Die Bedeutung der grossen wissenschaftlichen Journale geht zurück, berichten Forscher von der Universität in Montreal. Demnach erschienen 1990 noch 45 Prozent der meistzitierten Artikel in einflussreichen Publikationen wie «Nature» oder «Science», 2009 waren es nur noch 36 Prozent. Dank dem Internet seien heute auch Artikel aus kleinen Fachjournalen einfach zu finden.
Männchen des in Mitteleuropa häufigen Nachtigall-Grashüpfers, die an lauten Strassen sitzen, zirpen die tiefen Passagen ihres Balzgesangs höher. Diese Tonlagen würden sonst durch den Verkehrslärm verschluckt, berichten Ornithologen der Universität Bielefeld. Dies sei der erste Beleg für eine solche Anpassung bei einem Insekt, wie die Forscher im Fachmagazin «Functional Ecology» schreiben. Dass Vögel ihre Gesänge in lauten Umgebungen verändern, ist bereits bekannt.
Das vielleicht berühmteste Kinderkleid der Filmgeschichte ist am Samstag für knapp eine halbe Million Dollar versteigert worden.
Vor sieben Jahren kam in London schon einmal ein Kleidchen aus dem Film unter den Hammer. Damals brachte es gut 200'000 Euro.
Eine Unterhose, die unangenehme Gerüche neutralisiert, ist ein Verkaufshit in Japan. Die Textilfirma Seiren entwickelte einen Slip mit Deodorant-Wirkung, dessen Träger im Falle von Blähungen keine bösen Blicke fürchten muss. Das Geheimnis der DeoSlips sind geruchsabsorbierende Keramikteilchen im Gewebe. Mittlerweile brachte Seiren 22 Modelle auf den Markt.
Im Tegeler Forst gab es am Wochenende die teuerste Tierrettung Berlins. Die Halter müssen 10.000 Euro für die Rettung ihres Foxterriers bezahlen. Der Hund hatte sich beim Gassigehen losgerissen und mit der Leine in einem Dachsbau verfangen. Weiter ...
Rotkäppchen auf Russisch: Im Kaukasus hat eine Grossmutter einen «bösen» Wolf getötet. Das Raubtier habe die Frau in der Teilrepublik Dagestan angegriffen, als diese am Dorfrand einen Zaun reparierte, meldeten örtliche Medien am Freitag. Der Wolf habe die 56-jährige Aischat Maksudowa zu Boden gestossen und mit Bissen an Beinen und Händen verletzt, sagte ein Arzt in der Ortschaft Nowy Birjusjak. Nach minutenlangem Kampf habe die Rentnerin eine Axt zu fassen bekommen und das Tier erschlagen. Dann schleppte sich die Frau verwundet zu ihrer Enkelin – aber nicht, ohne den toten Wolf vorher mit dem Mobiltelefon zu fotografieren.
TagesAnzeiger/online
Die Buche wird gemäss Klimamodellen aufgrund zunehmender Temperaturen langfristig in den Alpen in höhere Lagen vordringen. Darum dürften Schutzwälder, die heute vorwiegend aus Weisstannen und Fichten bestehen, in Zukunft einen grösseren Buchenanteil aufweisen. Dies führt zu einer intensiveren Durchwurzelung des Oberbodens, erhöht die Wasserspeicherung und verbessert die Schutzfunktion gegenüber Hochwasser, schreiben Bodenwissenschafter der Eidg. Forschungsanstalt WSL in der Novemberausgabe der Fachzeitschrift Wald und Holz,
Zur Studie...
Van Morrison singt in "When The Leaves Are Falling Down" ganz pragmatisch von fallenden Blättern und Regen. Lustig tanzen Blätter zu Boden, Kinder versuchen sie zu erwischen. Die Tage werden kürzer, die Fernsehabende länger. Prosecco geht, Johnny Walker kommt. Es ist Herbst.
Kleine Clownfische beschwichtigen überlegene Artgenossen nicht nur mit Kopfschütteln, sie geben dabei auch bestimmte Geräusche ab. Diese unterscheiden sich deutlich von den Tönen aggressiver Clownfische, berichten Forscher in «PLoS One». Deeskalation ist in Clownfischfamilien wichtig. Das grösste Tier ist ein Weibchen, gefolgt vom Männchen – alle kleineren Mitglieder sind zwar männlich, verhalten sich aber geschlechtsneutral. Stirbt das Weibchen, entwickelt sich aus dem zweitgrössten Männchen ein weibliches Tier.
Zwei bis drei Tassen Kaffee schärfen beim Lesen selektiv das Erkennungsvermögen für positive Wörter. Die Wahrnehmung von negativen oder neutralen Begriffen verändere Koffein jedoch nicht, berichten Psychologen der Universität Bochum im Fachblatt «PLoS One». Bei den Versuchen sollten Probanden mit oder ohne die Einnahme von 200 Milligramm Koffein an einem Bildschirm verschiedene deutsche Wörter unter falsch buchstabierten Pseudowörtern möglichst schnell erkennen.
Die Aufräumarbeiten im Unglücksreaktor werden doppelt so teuer wie angenommen. Doch Japans Atomlobby hält an der Kernenergie fest.
Die Betreiberin des AKW Fukushima I braucht noch mehr Geld vom Staat. Die Tepco sagte diese Woche, sie schätze die Kosten für die Aufräumarbeiten und die Entschädigung der Opfer auf umgerechnet fast 100 Milliarden Euro und nicht 50 Milliarden wie bisher angenommen. Die japanische Regierung hat bereits 25 Milliarden Franken in die de facto verstaatlichte Stromfirma gesteckt, die als Monopolist den Grossraum Tokio versorgt. Für Entschädigungen und Dekontamination hatte sie schon früher 50 Milliarden Franken bereitgestellt.
Solange Tepco am Staatstropf hänge, sei damit zu rechnen, dass die öffentliche Hand weitere Kostenüberschreitungen finanzieren müsse, sagt der zuständige Minister Seiji Maehara. Gleichwohl klagen viele Tepco-Arbeiter, die Firma spare an ihnen und am Material. Die Tanks mit 200 000 Tonnen Kapazität, in welche das radioaktiv verseuchte Wasser aus den Reaktorgebäuden gepumpt wird, sind beinahe voll, aber es wird täglich mehr Wasser. Eine Lösung ist nicht in Sicht. 100 000 Menschen können nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Sobald tropische Korallen Kontakt mit giftigen Meeresalgen haben, setzen sie Signalstoffe frei, die Korallenfische herbeirufen. Die Korallenfische beißen die Algenfäden ab - allerdings nicht ganz uneigennützig. Weiter ...
n Australien wollte, Craig Hull, zum Geschäftsstart seiner Firma "Asche zu Asche" am Donnerstag die Asche eines Hundes gegen Himmel schiessen. 950 australische Dollar kostet das - umgerechnet rund 775 €.
Ein Feuerwerk mit Menschenasche ist teurer: 4800 Dollar. Der knallige Abschied dauert bis zu zwölf Minuten. "Wir rechnen mit besonders viel Interesse zu Silvester", sagte Hull.
Der Pyrotechniker kam auf die Idee, nachdem er die Asche seines eigenen Hundes 2010 in einen Feuerwerkskörper gepackt und in die Luft gejagt hatte.
Er fand den Moment sehr erhebend, wir er sagt: Das Leben feiern statt zu trauern. Kunden können bei den Aschebehältern unter verschiedenen Designs auswählen, und die Lautstärke des Knalls bestimmen.
Krokodile und Alligatoren haben in ihrem Maul Tastsensoren, die empfindlicher als unsere Fingerspitzen sind, schreiben amerikanische Forscher um Kenneth Catania im Fachjournal «Journal of Experimental Biology». Köpfe und Mäuler dieser Reptilien sind von Tausenden winziger, kuppelförmiger Erhebungen bedeckt. Die Forscher untersuchten die Erhebungen mit einem Rasterelektronenmikroskop und entdeckten, dass sie in einem ringförmigen weichen Graben eingebettet sind. Weitere Analysen zeigten Strukturen, wie sie für Tastorgane typisch sind. Zudem befinden sich in den Hügeln zahlreiche Nervenenden. Bereits die Berührung einer der Erhebungen mit einem kleinen Haar habe eine heftige Reaktion auslöste. «Sobald die Tiere etwas fühlen, schnappen sie zu, und das innerhalb einer Zehntelsekunde», schreibt Catania.
Ingenieure vom Elektrokonzern ABB haben es geschafft, eine Sicherung für HochspannungsGleichstrom-Übertragungsnetze (HGÜ) zu entwickeln. Damit können lange Stromtrassen – wie etwa von Windparks der Nordsee in den Süden – stabiler betrieben werden. Die Schutzschalter waren bisher das fehlende Glied für einen flächendeckenden Durchbruch dieser Technik. Bei der Gleichstromübertragung sind die Verluste im Gegensatz zum gängigen Wechselstrom-Transfer auf langen Strecken geringer. Damit liessen sich die Stromverluste um bis zu 50 Prozent senken. Die neuen Schutzschalter lösen ein Kernproblem der HGÜ. Bislang wurden die Verbindungen meist genutzt, um zwei Punkte miteinander zu verbinden. Nun können mehrere Verbraucher wie etwa Industriebetriebe angeschlossen werden.
Stadtvögel verändern im Gegensatz zu ihren Verwandten auf dem Land ihre Überlebensstrategien. Eine internationale Studie in der Fachzeitschrift «Animal Behaviour» zeigt, dass sich der Respekt vor Feinden bei Vögeln in Stadtgebieten mit wechselnder Umgebung verändert. So passen sie sich neuen Bedrohungen wie etwa Katzen an, und die üblichen Feinde wie Greifvögel werden nebensächlich. Urbanisation hat demnach einen direkten Einfluss auf das Verhalten der Vögel.
Die 250 besten Filme auf 150 Sekunden eingedampft: Ausgehend von der bekannten Imdb.com-Rangliste hat Jonathan Keogh ein Mash-up der erfolgreichsten Filme der Welt gemacht. Wie viele erkennen Sie?
Die Zerstörung des australischen Great Barrier Reef rückte gegen Ende des 20. Jahrhunderts ins Blickfeld. Tatsächlich begann sie aber bereits mit den europäischen Siedlern im 19. Jahrhundert. Das berichten Forscher um George Roff von der australischen Universität von Queensland. Infolge der Landwirtschaft seien über die Zuflüsse mehr Nährstoffe ins Meer gelangt, schreiben die Wissenschaftler in den «Proceedings B» der britischen Royal Society. Dies habe die Korallen geschädigt und sie anfälliger für Stürme und andere Umwelteinflüsse gemacht. Die Siedler hatten sich um 1870 an der Küste des australischen Queensland niedergelassen. Roff und seine Kollegen begutachteten die küstennahen Riffe um Pelorus Island und entnahmen dort Proben. Sie bestimmten die Artenzusammensetzung sowie das Alter der abgestorbenen und der lebenden Korallen. Das «Korallenarchiv» reichte bis ins 3. Jahrhundert zurück. Schon vor den schweren Korallenbleichen 1998 und 2002 hätten sich diese erheblich verändert, folgern die Forscher. Dies müsse berücksichtigt werden, wenn heute Veränderungen der Riffe untersucht werden.