Erstmals seit Jahren dürfte sich wieder ein Braunbär im Salzkammergut herumtreiben. Im Rettenbachtal bei Bad Ischl machte sich das Raubtier an einem Bienenhaus zu schaffen.
Zu Gesicht hat den "Petz" offenbar bisher noch niemand bekommen, doch zahlreiche Spuren scheinen seine Anwesenheit zu belegen. So etwa die Zerstörungen, die er an einer Imkerhütte im Rettenbachtal vor knapp zwei Wochen angerichtet hat. weiter...
Schon wieder hat ein mysteriöser Hundehasser im östlichen Ringgebiet für Aufregung gesorgt: Eine Art Hundekeks, durchstochen mit einer etwa vier Zentimeter langen Nadel, fand, wie die Polizei erst gestern mitteilte, bereits am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr eine Frau an der Matthäuskirche auf dem Weg zur so genannten Hundewiese. Die 40-Jährige rief die Polizei.
Ein Polizeisprecher: "Vermutlich handelt es sich bei dem ausgelegten Köder einmal mehr um die Tat eines Tierquälers, der es auf Hunde abgesehen hat."
Die Frau, die selbst mit ihrem irischen Wolfshund auf dem Weg durch den Prinzenpark war, nahm den Köder an sich und übergab ihn den Beamten. Eine Absuche der Umgebung durch die Ermittler nach weiteren präparierten Stücken verlief jedoch ergebnislos.
Anwesende Hundehalter wurden an Ort und Stelle über den neuerlichen Fund informiert und gebeten, die Warnung an andere Hundebesitzer weiter zu geben. weiter...
Stabil und trotzdem durchlässig, ein solcher Kompromiss ist nicht leicht zu realisieren. Die Pflanzenwelt hat sich verschiedene Lösungen einfallen lassen, ihre Wasserleitung von der Wurzel in die Krone zu sichern - und dabei raffiniert an den jeweiligen Lebensraum angepasst.
Hundert Meter und mehr erreichen die Mammutbäume in den Küstenwäldern Kaliforniens. Allein die Schwerkraft verlangt von ihnen, dass sie das Wasser für ihre obersten Blätter entgegen eines Drucks von einem Megapascal nach oben pumpen müssen. Doch stimmt diese Rechnung noch nicht ganz, denn die Leitbahnen der Pflanzen sind keine reinen Rohre, sondern als Abfolge einzelner, wenn auch sehr lang gestreckter Zellen immer wieder durch gelöcherte Wände unterbrochen. Und die Reibung an diesen Hindernissen bringt an Widerstand zwei weitere Megapascal dazu. Harte Arbeit also, das Verdorren zu vermeiden. weiter...
OECD akzeptiert zum ersten Mal vier tierversuchsfreie toxikologische Prüfmethoden
Im Mai 2004 hat die Internationale Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die ersten vier tierversuchsfreien toxikologischen Prüfmethoden in das OECD-Prüfrichtlinienprogramm aufgenommen. An der Entwicklung und Validierung dieser Methoden war die Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) des BfR maßgeblich beteiligt. "Das BfR", so Professor Horst Spielmann, Leiter der ZEBET, "hat damit einen wichtigen Beitrag zur Ablösung behördlich vorgeschriebener Tierversuche durch tierversuchsfreie Methoden geleistet".
Mit zwei der neuen tierversuchsfreien Tests wird bestimmt, ob und wie stark ein Stoff an der Haut ätzend wirkt. Die beiden anderen Methoden ermitteln die Aufnahme von Fremdstoffen über die Haut und phototoxische Eigenschaften von Stoffen. Für die Prüfung auf ätzende Eigenschaften werden anstelle von Kaninchen biotechnologisch hergestellte menschliche Hautmodelle verwendet. Die Aufnahme von Stoffen durch die Haut wird an menschlichen Hautproben und Hautproben von Schlachttieren geprüft bzw. wiederum an biotechnologisch hergestellten menschlichen Hautmodellen. Im Phototoxizitätstest werden Zellkulturen anstelle von Versuchstieren eingesetzt. weiter...
Immer mehr Molkereien wollen ihre Milchkühe ohne genmanipulierte Pflanzen füttern. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Greenpeace, die heute gemeinsam mit Molkereien und Landwirten in München präsentiert wird. 31 von 67 befragten deutschen Molkereien erklären demnach, bereits jetzt oder zukünftig Futter ohne Gen-Pflanzen für ihre Milchkühe zu verwenden. Zu den Vorreitern in der Branche zählt die bayerische Regionalmarke "Unser Land", die neben der drittgrößten Molkerei Österreichs "Tirol Milch" heute in München vorstellt, wie sie die Fütterung umgestellt hat.
Die Umfrage unter Molkereien wurde für die vierte Auflage des Greenpeace-Ratgebers "Essen ohne Gentechnik" durchgeführt, die heute erscheint. Die aktuelle Haltung von 450 Lebensmittelherstellern zu Gentechnik im Essen und in Futtermitteln wird darin für Verbraucher aufgelistet. Von den ersten drei Auflagen wurden bereits über eine Million Exemplare verteilt. Die meisten Hersteller wollen keine Lebensmittel anbieten, die Gentechnik enthalten. Doch 80 Prozent aller Gen-Saaten gelangen über den Futtertrog in die Nahrungskette. weiter...
Kinder in der russischen Hauptstadt Moskau können sich jetzt ihr Wunschtier zum Geburtstag ausleihen. Der städtische Zoo schickt neben einer Polar-Eule auch Marder und Adler auf Hausbesuche, wie die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" meldete.
Für einen Preis von 1000 Rubeln (rund 44 Franken) pro Tier kommen auch Fuchs, Iltis oder Waschbär-Hund zu einem Kurzbesuch in fremde Wohnungen. Mit dem "mobilen Zoo" will die Tierpark-Verwaltung das Interesse an der fremden Tierwelt wecken. tagesanzeiger.ch
Ostern ist lange vorbei. Eigentlich wird der Hase, als angeblicher Eierlieferant, nur in dieser Zeit wahrgenommen. Doch dem Feldhasen (Lepus europaeus) geht es nicht gut - jedenfalls im Osten der Republik. Bundesweit vermehrt sich der Hase zwar wieder stärker. Es wurden im vergangenen Herbst pro Quadratmeter 13 Tiere gezählt, zwei mehr als im Jahr davor. Doch im Land Brandenburg steht es nicht gut: Hier leben durchschnittlich nur sechs Tiere pro Quadratkilometer. Dass mehr Hirsche, Rehe und Wildschweine durch die Wälder streifen, ist normal. "Es muss uns zu denken geben, dass es mehr Füchse gibt als Hasen", sagt der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude.
Feinde: Fuchs, Bauer und Auto
Hochrechnungen gehen von einer recht dünnen, aber noch stabilen Hasen-Population in Brandenburg aus, die etwa 90 000 Tiere umfasst. "Der Hase gehört inzwischen leider einer Minderheitengruppe an", sagt der Sprecher des Umweltministeriums, Jens-Uwe Schade.
Das sah einmal ganz anders aus: Als Indiz für die Anzahl der frei lebenden Tiere wird meist die Zahl der gejagten genommen. So wurden 1975 auf dem Gebiet Brandenburgs noch 12 094 Hasen erlegt. Dies gilt als absoluter Höchstwert. 2003 waren es gerade 610. Zwar wurden 3 426 tote Hasen gezählt, doch die meisten wurden überfahren. "Obwohl die Mümmelmänner noch nicht vom Aussterben bedroht sind, mussten sie als gefährdete Art in die rote Liste aufgenommen werden", sagt Schade. weiter...
Mit Beginn der warmen Jahreszeit wird auch das Thema Ozon wieder aktuell. Ozon beeinträchtigt in höheren Konzentrationen die Gesundheit. Deshalb weist das Umweltbundesamt (UBA) auch in diesem Jahr darauf hin, dass unter der Adresse www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/aod.htm stündlich aktualisierte Ozonwerte und bundesweite Ozonprognosen auch an den Wochenenden bereitgestellt werden.
Auch in diesem Jahr stellt das UBA seine aktualisierte Zusammenstellung "Hintergrundinformation: Sommersmog" zur Verfügung. Auf 25 Seiten werden Grundlagen rund um das Thema Ozon vermittelt und häufig gestellte Fragen beantwortet. Zudem stellt das UBA unter der Adresse www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2648.pdf einen Forschungsbericht zu Vorhersage-Verfahren der Ozonprognosen im Internet ein.
Die Ozon-Messwerte aller verfügbaren 321 Messstellen der Länder und des Bundes gibt es täglich ab 13.15 Uhr im Netz. Sie werden stündlich aktualisiert und auch in Kartenform dargestellt.
Wie im vergangenen Jahr können täglich ab 10 Uhr bundesweite Ozonprognosen für den laufenden und die beiden folgenden Tage abgerufen werden. Die Prognosen sind in einer Deutschlandkarte farbig dargestellt.
Neu auf den Webseiten sind regionale Ozon-Vorhersagen für zwölf Gebiete Deutschlands, die auch als E-Mails abonniert werden können. weiter...
Auch Pflanzen nutzen regelrechte Autobahnen, berichten spanische Forscher im Magazin "Science". Mit ihren Satellitendaten glauben sie erstmals nachweisen zu können, dass große Windsysteme für verblüffend ähnliche Floren auf der Südhalbkugel der Erde verantwortlich sind. weiter...
Der 22. Mai 2004 wurde zum "International Day for Biological Diversity" ausgerufen durch das Sekretariat des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD). Die Bundesrepublik Deutschland ist Signatarstaat des internationalen Abkommens und hat sich damit zum Schutz von Leben und zu einem nachhaltigen Management der Vielfalt des Lebens verpflichtet mit dem weltweiten Ziel, für ein verbessertes Angebot an Nahrung, Wasser und für die Verbesserung der Gesundheit zu sorgen. Im Nachgang gibt es zahlreiche Initiativen von Verbänden oder privater Seite, z. B. auch den vom Magazin GEO eingeführten Tag der Artenvielfalt Anfang Juni. weiter...
Archaeopteryx hatte Federn an den Hinterbeinen, sagen dänische Paläontologen
Die ersten Vögel waren Gleiter mit vier Flügeln und haben sich erst später zu Flugkünstlern mit leichtem Skelett und zwei Flügeln entwickelt. Diese Hypothese stellen dänische Paläontologen nach einer erneuten Untersuchung des Berliner Exemplars des Urvogels Archaeopteryx auf. Das berichtet das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 22. Mai, S. 8). weiter...
Dem Spreewald droht eine Katastrophe. Ein tödlicher Pilz könnte das wichtigste Brandenburger Tourismusgebiet im schlimmsten Fall zu einem baumlosen Sumpf machen. Der für das menschliche Auge nicht sichtbare Mikroorganismus Phytophthora setzt den Erlen zu und bringt sie zum Absterben. 70 bis 80 Prozent des rund 500 Quadratkilometer großen Gebietes zwischen Lübben und Burg bestehen aus Erlen. Nach Erkenntnissen des Tharandter Instituts für Forstbotanik und Forstzoologie der Technischen Universität (TU) Dresden ist bislang ein Fünftel der Bäume betroffen. Der Pilz breitet sich schnell aus. Vor zwei Jahren waren erst 15 Prozent der Erlen befallen. weiter...
Nach der Tötung eines Herdenmitgliedes durch Wilderer haben Elefanten in Bangladesch ein Dorf verwüstet und fast 1000 Bewohner in die Flucht geschlagen. Wilddiebe hätten zuvor das junge Tier getötet und seine Stoßzähne abgesägt. Daraufhin stürmten etwa 20 Elefanten das Dorf, rissen Bäume aus und zerstörten fast 50 Strohhütten. Mehrere Tiere bewachten den Kadaver des toten Elefanten und vertrieben Menschen, die sich nähern wollten. Die Welt
Forscher haben einen geklonten Bullen erneut geklont. Das Tier sei bereits vier Jahre alt und zeige keinerlei Zeichen einer Krankheit, berichten Wissenschaftler um Xiangzhong Yang von der Universität von Connecticut (USA) im Fachjournal "Nature Biotechnology". Die drei unterschiedlich großen und alten Tiere haben alle dasselbe Erbgut. Yang und seine Kollegen begannen ihre Arbeit vor Jahren mit einem 17 Jahre alten schwarzen japanischen Zuchtbullen. Nach dem Vorbild der beim Klonschaf Dolly verwandten Methode entnahmen sie dem Rind mehrere Körperzellen und setzten deren Kerne in die entkernten Eizellen von Kühen. Aus den so entstandenen Embryonen wuchsen vier Kälber heran, die so genannte G1-Generation. Daraus schuf das amerikanisch-japanische Team dann nach dem gleichen Verfahren zwei weitere Tiere, die G2-Generation. weiter...
In einem Bienenstand wurde Faulbrut festgestellt. Zum Schutz der umliegenden Bienenstände wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Er reicht vom Bauernhof Zerrath in Richtung Westen bis Landschaftsfriedhof Gatow, vom Osten bis zur Havel und im Süden bis zur Waldkante Gatower Heide. Berliner Zeitung
In Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt hat sich ein bizarrer Kleinkrieg zwischen Tier- und Umweltschützern an einer vom Aussterben bedrohten Ziegenart entzündet. Die ursprünglich aus dem Himalaya stammende indische Tahr-Bergziege bevölkert zur Freude in- und ausländischer Touristen seit 74 Jahren Kapstadts Wahrzeichen, den Tafelberg. Seit einigen von ihnen 1930 die Flucht aus dem Groote Schuur-Zoo gelungen war, haben sich die Zotteltiere in ihrer neuen Umgebung explosionsartig vermehrt.
Der auf mehrere hundert Tahrs geschätzte Bestand bedroht nun jedoch das ökologische Gleichgewicht auf der wegen ihrer pflanzlichen Artenvielfalt gerühmten Kap-Halbinsel. Vor allem die dort vorkommende Fynbos (Feinbusch) Pflanzenwelt haben sie zum Fressen gern. Die Umweltschützer plädieren daher für eine Radikallösung: den gezielten massenhaften Abschuss der Tiere, die Biologen zwischen Ziege und Schaf einordnen. weiter...
Zucht-Kanarienvögel singen mit einer tieferen und lauteren Stimme als ihre wilden Artgenossen. Grund dafür ist, dass die zahmen Vögel wegen einer Genmutation schwerhörig sind und hohe Töne nicht wahrnehmen können. Das haben Timoty Wright von der Universität von Maryland in Adelphi (USA) und seine Kollegen entdeckt. Die Forscher veröffentlichen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biology letters (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rsbl.2004.0204) weiter...
Die EU-Kommission hat die Einfuhr einer gentechnisch veränderten Maissorte zugelassen. Dabei handelt es sich um die Süßmaissorte Bt11 des Schweizer Agrochemie-konzerns Syngenta. Die Zulassung gilt zunächst für zehn Jahre. Die neue Genmaissorte darf in der EU nur verkauft, nicht aber angebaut werden. weiter...
Obwohl die chinesische Hunderasse Shar-Pei mit ihrem extrem faltenreichen Gesicht kaum noch Ähnlichkeit mit dem Wolf hat, steht sie ihm genetisch von allen Hunderassen am nächsten. Das haben US-Forscher um Elaine Ostrander von der University of Seattle herausgefunden, nachdem sie die heutigen Hunderassen in vier große Verwandtschaftsgruppen einteilten, die genetisch unterschiedlich weit vom Wolf entfernt liegen.
Bislang scheiterte eine Analyse der genetischen Beziehungen zwischen den heutigen Hunderassen, weil die meisten jünger als 200 Jahre sind. Diese Zeitspanne ist aber für viele molekulargenetische Verfahren zu kurz, um Unterschiede aufzudecken. Ostrander und ihr Team untersuchten darum Teile des Erbmoleküls DNA, in denen bestimmte Abschnitte mehrfach wiederholt werden. Die Zahl der Wiederholungen in diesen so genannten Mikrosatelliten ändert sich durch Mutationen sehr schnell und unterscheidet auch Individuen derselben Art. Mithilfe vieler Mikrosatelliten ließ sich die Verwandtschaft zwischen 85 Hunderassen ermitteln - darunter die 20 Rassen, die am häufigsten vorkommen. weiter...
Den Berliner Eichen geht es so schlecht wie nie zuvor. Viele Bäume treiben nicht richtig aus und wo sich frisches Grün zeigt, fressen sich Borkenkäfer, Eichenwickler und Frostspanner durchs Blatt. So große Austriebsprobleme hatten wir noch nie, sagt Peter Boas, Pressesprecher des Pflanzenschutzamtes. Experten fürchten um die Gesundheit der Eiche, die ohnehin zu den am stärksten geschwächten Baumarten gehört: Jede dritte Eiche ist bereits deutlich geschädigt. Auch die Miniermotten fliegen schon wieder auf Berlins Kastanien nach Pfingsten wird man erste Fraßgänge auf den Blättern sehen.
In Berlin wachsen über 37500 Eichen, damit ist sie nach Linde und Ahorn die dritthäufigste Baumart. Doch bloß zwei Prozent der Eichen so steht es im aktuellen Waldschadensbericht ist noch gänzlich gesund. Dagegen ist fast die Hälfte aller Bäume stark geschädigt, sie besitzen nur noch lichte Kronen. Grund dafür sind Luftschadstoffe wie Stickstoff und Ozon, steht im Waldschadensbericht. Doch jetzt macht dem Grün auch das Klima zu schaffen. weiter...
Ein von seinem Besitzer für tot gehaltener Hund hat fünf Wochen lang in einem zehn Meter tiefen Wüsten-Schacht am Rande des «Tal des Todes» im US-Staat Kalifornien überlebt. Wie die US-Zeitung «North County Times» berichtete, wurde der Mischling am Wochenende von zwei Wanderern aus seiner misslichen Lage befreit. Die beiden Männer hörten ein leises Bellen und benutzten einen alten Schlauch, um sich etwa zehn Meter tief auf den Grund des Schachts abzuseilen. Der Hund hatte dort dank einer Wasserpfütze überlebt. news.de
Forscher, die Daten über Pinguine mit Hilfe von an den Flossen angebrachten Metallbändern sammeln, können den Tieren mehr schaden als nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichte Studie. Jährlich werden tausende solcher Identifikationsbänder an den Füßen von Vögeln angebracht, um deren Migrations- und Brutverhalten zu untersuchen. An Pinguinfüßen können aufgrund der Form der Füße keine Bänder angebracht werden. Sie werden daher an den Schwimmflossen befestigt.
Hinderung beim Schwimmen
Michel Gauthier-Clerc von der Station Biologique de la Tour du Valat in Frankreich und sein Forschungsteam sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Metallbänder die Pinguine signifikant beim Schwimmen hindern. 50 Pinguine mit und 50 ohne das Band wurden über einen Zeitraum von vier Brutzyklen beobachtet. Allen Pinguinen wurden zu Beobachtungszwecken kleine elektronische Marken unter die Haut eingepflanzt. Nicht nur, dass die Pinguine, die mit dem Band versehen waren, langsamer am Brutort im indischen Ozean ankamen, auch der Nachwuchs unterscheidet sich grundlegend. Pinguine ohne das Band brachten 54 Junge zu Welt, Tiere mit dem Band nur 28. weiter...
Der Stinktierkohl, ein aus Amerika stammendes Gewächs, breitet sich auf Kosten einheimischer Pflanzen im Taunus aus. Zwei Frankfurter Botaniker haben bereits 78 Bestände entdeckt und helfen nun bei der Bekämpfung, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Mittwoch berichtete.
Der Amerikanische Stinktierkohl wächst am Ufer von Waldbächen. Die Blätter des Aronstabgewächses werden 70 Zentimeter breit und eineinhalb Meter lang.
Beate Alberternst und Stefan Nawrath vom Botanischen Institut der Universität Frankfurt gehen davon aus, dass der Stinktierkohl Ende der 70er Jahre gezielt angepflanzt wurde und sich seither rasant verbreitet hat. Dabei verdränge er seltene Moose und Blütenpflanzen wie das Sumpf-Veilchen und die Grüne Waldhyazinthe. weiter...
Computermodelle erleichtern Wissenschaftler die Familienplanung in den Herden der Großtiere
Der Wisent (Bison bonasus) soll in den Wäldern Russlands wieder heimisch werden. Russische Wissenschaftler haben mit Unterstützung des World Wide Fund for Nature (WWF) ein entsprechendes Ansiedlungsprojekt auf den Weg gebracht. Für den Erfolg ist eine genaue Planung und Überwachung der Fortpflanzung der Tiere notwendig. Das meldet der russische Wissenschafts-Nachrichtendienst Informnauka.
Wisente waren in Russland lange Zeit vom Aussterben bedroht. Die Bestände haben sich zwar in zoologischen Gärten erholt, doch ohne die Hilfe des Menschen könnten die wenigen frei lebenden Wisente nicht überleben. Nun sollen ganze Herden in einem Nationalpark in der Orel-Region südwestlich von Moskau ausgewildert werden. Die Mindestgröße für eine stabile Population, die ohne menschliche Eingriffe auskommt, beträgt mindestens 500 Tiere. weiter...
Die europäischen Küsten sind zunehmend von Erosion bedroht. Das bedeutet, dass mehr und mehr Land schrittweise von der See abgetragen wird. Ein Fünftel der EU-Küstenlinie ist bereits stark betroffen, vielerorts gehen jährlich Küstenstreifen von einem halben bis zu zwei Metern Breite verloren, in dramatischen Fällen sogar bis zu 15 Metern breite Abschnitte. weiter...
Pünktlich zum offiziellen Starttermin der Badesaison 2004 am 15. Mai liegt die neue Badegewässerkarte für Nordrhein-Westfalen vor. Diese bescheinigt 62 der 88 offiziell überwachten Badestellen eine gute Wasserqualität. Für 21 weitere Badestellen wurde eine "akzeptable Qualität" ermittelt, dies bedeutet, dass auch hier noch die strengen EG-Leitwerte eingehalten werden. weiter...
Verhaltensforscher finden in der Tierwelt immer mehr Parallelen zu menschlichen Handlungsmustern. Eine weitere Facette fügte jüngst die Zoologin Anja Wasilewski mit den Ergebnissen ihrer Doktorarbeit hinzu. Die Forscherin von der Universität Marburg konnte erstmals nachweisen, dass nicht nur hoch stehende Primaten wie Schimpansen zu Freundschaften fähig sind, sondern auch andere Tiere - und zwar jenseits aller Familienbande oder Paarungsinteressen. weiter...
Die Audiologie, die Wissenschaft vom Hören, ist auf den Hund gekommen. Seit einigen Jahren versuchen Akustiker und Tiermediziner dafür zu sorgen, dass Bello und Mietze wieder besser hören können - mit einem Hörgerät.
Aila, komm, kommst du jetzt, kannst du nicht hören ...
Aila hört nicht! Nicht nur, weil der Hund manchmal störrisch wie ein Esel ist, sondern auch, weil er schwerhörig ist. Ein Problem, von dem viele Hunde und Katzen betroffen sind - entweder altersbedingt, oft aber auch durch Infektionen oder plötzliche Lärmtraumata, berichtet der Tiermediziner Gregor Hauschild. Nicht die Dauerbelastung beispielsweise durch Verkehrslärm sei das Problem, sondern der so genannte Impulslärm wie Chinaböller oder platzende Autoreifen. weiter...
Welche Farbe Weintrauben haben, hängt von einem einzelnen Gen ab. Japanische Forscher haben herausgefunden, dass weiße Trauben durch eine Mutation des Gens entstanden sind, welches die Herstellung des roten Farbstoffs Anthocyan reguliert. Wie das Team um Shozo Kobayashi vom National Institute of Fruit Tree Science in Hiroshima im Fachmagazin Science berichtet, enthält das Farbstoffgen der weißen Trauben einen zusätzlichen, ursprünglich von Viren stammenden DNA-Abschnitt, Retrotransposon genannt. Er schaltet in den weißen Trauben das Farbstoffgen aus und verhindert die Anthocyan-Bildung. weiter...
Kontrolleure, die in fleckigen T-Shirts auftreten oder Fahrgäste beschimpfen, soll es bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) nicht mehr geben - zumindest nicht mehr so viele. Ab Juni soll die von der BVG beauftragte Firmengruppe Geld zahlen, wenn ihre Beschäftigten vereinbarte Standards nicht erfüllen oder die Zahl der Fahrgastbeschwerden ein bestimmtes Ausmaß überschreitet. Das sagte der BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker.
Er nannte ein Beispiel: "Alle Kontrolleure bei uns müssen eine lange Hose und feste Schuhe tragen. Bei den Beschwerden wird zunächst der bisherige Prozentsatz als Vorgabe fixiert. Vom kommenden Jahr an soll diese Obergrenze schrittweise gesenkt werden, sagte Necker. Werde sie überschritten, ist eine "Pönale", also Strafgeld zu zahlen. Mit den Festlegungen will die BVG Effekten gegensteuern, die sich aus der bisherigen Vertragsgestaltung ergeben. Die von ihr beauftragte Arbeitsgemeinschaft BVG wird dafür bezahlt, dass sie jährlich eine festgelegte Zahl von Schwarzfahrern dingfest macht. 2004 sind 750 000 solcher Feststellungen gefordert. weiter...
«Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar» - wer kennt dieses Kinderlied nicht? Aber die ganze Vogelschar? Da hört nicht nur bei Kindern das Wissen über die gefiederten Bewohner von Gärten und Parks auf. Diesem aus Sicht von Vogelkundlern unhaltbaren Zustand soll am Samstag Abhilfe geschaffen werden. Zur «Stunde des Gartenvogels» ruft der Naturschutzbund Berlin (Nabu) alle Hauptstädter auf, ihre zwitschernden Nachbarn zwischen 9.00 Uhr und 10.00 Uhr nach Art und Anzahl zu registrieren: Egal, ob sie in der städtischen Grünanlagen fliegen oder im eigenen Garten landen - genaues Observieren und Verzeichnen ist die Devise. Meldebögen gibt es im Internet auf den Seiten des Nabu Berlin.
Die große Vogelzählung, ursprünglich eine 25 Jahre alte Idee der britischen Vogelschutz-Organisation Royal Society for Protection of Birds (RSPB), bezweckt zweierlei: «Mit der Aktion möchten wir den Blick der Berliner für die Natur vor der eigenen Haustür schärfen», sagt Nabu-Geschäftsführer Matthias Baeseler. Hinzu kommt die Statistik: Sollte die Zählung in den nächsten Jahren wiederholt werden, könnten wichtige Informationen über das Vorkommen von Gartenvögeln in der Stadt - alles geschützte Arten - sowie deren Brutverhalten gewonnen werden. Aber: «Die Beobachtung am Samstag erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch», betont Claudia Hanisch, Koordinatorin der Berliner Vogelzählung. Das Risiko, dass die Vogelart falsch erkannt oder manch gefiederter Geselle doppelt gezählt würde, sei zu groß für verlässliche Daten. weiter...