Schimpansen lassen sich nicht nur von ihren Gruppenmitgliedern zum Gähnen animieren. Auch menschliches Gähnen ist für sie ansteckend, egal, ob die Person ein vertrauter Pfleger oder ein völlig Unbekannter ist, schreiben Biologen in den «Proceedings of the Royal Society B». Das belegt, dass Schimpansen artenübergreifend empathisch reagieren, was auch von Hunden bekannt ist. Beim Anblick gähnender Paviane blieben die Schimpansen hingegen völlig ungerührt.
Die 1970 im amerikanischen Bundesstaat Maine geborene Joan Wasser hat sie sich verdient auf ihrem langen Weg von der Bandmusikerin zur Solokünstlerin. Die klassisch ausgebildete Violinistin fand in den späten neunziger Jahren ihre Bestimmung für den Independent Rock, debütierte aber erst 2006 mit dem Album „Real Life“. Mit dem selbstironischen Werk „The Classic“ unterstreicht sie nun ihre Neigung mit Retrosounds aus Detroit und Memphis.
Die Lage war aussichtslos: Der Vorrat an Kanonenkugeln auf der Santa Maria ging zur Neige. Damit schien die Seeschlacht Uruguay gegen Argentinien im August 1841 entschieden – bis der Blick des Kapitäns John Coe auf ein paar steinharte, runde Dinger fiel: Edamer-Käse. Coe befahl, die Kanonen damit zu laden.
Der Erfolg war durchschlagend. Ein Geschoss zersprang am gegnerischen Schiffsmast in gefährliche Splitter, andere durchtrennten Seile. Ein besonders gefährlicher Käse flog durch eine Schiffsluke und tötete zwei Männer. Die Schlacht war gewonnen.
Mit heutigem Edamer wäre ein solcher Sieg nicht mehr möglich. Er prallt ab, wie ein Versuch 2009 zeigte.
Michael H. Tunick, «The Science of Cheese», Oxford University Press.
Um nicht als Beute zu enden, setzt eine scheue Springspinne (Phintella piatensis) den Duftstoff von Ameisen als Waffe gegen räuberische Speispinnen ein. Wie Biologen in «Behavioral Ecology and Sociobiology» schreiben, hat das jedoch einen Haken: Springspinnen sind auch die Leibspeise der Ameisen. Doch auch hierfür hat die Springspinne einen Plan: Sie baut ameisensichere Nester.
Eine Menge Beine zappeln umeinander. Unmöglich zu erkennen, was die schwarz-weiß-gelb gestreifte Spinne derart in Aufregung versetzt hat. Ein Beutetier? Ein wütender Artgenosse? Plötzlich ist Ruhe, verdächtige Ruhe. Auch wer wenig über Spinnen weiß, ahnt: Wer immer an dem wilden Treiben beteiligt war - es ist nicht für alle gut ausgegangen. "Das Männchen ist nicht rechtzeitig davongekommen. Es wird gefressen", kommentiert Jutta Schneider, Verhaltensforscherin an der Uni Hamburg. Weiter ...
Ins Oberengadin ist ein Wolf eingewandert. Zuletzt wurde er im Val Fex beobachtet, einem Seitental oberhalb von Sils Maria. Beim Grossraubtier könnte es sich um ein Jungtier handeln aus dem im Calandamassiv bei Chur lebenden Rudel. Der Wolf wurde erstmals vor zwei Wochen gesichtet, im italienischen Teil des Bergells. Vor rund einer Woche überquerte das Tier die Landesgrenze, zog das Bergell hinauf, überquerte den Malojapass und wanderte schliesslich ins Hochtal Val Fex. Der Wolf wurde sogar einmal fotografiert.
Es wird heiss in der Schweiz: Mehr Tropennächte, weniger Schnee, 90 Prozent weniger Gletscher und eine längere Vegetationsphase sagt ein neuer Bericht zu den Folgen des Klimawandels voraus. Besonders stark wird gemäss den Forschern zufolge die Südschweiz betroffen sein.
Neben den Touristikern freut die Wärme die Borkenkäfer und Apfelwickler: Sie könnten gemäss der Hochrechnungen eine zusätzliche Generation von Nachkommen pro Jahr produzieren. Am Bericht «CH2014-Impacts», der am Freitag vorgestellt wurde, haben unter Leitung des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern 20 Forschungsgruppen zusammengearbeitet.
Eine besorgniserregend starke Luftverschmutzung veranlasst die Stadt Paris zu ungewöhnlichen Massnahmen. Weil die Feinstaubwerte seit Tagen weit über dem Limit liegen, können Bewohner und Touristen seit Donnerstag kostenlos städtische Velos und Elektroautos nutzen.
Wer an wärmende Materialien denkt, stellt sich einen Daunenschlafsack, ein Tierfell oder die Steinwolle zur Gebäudedämmung vor. Auch den Wirkmechanismus dieser Materialien meint man zu kennen: Kleine Hohlräume, in denen erwärmte Luft eingeschlossen ist, bilden eine Isolierschicht gegen die Kälte.
Doch diese Vorstellung übersieht etwas Wesentliches, wie Physiker nun gezeigt haben. Priscilla Simonis von der Belgischen Universität von Namur und ihre Kollegen gingen der Frage nach, wie Eisbären noch bei minus 40 Grad Celsius Kälte eine Körpertemperatur von 37 Grad Celsius aufrechterhalten – und dies mit einem Fell von nur rund fünf Zentimeter Dicke.1
Das Eisbärenfell, so die Forscher, muss dafür vor allem die infrarote Wärmestrahlung des Tierkörpers zurückstrahlen. Tatsächlich ist ein Eisbär auf einer Infrarotfotografie kaum zu sehen. Wärmestrahlung ist nur einer von drei Transportmechanismen für Wärme. Die beiden anderen – Wärmeübertragung durch Luftströmung und die Wärmeleitung – lassen sich durch luftgefüllte Hohlräume minimieren, die Strahlung allerdings nicht. Weiter...
Der gefährliche Dinosaurier Tyrannosaurus Rex hatte einen kleinen Verwandten im hohen Norden. US-Wissenschaftler entdeckten in Alaska das etwa 70 Millionen Jahre alte Fossil des Sauriers. Er sei nah mit den Gattungen Tarbosaurus und Tyrannosaurus verwandt, schreiben die Forscher um Anthony Fiorillo und Ronald Tykoski vom Perot Museum of Nature and Science in Dallas in der «PLOS One». Sie schätzen die Länge des Schädels auf gut 60 Zentimeter. Der Schädel des deutlich grösseren T. Rex sei dagegen etwa 1,5 Meter lang gewesen. Die Forscher tauften den entdeckten Dinosaurier «Nanuqsaurus hoglundi». Nanuq bedeutet im Dialekt einer Inuit-Gruppe Polarbär. Sauros ist griechisch und heisst Echse.
Der Saurier habe in der späten Kreidezeit etwa am nördlichen Rand des damaligen Inselkontinents Laramidia gelebt, heisst es weiter. Heute liegt dort Alaska. Früher sei es in dem Gebiet zwar wärmer gewesen als heute, allerdings seien Pflanzen damals in manchen Zeiten des Jahres gar nicht gewachsen. Die Tiere mussten also auf ihre Reserven zurückgreifen. Die Forscher vermuten, dass die kleinere Körpergrösse eine Anpassung an diese Bedingungen ist.
Millionen Tonnen Sardinen und Sardellen für den Export fingen einst die Fischer im nährstoffreichen Benguela Strom vor der Küste Namibias. Doch seit einigen Jahren ist es vorbei mit den grossen Fangzahlen. Kap-Holzmakrelen und Quallen ohne grossen Nährwert haben die Speisefische verdrängt. Seither reguliert die Fischereibehörde den Fischfang. Trotzdem erholen sich die Bestände der Sardinen und Sardellen nur langsam, obwohl die meisten Fische grundsätzlich eine hohe Reproduktionsrate haben.
Forscher des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen sehen deshalb den Grund für den Rückgang der Bestände nicht allein in der Überfischung. «An den Stränden Namibias konnten wir beobachten, wie Krabben in Schwärmen fluchtartig das Meer verliessen». Der Grund: Den Tieren ist die Luft ausgegangen. Vor Namibia treten immer häufiger extrem sauerstoffarme Zonen auf. Der Benguela gehört wie die Ströme vor Südamerika und Westaustralien zu den Auftriebsströmen, die sonst schon sauerstoffarmes Wasser bringen. Die Forscher sehen in der Ausbreitung extrem sauerstoffarmer Gebiete einen möglichen Zusammenhang mit dem Klimawandel, der die Stromverhältnisse verändert. Das hat Folgen für die Nahrungskette: Für Wale und Delfine, für Haie, Lachs, Thunfisch und Meeresvögel stehen Sardinen und Sardellen zuoberst auf dem Speiseplan.
Beim Fish-Spa übernehmen kleine Barben das Entfernen von Hornhaut und toten Hautzellen. Klingt wie eine kitzelige Angelegenheit, und das ist es auch. Hier schildert einer der Fische seinen Arbeitsalltag. Weiter ...
Diese Woche stellten die Verantwortlichen in einem Hangar in Cardington in Zentralengland den ersten Prototyp der Öffentlichkeit vor. Der Airlander ist eine Mischung aus Flugzeug, Hubschrauber und Luftschiff. Er wurde ursprünglich von der amerikanischen Armee zusammen mit dem Rüstungskonzern Northrop Grumman für Kommunikations-, Aufklärungs- und Überwachungsmissionen entwickelt. Doch das Programm der sogenannten Long Endurance Multi-Intelligence Vehicles wurde aus Kostengründen eingestellt. Nun entwickelt es das britische Unternehmen Hybrid Air Vehicles privat weiter.
Die Airlander ist zwar 38 Tonnen schwer, soll aber unbemannt fliegen und wegen des hohen Auftriebs dank dreier paralleler Rümpfe drei Wochen lang in der Luft bleiben können. Die Macher hinter dem Airlander sehen denn in erster Linie Aufträge zum Schwertransport. Kleinere Varianten könnten für Überwachungsaufgaben – etwa bei weit entfernten Ölfeldern – oder Ultrahöhen- oder Passagierflüge dienen.
Das wachsende Bündner Wolfsrudel wird noch enger überwacht. In einem Pilotprojekt sind an die 30 Fotofallen im Hauptlebensraum des Rudels auf dem Calanda- und dem RingelspitzMassiv platziert worden. Die Fotofallen, von Bewegungsmeldern ausgelöste Kameras, sind nach einer wissenschaftlich abgestützten Anordnung angebracht worden, wie das Bündner Amt für Jagd gestern mitteilte.
Allfällige Fotos von Personen, welche in die Fotofallen tappen, würden umgehend gelöscht, versichert das Amt für Jagd. Es ruft die Bevölkerung auf, das Vorhaben «wohlwollend zu unterstützen». Das Projekt soll neue Erkenntnisse liefern, um Konflikte zwischen Mensch und Wolf zu vermeiden. Hauptziel ist die frühzeitige Erkennung von sich abzeichnenden negativen Entwicklungen.
Zunächst hatte die rund zehn Kilogramm schwere Katze dem sieben Monate alten Jungen des Paares das Gesicht zerkratzt. Dann trat der Familienvater dem Tier in den Hintern, was "Lux" - so der Name der Katze - umso mehr in Rage versetzte, wie die Zeitung berichtete.
Die Katze habe bedrohlich schreiend vor dem Schlafzimmer Position bezogen. Sogar der Familienhund habe verängstigt den Rückzug angetreten.
Den zu Hilfe gerufenen Einsatzkräften gelang es schliesslich, die Katze einzufangen und in eine Transportbox zu sperren. "Lux" habe eine gewalttätige Vergangenheit, zitierte die Zeitung "The Oregonian" den Besitzer: Die Familie wolle nun beraten, was mit ihr geschehen soll.
Weidetiere begünstigen die Pflanzenvielfalt von Wiesen. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Bekannt ist, dass die Düngung von Wiesen die Artenvielfalt massiv reduziert. Weidetiere können jedoch helfen. Pflanzenfresser wie Steinböcke oder Gämsen verspeisen nämlich vorwiegend in die Höhe wachsende Pflanzen. So fördern sie indirekt niedrigwüchsige Gewächse, die das zusätzliche Licht ausnützen und die Artenvielfalt bereichern, berichten die Forscher im Fachjournal Nature. Der Mechanismus gilt weltweit, ob in afrikanischen Savannen, der nordamerikanischen Prärie oder hochalpinen Weiden.
Die Betreiber des weltweit grössten Windenergieparks in England haben entschieden, die Offshore-Anlage nicht weiter auszubauen. Die Sterntaucher überwintern an den Küsten, wo die Themse in die Nordsee fliesst. Dort planten die Betreiber des weltweit grössten Windenergieparks den Ausbau des Projekts London Array. Seit April ist der erste Teil des Windparks 20 Kilometer vor der Küste der Grafschaft Kent im Südosten Englands in Betrieb; 175 Windanlagen – jede 146 Meter über dem Meeresspiegel – leisten 630 Megawatt und versorgen laut den Betreibern rund 500'000 englische Haushalte. Der zweite Teil des Offshore-Parks mit einer Leistung von 370 Megawatt war in einer speziellen Vogelschutzzone vorgesehen. Nun machen die Sterntaucher den Bauherrren, dem deutschen Unternehmen EON, der dänischen Firma Dong und Masdar, dem Infrastrukturfonds des Königreichs Abu Dhabi, einen Strich durch die Rechnung. Die Vögel überwintern jedes Jahr im Gebiet des geplanten Energieprojekts. Die Regierung verlangt eine Umweltstudie, die aufzeigt, dass die Windturbinen für die Sterntaucher nicht zur Falle werden. Die Betreiber befürchten, dass es bis zu drei Jahre dauern wird, bis die Umweltstudie abgeschlossen sein wird. Das ist zu lang für die Investoren – und zudem bestehe keine Garantie, dass selbst positive Resultate für eine Baugenehmigung ausreichten. So wollen sich die Investoren lieber auf andere Entwicklungsprojekte konzentrieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Ausserdem wäre die zweite Etappe im Vergleich zur ersten technisch zu einer Herausforderung geworden, weil die Windräder in tieferem Wasser zu stehen gekommen wären und die Verkabelung im Meer länger und schwieriger geworden wäre.
TagesAnzeiger/online
Unzählige Therapien sollen angeblich gegen die Lese-Rechtschreib-Schwäche helfen. Doch nur wenige sind wirklich effektiv, berichten deutsche Forscher im «PLOS One». Sie analysierten insgesamt 49 Studien zur Wirksamkeit verschiedener Legasthenie-Therapien. Es zeigte sich, dass vor allem Methoden, bei denen die LautBuchstaben-Zuordnung geübt werden, wirksam sind. Viele populäre Methoden, die etwa auf die Veränderung der Augenbewegungen oder die Verbesserung des Hörens abzielen, seien dagegen unwirksam.
US-Präsident Barack Obama will heute seine Bier-Wettschulden beim kanadischen Premier Stephen Harper einlösen – nachdem Kanadas Eishockey-Teams in Sotschi gewonnen hatten. Die beiden Kästen Bier, die jetzt nach Kanada gehen, sind mit Honig aus dem Garten des Weissen Hauses gebraut worden.
Na dann Prost!