Drei Jahre nach dem Tod des Berliner Kulteisbären Knut sind die wissenschaftlichen Untersuchungen abgeschlossen: Der Bär war krank, bevor er starb.Wie das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) mitteilte, litt Knut an einer Enzephalitis, einer Entzündung des Gehirns. Sie bereitete dem Tier Krämpfe. Höchstwahrscheinlich war sie durch eine Virusinfektion verursacht.
Mit dem Bericht bestätigten die Pathologen die ersten Vermutungen von Tiermedizinern unmittelbar nach Knuts Tod im März 2011. Um welche Viren es sich handelte, konnten sie jedoch nicht feststellen. Knut starb, als er in seinem Gehege im Berliner Zoo in den Wassergraben stürzte. Die Untersuchung des toten Eisbären zog sich fast drei Jahre hin. Laut IZW handelte es sich um die umfangreichste Pathologie eines Tieres, die je durchgeführt wurde.
Der amerikanische Sänger Phil Everly, die eine Hälfte des Rock-Duos The Everly Brothers, ist tot. Er starb am Freitag in einem Krankenhaus in Burbank an der Lungenkrankheit COPD, wie sein Sohn Jason sagte. Everly wurde 74 Jahre alt.
Zusammen mit seinem Bruder Don bildete er die Band The Everly Brothers, die zu den Pionieren der melodischen Rock- und Popmusik zählt und mit Songs wie «Bye Bye Love» und «Wake Up Little Susie» die erfolgreichste Gesangsgruppe in der Ära vor den Beatles wurde. Ihre Karriere umfasste fünf Jahrzehnte, auch wenn sie von 1973 bis 1983 getrennt auftraten. In ihrer erfolgreichsten Phase von 1957 bis 1962 hatten die Everly Brothers 19 Top-40-Hits in den USA.
Der beste Freund des Menschen, der Hund, ist bekannt für sein ausgezeichnetes Hörvermögen und seinen feinen Geruchssinn. Neu ist die Erkenntnis, dass er auch einen Magnetsinn hat und sich deshalb möglicherweise auch besonders gut orientieren kann. Diese Eigenschaft wurde bereits bei grasenden Kühen, jagenden Füchsen oder landenden Wasservögeln festgestellt.
Zu dieser Schlussfolgerung kommt ein zoologisches Forscherteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit Kollegen der Tschechischen Agraruniversität in Prag. Ihre Beobachtungen wurden in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins Frontiers in Zoologyveröffentlicht. Weiter ...
Mit Lunik stellt eine der erfolgreichsten Berner Bands der Nullerjahre den Betrieb ein. Am Schluss bleiben die kruden Fakten: Sieben Studioalben, die meisten davon erreichten Gold- und Platin-Status, ungezählte Open-Air-Auftritte zur besten Sendezeit und der Gewinn des Prix Walo. Die Berner Band Lunik hat in der Schweiz ganz und gar alles erreicht, was möglich ist. Wenn sich die Gruppe Ende Jahr nach 15 Jahren auflöst, dann tut sie es nicht wegen akuter Erfolglosigkeit, sondern wegen innerer Zerrüttung.
Mit dem bisher grössten Stammbaum von 32 000 Arten von Blütenpflanzen hat ein internationales Forscherteam ermittelt, wie sich diese Lebewesen gegen Kälte wappneten. Zwei der drei entscheidenden Neuerungen – das Absterben des oberirdischen Teils sowie dünnere Leitungsbahnen – entwickelten die Pflanzen demnach schon, bevor sie in kältere Zonen vordrangen. Mit der dritten Option, die Blätter abzuwerfen, reagierten diese Pflanzen dagegen direkt auf Kälteeinwirkungen, wie die Forscher von der Universität Washington im Fachblatt «Nature» berichten. Die frühen Blütenpflanzen entstanden demnach in warmen und feuchten Gefilden. Erst später drangen ihre Nachfahren in kältere Zonen vor, wo sie Frostperioden überstehen müssen.
Die Umweltverschmutzung auf Ackerland wird für China zunehmend zum Problem. Die Regierung räumte diese Woche ein, dass rund 3,3 Millionen Hektaren Agrarflächen so stark mit Schwermetallen und anderen Chemikalien verseucht seien, dass dort nichts mehr angebaut werden könne.
Sie entspricht etwa zwei Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Chinas. Wissenschaftler schätzen jedoch, dass tatsächlich bis zu ein Fünftel der Agrarfläche erheblich verschmutzt ist. Wang kündigte einen langfristigen Plan zur Sanierung der Flächen und Ausgaben in Milliardenhöhe an. Was genau geschehen soll, sagte er nicht. Wissenschaftler schlagen vor, Bäume und andere Pflanzen zu setzen, die die Schwermetalle aus der Erde ziehen. Über die Verseuchung von Agrarland und die damit verbundenen Probleme für die Nahrungsmittelproduktion wurde bisher weniger diskutiert als über die akute Luftverschmutzung. Seit kurzem wächst jedoch das Bewusstsein, unter anderem, weil verseuchter Reis und andere kontaminierte landwirtschaftliche Güter entdeckt wurden. Die Regierung hat die Bodenverseuchung zwar erfassen lassen, dann aber die Ergebnisse nicht veröffentlicht, sondern zum Staatsgeheimnis erklärt.
Bauern beschweren sich schon länger über Blei und andere Schadstoffe im Wasser. Es gibt unter anderem Proteste gegen Batteriefabriken. Wissenschaftler sorgen sich vor allem wegen hoher Cadmiumwerte, weil der Stoff im Verdacht steht, Krebs auszulösen, und sich im Grundnahrungsmittel Reis anreichert. Im Mai war bekannt geworden, dass laut Tests die Hälfte des in der Grossstadt Guangzhou verkauften Reises mit Cadmium verseucht sein könnte.
Küstenseeschwalben, Trottellummen, Papageitaucher – die auf den ersten Blick recht karg anmutenden Farne-Inseln vor der Nordostküste Englands sind die Heimat zahlreicher Seevögel. Mehr als 20 verschiedene Arten leben hier laut National Trust. Um die Bestände im Blick zu haben, prüft die britische Naturschutzorganisation alle fünf Jahre, wie viele Papageitaucher sich auf der Inselgruppe tummeln. Die aktuellen Zahlen zeigen: Den Vögeln geht's gut.
Erneut ist einer Riesen-Gummiente des niederländischen Künstlers Florentijn Hofman in Taiwan die Luft ausgegangen. Nachdem eine Vorgängerin einem Erdbeben im November zum Opfer fiel, explodierte heute eine weitere 18 Meter hohe Version der klassischen gelben Badeente.
Von Hofmans Ente gibt es mehrere Exemplare: Das 16,5 Meter hohe Original befindet sich seit 2007 auf einer Reise um die Welt und hat bereits in 13 Städten in neun Ländern Station gemacht.
1 Der Online-Detailhändler Amazon startet Mitte Jahr den angekündigten Drohnenlieferservice. Der Versuchsballon wird vorzeitig beendet, weil nur die Hälfte der Miniroboter am Ziel ankommt. Die andere Hälfte nimmt im Territorium bedrohte Mäusebussarde aus dem Verkehr.
2 Google erweitert Google Glass. Die interaktive Brille kann künftig nicht nur alles, was im Blickfeld des Betrachters ist, aufzeichnen, sondern Gedanken lesen. Google kommt damit dem Ziel nahe, das gesamte menschliche Wissen zugänglich zu machen. Pikantes Detail: Das Labor, in dem die Gedankenleserei entwickelt wird, finanziert die NSA mit.
3 Microsoft findet einen neuen CEO und überrascht mit dem Entscheid alle: Es ist der aktuelle Chef von Facebook, Mark Zuckerberg. Der gibt seinen aktuellen Posten nicht auf, sondern führt Microsoft und Facebook in einer Doppelrolle. Und bis Ende Jahr ist aus Microsoft und Facebook Facesoft geworden.
4 Apple verabschiedet sich Schritt für Schritt davon, ein technologischer Innovationstreiber zu sein. So wird Mitte Jahr die ehemalige Burberry-Chefin Angela Ahrendts zum neuen CEO gemacht. Sie ist bereits heute für das Design der Apple-Shops zuständig und kündigt bei Amtsantritt vollmundig an, nicht mehr in Hardware investieren zu wollen, sondern nur noch in das Software-Design.
SonntagsZeitung/Zürich
Radnetzspinnen wie die Gartenkreuzspinne und die Eichblatt-Radspinne galten als reine Fleischfresser. Doch nur rund 75 Prozent ihrer Nahrung machen Insekten aus, berichten Biologen in «PlOS One». Die restlichen 25 Prozent der Nahrung besteht aus Pollen, die sich genau wie die Insekten im Spinnennetz verfangen.
Änderungen in der Sonnenaktivität haben kaum einen Einfluss auf das Erdklima, berichten Forscher in «Nature Geo Science». Vielmehr wurde das Klima im Laufe der letzten tausend Jahre massgeblich von Vulkanausbrüchen geprägt, zumindest bis ins Jahr 1800. Seit 1900 seien Treibhausgase hauptverantwortlich für den Klimawandel. Die Klimaforscher hatten das vergangene Klima unter anderem mit Baumringdaten rekonstruiert und es mit Computersimulationen verglichen.
Durch die Finanzkrise hat sich die Atemluft in griechischen Grossstädten stark verschlechtert, berichten Forscher in «Environmental Science & Technology». Demnach ist die Konzentration von Feinstaub in der Luft im Vergleich zu den Jahren vor der Krise um 30 Prozent gestiegen. Die Ursache sei die zunehmende Verbrennung von Holz und Müll zum Heizen und Kochen.
Laut Bundesgericht sollen unnötige Beleuchtungen, wie etwa Lichterketten im Garten, nach 22 Uhr abgestellt werden.
Es verweist auf das Umweltschutzgesetz, das vorschreibt, die elektromagnetischen Strahlen von Kunstlicht vorsorglich an der Quelle zu begrenzen. Dies gelte nicht nur für schädliche, sondern auch für unnötige Emissionen. Komme hinzu, dass die mehr und mehr um sich greifende nächtliche Beleuchtung auch negative Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen habe. Deshalb bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse daran, unnötige Beleuchtungen nach 22 Uhr abzustellen und etwa Licht mit Bewegungsmeldern, das nur die eigene Liegenschaft beleuchte, zu installieren, heisst es im Urteil. Während der Weihnachtszeit hält das Bundesgericht eine grosszügigere Regelung für angemessen, dies aus Gründen der Tradition.