Mit einem Schwarzfahrer der besonderen Art bekamen es gestern Abend Polizeibeamte in Bremen-Huchting zu tun.
Alarmiert von einem Busfahrer der Linie 58, trafen die Beamten auf einen großen schwarzen Hund, der vor der Rückbank des Busses saß und schon einige Male durch Huchting gefahren war. Das Tier ließ sich zwar streicheln, schnappte jedoch nach den Beamten, als diese seine abgebissene Leine anfassen wollten. Seine sich mühsam erkaute Freiheit wollte sich der Hund nicht so ohne weiteres nehmen lassen.
Erst als die Kollegen mit unfairen Mitteln arbeiteten und Hundekuchen anboten, war der Widerstand gebrochen. Inzwischen war bekannt geworden, dass der Hund Max heißt, und sich vor einem Geschäft in der Vahr aus Langeweile die Leine durchgebissen hatte. Anschließend nahm er den Bus. weiter...
Das Tropeninstitut Hamburg warnt dringend davor, flugunfähige Fledermäuse anzufassen. Sie könnten Tollwut-infiziert sein. Pfingstsonnabend hatte eine Fledermaus einer 72 Jahre alten Frau in die Hand gebissen, die das kranke Tier im Garten gefunden hatte. Die Frau wurde sofort im Tropeninstitut gegen Tollwut geimpft. Das Institut für Hygiene und Umwelt untersuchte die Fledermaus anschließend und stellte Tollwut fest.
Da die einheimischen Fledermäuse sehr scheu sind und überdies kein Blut lecken, geht von ihnen nur dann eine Infektionsgefahr aus, wenn sie flugunfähig oder verletzt aufgefunden werden. Fledermaus-Tollwut ist bisher in Europa nur selten nachgewiesen worden. Die letzte gemeldete Tollwuterkrankung in Deutschland bei einem Menschen wurde 1996 registriert. Hamburger Abendblatt
Wenn der Flugbetrieb auf dem Flughafen Tempelhof zum 30. Oktober eingestellt werden sollte, wie es der Senat gemeinsam mit dem Bund und dem Land Brandenburg plant, bleibt die Frage, wie das Gelände und das Flughafengebäude künftig genutzt werden sollen.
(...) Klar ist bislang nur, dass das innere Umfeld der Freiflächen als wie auch immer geartete Grünfläche und damit als wichtige Kaltluftschneise für die Stadt erhalten bleibt. Eine vollständige Bebauung hätte nach Angaben des Klimatologen am Institut für Meteorologie der FU, Professor Horst Malberg, stadtklimatische Auswirkungen. Denn das mehrere hundert Hektar große offene Flughafenfeld kühle sich im Gegensatz zu den umliegenden dicht bebauten Bezirken Tempelhof, Kreuzberg und Neukölln in der Nacht auf Temperaturen wie im Berliner Umland ab und habe damit eine Entlüftungs- und Abkühlungsfunktion. Bebauung mit kleinteiligen Eigenheimen und Gewerbe kann sich die Senatsverwaltung daher nur am Rand des Geländes vorstellen, so Rohland. weiter...
In Großstädten ist es fast immer wärmer als im Umland. Im Jahresmittel pendelt sich diese Differenz bei ein bis zwei Grad ein. An vielen Tagen kann sich die Temperatur aber auch um sechs Grad und mehr unterscheiden das ist deutlich spürbar und erschwert vielen Bewohnern im Sommer das Leben. Dieser Wärmeinsel-Effekt hat verschiedene Ursachen; sie sind alle auf die Besonderheit der Stadt zurückzuführen. In Städten leben Menschen, sie bewegen sich, sie arbeiten, sie produzieren und sie verbrauchen Energie. Hier hat sich der Mensch ein spezielles Umfeld geschaffen: Statt Wiesen und Wäldern dominieren Straßen und Häuser. Das beeinflusst das lokale Klima ganz wesentlich. weiter...
Die rot-rote Koalition hat das Gesetz über die bezirklichen Ordnungsämter am Montag gegen die Stimmen der Opposition beschlossen. "Durchgepeitscht", sagte der Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann anschließend, denn in der mehr als zweistündigen Anhörung war zuvor deutlich geworden, dass es erhebliche rechtliche Bedenken bei den Ordnungsämtern gibt. weiter...
Von den Hunden ihres Lebensgefährten, eines Polizisten in der Stadt Salzburg, wurde - bereits am Donnerstag - in Thalgau eine Frau angefallen und schwer verletzt. Die Gendarmerie informierte aber weder Sprengelarzt, Gemeinde noch Medien über den Vorfall.
Ein Landwirt hatte die Attacken der Hunde beobachtet und war dem Opfer zu Hilfe geeilt. Anton Pichler brachte die Frau anschließend auch zur Erstversorgung ins Spital. Nach Berichten von anderen Augenzeugen sollen die vier, laut Thalgauer Bürgermeister Martin Greisberger "nicht gemeldeten und offenbar nicht ordnungsgemäß abgerichteten Hunde unbekannter Rasse" die Frau fünf Minuten lang attackiert haben. Dabei wurde sie so schwer verletzt, dass im Salzburger Unfallkrankenhaus Haut und Gewebe transplantiert werden mussten. weiter...
Samstag in der Hasenheide: Lauf und hol Wasser für die Blumen
Wer sich einen Garten mit vielen Pflanzen hält oder seinen Balkon mit vielen Blumen dekoriert hat, hat damit nicht nur etwas fürs Auge getan. Die vielen Blumen halten den Gärtner nämlich auch fit. Glauben Sie nicht? Dann überlegen Sie doch mal, wieviel Kannen Wasser Sie so während des Sommers schleppen müssen.
Ein Veranda-Besitzer zum Beispiel schleppt pro Sommer bis zu 2250 Liter Wasser, um den Durst seiner Blumen zu löschen. Dies hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen errechnet. Allein ein Balkonkasten in der Sonne mit fünf Pflanzen schluckt den Angaben nach zwischen 150 und 450 Liter Wasser pro Sommersaison. Bei fünf Balkonkästen steht das Stemmen von 75 bis 225 Gießkannen à zehn Liter auf dem Fitnessprogramm. weiter...
Wildschweine können lästig sein, sehr lästig sogar. Auch Marder bereiten dem Städter Verdruss, sei es auf dem Dachboden oder im Motorraum des Wagens, wo der Marder gern mal zubeißt. Die Tiere fühlen sich wohl bei uns, keine Frage.
Wenn junge Steinmarder auf einem Dachboden spielen, kann sich das anhören, als ob ein ganzer Kinderladen hinter einem Ball her rennt. Alle immer auf Ballhöhe von einer Ecke zur anderen stolpernd und im nächsten Moment zurückhetzend. Das macht Krach und ist - zumindest wenn man unter den Geröllgeräuschen schlafen will - bisweilen nervend. weiter...
In den Weinbergen von Reiner Flick sieht es makaber aus: Tote Rabenkrähen hängen zwischen den Reben kopfüber an zwei Meter hohen Holzpfählen. Aus Lautsprechern ertönen in ohrenbetäubendem Lärm abwechselnd die Angstschreie von Vögeln, Hundegebell, Traktorgeräusche und eine Salve aus einer Schrotflinte. Mit diesem Abschreckungsmix hat der Winzer aus Flörsheim-Wicker den Rabenkrähen mit einer Vorliebe für die Rotweinreben den Kampf angesagt. "Ich sehŽ das ganz pragmatisch, schließlich haben die Vögel mir im vergangenen Jahr einen Verlust von 5000 bis 6000 Euro beschert", sagt Flick.
Damit steht der Winzer aus Wicker nicht alleine da. Einem von der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen in Auftrag gegebenen Gutachten zufolge verursachten die Vögel den Weinbauern rund um Flörsheim und Hochheim im vergangenen Jahr Schäden von 228000 Euro. Daher gehen die Winzer nun gemeinsam gegen die schwarzen Angreifer aus den Lüften vor. Im vergangenen Jahr hatten die Winzer erlegte Tiere tiefgekühlt. Zum Frühling tauten sie die Vögel auf und hängten sie in ihre Weinberge. weiter...
Fünfzig Berliner Unternehmen machen es vor. Und haben am innovativen, branchenübergreifenden Projekt ÖKOPROFIT® Berlin teilgenommen, das über drei Module Wirtschaftlichkeit durch Umweltschutz verbindet. Während Modul 1 die Analyse umweltrelevanter Einsparpotentiale und deren Umsetzung durch gezielte Maßnahmen beinhaltet und Modul 2 den Teilnehmern innerhalb des ÖKOPROFIT-Clubs ein Kommunikationsnetzwerk bietet, geht das dritte Modul den entscheidenden Schritt zum Aufbau eines anerkannten Umweltmanagementsystems nach EMAS oder DIN EN ISO 14001 ff. weiter...
Wieder wurde ein Hund einfach am Tierheim in Märkisch Buchholz ausgesetzt. Er war mit einer Leine an einer Kiefer am Wegesrand angebunden. Neben ihm stand ein Napf für Futter und Wasser. Auf einem Zettel stand: "Liebes Tierheim. Mein Herrchen bittet euch, mich aufzunehmen, da er aus finanziellen Gründen kein Futter kaufen kann. Er hat sehr geweint, als er mich herbrachte. Mein Name ist Trolli. Ich bin sehr wachsam und kinderlieb. Bin schon elf Jahre alt und immer noch kerngesund." Ein Impfausweis lag daneben.
Es kommt öfter mal vor, dass ein Hund einfach auf diese anonyme Weise entsorgt wird. Dass aber finanzielle Gründe angegeben werden, ist für Maria Schwarz vom Tierheim ungewöhnlich. "Das habe ich bisher noch nicht erlebt", meint sie. So richtig mag sie es auch nicht glauben, dass für Futter kein Geld mehr übrig ist. Es kann auch eine Ausrede sein. weiter...
Nach Abschluss der bislang umfassendsten und genauesten Zählung der letzten Großen Pandas in China wird ihr Bestand jetzt auf insgesamt 1.600 Tiere in freier Wildbahn geschätzt. Die Erhebung wurde in den vergangenen vier Jahren von der staatlichen Forstbehörde Chinas in enger Zusammenarbeit mit dem WWF durchgeführt. Der Große Panda steht seit vielen Jahren auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Nach der letzten Zählung in den 1980er Jahren ging man von nur etwas mehr als 1.000 Tieren aus. Auf den ersten Blick liefert die aktuelle Bestandserhebung ein erfreuliches Ergebnis. Doch die Freude ist beim WWF verhalten: Die Umweltschützer führen den augenscheinlichen Panda-Zuwachs auf verbesserte Methoden bei der Zählung zurück. Während bei früheren Zählungen nur Stichproben genommen worden waren, hat dieses Mal ein großes Forscherteam von 172 Personen auf rund 2,3 Millionen Hektar (das entspricht etwa der Fläche Mecklenburg-Vorpommerns) per GPS-Technologie Hinweise auf jedes einzelne Tier erfasst. Die Forscher wagten sich dabei auch in unwegsames Gelände vor und entdeckten Pandaspuren auch in Gebieten, in denen man die Tiere bislang überhaupt nicht vermutete. Der WWF stellte der chinesischen Forstbehörde finanzielle und technische Unterstützung zur Verfügung und half bei der Entwicklung der Zählmethoden. weiter...
Sieben Monate entging "Gucci" allen Einfangversuchen und hielt sogar Experten aus Australien und China zum Narren. Doch am Donnerstag wurde das ausgebüxte Krokodil in Hongkong schließlich gefasst.
Fischer fanden das eineinhalb Meter lange Reptil in einer von der Regierung aufgestellten Falle, wie das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz mitteilte. Dank "Geduld, Ausdauer und ein bisschen Glück" sei das Krokodil den Behörden doch noch ins Netz gegangen, sagte ein Behördensprecher.
"Gucci" leistete wenig Gegenwehr, als es von Fischern aus der Falle befreit und in Netze gewickelt wurde. Bei dem Tier handelt es sich offenbar um ein vier Jahre altes Weibchen, das stolze 14 Kilogramm auf die Waage bringt. "Es ist sehr lebhaft, glücklich und entspannt", versicherte der Tiermediziner Eric Tai. Im kommenden Jahr soll das Krokodil möglicherweise in ein Feuchtgebiet entlassen werden.
In den Fang und die Beobachtung des Tieres investierte die Regierung nach eigenen Angaben rund 300.000 Hongkong-Dollar (31.600 Euro). Ein australischer Krokodilfänger und ein chinesischer Experte, die vergeblich ihr Glück versucht hatten, wurden privat finanziert. weiter...
Hunde lernen die Bedeutung unbekannter Wörter auf dieselbe Weise wie Kleinkinder. Das ist das Ergebnis einer Studie mit Collie "Rico". Der Hund verfügt über ein beachtliches Vokabular von 250 Wörtern.
"Atomstrom" wie Loriots legendärer Trickfilmhund kann Border-Collie Rico zwar nicht sagen. Aber einen "Rotkohl" könnte er nach Aufforderung auf Anhieb unter seinem Spielzeug finden - obwohl er das Wort Rotkohl zum ersten Mal hört. Hundebesitzer, die kaum daran gezweifelt haben, dass ihr Hund sie aufs Wort versteht, sehen diese Ansicht nun auch wissenschaftlich belegt. Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie präsentierten am Donnerstag in Berlin erstaunliche Ergebnisse ihrer dreijährigen Arbeit mit Rico. Die Studie wird im renommierten Fachjournal «Science» (Bd. 304, S. 1682) veröffentlicht. weiter...
Kulturell ist viel geboten während der Regionale im Münsterland.
Doch der Blick in die Zukunft der Region links und rechts der Ems ist zu kurz gekommen. Der künftige Umgang mit der Kulturlandschaft blieb außen vor.
Schwere Zeiten stehen den eher als konservativ geltenden und traditionsbewusst lebenden Münsterländern dieses Jahr bevor. Sie sollen nämlich ihre Region, ihren Ort, ihre Landschaft, ihr kulturelles Erbe neu oder zumindest von einer anderen Seite erfahren. Das haben sich die Macher der „Regionale 2004 – links und rechts der Ems” um ihren Geschäftsführer Friedrich Wolters vorgenommen.
In „100 grünen Klassenzimmern” links und rechts des Flusses (Büro Imorde, Projekt & Kulturberatung aus Münster) verwirklicht sich ein zentraler Anspruch der Regionale 2004 – die Regiographie. Gemeint ist damit die interpretierende Beschreibung der Region mit ihrer Symbiose von Mensch und Natur „aus Sicht und mit den gestaltenden Mitteln der Kunst”.
Und gerade deshalb wird es in diesem Jahr an der Ems noch viel Kunst und Kultur zu sehen und erleben geben. weiter...
Nordhausen hat im Zuge der Landesgartenschau seine zentrale Achse zwischen Bahnhof und Altstadt städtebaulich erneuert. Das Ausstellungsgelände am Petersberg wurde so als grüne Mitte in das Freiflächensystem integriert.
Am besten lernt man Nordhausen vom Bahnhof aus kennen. Ein großzügiger steinerner Platz mit gläsernen Sitzquadern empfängt den Reisenden, ein Baumkarree aus geschnittenen Platanen schafft einen inneren Platz, überdachte Wartebereiche für Bus, Straßenbahn und Taxis ergänzen das städtische Ensemble. Fast südländisch wirkt das Entree in die 46 000-Einwohner-Stadt am Fuße des thüringischen Harzgebirges. Ein Auftakt für ein bemerkenswertes Stück Stadtentwicklung, fern der üblichen Verhübschung. weiter...
Die Wolfsburger Gartenschau ist ein neuer Baustein der Stadtentwicklung im Norden der Stadt. Sie bescherte der Bevölkerung einen Park in Form einer Landschaftsskulptur und drei zeitgenössische Gartenkunstwerke im historischen Schlosspark.
„I\\\'m a barbie girl, in a barbie world – Life in plastic, it\'s fantastic! … Imagination, life is your creation.” Dieser Ohrwurm von Aqua des Jahres 1997 kommt einem unvermittelt in den Sinn, steht man vor dem „Riesenland-Spielplatz” bei den Pferdewiesen auf dem Wolfsburger Gartenschaugelände. Riesige Luftmatratzen, aufblasbare Bälle, Ringe, Stäbe und Hamsterräder heben sich in zartem Barbie-Rosa vom umgebenden Grün ab. weiter...
Besitzer von Hunden, Katzen und Frettchen können in diesem Sommer weiter wie bisher mit ihren Haustieren verreisen. Bis zum 1. Oktober 2004 gelten für Sie die gewohnten nationalen Regelungen. Im November letzten Jahres hatte die EU-Kommission einen europaweiten "Haustierausweises" beschlossen, der das Reisen mit Tieren in Europa einfacher machen sollte.
Allerdings waren die meisten Mitgliedstaaten nicht in der Lage, die neue Regelung zum vereinbarten Starttermin am 3. Juli dieses Jahres umzusetzen. Vor allem die Verteilung der neuen Ausweise an die Tierärzte erwies sich als problematisch. Um Störungen des Reiseverkehrs in der Sommersaison zu vermeiden, hat die Europäische Kommission eine flexible Übergangslösung beschlossen. Bis 1. Oktober 2004 bleiben die bisher geltenden einzelstaatlichen Bestimmungen bestehen. weiter...
Naturschutzgebiet soll Straßenbau und industriellem Tourismus weichen
Das kaukasische Naturschutzgebiet, das Totalreservat Staatliches Kaukasisches Biosphärenzapovednik, hat in diesem Frühjahr gleich drei Gründe zum Feiern: Es wurde vor 80 Jahren gegründet, erhielt vor 25 Jahren das Prädikat eines UN-Biosphärenreservates und ist seit fünf Jahren Weltnaturerbe. Doch Feierstimmung will weder bei den Naturschützern der GRÜNEN LIGA und des Naturschutzbundes NABU noch seitens der russischen Umweltschützer aufkommen. Obwohl diese einzigartige Gebirgslandschaft Heimat für viele vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist, soll sie jetzt für den Straßenbau und für die industrielle touristische Nutzung geöffnet werden, erklärte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, sei dies ein Präzedenzfall, der Tür und Tor für die Erschließung der übrigen russischen Totalreservate öffnen würde. weiter...
Ein Firmenslogan mit doppelter Bedeutung: Solarenergie die Friedenstaube der Energiegewinnung. Ursprünglich war die Reklame der Wiesbadener City Solar AG globalpolitisch gemeint: Wer die Kraft der heimischen Sonne nutzt, verhindert Kriege ums Öl.
Mittlerweile ist ein zweiter Aspekt hinzugekommen: die lokalpolitische Verpflichtung. Auch vor Ort soll der Ausbau der Stromerzeugung friedlich vonstatten gehen. Das klingt zwar selbstverständlich, ist es aber nicht. Schließlich haben in den vergangenen Jahren Windkraftanlagen in manchen Gemeinden gehörigen Unfrieden gestiftet. Vergleichbare Konflikte drohen nun auch beim Bau von Solaranlagen aufzubrechen.
Jedenfalls dann, wenn sie groß genug werden. Wohlgemerkt: drohen. Bisher noch blieben Proteste selten und zum Glück für die Solarfreunde moderat. Die Branche aber ist alarmiert und gibt sich entsprechend hoch sensibel. Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, sagt City-Solar-Projektleiter Steffen Kammler. Nicht die Fehler jener Zeit, als Kraftwerke gegen den Willen der Menschen gebaut und Hochspannungstrassen quer durch die Republik geschlagen wurden. Nicht die Fehler mancher Windkraftplaner, möchte man hinzufügen. weiter...
Der Widerstand gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen geht weiter. Das Aktionsbündnis «Keine Gentechnik auf Sachsen-Anhalts Feldern» kündigte für das Wochenende Aktionen in Gatersleben an, wo das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) zum Tag der offenen Tür einlädt. Für Samstag sei dort eine Demonstration geplant, teilte das Bündnis am Mittwoch in Magdeburg mit. Ziel sei es, die anwesende Öffentlichkeit über die Gefahren von gentechnisch veränderten Pflanzen aufzuklären.
Am Sonntag wird das Aktionsbündnis den Angaben zufolge einen «Sonntagsspaziergang» zur Geschäftsstelle des Vereins Innoplanta veranstalten. weiter...
Obwohl die Milchkühe der Marke Weihenstephan, die zur Müller GmbH gehört, mit Gen-Soja gefüttert werden, werden diese Produkte bundesweit mit dem irreführenden Begriff "Alpenmilch" beworben. "Der Begriff Alpenmilch weckt bei den Verbrauchern Erwartungen von weidenden Kühen auf Almwiesen", erklärt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg. "Wenn die Milchkühe von Weihenstephan nicht in den Alpen gehalten und sogar noch mit Gen-Pflanzen gefüttert werden, ist das Verbrauchertäuschung und irreführende Werbung."
Gemeinsam mit Greenpeace hat die Verbraucherzentrale Hamburg die Molkerei Weihenstephan abgemahnt. Die Firma wird aufgefordert, die Verwendung des Begriffes "Alpenmilch" zu unterlassen. Verweigert die Molkerei die Abgabe einer Unterlassungserklärung, wird das Verfahren vor Gericht weitergeführt. weiter...
Gleich hier neben den leuchtend gelben Chrysanthemen und süß duftenden Lupinen müsste er jetzt eigentlich sitzen und seine große Liebe malen: seinen Garten. Fast könnte man meinen, Max Liebermann sei wieder lebendig geworden, denn das Anwesen des Malers am Großen Wannsee sieht bald wieder aus wie zu dessen Lebzeiten. Zwischen blühenden Beeten und Büschen empfängt heute Anke Stemmann die Besucher. "Liebermanns Garten war ein Kunstwerk für sich, deshalb legen wir ihn exakt wieder so an, wie er ihn geplant hatte", erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Berliner Liebermann-Gesellschaft. Auf über 200 Gemälden habe Liebermann den Garten und die Villa festgehalten - die könnten sie jetzt wunderbar als Vorbilder für den Wiederaufbau nutzen. weiter...
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Naturschutzverbänden mehr Rechte bei der Straßenplanung eingeräumt. Damit dürfen Naturschützer die Qualität der Ersatzflächen für gerodete Wälder und Wiesen überprüfen. Geklagt hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Zusammenhang mit einer Ortsumgehung im brandenburgischen Michendorf. Dort ist für die B 2 eine Ortsumgehung geplant. Nach Auffassung der Richter erreichen die Ersatzmaßnahmen nicht die Qualität der ursprünglichen Naturflächen. Die Behörde müsse darum die Planungen nochmals prüfen. Tagesspiegel
Die Stromindustrie will den Atomkonsens aus dem Jahr 2001 nicht aufkündigen. Der Energiekonsens gilt. Es gibt keine Schubladenpläne, sagte ein Sprecher des Versorgungskonzerns Vattenfall Europe dem Tagesspiegel. Der Neubau von Atomkraftwerken sei deshalb zur Zeit kein Thema. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hatte die Stromwirtschaft aufgefordert, ihre zögerliche Haltung gegenüber neuen Kernkraftwerken aufzugeben. weiter...
Für Klimaforscher ist sie eine Sensation: die 3 139 Meter lange Eisstange, die europäische Wissenschaftler bei minus 40 Grad Celsius aus dem Eisschild der Antarktis herausgebohrt haben. Ihr unteres Ende ist vor 740 000 Jahren entstanden, die oberste Schicht stammt aus unseren Tagen. Dazwischen liegt ein umfassendes Klimaarchiv der Erde. Aus der Zusammensetzung der Eisschichten, die bis vor kurzem weit im Inneren der Antarktis, rund tausend Kilometer vom Indischen Ozean entfernt, ruhten, haben Wissenschaftler nun ermittelt, wann in den vergangenen 740 000 Jahren welche Temperaturen auf der Erde herrschten - und wie die Zusammensetzung der Atmosphäre diese Temperaturen beeinflusst hat. Vergleichbare Daten konnte man bislang nur für die zurückliegenden 420 000 Jahre gewinnen. So alt ist der bisherige Methusalem aller Eisbohrkerne, der von der russischen Antarktisstation Wostok stammt. weiter...
(...) Den schönen Abend mit einem Spaziergang im Ennert genießen wollte eine vierköpfige Familie - drei Menschen plus Lucky - aus Tannenbusch. Während aber die achtjährige Tochter bei den Eltern blieb, machte sich der zwei Jahre alte und bereits ausgewachsene Dalmatiner schnell selbständig und stöberte im Dickicht herum - bis er auf einmal verschwunden war.
Des Rätsels Lösung. Lucky war am Ausichtsplateau oberhalb des Dornheckensees etwa zehn Meter in die Tiefe gestürzt oder gerutscht und auf einem Vorsprung gelandet. Dabei blieb er zwar unverletzt, konnte aber aus eigener Kraft weder rauf noch runter. Ein Passant alarmierte via Handy die Feuerwehr, die unter der Einsatzleitung von Brandinspektor Peter Wirtz mit ihrem Tierrettungswagen anrückte und schnell Rat wusste: Einer der Höhenretter der Bonner Berufsfeuerwehr ließ sich von seinen Kollegen zu Lucky abseilen. Mit ein paar Leckerlis gewann er das Vertrauen des Hundes, konnte ihn auf diese Weise in einen Tierkäfig locken und diesen dann wieder raufziehen lassen, bevor er selbst wieder hochkletterte. weiter...
Zum ersten Streitfall: Auch in Auslaufgebieten können bestimmte Hundehalter dazu verpflichtet werden, ihre Tiere an die Leine zu nehmen, besagt ein gestern veröffentlichtes Urteil des Verwaltungsgerichtes. Der Eilantrag einer Züchterin wurde damit abgeschmettert. Die Frau hatte Ende Januar mehrere Hunde in einem Auslaufgebiet frei laufen lassen. Der Revierförster und einige Waldarbeiter beobachteten, wie vier Irish Setter ein Wildschwein über eine Strecke von etwa drei Kilometern hetzten und mehrmals zubissen. Das Bezirksamt ordnete daraufhin einen Leinenzwang an, weil die Halterin ihre Hunde nicht "im Griff" habe. weiter...
Die Hunde in New York sollen künftig in den Nächten nur noch fünf Minuten lang bellen dürfen. Tagsüber wird ihnen ununterbrochenes Kläffen nur noch zehn Minuten lang erlaubt sein. Das sieht eine neue Verordnung von Bürgermeister Michael Bloomberg zur Reduzierung des Lärms in der lauten Millionenmetropole vor. Wie die "New York Times" am Dienstag berichtete, sollen auch die mobilen Eisverkäufer, die bislang lauthals ihre Ware anpreisen und zudem mit Glockengeläut auf sich aufmerksam machen, künftig weitgehend zum Schweigen verurteilt sein.
Falls der Stadtrat zustimmt, könnte die neue Lärmschutzverordnung 2006 in Kraft treten. Bis dahin hätten Hundehalter Zeit, mit ihren Bellos das Maulhalten zu üben. weiter...
So viel Appetit ist schon bemerkenswert. Die Ringelgans wird zwar nur wenig größer als eine Stockente, aber als Vegetarierin braucht sie enorme Mengen Nahrung, denn nur knapp ein Drittel davon kann sie verwerten. Daher lässt eine Ringelgans alle drei bis vier Minuten ein "Würstchen" fallen. Ihren Appetit stillt sie im Frühjahr auf den Salzwiesen der Wattenmeerküsten Schleswig-Holsteins. Dort feiern Naturschützer und Hallig-Gemeinden im Mai Ringelganstage, bevor die markant gefiederten Meeresgänse Anfang Juni zu ihren sibirischen Brutplätzen aufbrechen.
Die Tiere sind eine Touristenattraktion. Allerdings: In den vergangenen zwölf Jahren haben die Bestände wieder deutlich abgenommen, die Bruterfolge in der sibirischen Tundra haben sich halbiert, und es macht sich kein Geringerer als der Bürgermeister von Hallig Hooge Sorgen um die Gänse. Auch WWF-Wattenmeerexperte Dr. Hans-Ulrich Rösner stellt fest: "Die Ringelgans ist wieder bedroht. Wenn es sich nur um einen Zeitraum von fünf oder sechs Jahren handeln würde, könnte man den Schwund noch mit natürlichen Schwankungen erklären. Aber zwölf Jahre sind einfach zu lang, um eine solche Tendenz gelassen hinzunehmen." weiter...
Haie sind vom Aussterben bedroht. Deswegen riefen engagierte Tierschützer das Sharkproject ins Leben, um aufzuklären und zu informieren. So erfährt man in der informativen und übersichtlich gestalteten "Haiothek" alles Wissenswerte über diese Tiere. Unter den "Hailights" kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Wer selbst aktiv werden will, kann sich über ökologischen Hai-Tourismus, Tauchkurse oder Spenden informieren. www.telekom-presse.at
Das Erbgut von Ratten soll helfen, das bislang ungeklärte Rätsel um die Herkunft der heutigen Polynesier zu lösen. Beim Vergleich von DNA heute lebender pazifischer Ratten (Rattus exulans) mit der aus antiken Rattenknochen entdeckten neuseeländische Wissenschaftler, dass die Ratten mit den Vorfahren der Polynesier zu unterschiedlichen Zeiten auf die verschiedenen Inseln Ozeaniens gelangt sein müssen. Damit sei die These widerlegt, die Ahnen der Polynesier seien auf direktem Weg vom südöstlichen Asien nach Polynesien gewandert, schreibt das Team um Elizabeth Matisoo-Smith von der Universität von Auckland in der Fachzeitschrift PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0403120101). weiter...
Es war George W. Bushs Terrier Barney, der die beiden Regierungschefs zum Lachen brachte. Die bloße Anwesenheit des Hundes lockerte die Stimmung zwischen dem US-Präsidenten und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), die dann auch während des ganzen Treffens am Rande des G-8-Gipfels auf Sea Island vor der amerikanischen Ostküste anhielt - zumindest vor den Kameras. weiter...
Die großen Fischereiflotten auf den Weltmeeren verringern nicht nur die Zahl der Fische, die im Ozean schwimmen, sie beeinflussen auch deren genetische Evolution. Im Fachblatt Nature berichten internationale Forscher, dass Kabeljau-Weibchen heute im Durchschnitt bereits nach fünf Jahren geschlechtsreif werden - ein Jahr früher als noch 1980.
Als Ursache geben Esben Olsen vom Internationalen Institut für angewandte Systemforschung im österreichischen Laxenburg und seine Kollegen aus Norwegen und Kanada an, dass die Fischer vor allem größeren und älteren Kabeljau fangen und ihm damit die Chance zur Fortpflanzung nehmen. Somit können nur kleinere und jüngere Fische ihre Gene noch an die nächste Generation weitergeben. Die Anlagen für eine frühe Geschlechtsreife werden dabei mitvererbt. weiter...
Ein Pitbull hat am Montagabend in Berlin-Lichtenberg seinen Besitzer angegriffen und ihm drei Fingerkuppen abgebissen. Außerdem wurde der 54 Jahre alte Mann an Arm und Hüfte verletzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Warum er von dem Kampfhund attackiert wurde, ist noch unklar. Der Mann konnte sich mit seiner 49-jährigen Lebensgefährtin schwerverletzt aus der Wohnung retten und das Tier hinter sich einschließen. Der Besitzer wurde ins Krankenhaus gebracht, die Frau kam mit dem Schrecken davon. Der Pitbull war so aggressiv, dass der Tierfang es ablehnte, die Wohnung zu betreten und den Hund herauszuholen. Der Einsatzleiter forderte deshalb ein Spezialeinsatzkommando der Polizei an. Deren Beamte erschossen das Tier durch ein geöffnetes Fenster. Der Besitzer und seine Lebensgefährtin hatten vorher zugestimmt, dass auf den Hund geschossen wird. Märkische Oderzeitung
Am Baggersee im Stadtpark grassiert die Angst: "Ich lasse meine Hunde da nicht mehr hin. Man muss ja Angst haben, dass sie Gift fressen", sagt Ortrud Pätow (53), die seit 17 Jahren mit ihren Hunden im Harksheider Freizeitgelände spazieren geht und sichtlich erschüttert ist von einem Ereignis, das es so noch nicht in Norderstedt gab: Am Wochenende sind drei Hunde gestorben. Höchstwahrscheinlich haben sie Gift gefressen. weiter...
Bei heisser Witterung können im Auto eingesperrte Hunde innert kürzester Zeit verenden. Bei schönem Wetter sollen Hunde deshalb zu Hause gelassen oder aus dem Auto heraus- und mitgenommen werden. Notfalls ist die Polizei berechtigt, ein Auto mit darin eingeschlossenem Tier für den Halter kostenpflichtig zu öffnen.
Jahr für Jahr überleben einige Hunde das Warten im Auto nur knapp oder gar nicht. Sobald die Sonne aufs Auto scheint, steigen die Temperaturen im Handumdrehen auf über 60 Grad, was bei einem Hund bald mal zu einem Kollaps führen kann. Zum Verlust des Tieres kommt es dann noch zu einer Verzeigung wegen Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz und einer hohen Busse. Darum: Bei schönem Wetter den Hund lieber zu Hause lassen oder aus dem Auto heraus- und mitnehmen. Auch im Parkhaus sollen Hunde nicht unbeaufsichtigt im Auto zurückgelassen werden. Zusammen mit der Feuchtigkeit entwickelt sich bei schönem Wetter in den Parkhäusern oft ein fast tropisches Klima, das ebenfalls zu Hitzestau und Kollaps führen kann. weiter...
Australien startet derzeit eine seiner größten Tourist-Werbe-Kampagnen (360 Mill. $). Aber Känguruherden werden die Touristen derzeit kaum zu Gesicht bekommen. Die "Outback" Touristen beklagen derzeit ohnehin, dass sie kaum Kängurus sehen. In der Regel sind es tote Kängurus (Roadkills), die von den zahlreichen Fahrzeugen getötet worden sind, sagt Dr. David Croft von der Universität in New South Wales, Australien.
Aber die Ursache für den Rückgang der Kängurus liegt im Wesentlichen an der dortigen Fleischmafia, die derzeit über 4,4 Millionen Kängurus brutal abschlachtet. Einer der Hauptabnehmer für Känguruleder und somit auch Mitverantwortlich für das Massensterben der Kängurus, ist der Internationale Sportkonzern adidas in Herzogenaurach, Deutschland. weiter...
Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 hat mit einem Ringversuch nachgewiesen, dass die Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES) die neuen "niederländischen" Pestizide nicht nachweisen kann. Pestizidfreie Bio-Tomaten wurden von GLOBAL 2000 künstlich mit fünf ausgewählten "niederländischen" Pestiziden und fünf "österreichischen" Pestiziden versetzt. weiter...
Für Jäger, Förster und Naturschützer ist es eine kleine Sensation: Seit einigen Jahren streifen wieder Luchse durch hessische Wälder. Im 19. Jahrhundert war die Wildkatze mit den markanten Pinselohren und dem Stummelschwanz in Mitteleuropa ausgestorben. In Hessen soll das letzte Tier 1833 im Odenwald erlegt worden sein. Seit geraumer Zeit beobachten Jäger und Forstarbeiter wieder Luchse im Ringgau (Werra-Meißner-Kreis) an der Grenze zu Thüringen und im Spessart.
Doch die Rückkehr der Wildkatzen gibt den Experten Rätsel auf. Sie wissen nicht, woher sie stammen und wie viele in Hessen leben. Unklar ist auch, ob sie hier auf Dauer eine Heimat finden.
Vor fünf Jahren war erstmals wieder ein einsamer Luchs in den ausgedehnten Wäldern des Ringgaus aufgetaucht.
Die Experten wollten es zunächst gar nicht glauben. Doch mittlerweile wurden in Nordhessen und im Spessart so oft Luchse beobachtet, dass nach Ansicht der Fachleute ein Irrtum ausgeschlossen ist. weiter...
Wenn an Obstbäumen im Garten plötzlich gelbe oder bläulich-grün schimmernde Wülste wachsen, brauchen Hobbygärtner sich nicht um die Gesundheit ihrer Bäume zu sorgen. Vermutlich handelt es sich dabei um harmlose Flechten. Diese waren in Berlin in den vergangenen Jahrzehnten selten geworden, kehren aber dank der Verbesserung der Luft allmählich in die Stadt zurück. Das ergab eine Bestandsaufnahme im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz. weiter...
Auf den ersten Blick fällt dem Laien in dem Wald in der Schorfheide gar nicht allzu viel auf: Auf dem Waldboden liegen viele vertrocknete Eichenblätter, dazwischen sprießt Grün. Es ist sehr licht in dem Wald kurz vor Eichhorst. Doch genau das ist ungewöhnlich. Die Gräser wachsen so gut, weil der Eichenwald schwer geschädigt ist, schattige Wipfel fehlen und so sehr viel Sonnenlicht auf den Waldboden fällt. Annett Engelmann ist auf Kontrollfahrt durch den Norden Brandenburgs. Die Mitarbeiterin der Abteilung Waldschutz bei der Landesforstanstalt zieht einen Ast zu sich. "Hier sieht man viele Knospen, die im Frühjahr nicht ausgetrieben sind", sagt sie. Die Baumkronen tragen höchstens halb so viele Blätter wie sonst. Einige Bäume sind sogar völlig kahl.
"Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht einschätzbar", sagt sie. Im Auftrag der Forstanstalt werden die Förster Ende Juni eine Bestandsaufnahme vornehmen. Um den 24. Juni bringt der alljährliche Johannistrieb noch einmal einen Wachstumsschub bei den Pflanzen. Erst dann wird klar, wie es wirklich um die Eichen steht. weiter...
Die Erfolgsgeschichte der Windenergie geht weiter. In den letzten 12 Jahren wurde weltweit der Anteil des Windstroms verdreißigfacht. Und jetzt beginnt der Aufbau von Windparks in der Nordsee. Zuvor jedoch wurde am 5. Juni die weltgrößte Windmühle, eine 4,5 Megawattanlagen von Enercon, eingeweiht.
Das Windkraftwerk von neuer Dimension wird 4250 Haushalte mit Strom versorgen können - etwa 13.000 Menschen. Bauherr sind die Elektrizitätswerke EWE in Oldenburg. In Magdeburg bereitet Enercon die Serienproduktion für die neuen 4,5 Megawattanlagen vor. Sie sollen künftig hauptsächlich in der Nordsee aufgestellt werden. Enercon rechnet mit dem Bau des ersten Offshore-Windparks mit 40 dieser neuen Wind-Riesen ab 2007. Dieser Windpark kann dann Strom für über eine Million Menschen produzieren. weiter...
Als vor mehr als 100 Jahren ganze Zugladungen mit Steinen aus den deutschen Mittelgebirgen nach Dahlem rollten, spielte Geld keine Rolle. Die Pflanzen aus den verschiedenen Alpenregionen sollten in Berlin optimale Bedingungen vorfinden. Nur das zählte. Adolf Engler, Gründungsdirektor des Botanischen Gartens, hatte große Pläne. Er wollte auf dem 43 Hektar großen Areal eine grüne Reise um die Welt ermöglichen. Es ist ihm gelungen. 100 Jahre nach der Eröffnung im Jahr 1904 verfügt der Garten über das größte Tropenhaus und die größte Abteilung der Pflanzengeographie weltweit. Nur über eines verfügt er nicht mehr: über ausreichend Geld. weiter...