Krokodile und Gürteltiere tragen einen Schuppenpanzer, der aus Hautzellen entstanden ist. Ganz anders Schildkröten: Ihr Panzer besteht aus umgewandelten Rippenknochen. Dafür fehlen ihnen Wirbelsäule und Rippen. Jahrelang stritten sich Forscher indes, ob nicht auch Hautschichten zum Rückenpanzer der Schildkröten beitragen. Dem ist wohl nicht so, wie japanische Forscher jetzt zeigen konnten. Demnach wandern schon im Embryo die Vorläuferzellen der Rippen nach hinten und bilden später den Panzer.
Anhand der Erbsubstanz DNA konnten Forscher die künftige Körpergrösse von Kindern in 75 Prozent der Fälle korrekt vorhersagen, wie sie in «Human Genetics» berichten. Die DNA-basierte Vorhersage der erwarteten Körpergrösse sei für die Kinderheilkunde relevant, etwa um bei Bedarf eine Behandlung zur Verlangsamung des Körperwachstums einleiten zu können.
Mit wiederentdeckten Daten hat die US-Weltraumbehörde Nasa berechnet, dass es 1000 Jahre braucht, bis sich auf dem Mond eine ein Millimeter dicke Staubschicht bildet. Das ist zehnmal schneller, als bisherige Schätzungen nahelegten – und schnell genug, dass es für die Nutzung von Solarzellen auf dem Mond ein Problem darstellt.
Da hilft nur Swiffer.
Mit einer Plakatkampagne wollen Tierschützer Hunde und Katzen in China vor dem Kochtopf retten. Für die Kampagne «Bleib gesund. Sag Nein zu Katzen- und Hundefleisch» liess die Tierschutzorganisation Animals Asia am Freitag Plakate aufhängen. Eines zeigt ein kleines Mädchen mit zwei Hunden – und eine Hand, die mit Essstäbchen nach einem der Hunde greift. «Was du gerade gegessen hast, könnte der beste Freund eines Kindes gewesen sein», steht darunter. Der Verzehr von Hunden und Katzen ist nicht in ganz China verbreitet. In Restaurants im Süden werden sie jedoch als Delikatesse serviert. Gleichzeitig halten in der Volksrepublik laut einem Marktforschungsinstitut mehr als 30 Millionen Haushalte Hunde oder Katzen als Haustiere.
Winzige Kunststoffteilchen verschmutzen Flüsse, Meere und Küsten. Fische, die schadstoffbelasteten Plastikmüll fressen, reichern die Gifte an und bekommen Leberschäden. Dies berichten Forscher um Chelsea Rochman von der Universität Kalifornien in Davis im Onlinejournal «Scientific Reports». Am Plastik lagern sich – in der Produktion oder auch später – künstliche und natürliche Chemikalien an, die von den Tieren mit aufgenommen werden. Rochman und ihre Kollegen untersuchten die Auswirkung bestimmter Substanzen auf Reiskärpflinge. In Experimenten waren die kleinen Fische mehr als zwei Monate lang über Wasser und Nahrung dem Kunststoff Polyethylen und den daran anhaftenden Schadstoffen ausgesetzt. Die Fische reicherten die gefährlichen Substanzen in ihrem Gewebe an. Zudem erlitten sie Leberschäden.
Scharfschützen haben die Zahl wilder Kamele in Australien deutlich dezimiert. Sie erlegten in vier Jahren 160'000 Tiere, wie die Leiterin des Projekts zur Kamelkontrolle heute mitteilte. Sie schätzte die Zahl der verbliebenen Tiere auf 300'000.
Wilde Kamele terrorisieren auf der Suche nach Wasser nach Meinung der Verantwortlichen abgelegene Siedlungen. Sie reissen gemäss offiziellen Angaben Zisternen von Dächern und Regenrinnen aus Häuserwänden und zertrampeln wertvolle Wasserlöcher in der zentralaustralischen Wüste.
Die Kamele wurden einst als Lasttiere ins Land geholt. Sie vermehren sich rasant.
Die Chefin des UNO-Klimasekretariats hatte diese Woche eine schwere Aufgabe. Christiana Figueres redete an der Kohlekonferenz, einer Parallelveranstaltung der UNO-Klimakonferenz in Warschau, vor den Konzernleitern der grössten Kohleunternehmen – und sie machte dabei deutlich, was Klimaschutz für die Kohleindustrie bedeutet: «Der grösste Teil der Kohlereserven muss im Untergrund bleiben.»
Glaubt man den Vorstellungen er Internationalen Energieagentur (IEA), scheint dies reines Wunschdenken zu sein. Die IEA erwartet, dass die Nachfrage nach Kohle weiterhin stark ansteigen wird. Rund 1200 neue Kohlekraftwerke sind gemäss World Ressource Institute weltweit geplant – mit einer Leistung, die etwa 1400 AKW der Grössenklasse von Gösgen/Schweiz entspricht. Selbst wenn nicht alle Kraftwerke realisiert werden, ist gemäss einem neuen Papier von weltweit anerkannten Energie- und Klimaexperten jedes Kraftwerk zu viel, das ohne Filterung des Treibhausgases CO2 gebaut wird. Weiter...
Der polnische Umweltminister Marcin Korolec ist von Ministerpräsident Donald Tusk im Zuge einer Kabinettsumbildung entlassen worden. Tusk hat seine Regierung in sechs Posten umbesetzt. Korolec präsidiert derzeit die UNO-Klimakonferenz in Warschau. Umweltorganisationen werteten dies als Beweis dafür, dass der Regierungschef weder die Konferenz noch den internationalen Klimaschutz ernst nimmt. Korolec galt als Bremser der umstrittenen FrackingMethode, welche die Gasexploration fördert.
Die Albuquerque International Balloon Fiesta ist ein jährliches Festival der Heißluftballons, in Albuquerque, New Mexico , USA . Die Veranstaltung ist die größte Heißluftballon-Festival der Welt.
Aus "Respekt für die Umwelt" würden in den Kantinen aller Einheiten im In- und Ausland montags keine Fleischgerichte mehr angeboten, teilte der Sprecher des Generalstabs, Eystein Kvarving, am Dienstag in Oslo mit.
Dadurch sollten jedes Jahr 150 Tonnen Fleisch eingespart werden. In den grössten Kantinen der norwegischen Streitkräfte war der fleischfreie Tag bereits erfolgreich getestet worden.
Die legendäre britische Komiker-Truppe Monty Python kommt zurück. 15 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt plane die Gruppe eine Bühnenshow, sagte Komiker Terry Jones dem Sender BBC am Dienstag. Er hoffe, er werde genug Geld verdienen, um seine Hypothek zu zahlen, sagte er.
Zuletzt hatten John Cleese, Michael Palin, Eric Idle, Terry Jones und Terry Gilliam 1998 in Aspen auf der Bühne gestanden. Graham Chapman, das sechste Mitglied der Originalbesetzung, war 1989 gestorben. Danach hatte es keine neuen gemeinsamen Projekte mehr gegeben.
Eine Gruppe Longman-Schnabelwale ist an einem Strand in Neukaledonien angeschwemmt worden. Die grossen Wale mit der charakteristischen langen Schnauze wurden bislang nur selten gesichtet. Sie leben im Indischen Ozean im offenen Meer.
Die Wale waren den Angaben zufolge bereits am Samstag in einer Bucht im Süden der Inselgruppe im Südpazifik angespült worden. Vier Tiere verendeten, obwohl Behördenvertreter und Tierschützer versuchten, sie zurück ins Meer zu bringen. Eine Untersuchung der Kadaver soll nun klären, warum sich die Tiere an die Küste des französischen Überseegebiets verirrten. Anwohner vermuteten einen möglichen Zusammenhang mit einem Leck an einem Abwasserrohr, durch das eine Chemiefabrik Abfälle ins Meer leitet.
Sonny Terry (Saunders Terrel) * 24. Oktober 1911 in Greensboro, North Carolina; † 11. März 1986 in Mineola, New York)
In der Kindheit durch mehrere Unfälle erblindet, wuchs Sonny Terry bei musikalischen Eltern auf und entwickelte bald einen eigenen lautmalerischen Mundharmonikastil, der auch Geräusche von Zügen und Tierlaute imitierte und bei dem er oft Stimmlaute mit einbrachte. Ein wichtiger Einfluss war der Harmonikaspieler DeFord Bailey, der in der landesweit ausgestrahlten Radiosendung Grand Ole Opry auftrat. Ab 1929 arbeitete Terry als Wandermusiker und arbeitete in den 1930er-Jahren mit Blind Boy Fuller, mit dem er 1937–1940, bis zu dessen Tod, in New York Plattenaufnahmen machte.
Bekannt wurde er vor allem durch seine Duo-Tätigkeit mit dem Bluesgitarristen Brownie McGhee (* 1915, † 1996), mit dem er in den Jahren 1941–1982 tourte und Plattenaufnahmen einspielte.
Die Betreibergesellschaft des havarierten Atomkraftwerks Fukushima in Japan hat heute mit dem gefährlichen Abtransport von Uran- und Plutonium-Brennstäben aus einem der Reaktoren begonnen. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten die 1533 Brennstäbe aus einem Abklingbecken in einem Reaktorgebäude der Anlage entfernt und umgelagert werden.
Zur Entfernung der Brennstäbe aus dem Reaktor 4 ist ein riesiger Kran mit einem ferngesteuerten Greifer im Einsatz. Mit einem Haken werden die Brennstäbe in einen tonnenschweren Behälter getaucht. Dieser wird dann auf einem Anhänger zu einem anderen, hundert Meter entfernten Becken gebracht.
Spanplatten sind der am meisten verwendete Holzwerkstoff weltweit. Meist werden sie aus Holzfasern und einem Klebstoff aus Urea und Formaldehyd hergestellt. Damit dünsten die Platten nicht nur giftiges Gas aus, sondern sind auch nicht rezyklierbar. Forscher von der Universität in Leicester haben nun einen Klebstoff auf Stärkebasis entwickelt – zum Beispiel aus Kartoffeln – und damit Holzfasern zu Spanplatten gepresst. Die Gruppe entwickelt auch neue Füllstoffe für Plastik – hergestellt aus Bananen-, Orangen- und Eierschalen.