Ölkatastrophen schädigen das Herz bei frisch geschlüpften Fischlarven, schreibt ein US-Forscherteam in der «PNAS». Es hatte die Auswirkungen der 2010 explodierten Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko auf die Entwicklung von Fischembryonen untersucht. Gefährlich seien vor allem die im Öl enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, Substanzen, wie sie etwa auch in Abgasen enthalten sind oder beim Rauchen entstehen. Die Forscher untersuchten die Entwicklung von Embryonen zweier Thunfischarten und einer Makrelenart. Alle Arten wiesen nahezu identische Defekte auf: Mängel bei der Herzentwicklung, verlangsamter Herzschlag und Herzrhythmusstörungen, Herzfehler und Ödeme.
Durch Luftverschmutzung sterben in Asien jährlich 5,1 Millionen Menschen.
Wegen verschmutzter Luft hat es im Jahr 2012 weltweit sieben Millionen Tote gegeben. Dies berichtete am Montag in Genf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dies sind doppelt so viele Todesopfer als in der vorangehendenWHO-Studie für das Jahr 2008.
«Diese Zahlen bestätigen, dass die Luftverschmutzung das hauptsächlichste Umweltrisiko für die Gesundheit in der Welt darstellt», sagte Maria Neira, Direktorin der WHO-Abteilung Öffentliche Gesundheit. «Millionen Leben könnten gerettet werden, wenn man die Luftverschmutzung bekämpft. Zur Studie
Der deutsche Zoll hat eine an den Vatikan adressierte Kokainlieferung beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in verflüssigter Form in 14 Kondome verpackt gewesen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte am Sonntag, wonach Beamte am 19. Januar am Leipziger Flughafen 340 Gramm der Droge mit einem Schwarzmarktwert von 40 000 Euro aus Südamerika sichergestellt haben.
Was sollte geschmuggelt werden, Kondome oder Koks ?
Klaus Nomi (Sperber)
* 24. Januar 1944 in Immenstadt, + 6. August 1983 in New York
Der Countertenor, Klaus Nomi, starb als eines der ersten prominenten Opfer an AIDS.
Einige Weibchen des Kleinen Mormons, nicht aber die Männchen und die anderen Weibchen dieses in Asien weitverbreiteten Schmetterlings, haben weiss gestreifte Flügel und orangefarbene Flecken auf den Hinterflügeln. Sie sehen damit einem anderen Schmetterling, der Gewöhnlichen Rose, zum Verwechseln ähnlich. Vögel meiden Letztere, weil sie schlecht schmecken. US-Forscher haben herausgefunden, warum sich nur ein Teil der Weibchen tarnt: Ein Gen, das im Schmetterlingsembryo die Geschlechtsbestimmung steuert, ist bei den Mimikry-Weibchen im Erbgut verkehrt herum platziert.
Bevor mit den Menschen neue Säugetiere nach Neuseeland kamen, mussten sich die einheimischen Vögel nicht vor Räubern mit gutem Geruchssinn verstecken. Deshalb verströmen viele einen strengen Duft. Weiter...
Der Betreiber der havarierten Atomanlage Fukushima hat ein System zur Reinigung von radioaktiv verseuchtem Wasser erneut heruntergefahren. Tepco teilte mit, an dem Filtersystem sei ein «Defekt» entdeckt worden, daher sei es zu Reparaturzwecken abgeschaltet worden.
Noch sei unklar, wann das System wieder in Betrieb gehen könne, weil die Ursache für den Defekt noch nicht gefunden sei, sagte eine Tepco-Sprecherin am Mittwoch. Mit dem System ALPS wird das radioaktiv verseuchte Wasser gereinigt, das zur Kühlung der zerstörten Reaktoren verwendet wurde.
Das System musste wegen Unregelmässigkeiten in der Vergangenheit schon einmal abgeschaltet werden. Im Lauf des Jahres soll ein wirksameres Filtersystem in Betrieb gehen.
Und es funktioniert doch: Die Düngung des Südozeans mit Eisen hat während der letzten Eiszeit dem pflanzlichen Plankton zu einer Blüte verholfen. Dadurch dürfte sich der damalige CO2-Gehalt der Atmosphäre verringert haben, was das Klima abkühlte, berichtet ein US-schweizerisches Forscherteam im «Science». Damit stützen die Geologen die sogenannte «Eisenhypothese», die vor 25 Jahren durch den USOzeanografen John Martin aufgestellt worden war. Eisen ist in einigen Ozeanen ein Mangelelement: Während genügend Stickstoff und Phosphor vorhanden sind, begrenzt ein Mangel an Eisen das Wachstum von Algen.
Von der Idee, mithilfe künstlicher Eisendüngung grosser Ozeangebiete den aktuellen Klimawandel zu bremsen, hält der ETH-Forscher Gerald Haug indes nichts. Denn der Effekt wäre aufgrund der heute völlig andersartigen Ozeanzirkulation viel geringer als früher.
Von wegen Schmarotzer: Mit einem abstossend stinkenden Sekret schützen Kuckucksküken die Nester ihrer Wirtsvögel vor Räubern. Eine Studie aus Spanien zeigt erstmals, dass der Nachwuchs von Rabenkrähen von den Brutparasiten profitieren kann. Das zahle sich vor allem dann aus, wenn viele Räuber wie Katzen oder Greifvögel die Umgebung unsicher machen, schreiben die Biologen im «Science».
Bislang rätselten Forscher, ob und, wenn ja, wie Wirtsvögel von Brutparasiten profitieren können. Denn wenn sie deren Nachwuchs durchfüttern, bekommen die eigenen Jungen weniger. Die Forscher um Daniela Canestrari von der Universität Oviedo untersuchten nun das Verhältnis zwischen Häherkuckuck und Rabenkrähe in Nordspanien über einen Zeitraum von 16 Jahren. Beide Arten werfen Angehörige der jeweils anderen nicht aus dem Nest.
Der grossflächig in den USA angebaute Gentechmais fördert Resistenzen von Schädlingen gegen Giftstoffe. Wie ein Team um Aaron Gassmann von der Iowa State University herausfand, breiten sich resistente Westliche Maiswurzelbohrer in Iowa rasch aus. Die Käfer entwickeln demnach Kreuzresistenzen gegen zwei der drei Giftstoffe, die die in den USA gängigen Gentechmais-Typen produzieren. Als Lösung raten die Forscher unter anderem, nicht resistenten Schädlingen verstärkt Gentechmais-freie Felder als Refugien anzubieten.
Die Intelligenz von Reptilien wurde bisher unterschätzt. Säugetiere galten als geistig talentierter. Doch auch Krokodile benutzen Werkzeuge, um an ihre Mahlzeit zu kommen. Weiter ...
Nach dem Erfolg mit dem Solarschiff PlanetSolar hat sich Raphaël Domjan hohe Ziele gesetzt. Er will 2017 mit einem Solarflugzeug in die Stratosphäre fliegen und damit einen neuen Höhenrekord realisieren.
Das neue Projekt von Domjan heisst SolarStratos: «Ziel der Mission SolarStratos ist es, ein kommerzielles Solarflugzeug zu entwickeln, das im Katalog von allen oder zumindest fast allen gekauft werden kann», sagte er bei der Vorstellung seines Vorhabens.
Das Flugzeug soll von der Firma PC-Aero in der Nähe von München gebaut werden. Geplant ist ein 7,7 Meter langes, zweisitziges Fluggerät mit einer Spannweite von 20 Metern, das lediglich 350 Kilogramm wiegen soll.
Unter grossen Sicherheitsvorkehrungen lassen Schweizer Forscher gentechnisch veränderten Weizen im Freiland wachsen. Äpfel und Kartoffeln könnten bald folgen.
Ein zwei Meter hoher Doppelzaun, Sicherheitsleute mit Kampfhunden, ein Mast, auf dem demnächst eine Überwachungskamera installiert werden soll – und ein Feld, auf dem es nichts zu sehen gibt. Gestern präsentierte die Forschungsanstalt Agroscope ihr neues Versuchsfeld für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) den Medien. Die Weizensamen mit eingefügten Resistenzgenen sind zurzeit noch nicht sichtbar. Die Forscher haben sie am 13. März, ausgesät. Die Pflanzen keimen unter einem gelben Netz auf der «Protected Site», wie Agroscope die Versuchsanlage nennt.
Schlüssel verlegt oder Name vergessen? Wer häufig unter solchen Schusseligkeiten leidet, kann sich nun mit einer genetischen Ursache herausreden. Psychologen der Universität Bonn haben einen Zusammenhang zwischen alltäglichen Aussetzern und dem Gen DRD2 nachgewiesen.
Dieses spielt eine wichtige Rolle bei der Signalweiterleitung in die Stirnlappen, wie die Universität am Dienstag mitteilte. Wer über eine bestimmte Variante dieses Gens verfügt, lässt sich leichter ablenken und erlebt deutlich häufiger Momente, die mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind.
Die Wissenschaftler haben im Labor schon vor längerem Hinweise gefunden, dass das Gen an der Vergesslichkeit beteiligt ist. Die Struktur sei "mit einem Dirigenten vergleichbar, der das Gehirn als Orchester koordiniert", erklärte Sebastian Markett, Erstautor der Studie. Macht der Dirigent mit seinem Taktstock - in diesem Fall das Gen DRD2 - Fehler, kommt das Orchester durcheinander. Pressemitteilung der Uni-Bonn
Amerikanische Forscher haben den Ressourcenverbrauch unserer Gesellschaft in ein mathematisches Modell gepackt und zeigen: Die Zivilisation rast auf den Kollaps zu. Weiter...
Eine schockierte Hundebesitzerin hat in Australien statt ihres Hündchens einen Python mit dickem Bauch an der Kette gefunden. Der Chihuahua-Mischling hatte gegen das Reptil keine Chance. Die Schlange wird rund einen Monat zu verdauen haben.
Die Frau habe den in ihrem Garten in Caniaba an seiner Hütte angebundenen Chihuahua-Mischling losmachen wollen, als sie die Schlange entdeckte, berichtete die Zeitung «Sydney Morning Herald» am Freitag. Wenn sie die Kette nicht ausspuckt, muss operiert werden.
Eine Neuseeländerin hat eine aggressive Wespenattacke mit mehr als 150 Stichen überlebt.
Die Schafbäuerin reparierte nach eigenen Angaben am Montag auf ihrer Farm bei Taumarunui auf der Nordinsel einen Zaun, als sie in das Wespennest stach. Die Insekten seien über sie hergefallen, allein 50 Mal wurde sie am Kopf gestochen.
"Es war wie tausend scharfe Messerstiche", berichtete sie der Agentur. Sie brauchte nach eigenen Angaben noch eine Stunde zu Fuss und mit ihrem Quad-Bike, ehe sie Alarm schlagen konnte. Sie erholte sich am Dienstag im Spital.