Trotz der Atomkatastrophe von Fukushima im vergangenen Jahr will der neue japanische Ministerpräsident Ahinzo Abe wieder Kernkraftwerksneubauten zulassen. Diese neuen Reaktoren würden sich komplett von denen im Unglückswerk Fukushima Daiichi unterscheiden, sagte er bei einem Besuch der Anlage. Fukushima Daiichi war nicht in der Lage, die Energiequelle zu sichern, nachdem der Tsunami die Gegend getroffen hatte, aber das Atomkraftwerk Fukushima Daini war dazu in der Lage", sagte Abe mit Bezug auf das zehn Kilometer südlich vom Unglücksreaktor gelegene Kernkraftwerk. "Solch einen Unterschied sollten wir berücksichtigen.
Eine Rucksacktour in der Wildnis erhöht die kognitiven Fähigkeiten. Dies haben gemäss einem Bericht im Fachblatt «PLOS One» amerikanische Psychologen herausgefunden, nachdem sie 56 Probanden nach einer viertägigen – Handyfreien – Wanderung einem Kreativitätstest unterzogen. Die Forscher testeten einen Teil der Wanderer vor und einen Teil nach der Tour. Die Probanden, die den Test nach dem Naturtrip machten, beantworteten durchschnittlich 6,08 Fragen richtig, diejenigen, die den Test vor der Wanderung machten, schafften 4,14 Fragen.
Melody Gardot trat in Cafés und Tanzclubs auf, ehe durch die Alben „Worrisome Heart“ und „My one and only Thrill“ der große Erfolg kam. Beeinflusst wurde Melody Gardot vor allem durch den Jazz, so etwa durch Billy Holiday, Miles Davis oder Georges Gershwin. Zugleich wurde sie vom Folk und Pop inspiriert, ihre jüngsten Stücke weisen jedoch vor allem Einflüsse aus dem Bossa Nova auf, auf den sie nach ihrer schweren Verletzung im Jahr 2003 aufmerksam wurde. Während der Regenration lernte sie auch Gitarre spielen und nutzt die Musiktherapie. Aktuelle Anklänge erinnern an die brasilianische Musik und ihre Songs handeln von Liebe, Verlust und dem Leben.
Gefässpflanzen, namentlich kleine Sträucher, machen in Mooren den Torfmoosen den Boden streitig. Mit Folgen: Das Moor als Kohlenstoffspeicher könnte sich unter dem Strich zu einer Kohlenstoffquelle verwandeln. Das würde die Erderwärmung unterstützen. Das ist ein Befund von Forschern des Forschungsinstituts WSL in Birmensdorf und der ETH Lausanne, den sie im Fachmagazin «Nature Climate Change» publizierten. Gefässpflanzen gedeihen unter wärmeren Klimabedingungen besser als Torfmoose. Mit dem Anstieg der Bodentemperatur, so zeigen die Analysen von Mooren in der Schweiz auf verschiedenen Höhenstufen, steigern die Sträucher ihre Stickstoffaufnahme. Sie nutzen dabei den Nährstoff, der ihnen dank einer Pilzsymbiose über die Wurzeln zur Verfügung steht. Gleichzeitig geben die Gefässpflanzen auch mehr organische Substanzen in den Boden ab. Dies wiederum regt die Mikroorganismen an, mehr organische Stoffe zu zersetzen, darunter auch alten Torf. Somit wird Kohlenstoff, der sonst Jahrtausende im Boden gespeichert bliebe, in Form von Kohlendioxid an die Atmosphäre abgegeben. Mit dem Rückgang an Torfmoosen wird auch die Speicherung von Kohlenstoff aus der Luft reduziert.
Es sind zwar nur rund 3 Prozent der Erdoberfläche mit Torfmooren bewachsen, doch binden diese immerhin etwa 30 Prozent des globalen Kohlenstoffvorrats im Boden.
In Ländern, wo der Lebensraum der Tiger geschützt ist, strenge Gesetze herrschen und die Regierung mit Tierschutzorganisationen zusammenarbeitet, nimmt die Anzahl der Tiger deutlich zu. Das gab die Naturschutzorganisation The Wildlife Conservation Society (WCS) bekannt. Weltweit leben rund 3200 Tiger in freier Wildbahn. Erfolge verzeichnet der WCS in Südwestindien, wo in den Nationalparks zum Teil die grösstmögliche Dichte an Tigern erreicht ist. Auch in Thailand und Russland, wo Wilderer verfolgt werden und der Lebensraum der Grosskatzen geschützt und erweitert wird, erholen sich die Bestände. Tiger kämpfen zwar noch immer um ihre Existenz, so Cristian Samper vom WCS. «Doch es gibt Hoffnung.»
Die japanische Walfangflotte ist gestern zu ihrer international umstrittenen alljährlichen Jagd in der Antarktis in See gestochen. Drei Schiffe machten sich aus dem Hafen Shimonoseki im Westen des Landes auf den Weg, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Nach Angaben der Fischereibehörde sollen bis März bis zu 935 Zwergwale sowie bis zu 50 Finnwale gefangen werden. Nach offiziellen Angaben befinden sich Beamte der Küstenwache an Bord, um die Walfänger vor möglichen Angriffen durch Aktivisten zu schützen. Militante Tierschutzorganisation haben bereits angekündigt, den Wahlfang zu stören.
Zürcher Premiere: Die Stadt hat den ersten Strassenstrich-Ticketautomaten installiert – und ist damit vielleicht bald um eine Touristenattraktion reicher.
An den Automaten müssen Prostituierte, die auf dem Strassenstrich anschaffen, künftig ein Ticket für 5 Franken lösen. Damit dürfen sie eine Nacht lang in den dafür bestimmten Zonen Freier anwerben. Ein Ticket können die Sexarbeiterinnen erst dann lösen, wenn sie das Anmeldeprozedere bei den Polizei- und Sozialbehörden bestanden sowie eine Gebühr von 40 Franken bezahlt haben. Danach erhalten sie die Bewilligungsnummer, die sie am Automaten eintippen müssen. Dieser akzeptiert nur Franken, keine Euro, und er gibt kein Retourgeld. Per Knopfdruck kann dafür die Sprache auf dem Display gewählt werden. Neben Deutsch stehen Rumänisch, Ungarisch, Italienisch und Spanisch zur Auswahl. Der Automat kostet 13'000 Franken, gleich viel wie eine Parkuhr. Weiter...
Der Bestand der Grossraubtiere in der Schweiz nimmt laut WWF zaghaft zu. 2012 lebten gemäss dem von der Fachstelle Kora erstellten Bericht 130 Luchse, 17 Wölfe und ein Bär in der Schweiz. In Italien und Frankreich hätten sich zum Beispiel die Wolfsbestände besser entwickelt: Innert 20 Jahren bildeten sich im Alpenraum mindestens 30 Wolfsrudel, 400 Wölfe sind unterwegs. Die 130 Luchse in der Schweiz sind auf drei Populationen aufgeteilt, die im Jura, in den Nordwestalpen und in der Nordostschweiz leben. Ausserhalb dieser Kernzonen gibt es im Wallis, im Tessin und in Graubünden Nachweise von einzelnen Tieren. WWF Report
In der Schweiz ist 2012 ein seltener Vogel geschlüpft. Erstmals haben Ornithologen hierzulande beobachtet, wie ein Schlangenadlerpaar im Wallis ein Junges aufgezogen hat. Die Adlerart ernährt sich vorwiegend von Schlangen.
Das Adlerpaar hat im Sommer in der Region um Leuk ein Nest gebaut und darin ein Ei gelegt. Vermutlich hat der Vogel schon im 19. Jahrhundert im Wallis gebrütet. Man weis lediglich, dass er dies schon in Frankreich - in der Nähe von Genf - getan hat.
Die Klimaerwärmung begünstige die Ansiedlung der Schlangenadler. Denn ihre Leibspeise - die Viper - finde sich in immer höheren Lagen. Die von Waldbränden heimgesuchten Hänge um Leuk bildeten dabei ein gutes Jagdrevier.
Die mit einem Sender ausgestattete Störchin Max, Mutter von 31 Jungen, ist vor einigen Tagen in Spanien von Mitgliedern der dortigen ornithologischen Gesellschaft tot aufgefunden worden. Wie der Storch im Alter von dreizehneinhalb Jahren ums Leben kam, ist unklar, da der Kadaver bereits teilweise aufgefressen worden war, wie das Freiburger Naturhistorische Museum heute Donnerstag mitteilte.
Hierzulande in der Schweiz ist es erlaubt, seine Katze oder seinen Hund zu essen, sofern das Schlachten tierschutzkonform erfolgt. Damit befindet sich die Schweiz in Gesellschaft mit Ländern wie China, Korea oder Vietnam, wo der Genuss von Hunde- und Katzenfleisch straffrei ist. Anders im benachbarten Ausland – etwa in Deutschland. Dort verbietet es das Gesetz, solches Fleisch «zum Zwecke des menschlichen Verzehrs zu gewinnen». Auch in Österreich ist das Töten von Hunden und Katzen «zur Gewinnung von Nahrung, Hundefett oder Sonstigem» untersagt. Verboten ist in der Schweiz hingegen alles, was über den Eigenkonsum hinausgeht – etwa Hunde- und Katzenfleisch auf den Markt zu bringen oder Gäste zu einem Hundebraten einzuladen. Geregelt ist dies in der Lebensmittelverordnung, die jene Tierarten abschliessend auflistet, die für die kommerzielle Lebensmittelgewinnung zulässig sind; Hunde und Katzen sind nicht erwähnt. Tierschützer fordern ein Ende dieser Tradition. Weiter...
In Wien haben sich die eigentlich sehr scheuen Feldhamster mit einem Leben im urbanen Raum arrangiert.
Der Feldhamster, zoologisch Cricetus cricetus genannt, galt lange Zeit als übler Schädling, der Bauern ihre Ernte streitig machte. Von den russischen Ebenen bis in die südlichen Niederlande bevölkerte er in grosser Zahl Grünland und Äcker. Um die Feldfrüchte zu schützen, wurden jährlich Millionen der emsigen Nager mit Fallen oder speziellen Gaspatronen getötet. In den 1980er Jahren war es dann so weit: Die Feldhamster-Populationen in weiten Teilen Europas brachen zusammen. Lediglich bei Mulhouse im Elsass hält sich noch ein kleiner Restbestand. Mittlerweile sind die Tiere auch in vielen anderen Regionen verschwunden und wurden als streng geschützte Art in die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU aufgenommen. Bei Mannheim in Baden-Württemberg, im Elsass und in der niederländischen Provinz Limburg laufen sogar Nachzucht- und Auswilderungsprogramme. Die langfristigen Erfolgsaussichten solcher Massnahmen sind aber unsicher. In Wien dagegen leben ganze Kolonien von Feldhamstern in Parks und den Grünflächen von Wohnsiedlungen. Niemand weiss genau, wie viele der bis zu 35 Zentimeter langen und 500 Gramm schweren Vierbeiner durch die 1,8-Millionen-Einwohner-Metropole wuseln oder woher sie stammen.
Menschen haben kürzere Finger und eine kürzere Handfläche als Menschenaffen, dafür einen grösseren Daumen. Die Hand sei so perfekt geeignet, um eine Faust zu machen, schreiben US-Forscher im «Journal of Experimental Biology». Und: Diese Hand hätten wir unseren Vorfahren zu verdanken, die begonnen hätten, Streitereien mit der Faust zu lösen. Andere Forscher glauben dagegen, die geschickten Hände hätten eher mit der Fähigkeit zu tun, Werkzeuge herzustellen.
Das Christkind bringt an Heiligabend die Geschenke – oder der Chlaus auf dem Schlitten, der von Rentieren gezogen wird. Wie das vonstatten geht, wusste man nicht so genau. Bis jetzt.
Herkömmliche IQ-Tests gehören möglicherweise schon bald der Vergangenheit an. Es gebe nämlich mindestens drei verschiedene Typen von Intelligenz: das Kurzzeitgedächtnis, logisches Denken und verbale Fähigkeiten. Das schreiben kanadische Forscher im Fachblatt «Neuron». Zu diesem Schluss kamen sie aufgrund der Analyse von zwölf Onlinetests mit über 100 000 Teilnehmern zu verschiedenen mentalen Fähigkeiten.