inseln oder in geschützten Buchten. Das gemietete Boot, das wegen seines Komforts schon eher einer Yacht ähnelt, bringt uns Brandenburg von einer ganz anderen und vor allem reizvollen Seite näher.
Für das Vergnügen brauchen wir noch nicht einmal einen Bootsführerschein. In knapp drei Stunden sind Theorie und Praxis erledigt. Dann händigt der Bootsvermieter einen Charterschein aus, der für das ausgesuchte Schiff und die Zeit der Tour gilt. Der Entdeckungsfahrt auf Brandenburger und Mecklenburger Gewässern steht nichts mehr im Wege. weiter...
Manche Spinnen imitieren Blüten und locken damit Bienen an. Das haben Wissenschaftler der Tunghai-Universität in Taiwan gezeigt. Forscher dachten bisher, dass Spinnen am erfolgreichsten bei der Jagd sind, wenn sie besonders gut getarnt in dunklen Ecken lauern. Spinnen der Art Nephila pilipes sind jedoch sehr auffällig gemustert und sehen für Bienen einer Blüte zum Verwechseln ähnlich. So verfangen sich die Insekten in den Netzen der Räuber. Über ihre Entdeckung berichten I-Min Tso und ihre Kollegen im Fachmagazin «Journal of Experimental Biology» (Bd. 207, S. 2631, doi: 10.1242/jeb.01111).
Spinnen haben im Wesentlichen zwei Taktiken entwickelt, um an Futter zu gelangen: Sie begeben sich aktiv auf die Jagd und stellen flink ihrer Beute nach - oder sie weben ein klebriges Netz und lauern geduldig auf Opfer. Eine gute Tarnung kann dabei von Vorteil sein - nicht jedoch bei den Spinnen der Art Nephila pilipes, wie I-Min Tso und ihre Kollegen zeigten: Exemplare mit leuchtender Musterung fingen etwa doppelt so viele Bienen in ihrem Netz wie unscheinbar gefärbte Spinnen. weiter...
Die Bienenart Trigona spinipes spioniert die Nahrungsquellen der Konkurrenz aus. Die stachellose Bienen können nämlich die Duftspuren anderer Bienenarten aufspüren, wie amerikanische Wissenschaftler entdeckt haben.
Bisher war unklar, ob Bienen artfremden Geruch wahrnehmen können. Diese Form der Spionage könnte dazu beigetragen haben, dass sich Bienen häufig im Schutz des Nestes verständigen. Über ihre Forschung berichten James Nieh und seine Kollegen von der Universität in San Diego in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society" (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rspb.2004.2717) weiter...
Ein ungewöhnliches Museum gibt es im historischen Bergbaustädtchen Sankt Andreasberg im Harz. Lauter Gesang aus zahlreichen Vogelkehlen empfängt die Besucher in einem hölzernen Wohngebäude der früheren Silbergrube «Samson».
Jochen Klähn löst mit Stolz das Rätsel: «Diese Einrichtung ist dem Kanarienvogel und seiner Geschichte gewidmet.» Klähn ist Gründer und Direktor des Hauses, das nicht zufällig im norddeutschen Mittelgebirge zu finden ist. Der so genannte Harzer Roller, gefragt wegen seines besonders wohlklingenden Gesanges, wurde hier gezüchtet. weiter...
Die meisten höheren Lebewesen besitzen einen Hörsinn. Mit Lautäusserungen ist den Tieren ein wichtiges Mittel zur Reviermarkierung, zur Partner- oder Rudelsuche, zum Auffinden von Beute und zur Mitteilung von Stimmungen gegeben. Lärm dagegen schädigt Gesundheit und Wohlbefinden nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren. Manche von ihnen sind besonders lärmempfindlich. Das laute Getöse zum Beispiel, das die Lachsfarmer veranstalten, um die Robben von den Gehegen fernzuhalten, vertreibt auch die Schwertwale aus ihrem angestammten Lebensraum. Auch für das Pferd als Fluchttier ist das Gehör besonders wichtig. Ohrenbetäubender Maschinenlärm in Ställen führt bei ihm zu Irritationen und Stress.
Fragestellungen der Bio-Animal Acoustics, etwa Orientierungsverlust in der freien Wildbahn, Sterben der Wale, Veränderung des Flugverhaltens von Vögeln unter dem Einfluss von starken Schallbelastungen, sind von zentraler Bedeutung in der Lärmwirkungsforschung. Im Rahmen der Summer School wird der amerikanische Spezialist Robert Kull Projekte der Bio-Animal Acoustics in den USA vorstellen und Methoden und Verfahren diskutieren.
(21. Juni 2004, 14.30 bis 17.00 Uhr, TU Berlin, Einsteinufer 25, 10587 Berlin, Raum TA 112) Codex Flores
Sie hört auf den Namen Mickey, ist 30 Jahre alt und sieht, wenn sie sitzt, von weitem aus wie eine Katze. Sagt ihre Besitzerin Marianne Schütze. Seit Sonntag ist Mickey verschwunden, untergetaucht in den Spandauer Wäldern. Seitdem sucht Marianne Schütze mit ihrem Mann und Bekannten nach dem Tier, einem dunkelfarbigen Kapuzineraffen.
Eigentlich lebt Mickey auf einem Grundstück unweit der Spandauer Havel. Draußen gibt es ein Gehege, manchmal darf sie aber auch im Haus herumlaufen. Mickey hat einen Teddy zum Spielen und im Herr des Hauses einen dankbaren Partner beim Fußball. Sonnabends und sonntags wird Mickey ausgeführt in den Wäldern zwischen Seeburg und Ehrenfelde, zwei kleinen brandenburgischen Orten gleich hinter Spandau - bis zum vorigen Sonntag, als zwei Dobermänner auf das Ehepaar und den angeleinten Affen stürzten: Der Affe riss sich los und verschwand in den Wäldern rund um Spandau aus Angst vor den Hunden. weiter...
Ein Kampfhund hat in Tel Aviv ein vier Jahre altes Mädchen getötet. Das Tier habe das Kind in der Wohnung der Familie angegriffen und in Kopf und Nacken gebissen, berichteten israelische Medien.
Notärzte versuchten vergeblich, das Mädchen wiederzubeleben. Den Berichten zufolge gehörte der Hund Freunden der Familie. Sie hätten das Tier vor etwa zwei Wochen in die Obhut ihrer Bekannten gegeben.
Abgeordnete des israelischen Parlaments forderten ein Kampfhundeverbot. Es ist Zeitungsberichten zufolge das erste Mal, dass in Israel ein Kampfhund einen Mensch getötet hat. SF DRS
Brasilianische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben eine neue Fischart entdeckt, die als "lebendes Fossil" betrachtet werden könne.
Das zu den Seedrachen (Holocephali) zählende Tier habe sich in den vergangenen 150 Millionen Jahren praktisch überhaupt nicht verändert, berichtete die Zeitung "O Globo" unter Berufung auf die Fachzeitschrift "Zootaxa". Der in den Tiefen des Atlantiks lebende Fisch sei entlang der Küste des südostbrasilianischen Bundeslandes Rio de Janeiro entdeckt worden.
Am abgeflachten Kopf trägt der Seedrachen mit dem wissenschaftlichen Namen Hydrolagus matallanasi den Angaben zufolge einen Haken mit unzähligen Stacheln. Mit Hilfe von spezialisierten Sinnesorganen könne der Fisch andere Tiere über deren elektrische Felder orten. "Diese Seedrachen-Art ist mit 40 Zentimetern eine der kleinsten der Welt. Das ist etwa die Hälfte der bei dieser Fischgruppe herkömmlichen Länge", erklärte Jules Soto, Kurator des Ozeanographischen Museums der Universität Vale do Itajai. weiter...
Lange war über den Gesetzentwurf über Ordnungsämter in den Bezirken gestritten worden. Gestern abend beschloß das Parlament mit den Stimmen aus SPD und PDS, die Ämter einzurichten. Bereits am vergangenen Montag war der Gesetzentwurf im Innenausschuss gegen die Opposition beschlossen worden. Demnach könnten die Kiezpolizisten vom 1. September an unterwegs sein.
Strittig war vor allem die Ausrüstung der Streifen. Zunächst sollten sie mit Pfefferspray und Schlagstock für Ordnung sorgen. Die Bewaffnung wurde wieder aus dem Gesetzentwurf gestrichen. Nun soll die Ausrüstung durch Rechtsverordnung vom Innensenator geregelt werden. Die Kiezpolizisten sollten auch gegen illegale Griller und Hundehalter vorgehen, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht wegräumen. Auch das wurde wieder gestrichen. Die Verfolgung von Straftaten bleibe Sache der Polizei, heißt es in der Koalition. Für den Start sind für die zwölf Bezirke insgesamt 22 Mitarbeiter geplant. Sie sollen unter anderem aus dem Personalüberhang des Landes kommen. Grüne, CDU und FDP haben den Entwurf als nicht durchdacht abgelehnt. Berliner Zeitung
Die rot-grüne Koalition stimmte am Freitag im Plenum für die Novelle, die über Haftungsregeln, Standortregister und Anbaustandards das Nebeneinander von gentechnikfreiem und gentechnischem Anbau garantieren soll. "Konventionelle und ökologische Landwirte sollen nicht ins Abseits getrieben werden, dafür steht dieses Gesetz", sagte die Vorsitzende des Agrarausschusses, Herta Däubler-Gmelin (SPD), in der Debatte. Der Entwurf stelle strenge Regelungen für den Anbau von GVO auf und schaffe zugleich Klarheit und Transparenz. Die Opposition hielt dagegen, Rot-Grün verhindere mit strengen Haftungsregeln die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft. weiter...
NABU und BUND begrüßen Gentechnikgesetz. Gentechnikfreie Landwirtschaft besser geschützt weiter...
Naturschützer ohne Mitsprache bei Genpflanzen
Trittin unterliegt im Streit mit Künast weiter...
Ein Schwarzbär ist in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Virginia eingedrungen und hat Schrecken unter Patienten und Personal verbreitet. Wie die örtliche Polizei mitteilte, war es dem 150 Kilo schweren Tier gelungen, den Knopf zu drücken, mit dem die Tür des Hospitals geöffnet wird. Er gelangte daraufhin in die Notaufnahme. Später gelang es zwei Polizisten, das männliche Tier in einem anderen Raum einzuschließen. Der Bär wurde daraufhin von den Beamten erschossen. weiter...
Am 17.06.2004, um 08:00 Uhr, verständigte die DB AG den Bundesgrenzschutz am Düsseldorfer Hauptbahnhof davon, dass ein Hund am Haltepunkt Düsseldorf-Gerresheim in die S-Bahn nach Düsseldorf-Hauptbahnhof eingestiegen sei.
Das Tier konnte keinem Besitzer zugeordnet werden. Im Hauptbahnhof stieg der Hund aus und wurde von Beamten der Polizei des Bundes in Empfang genommen und artgerecht zur Dienststelle verbracht.
Der Schäferhund / Schnauzer Mix trägt kein Halsband, hat die Größe eines Schäferhundes, etwas Übergewicht, beige Farbe und ist auf dem Rücken braun gestromt.
Es ist davon auszugehen, dass der Hund dem Stadtteil Düsseldorf- Gerresheim zuzuordnen ist.
Das Tier wurde dem Tierheim in Düsseldorf-Rath zugeführt.
Obwohl der Hund bei Antreffen vor Ort keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen konnte wurde auf eine Anzeige wegen Beförderungserschleichen von Seiten des Bundesgrenzschutzes verzichtet. polizeipresse.de
Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart hat ein Verfahren zur Klärschlammvergärung entwickelt, bei dem durch eine integrierte Mikrofiltration der Klärschlammabbau gesteigert und Ammonium als Dünger gewonnen wird. Eine Pilotanlage geht in der Kläranlage Heidelberg, hier als Teil eines zweistufigen Vergärungsverfahrens, am 7. Juli 2004 offiziell in Betrieb. weiter...
Ein Team von britischen Wissenschaftlern hat die Kosten für die Gründung eines globalen Netzes von Meeresschutzgebieten errechnet. Die Parks sollen das durch Überfischung bedrohte Ökosystem der Meere schützen. Das Team der Forscher von den Universitäten Cambridge, Cranfield, Wales und York, erfasste auch die laufenden Kosten für 83 bereits geschütze Meeresgebiete weltweit.
Ein Netz von Schutzgebieten, das 30 Prozent der Meere abdeckt, würde zwischen 12 und 14 Milliarden US-Dollar kosten; eine 20-prozentige Abdeckung zwischen 9,5 und 10,4 Milliarden US-Dollar. Den Forschern zufolge würden neben den Kosten bei einem globalen Netz hochgerechnet auch eine Million Arbeitsplätze geschaffen. Details der Studie sind in "Proceedings of the National Academy of Siences" veröffentlicht. weiter...
Sie leben unter uns, und doch kennt kaum jemand unsere tierischen Nachbarn mit den geheimnisvollen Namen: Bärtierchen, Kratzer, Bauchharlinge und Kranzfühler. Zusammen mit Insekten, Spinnentieren, Faden- und Plattwürmer stellen sie dennoch den weitaus größten, gleichwohl wenig beachteten Teil unserer Tierwelt. Insgesamt gibt es im Jahr 2004 rund 48.000 Tierarten in Deutschland.
Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gestern in Bonn vorstellte. Die artenreichste Gruppe in Deutschlands Fauna mit über 33.300 Arten sind die Insekten, während nur knapp über 700 Wirbeltierarten bei uns leben. Igelwürmer oder Eichelwürmer sind sogar nur mit einer Art vertreten. Verglichen mit den "hot spots" der biologischen Vielfalt in den tropischen Regionen der Erde zählt Deutschland auf Grund seiner erdgeschichtlichen Entwicklung und der geographischen Lage aber eher zu den Gebieten mit einer geringeren Artenvielfalt. Beispielsweise leben nur 91 von weltweit 4.500 beschriebenen Säugetierarten in Deutschland, in Indonesien aber über 500. weiter...
Im Oberharzer Tourismusort Altenau entsteht nach Angaben von Kurdirektor Eberhard Mahlke der größte Kräuterpark Europas. Auf einer Fläche von rund 27 000 Quadratmetern sollen mehrere hundert im Harz heimische Pflanzen sowie Kräuter aus aller Welt wachsen. Gefördert wird die rund eine Million Euro teure Anlage aus EU-Mitteln. Der Kräuterpark, zu dem auch eine Gewürzgalerie gehört, soll am 20. Juli eingeweiht werden. weiter...
In Haßloch-Nord ist Amy bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Die freilaufende Mischlingshündin hält Tierfreunde, Hundehasser und stille Beobachter seit einem halben Jahr in Atem. Mitte Dezember hat sich die etwa kniehohe, hellbraune Hündin bei einem Spaziergang losgerissen und lebt seitdem im Freien. Rund 30 Versuche von bis zu zwölf Tierheim-Mitstreitern, den äußerst scheuen Vierbeiner einzufangen, sind selbst mittels Narkosepfeilen bislang fehlgeschlagen.
(...) Dass sich die Fangversuche bisher so schwierig darstellten, liege vor allem in der Biografie der etwa dreijährigen Hündin begründet. Sie war im November von Raunheimern mit ihren zwei Welpen von einem Türkei-Urlaub direkt ins Rüsselsheimer Tierheim gebracht worden. Offenbar hatte Amy in der Türkei wild am Strand gelebt. Wochenlang habe sich eine Tierheim-Mitarbeiterin mit dem sehr scheuen, jedoch laut Wagner ungefährlichen Tier beschäftigt, um sein Vertrauen zu gewinnen. Beim Gassigehen riss sich Amy samt Leine los und büxte aus.
Seitdem werde sie regelmäßig zwischen Ostpark und Horlache beobachtet. Im Auftrag des Tierheims wird Amy von einer Anwohnerin in der Hans-Thoma-Straße gefüttert, wo sie täglich zum Fressen auftaucht. Dort wurde der Hund zweimal von Förster Richard Gürtler mit einem Narkosepfeil aus dem Blasrohr getroffen. Da das Narkosemittel aber erst nach zehn Minuten wirke und der Hund, aufgescheucht durch den Treffer, panisch davonlaufe, seien beide Versuche fehlgeschlagen. Amy habe sich längst in einem Versteck verkrochen, bevor der Suchtrupp des Tierheims sie habe aufspüren können. Zwischen den Wohnblocks gebe es in dichten Hecken viele Unterschlupfmöglichkeiten. weiter...
Kraken haben einen Lieblingsarm: Sie bevorzugen einen ihrer acht Arme, wenn sie zum Beispiel einen neuen Schlupfwinkel oder ein unbekanntes Objekt erkunden. Das hat die Biologin Ruth Byrne von der Universität Wien bei den Tieren erstmals beobachtet. Über die Entdeckung berichtet der Online-Dienst des Fachmagazins "Nature". weiter...
Der Müggelsee und andere Gewässer der Region Berlin-Brandenburg haben zwar wieder klareres Wasser als vor wenigen Jahrzehnten. Doch noch immer gibt es nur relativ wenige höhere Wasserpflanzen in vielen der hiesigen Seen. Dr. Sabine Hilt vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin erforscht die Ursachen dafür.
Immer wieder begegnet sie bei ihrer Arbeit Menschen, die ihr von früher erzählen. Wie sie zum Baden in brandenburgischen Seen gingen und dabei erst einmal durch einen Gürtel aus braun-grünen Schlingpflanzen waten mussten. "Aus alten Aufzeichnungen wissen wir, dass um die Mitte des 20. Jahrhunderts Wasserpflanzen in den meisten Seen Brandenburgs dominierten", berichtet die Wissenschaftlerin vom IGB. weiter...
Nach einer mehrstündigen öffentlichen Verhandlung wies die Behörde eine Beschwerde gegen das Patent zurück, die Gentechnik-Experte Christoph Then von der Umweltorganisation Greenpeace eingereicht hatte.
Bei dem Patent des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer geht es um die Einschleusung eines Gens, mit dem Pflanzen gegen das Unkrautvernichtungsmittel "Basta" resistent gemacht werden. Das Gen kann mit dem patentierten Verfahren in eine Reihe von Nutzpflanzen wie Bohnen oder Tomaten eingebaut werden.
Das Kalkül des Chemie-Giganten Bayer sei, Gen-Pflanzen und Spritzmittel im Doppelpack zu verkaufen, erklärte Then - "nur die Gen-Pflanzen überleben die Attacke mit der Giftspritze". Dies führe zu einer weiteren Ausräumung der Natur, weil die biologische Vielfalt auf den Äckern damit weiter abnehme. weiter...
Wenn in den nächsten Tagen vor den Geschäften in der Weitlingstraße Sonnenblumen blühen, dann hat das einen guten Grund. Die Pflanzen in den Kübeln sind ein kleiner Vorgeschmack auf Berlins erstes Sonnenblumenlabyrinth, das am 13. August eröffnet wird.
Auf einer 6 500 Quadratmeter großen Brache an der Fischer-/Ecke Zobtener Straße wurden Ende April mit Hilfe von Landschaftsgärtnern die Samen für den Irrgarten in die Erde gebracht. "Jetzt wachsen dort 117 000 Pflanzen", sagt Carolin Behrens. Die Architektin von der Planungsgemeinschaft Dubach, Kohlbrenner organisiert gemeinsam mit einer Marzahner Beschäftigungsgesellschaft das Sonnenblumenlabyrinth im Sanierungsgebiet Weitlingkiez. Es ist eine von vielen Ideen für ein schöneres Stadtbild. Inspiriert sind die Macher von ähnlichen Gärten in Brandenburg - dort werden schon seit Jahren Irrwege in Mais- oder Sonnenblumfelder geschnitten.
Das Lichtenberger Sonnenblumenlabyrinth wird Wege mit einer Gesamtlänge von 650 Metern haben. Um Besucher den richtigen Weg zum Irrgarten zu weisen, sollen von den drei Bahnhöfen Betriebsbahnhof Rummelsburg, Lichtenberg und Nöldnerplatz Bürgersteige gelb markiert und Schaufenster leer stehender Geschäfte mit Sonnenblumen gestaltet werden. Im Irrgarten selbst ist jeder auf sich gestellt:"Wer sich verläuft und nicht mehr herausfindet muss auf die Mitarbeiter warten, die abends vor der Schließung noch einmal einen Rundgang machen", sagt Carolin Behrens. (gäd.)