Vermieter können von ihren Mietern nicht verlangen, dass diese die Wohnung ständig in einem einwandfreien Zustand halten. Das Landgericht München I entschied, dass der Vermieter kein Recht habe laufende Renovierungen zu fordern, damit der Zustand der Wohnung so beschaffen ist, das praktisch von heute auf morgen ein neuer Mieter einziehen könnte. Vielmehr entschieden die Richter, dass es dem Mieter überlassen sei, in welcher Umgebung er sich wohl fühlt. Solange er die Wohnung nicht verwahrlosen lasse oder diese in ihrer Substanz gefährdet ist, brauche er nicht renovieren.
Häufigste Ursache für Konflikte ist Lärm / Viele suchen Lösung durch das direkte Gespräch
Streitigkeiten mit den Nachbarn sind in Deutschland keine Seltenheit. Fast jeder Zweite (44 Prozent) hierzulande ist schon einmal mit den Bewohnern von nebenan aneinander geraten, ist das Ergebnis Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift Lisa.
Doch entgegen manchem Vorurteil kommt die Mehrheit (52 Prozent) wunderbar mit den Nachbarn aus. Satte 88 Prozent fühlen sich sogar der Nachbarschaftshilfe verpflichtet. Dazu zählen kleine Gefälligkeiten, wie das Gießen der Blumen, wenn der Nachbar im Urlaub ist oder das Ausleihen von Kleinigkeiten. Manchmal geht es aber auch nur um das gemeinsame Erleben von Freizeit. Die Ursachen für die Auseinandersetzungen sind Vielfältig. Bei den Streithähnen sind lärmende Kinder oder Störung der Ruhezeiten (24 Prozent) der Hauptgrund für Zwist. Auch unordentliche Hausgenossen (16 Prozent) sorgen für Unmut, dicht gefolgt von Petzen, die sich bei Kleinigkeiten gleich an den Vermieter wenden (13 Prozent). weiter...
Gemeinsam mit dem bulgarischen Ministerium für Umwelt und Wasser eröffnet die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN am 5. und 6. Juni in Belitza/Bulgarien das größte Schutzzentrum für Tanzbären in Europa. Im 120.000 m großen Areal finden inzwischen 13 ehemalige Tanzbären eine artgerechte Heimat. "Bären entwickeln in Gefangenschaft meist erhebliche Verhaltensstörungen und können nicht mehr ausgewildert werden.
Unser Ziel ist es daher, alle offiziell registrierten Tanzbären Bulgariens aufzunehmen und ihnen in ihren verbleibenden Jahren ein bärengerechtes Dasein zu ermöglichen", erklärt Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN International. Die Tanzbärenhaltung hat in Bulgarien eine lange Tradition. Die Bären werden bereits mit wenigen Monaten zum Teil unter großen Schmerzen - darauf trainiert, Kunststücke und Tänze vorzuführen und gezwungen ein gänzlich artfremdes Leben zu führen. Meist werden die Tiere mit Ketten und Metallringe durch Nase und Lefzen gefügig gemacht. weiter...
Fast jeder Gartenbesitzer hat einen ganz persönlichen Trick, um den Nacktschnecken beizukommen. Die einen schwören auf Bierfallen, auf Mini-Barrieren oder funktionieren die Schleimer zu Flugschnecken Richtung Nachbargarten um. Andere Hobbygärtner sammeln die Schädlinge morgens und abends ein, um sie anschließend zu vernichten. Und einige Wenige versuchen, ihren Garten mit indischen Laufenten schneckenfrei zu halten. Denn die amüsanten Tierchen stöbern mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn die Weichtiere in ihren Tagesverstecken auf, um sie anschließend zu verspeisen allerdings mögen die watschelnden Hausgenossen auch Nutzpflanzen. weiter...
Bei der Wiederansiedlung von Bartgeiern werden nun - erstmals im Alpenraum - zwei Jungvögel mit kleinen Sendern an den Schwanzfedern ausgerüstet. Die Jungtiere können dadurch auf ihren Streifzügen über Satelliten geortet werden. Die Stiftung Pro Bartgeier erhofft sich dank der Sender bisher unbekannte Einblicke in die Lebensweise junger Bartgeier, wie es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Chur hieß.
Jungvögel, die im Rahmen des seit 1978 laufenden internationalen Wiederansiedlungsprojekts ausgewildert wurden, fliegen weite Strecken, bevor sie sich ein fixes Territorium aussuchen. Die großräumigen, bisher wenig bekannten Wanderungen sollen nun mit moderner Technologie verfolgt werden können. Die ersten Jungvögel, denen Sender an den Schwanzfedern angeklebt werden, heißen Culan und Ortler. Freigelassen werden sie am Samstag im Martelltal des Nationalparks Stilfserjoch. Nach etwa eineinhalb bis zwei Jahren werden die Vögel die Sender mit der Mauser, der Erneuerung der Federn, verlieren. weiter...
Was Nachbarn mächtig nerven kann, sind Hundegebell, Vogelgeschrei oder Haustiere im Garten. Wie viel Krächzen, Kläffen und Quaken muss man tolerieren, bevor man sich dagegen zur Wehr setzen kann? Grundsätzlich müssen Haustiere so gehalten werden, dass Nachbarn nicht unzumutbar durch Geräusche gestört werden, betont der Deutsche Mieterbund. Vor allem nachts, in der Mittagszeit sowie an Sonn- und Feiertage sollen die Halter für Ruhe sorgen. Wenn das nur so einfach wäre.
Nach Ansicht des Amtsgerichts Hamburg-Wandsbek ist folgende Belästigung hinzunehmen: kurzes Anschlagen eines Hundes bei Besuch, längeres Verbellen fremder Personen, heftiges Begrüßen von Frauchen, Herrchen oder Freunden sowie Reaktionen auf streunende Katzen oder Parkplatzgeräusche (Aktenzeichen: 71/6 C 114/90).
Bellt der Hund jedoch ohne Anlass ständig, beispielsweise mehr als 60 Mal am Tag, dann kann sich ein Nachbar zu Recht gestört fühlen - und gerichtlich dagegen vorgehen, betont die Rechtschutzversicherung Arag. Auch wenn das Hundegebell zehn Minuten lang ohne Unterbrechung dauert, und zwar mehr als drei Mal täglich, sei das Anlass zur Klage. weiter...
Sanssouci bedeutet sorgenfrei, doch wenn Reisegruppen durch das gleichnamige Schloss in Potsdam schlurfen, ertappt sich Stefan Klappenbach dabei, wie sein Blick sorgenvoll über das Parkett wandert. Es ist eine Art Berufskrankheit; der 49-Jährige schaut den Besuchern nicht ins Gesicht, sondern auf die Schuhe. Die stecken, Preußens Glanz und Gloria fordern Tribut, in geräumigen Filzpantoffeln. Doch genau das bereitet Stefan Klappenbach Sorge.
Der Mann ist Restaurator, Herr über 3500 Quadratmeter Fußboden in den Gemächern der preußischen Könige, und als solcher hat er eine, man könnte sagen, beinahe sensationelle Entdeckung gemacht. Die Filzpantoffeln, eigentlich zum Schutz der Böden gedacht, schleifen das königliche Parkett wie Schmirgelpapier. Auf leisen Sohlen schleicht der Verfall durch die Schlösser. Unglaublich, aber wahr: Das Weltkulturerbe der Unesco, es wird mit Füßen getreten.
Mit der Diagnose hat sich Klappenbach nicht nur Freunde gemacht. Der Mann, der die wahre Natur des Leisetreters entlarvte, erntete Hohn und Spott. Einen Pantoffelhelden nannte man ihn süffisant. Klappenbach trägt den Titel mit Humor. Dabei ist die Lage ernst, sehr ernst. "Stellen Sie sich vor, durch Ihr Wohnzimmer laufen täglich 1600 Menschen", sagt der Familienvater, der die Kultur des Schuhe-Ausziehens in der DDR von klein auf verinnerlicht hat. weiter...
(...) Dem Gesang des Kanarienvogels lauschen, der Katze beim Spielen zusehen oder mit dem Hund spazieren gehen, - all das hilft Menschen ihre Alltagsorgen zu vergessen und zu entspannen. Diese Stressminderung ist sogar messbar, zeigt eine Studie: Im Vergleich ist der Blutdruck von Heimtierhaltern niedriger als bei anderen Menschen. Tiere wirken wie ein Beruhigungsmittel. Deshalb werden sie auch als Co-Therapeuten eingesetzt, etwa um hyperaktive Kinder zu behandeln. Besonders rastlos herumlaufende Alzheimer-Patienten beispielsweise werden viel ruhiger, wenn sie regelmäßig auffällige Fische im einem Aquarium beobachten, zeigte ein Versuch.
Tierhalter fühlen sich gebraucht
Sogar das Versorgen von Tieren betrachten Halter meist als sinnvolle Beschäftigung, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI), das die Chancen und Risiken der Heimtierhaltung untersucht hat. Menschen erlebten dabei das Gefühl gebraucht zu werden. Im Umgang mit dem Tier würden pflegerische Fähigkeiten entwickelt und geübt, dies stärke Selbstvertrauen und Selbstachtung. Ein weiterer positiver Aspekt: Heimtierbesitzer achteten mehr auf ihre Bedürfnisse und sorgten auch für sich selbst besser als Menschen ohne Tiere. weiter...
Vom tieferen Sinn der Hausordnungen sind Tiere nicht leicht zu überzeugen. Eine Mieterin in Köln wäre deswegen fast aus ihrer Wohnung geflogen. Ihr Hund hatte das Gassigehen nicht abwarten können; mehrfach - im Abstand von Wochen - hinterließ er im Hausflur ein Pfützchen. Der Vermieter sprach dem Frauchen die fristlose Kündigung aus. Der Fall landete vor dem Kölner Amtsgericht (Az. 208 C 164/00). Wie die Landesbausparkassen mitteilen, kippte der Richter die fristlose Kündigung: Vereinzelte Verfehlungen reichten nicht aus, die Frau sofort aus der Wohnung zu verbannen. Die Mieterin müsse allerdings in Zukunft dafür sorgen, hieß es im Urteil, dass ihr Haustier nicht mehr unbeaufsichtigt ins Treppenhaus laufe. Bei weiteren Verstößen könne tatsächlich eine fristlose Kündigung erfolgen. Berliner Morgenpost
Der Feldhamster soll in Sachsen-Anhalt künftig besser geschützt werden. Während bis in die 60er Jahr das Tier als Schädling galt, gehöre es mittlerweile zu den vom Aussterben bedrohten Arten, sagte der Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Oliver Wendenkampf, am Mittwoch in Magdeburg. Unter anderem mit Hilfe von Lotterieeinnahmen wolle der BUND mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben. «Der Feldhamster soll gewissermaßen zum Wappentier des BUND in Sachsen-Anhalt werden.» weiter...
Anlässlich der internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien warnt der NABU vor den negativen Folgen des Klimawandels. Ungebremste klimatische Veränderungen haben nicht nur direkte Konsequenzen für das Leben der Menschen weltweit, sondern auch erhebliche Verschiebungen des ökologischen Gleichgewichts zur Folge. Der Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl, Mitglied des NABU-Kuratoriums, und NABU-Präsident Olaf Tschimpke fordern daher entschlossene Schritte zum weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ohne die Erneuerbaren Energien als dritte Säule neben Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz haben wir keine Chance, der Klimakatastrophe zu entkommen", sagte Tschimpke.
Schon heute sind die Folgen der Klimaveränderung in der Natur zu beobachten. So haben Zugvogelarten ihren Zeitraum für den Heimzug im Frühjahr in den letzten 40 Jahren um durchschnittlich bis zu 11 Tage vorverlegt und viele ziehen im Herbst auch später Richtung Süden, erklärt NABU-Vogelschutzexperte Dr. Markus Nipkow. weiter...
Gleichzeitig mit den ersten Charterflügen, welche ab Anfang Mai Touristen auf die griechische Insel Zakynthos bringen, erreicht auch die Unechte Karettschildkröte die Insel, um an den Stränden ihre Eier abzulegen. Diese gehören zu den letzten verbliebenen Eiablagemöglichkeiten der Art im Mittelmeerraum.
Nach Angaben der internationalen Umweltstiftung Euronatur haben aber gerade jetzt die Mitarbeiter des Meeresnationalparks Zakynthos ihre Arbeit niedergelegt, da sie bereits seit zehn Monaten keinen Lohn mehr von der griechischen Regierung erhalten haben. "In der touristischen Hochsaison eine Katastrophe, da die Strände jetzt nicht mehr kontrolliert werden können", kritisiert Claus-Peter Hutter, Präsident von Euronatur. Die Besucher zerstören die Gelege - meist unwissend - mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. weiter...
Die isländische Regierung will ihr so genanntes "wissenschaftliches" Walfangprogramm auf Eis legen. Die diesjährige Abschuss-rate werde von 250 auf 25 Minkewale verringert. "Das ist eine gute Entscheidung und fast schon ein Sieg über die Interessen der Walfänger", kommentierte Greenpeace-Walexperte Thilo Maack. "Die massiven Proteste haben gewirkt. Von dieser Entscheidung kann die isländische Bevölkerung nur profitieren."
Greenpeace hat weltweit mehr als 50.000 Unterschriften von Menschen gesammelt, die an einem Urlaub in Island interessiert sind, vorausgesetzt das Land stellt seinen Walfang ein. Der Tourismus ist in den letzten Jahren zu einer der Haupteinnahmequellen Islands geworden. Jährlich kommen 72.000 Urlauber zur Walbeobachtung. Der isländischen Wirtschaft bringt das rund zwölf Millionen Euro. Am kommerziellen Walfang verdient Island höchstens drei Millionen Euro. Der Markt für Walfleisch ist klein und sinkt weiter. Aus dem letzten Fang - 36 Minkewalen - ist immer noch ein reichlicher Vorrat übrig. weiter...
Die Auseinandersetzung zwischen Greenpeace und dem Milchkonzern Müllermilch erreicht einen vorläufigen Höhepunkt: Uns wurde am Mittwoch mitgeteilt, dass die Theo Müller GmbH & Co. KG unsere Kampagne gegen Gen-Milch gerichtlich stoppen will. "Müllermilch will Greenpeace den Mund verbieten und Verbraucheraufklärung zensieren", sagt Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin bei Greenpeace.
Die Müller GmbH, zu deren Marken auch Weihenstephan und Sachsenmilch gehören, bestreitet in ihrem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung nicht, dass die Milchkühe genmanipulierte Futtermittel bekommen. Müllermilch will jedoch gerichtlich alle bisherigen Verbraucherinformationen zum Thema durch Greenpeace verhindern.
So soll die Greenpeace Internet-Seite www.muell-milch.de verboten werden. Eine Mitmachaktion soll ebenfalls unterbunden werden, welche die Müller-Werbung mit Dieter Bohlen, den Becher-Girls und dem Kleinen Hunger persifliert. Auch das Kennzeichnen von Müller-Produkten in Supermärkten mit Warnhinweisen wie "Gen-Milch: Hände weg!" und "Gen-Milch: Igittigitt!" sowie andere Äußerungen zur Verfütterung von Gen-Pflanzen für Müller-Produkte soll vom Gericht untersagt werden. weiter...
Kühles, klares Wasser das ist der Traum eines jeden Strandurlaubers. Doch wie steht es um die Wasserqualität an den Badestränden der Nord- und Ostsee? Die EU-Kommission hat jetzt ihren Badegewässer-Bericht für das Jahr 2003 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die heimischen Gewässer noch sauberer geworden: An den meisten der 394 getesteten Nord- und Ostseestränden war ungetrübter Badespaß garantiert. Vor allem die Nordseeinseln Amrum, Föhr, Helgoland und Husum bieten hervorragende Wassserqualität. In der Ostsee badet es sich zum Beispiel in Ost-Vorpommern, auf Rügen oder Bornholm besonders gut. weiter...
Brandenburgs Badeseen liegen in ihrer Qualität über dem Durchschnitt aller EU-Mitgliedsländer. Nach einem Bericht der Europäischen Kommission erfüllten 93,2 Prozent aller Süßwassergebiete in der EU die festgelegten Qualitätsnormen. In Brandenburg mussten dagegen im Vorjahr nur drei von 225 Badestellen, die regelmäßig von den Gesundheitsämtern untersucht werden, gesperrt werden. Dort war der Grenzwert für coliforme Bakterien kurzzeitig mehr als einmal überschritten worden. Die Einleitung verunreinigter Abwässer und mangelnde Hygiene von Badegästen waren dafür die Ursache. weiter...
Als Badegewässer ist die Havel zwischen der Stadt Brandenburg und ihrer Mündung in die Elbe bei Gnevsdorf nicht ausgewiesen. Das liegt aber keineswegs an der Wasserqualität. Denn die unterscheidet sich kaum von der der Seen, die dieser Teil der Havel speist. Nach dem faktischen Ende der Güterschifffahrt auf diesem 84 Kilometer langen Havel-Abschnitt nach der Wende ist das auch kein Wunder. Auch von den Feldern werden nur noch geringe Mengen an Düngemitteln in den Fluss geschwemmt. Dennoch springen auch Einheimische selbst an heißen Sommertagen nicht in die Havel. Das mächtige Bollwerk an beiden Ufern eine dicke Barriere aus großen Steinen hindert sie daran. Doch das soll sich ändern, und auch Flora und Fauna profitieren: Die Havel soll renaturiert werden. weiter...
Eine Ausstellung über die Gartenkunst des 19. Jahrhunderts wird am Samstag in Schloss Branitz in Cottbus eröffnet. Die Schau Fürst Pücklers Landschaftspark Eine imaginäre Reise ins 19. Jahrhundert ist eine der zentralen Ausstellungen des Kulturland-Themenjahres Landschaft und Gärten. Gezeigt werden rund 200 historische Objekte zur Gartengeschichte, wie der Kulturland e.V. am Mittwoch in Potsdam mitteilte. weiter...
Vielleicht hat er an den Gefangenen von Alcatraz gedacht. An jenen Filmklassiker, in dem Burt Lancaster den Mörder Robert Stroud spielt. Stroud, der fast sein ganzes Leben hinter Gittern verbrachte, hat sich in der Zelle als Vogelkundler profiliert. Jedenfalls will Reinhold T., Häftling in der Justizvollzugsanstalt Tegel, auch einen Vogel. Am liebsten einen Wellensittich, grün oder blau. Einen Namen könnte man ihm geben. Und mit ihm reden, wenn einem danach ist. Vielleicht wird er ja zutraulich und redet eines Tages auch. Zeit genug wäre, sich mit ihm zu beschäftigen. Schließlich kommt T. so schnell nicht wieder raus, weil er eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen muss. Und hinterher noch Siche- rungsverwahrung dazu. So hat der 55-jährige Strafgefangene eines Tages ein Formular ausgefüllt - und um Genehmigung der Vogelhaltung in seinem Haftraum gebeten. weiter...
Nachwachsende Rohstoffe sind unter anderem schnell wachsende Baumarten und einjährige Pflanzen, die sich besonders zum Verbrennen eignen. Dazu zählt etwa Mais. Aus Ölfrüchten - allen voran Raps - werden Bio-Öl und Biodiesel als Schmier- oder Treibstoff gewonnen.
Organische Reststoffe sind Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und Haushalten. Dazu zählen unter anderem Abfall- und Restholz, Stroh, Gras, Laub, Dung und Klärschlamm.
Dem Bundesumweltministerium zufolge stammte Ende 2002 rund ein Prozent der Bruttostromerzeugung aus Biomasse. Langfristig soll dieser Anteil auf zehn Prozent steigen. Eine gemeinsame Studie der Bayerischen Landesanstalt für Landtechnik und der Technischen Universität München beziffert das Biogaspotenzial zur Stromerzeugung auf 34 bis 39 Milliarden Kilowattstunden jährlich. Weltweit ließe sich nach Angaben des Forschungsverbunds Sonnenenergie etwa 40 Prozent des Energiebedarfs mit Biomasse decken. Handelsblatt
Wissenschaftlern der Universität Urbino https://www.uniurb.it ist es gelungen, den Nachweis dafür zu erbringen, dass gentechnisch verändertes Soja die Leberstruktur von Mäusen verändert. Demnach konnten die Forscher signifikante Modifikationen in einigen den Zellkern betreffenden Merkmalen nachweisen, berichtet die Umweltorganisation GM-Watch https://www.gmwatch.org.
Einen direkten Nachweis für eine Gesundheitsgefährdung von genetisch veränderten Nahrungsmitteln gab es bisher noch nicht, da die wissenschaftliche Dokumentation in diesem Bereich unzureichend war. weiter...
(...) Es sind bei den meisten Mückenarten nur die Weibchen, die Blut saugen. Sie brauchen Nährstoffe für ihre Eier, sagt Klaus Hoffmann, Tierökologe an der Universität Bayreuth. Vor allem Eiweiß. weiter...
Auf den Philippinen ist ein orangefarbenes Säugetier entdeckt worden, das zu einer bislang unbekannten Art gehört. Wie die Regierung des südostasiatischen Staates mitteilt, spürten philippinische und US-amerikanische Biologen das Nagetier im Dschungel der Hauptinsel Luzon auf.
Das mausähnliche Tier wiegt 15 Gramm, ist acht Zentimeter groß und hat einen zehn Zentimeter langen Schwanz. Auffallend seien der große Kopf mit ungewöhnlich starken Kaumuskeln sowie seine kräftigen Nagezähne, heißt es in der Mitteilung. Mit ihnen knacke das noch namenlose Tier härtere Nüsse als alle anderen Nager, die auf den Philippinen leben.
Zu welcher Gattung oder Art die Entdeckung zählt, wissen die Forscher noch nicht. Allerdings sei das Tier nicht verwandt mit den bisher bekannten Nagetieren auf Luzon.
Die Philippinen gehören zu den artenreichsten Gebieten der Erde. Mehr als die Hälfte der dort heimischen Tiere und Pflanzen findet sich sonst nirgendwo. Berliner Zeitung
In Japan hat ein in Panik geratenes Zebra-Weibchen Zuflucht auf einer Damen-Toilette gesucht. Wie japanische Medien berichteten, war das Tier auf einer Autobahnraststätte von der Ladefläche eines Lastwagens gesprungen.
Fünf Stunden lang hielt das verstörte Tier die herbeigerufene Polizei in Atem, bevor die Ausreisserin schliesslich auf der Damen-Toilette mit Betäubungspfeilen eingefangen werden konnte.
"Es ist ein Glück, dass sie nicht auf die Autobahn gelaufen ist", sagte ein Zoo-Mitarbeiter. Der Lastwagen transportierte das Tier von Osaka in den Kumamoto-Zoo. tagesanzeiger.ch
In China ist er heimisch, doch nun bewohnt der Schlangenkopf-Fisch Gewässer der US-Hauptstadt und frisst sie einfach leer.
Das Grauen geht um in den Wiesen und Wäldern rings um die amerikanische Hauptstadt. Diesmal ist es kein schattenhafter Heckenschütze und kein stiller Anthrax-Killer, kein Terrorist und noch nicht einmal ein Zikadenschwarm.
Doch die Bedrohung scheint fast endzeitlichen Charakter zu haben: Es erschreckt mich zu Tode, sagt der Frührentner Herman Williams, ich will nicht, dass hier alles Leben ausgelöscht wird. Kämpferischer gibt sich der 70-jährige Roby Johnson: Ich schlage ihm den Schädel ein, ich bringe ihn um, dass er toter ist als die Hölle.
Das Grauen lauert wenige Zentimeter unter der anscheinend friedlich ruhigen Wasseroberfläche, und deshalb stehen die beiden Männer gewissermaßen an der vordersten Front im Kampf gegen die tödliche Gefahr. weiter...
Sie ist grün, schwarz oder weiß und liebt den süßen Saft junger Pflanzen. In diesem Jahr fällt sie besonders früh und heftig über die zarten Triebe her: die gemeine Blattlaus.
"Ich musste in meinem Garten auch schon die Rosen spritzen", teilt Armin Sturn das Leid vieler Hobbygärtner. Der Leiter des Umweltamtes im Landratsamt Enzkreis meint, der milde Winter und der sonnige Mai seien dafür verantwortlich, dass die Blattläuse in diesem Jahr viel früher als üblich auf die jungen Pflanzen losgehen. In Heerscharen zapfen sie die Triebe an und lassen sich deren Saft schmecken. Ein deutlicher Hinweis auf die Lausplage sind Ameisen. Auch sie mögen das süße Sekret und melken deshalb die Läuse. Ein gut funktionierendes Team, nur: Die Pflanze geht kaputt.
Brennnessel-Sud hilft
Bei Wilhelm Fix, Leiter des Obst- und Gartenbauvereins Arnbach sind neben den Rosen auch die Johannisbeeren befallen. "Die Blätter glänzen richtig." Da helfe es nichts, die befallenen Triebe einfach abzuschneiden. "Dann wird der Rückschnitt befallen", weiß der Experte. Am Spritzen führe kein Weg vorbei. Dabei gebe es neben den üblichen Mitteln auch ein paar biologische Möglichkeiten, die recht wirksam seien. Mit Brennnessel-Sud könne man den Läusen beispielsweise erfolgreich zu Leibe rücken. Sein Rezept: Einen Zehn-Liter-Eimer Wasser zu einem Viertel oder mehr mit Brennnesseln füllen und dann drei Tage stehen lassen. "Nicht länger, sonst stinkt es verheerend." Diese Mixtur überlebt keine Blattlaus. weiter...
Blattläuse saugen Berlins Pflanzen aus - Warmer Winter ist schuld weiter...
Die Retter und die Schlächter kommen in einer Person. Und zwar jedes Jahr zwischen Oktober und April, wenn in Japans Gewässern die "Drive Fisheries" stattfinden: Mehr als 20.000 Kleinwale, darunter Tausende Delfine, werden auf offener See eingekreist, in Lagunen getrieben und im flachen Wasser mit Messern zu Tode gehackt.
Dabei haben die Schlächter immer auch ein Auge auf besonders zähe Delfine: Denn die Tiere, die das Gemetzel überleben, werden gewinnträchtig an Marineparks verkauft. Die vermeintlichen Delfinliebhaber arbeiten mit den Treibjägern Hand in Hand. weiter...
Das Theaterstück zum Studentenstreik ist lustig und kreativ wie die Proteste
Macht doch mal was, es ist ein Protestabend! Die Kommilitonen zum Demonstrieren zu bewegen ist für Anna gar nicht einfach so wie im Winter, als der große Berliner Studentenstreik begann. Jetzt ist der Protest im Theater gelandet. Im Friedrichshainer RAW Tempel, wo die Studiobühne der Freien Universität ihr Stück Student.Break.Inc aufführt, geht es zu wie beim richtigen Streik. Die Studenten mischen sich unters Volk und fordern die Zuschauer zum Mitmachen auf. Eine Bühne gibt es daher nicht.
Den einen Streik-Helden suchte die Öffentlichkeit im Winter vergeblich: Also erzählt die Inszenierung viele Geschichten, die parallel ablaufen. Das Stück hat das Ensemble um die Regisseure und FU-Studenten Janine Eisenächer und Gerko Egert aus seinen Streik-Erfahrungen erarbeitet, und das merkt man. Die Darsteller haben kaum Theatererfahrung, spielen aber überzeugend sich selbst: Junge Studenten mit all ihren Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten. Selbst der koksenden Franziska nimmt man ab, dass sie das nur tut, weil die Uni sie so abgrundtief langweilt, dass es sie im Seminarraum vor Verzweiflung fast zerreißt. Lustig und kreativ wie die Proteste ist die Aufführung. Sie fühlen sich unentschlossen, deprimiert, nicht verstanden dann lieber Streik-in 2004, steht als Motto auf einem Plakat im Nebenraum. weiter...
Noch während der ersten Juni-Hälfte will die Luftfahrtbehörde bekannt geben, ob sie die Berliner Flughafengesellschaft wie beantragt zu Ende Oktober von der Betriebspflicht befreit. Das sagte Petra Rohland, die Sprecherin der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Hintergrund: Am 12. Juni werden während einer Flugplankonferenz Startrechte, die "Slots", neu vergeben. Bis dahin muss klar sein, was mit dem Flughafen geschieht. Das Airline Operators Committee bekräftigte, dass alle Tempelhofer Luftfahrtunternehmen gegen die Schließung klagen werden. Berliner Zeitung
Hundebesitzer Eric Way will Schadenersatz für die "Gräueltat" einfordern, die der auf Vierbeiner spezialisierte Londoner Coiffeur Dan Thomas seinem langmähnigen Model-Hund "Storm" angetan hat und dem Vierbeiner damit so manchen Modeljob vertan hat.
Kein Job mit "Beckhamfrisur"
Der weiße Bichon Frise, ist nach einem Bericht des "Daily Telegraph" nicht irgendein Hund, sondern verdient als Supermodel für Hunde-Kleidung und -Accessoires einiges an Geld. Seit dem Friseurbesuch sehe "Storm" allerdings aus wie David Beckham mit seiner neuen "Skinhead"-Frisur, klagt das geschockte Herrchen. Drei Wochen falle er nun für alle Termine aus. weiter...
Vögel halten sich Bakterien offensichtlich mit Hilfe frischer Kräuter vom Leib. US-Forscher untersuchten Pflanzenteile aus den Nestern verschiedener Vogelarten und fanden, dass diese antibakteriell wirken.
Jann Ichida und Kollegen von der Ohio Wesleyan Universität schließen daraus, dass Vogeleltern diese Pflanzen in ihr Nest stopfen, um sich und den Nachwuchs vor Mikroben zu schützen.
Zu den natürlichen "Pestiziden" der Vogelwelt gehören der Studie nach Schafgarbe und die Blätter von zwei Eichenarten. weiter...
Vier Braunbären und acht weiße Wölfe werden im Zoologischen Garten künftig auf einer gemeinsamen Anlage leben. Von Pfingstsonntag an sollen sich die Tiere, noch durch Gitter getrennt, auf dem sanierten Gelände erst einmal näher kommen und ihre neue Umgebung erschnuppern.
Der Versuch mit weißen Wölfen sei einzigartig, sagte Heiner Klös vom Zoologischen Garten am Mittwoch. Die Tiere müssten sich vorsichtig an das gemeinsame Revier gewöhnen, denn bei ähnlichen Versuchen in Thüringen und in Schwerin habe es zum Teil Probleme gegeben. weiter...
In die Kiezstreifen, die am 1. September in den Bezirken ihren Dienst antreten sollen, werden große Erwartungen gesetzt: Sie sollen Berlins Schmuddel-Image aufpolieren, Hundekot- und Müllbeseitigung ebenso durchsetzen wie das Grillverbot in Parks. Doch die Zeit, um mit dem Ordnungsamt eine komplett neue Behörde aus dem Boden zu stampfen, ist knapp. Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) hat bereits entschieden: "Wir werden später starten. Mit Sicherheit nicht vor dem 1. Januar 2005. Erst dann steht das angemietete Gebäude - ein altes Finanzamt an der Juliusstraße - zur Verfügung." Interne Personal-Umschichtungen im Tiefbau- und Grünflächenamt, Wirtschafts- und eventuell im Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt könnten nicht übers Knie gebrochen werden. "Die Ordnungsämter werden kommen. Wir bauen sie mit Sorgfalt auf. Aber die Termine machen Leute, die nicht wissen, was es heißt, eine Behörde aufzubauen."
Vor allem das Personalproblem sieht Buschkowsky kritisch: "Der Stellenpool der Hauptverwaltung erweist sich als völlig überfordert. Er hat doch gar keine Leute und ist dadurch nicht handlungsfähig." Von 500 eingeladenen Überhangkräften seien am Dienstag 41 erschienen. weiter...
Tiere werden künftig österreichweit gleich behandelt. Ermöglicht wird dies durch das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz, das die bisherigen Länderregelungen ablöst und heute vermutlich von allen vier Parteien im Plenum des Nationalrats beschlossen wird. Enthalten im Gesetz sind etwa ein schrittweiser Ausstieg aus der Käfighaltung bei Hühnern, schärfere Strafen für Tierquälerei, die Etablierung von Tierschutzombudsmännern sowie das Ende der Kettenhaltung und des Schwänze-Kupierens bei Hunden. weiter...
Nicht jeder, der mit roter Haut in der Sonne liegt, hat einen Sonnenbrand. Im Gegenteil. Wenn Nilpferde eine merkwürdig rot-orange Färbung bekommen, wollen sie sich vor zu viel Sonne schützen, schreibt ein japanisches Chemikerteam um Kimoko Hashimoto von der Keio University in Yokohama im Fachjournal Nature. Die Nilpferde geben einen besonderen Schweiß mit roten und orangen Farbpigmenten ab, der bei ihnen wie eine Sonnenmilch wirkt. weiter...
Zwei Zoos für eine Stadt geht das auf Dauer? Die Frage taucht in den Spardebatten Berlins zuverlässig immer mal wieder aus der Versenkung auf. Die Chefs von Zoo und Tierpark lassen sich davon nicht einschüchtern, sondern finden die gleiche Antwort: Ihre Gehege müssen noch schöner werden. Dabei wollen sie hoch hinaus, man kann das sogar in Metern ausdrücken: Man fühlt sich wie in den Alpen! Die höchste Stelle ist 67 m NN. so pries Bernhard Blaszkiewitz, Direktor des Tierparks in Friedrichsfelde, die gestern eröffneten Anlagen für europäische Gebirgstiere an. Teilweise waren diese eigens neu erworben worden. Der erste Abschnitt für asiatisches Getier war im November 2002 eröffnet worden. Dank einer Finanzspritze der Berliner Klassenlotterie über 2,3 Millionen Euro kamen nun Freianlagen für Steinböcke, Gemsen, Mufflons und Elche dran, ergänzt um Volieren für Kolkraben, Bartgeier, Schneeeulen, ein Gehege für Kraniche und zwei Landschaftskäfige für Wildkatzen und Vielfraße. Als Alpen dienen die Schutthügel der alten Kippe Friedrichfelde/Biesdorf, die aus den Trümmern kriegszerstörter Häuser entstanden waren. weiter...
Der Ehrgeiz, das eigene Terrain frei von Schädlingen zu halten, treibt Gartenbesitzer mitunter zu brachialen Methoden: Beim Kampf gegen Ameisen, Schnecken, Käfer, Mehltau, Blattläusen, so genanntes Ungeziefer, und wild wachsende Kräuter wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 470 Tonnen Pestizide in deutschen Gärten verspritzt, vergossen oder ausgelegt. Die Folge: Die Gifte gelangen ins Grundwasser oder in die Luft und setzen sich auf Kleider und Lebensmittel. Manche dieser Umweltgifte sind wahre Biowaffen: Beispiele aus dem Tierreich legen nahe, dass schon geringste Mengen Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit beeinflussen und zu Verhaltensstörungen führen können. Und sie vernichten nicht nur die unerwünschten Schädlinge, sondern haben auch zu oft negative Auswirkungen auf andere Lebewesen, wie zum Beispiel Vögel. weiter...
Zu trocken, zu warm, zu stürmisch Brandenburgs Wälder leiden unter dem Klimawandel und haben dennoch allein kaum Chancen. Der Mensch muss helfen, darin waren sich am gestrigen Mittwoch Förster, Waldbesitzer, Forstwissenschaftler, Klimaforscher und Politiker auf einer Tagung des Brandenburgischen Forstvereins in Eberswalde einig. Weg von der Kiefern-Monokultur, forderte Agrarminister Wolfgang Birthler (SPD). Ein Mischwald aus Laub- und Nadelbäumen kann sich am besten auf die neue Lage einstellen. Landesregierung und Landtag müssten für diese dringende Aufgabe mehr Geld bereitstellen.
Internationale Wetter-Experten sagen für die Jahre bis 2055 eine weltweite Erwärmung um rund 1,4 Grad Celsius voraus. Für Brandenburg müssen wir mindestens noch ein halbes Grad dazurechnen, sagte Manfred Stock, Vize-Chef des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Außerdem gehen die in Brandenburg ohnehin niedrigen Niederschlagsmengen von 600 Millimetern im Jahresdurchschnitt zwischen 25 und 150 Millimeter zurück. weiter...
Eine Million Unterschriften für die Rettung einer Million Robben
Die kanadische Regierung unterstützt und erlaubt, das jährliche Abschlachten der Sattelrobben. Es handelt sich dabei um die weltweit größte Jagd auf Meeressäugetiere. Durch die Massentötung wird die Population der Tiere somit absichtlich reduziert ohne jegliche wissenschaftliche Begründung und Berechtigung.
Wer dieser Tage in das Wasser des Müggelsees schaut, der wird sich vielleicht wundern. Wo der Einblick sonst im dunklem Nichts endet, ist nun der Kiesboden des Sees zu erkennen - zumindest bei Windstille. "Normalerweise trüben Algen das Wasser ein, aber zurzeit fehlen sie", sagt Thomas Hintze vom Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).
Der Ingenieur betreut eine wissenschaftlichen Messstation, die dreihundert Meter vom Nordufer des Sees entfernt auf einer Plattform im Wasser schwimmt. Mehrmals in der Woche fahren Hintze und seine Kollegen vom Institut, das direkt am Nordufer des Müggelsees neben dem Wasserwerk Friedrichshagen liegt, zur Station hinüber und versenken dort langsam eine weiße Scheibe mit zwanzig Zentimeter Durchmesser im Wasser - im Gegensatz zu vielen anderen Parametern wird die Sicht nicht automatisch gemessen, sondern mit Maßband und Auge. Am gestrigen Mittwoch war die Scheibe bei 3 Metern nicht mehr zu sehen. "Unseren Erfahrungen nach wird sich der See in den nächsten zwei Wochen wieder eintrüben", sagt der Ingenieur. weiter...