Ein halbes Jahrhundert ist es an diesem Freitag her, dass ein fröhliches kleines Liedchen einer bis dahin noch unbekannten Band veröffentlicht wurde: «Love Me Do» von den Beatles. «Love Me Do» wurde zum Achtungserfolg in Grossbritannien, erreichte Platz 17 in der Hitparade.Er war eine Art Türöffner für die Beatles, die gleich darauf mit «Please Please Me» ganz nach oben stürmten und die Beatles-Mania entfachten. Drei Versionen spielten die Beatles von «Love Me Do» ein: Die erste mit Pete Best entstand im Juni 1962 und wurde verworfen, weil Bests Schlagzeugspiel für nicht gut genug befunden wurde. Sie war lange verschollen, wurde dann aber Ende 1995 in der «Beatles-Anthology» veröffentlicht. Dann durfte Anfang September Ringo Starr ans Schlagzeug, Martin fand aber auch diese Version nicht gut. Eine Woche später entstand eine weitere Version mit dem Session-Drummer Andy White, bei der Starr nur Tamburin spielen durfte. Erste Fassungen der Single waren die Version mit Starr am Schlagzeug. Die White-Version wurde für das Album «Please Please Me» und spätere Single-Pressungen genommen. Sie ist am Tamburin zu erkennen.
Er hatte Eckzähne wie ein Vampir und sah aus wie ein Stachelschwein auf zwei Beinen: Forscher haben das Fossil eines Zwergdinosauriers aus Südafrika untersucht. Er soll vor rund 200 Millionen Jahren gelebt haben. Der Pflanzenfresser war etwa 60 Zentimeter gross, wog weniger als eine Hauskatze und ist damit einer der kleinsten Saurier, die jemals entdeckt wurden. Das berichtet Paul Sereno von der Universität Chicago im Journal Zookeys und auf der Webseite der National Geographic Society.
Das Gift der schwarzen Mamba enthält sogenannte Mambalgine, die ähnlich wirken wie Morphium. Sie scheinen jedoch nicht dieselben Nebenwirkungen zu haben und auch Zeichen der Abhängig wurden nicht festgestellt. Das Schlangengift wäre nicht das erste, dass als Medizin dient. Weiter ...
Tierschutzgesetze sind nur so gut wie ihre Umsetzung. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) Schweiz verstärkte seine Informationstätigkeit, als 2008 das revidierte Tierschutzgesetz in Kraft getreten war: Im Internet kann man erfahren, wie Heimtiere zu halten sind. Nun wollte das BVet wissen, ob die Erläuterungen auch bei den Tierhaltern ankommen. Im neuen Tierschutzbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, werden die Resultate einer Umfrage vorgestellt, an der 555 Personen teilgenommen haben. Erfragt wurden die Haltungsbedingungen von Hunden, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäusen, Wellensittichen und Landschildkröten.
Besucher in Rom müssen künftig aufpassen, wo sie ihre Pizza zum Mitnehmen essen. In der Altstadt hat die Stadt das Übernachten, aber auch das Essen und Trinken verboten Die Massnahme diene zum Schutz des besonderen historischen, künstlerischen, architektonischen und kulturellen Erbes. Verstösse könnten mit Geldbussen zwischen 25 und 500 Euro geahndet werden.
Das von Bürgermeister Gianni Alemanno unterzeichnete Dekret, das bis Ende Dezember gelten soll, sei nötig geworden, weil die Touristen oft die grundlegendsten Regeln des Anstands nicht respektiert hätten. Etwa hätten sie Essensreste achtlos auf historische Gemäuer geworfen.
Ein Zirkus hat in der tschechischen Stadt Kladno sein Krokodil vergessen. Das Reptil erschreckte am Strassenrand einen Spaziergänger, der die Polizei zu Hilfe rief. Das meldete gestern die Zeitung «Pravo». «Ob es tot ist oder lebt, habe ich lieber nicht geprüft», sagte der Mann dem Polizei-Notruf. Streifenbeamte entdeckten das durchaus muntere Krokodil im Gebüsch. Herbeigerufene Spezialisten konnten es einfangen. Der Zirkus war bereits vorige Woche nach Deutschland weitergezogen. Nun droht eine Anzeige wegen Verstosses gegen das Veterinärgesetz.
Eingeklemmt im Kühlergrill eines Autos hat ein Pudel im Osten der USA eine Fahrt von 17 Kilometer überlebt. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, trat der Fahrer auf die Bremse, als das Hündchen in der Kleinstadt Taunton im Staat Massachusetts auf die Strasse lief, sah es aber anschliessend nicht mehr.
Erst im 17 Kilometer entfernten East Providence im Staat Rhode Island habe ein anderer Fahrer ihn auf das aus der Wagenfront herausragende Tier aufmerksam gemacht. Mitarbeiter des Veterinäramtes befreiten die Hündin, die trotz einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde bei der unfreiwilligen Fahrt am 20. September nur leichte Verletzungen davontrug.
Auf dem Speiseplan vieler Organismen stehen nur einige wenige Arten. Manche haben sich gar auf eine einzige Nahrungsart spezialisiert. Die Taufliegenart Drosophila pachea etwa ernährt sich ausschliesslich vom sogenannten Senita-Kaktus (Lophocereus schottii); einer Kakteenart, die nur in der Sonora-Wüste im Nordwesten Mexikos und im Südwesten der USA vorkommt. Wie es im Lauf der Evolution zu dieser engen Beziehung gekommen ist, war bisher unklar. Michael Lang von der Université Paris Diderot und seine Kollegen konnten nun einen Teil des Rätsels lösen: In einer Untersuchung haben sie gezeigt, dass der Abhängigkeit von D. pachea von «ihrem» Kaktus Veränderungen in einem einzigen Gen zugrunde liegen. Weiter...
Seit vielen Jahren befürchten Schweizer Fischereifachleute eine Invasion von Fischen aus dem Schwarzen Meer in das Rheineinzugsgebiet. Die Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals vor 20 Jahren macht es möglich, dass ursprünglich dort, im sogenannten ponto-kaspischen Raum, heimische Arten ihre natürlichen biogeografischen Grenzen überschreiten. Es sind vor allem fünf Grundelarten, als «Schwarzmeergrundeln» zusammengefasst, die den Experten Sorgen bereiten. Denn auch die Folgen anderer menschlicher Aktivitäten wirken einladend auf diese Tiere. Der Anstieg der Wassertemperaturen und die Veränderung der Lebensräume durch Stauhaltungen und Verbauungen schaffen Bedingungen, zum Beispiel langsam fliessende oder stehende Gewässerabschnitte, unter denen sie sich wohl fühlen. Weiter...
In Irland ist der Tag des Finals der All-Ireland-Meisterschaft im Hurling fast so bedeutend wie der St. Patricks-Day.
Neben Hurling gibt es drei weitere gälische Sportarten: Gaelic Football, Irish Handball und Rounders. Das von Frauen gespielte Hurling nennt sich Camogie. Auch beim Football gibt es eine von Frauen praktizierte Variante (Ladies Football). Vor allem Hurling und Gaelic Football sind in Irland deutlich populärer als die «nicht-irischen» Sportarten Fussball und Rugby. Gaelic Football ist eine Sportart, die Elemente von Rugby und Fussball vereint. Irish Handball erinnert an Squash, wobei der Ball nicht mit Schlägern, sondern mit blossen Händen gespielt wird. Und Rounders kann als eine frühe Variante von Baseball bezeichnet werden. Gefördert werden diese typisch irischen Sportarten von der Gaelic Athletic Association (GAA). Der 1884 gegründete Sportverband hat sein Hauptquartier im Croke Park Stadium in Dublin, wo jeweils im September die Finals im Hurling und Gaelic Football stattfinden. Im 82'500 Zuschauer fassenden Stadion dürfen in der Regel nur gälische Sportarten praktiziert werden. Der GAA sind mehr als 2500 Vereine mit gegen einer Million Mitgliedern angeschlossen. Damit zählt sie zu den grössten Amateursportorganisationen der Welt.
Neuseeländische Forscher haben eine gentechnisch veränderte Kuh gezüchtet, die Milch ohne das Eiweiss Beta-Laktoglobulin produziert. Auf dieses Eiweiss reagieren zwei bis drei Prozent der Säuglinge allergisch. Verfahren, um das BetaLaktoglobulin aus der Milch zu entfernen, seien aufwendig und nur bedingt erfolgreich, daher habe man eine Methode gesucht, wie Kühe Milch ohne diesen Bestandteil erzeugen könnten, heisst es in der Fachpublikation PNAS.
Das größtes Riff der Erde hat die Hälfte seiner Korallen verloren. Stürme, Seesterne und die Korallenbleiche dünnten das Great Barrier Reef in nur 27 Jahren drastisch aus. Der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen schwindet mit den Korallen. Weiter ...
Unsere moralischen Urteile halten wir gerne für wohldurchdacht. Doch das ist ein Irrtum: Oft leitet uns blosse Intuition. Amerikanische Wissenschafter haben untersucht, wie unser Bauchgefühl beeinflusst, ob wir etwas als moralisch richtig oder falsch einschätzen («Psychological Science», online). Obgleich Emotionen die unmittelbare Reaktion auf moralische Dilemmata steuern, kann jedoch das intuitive Urteil durch intellektuelle Auseinandersetzung ausser Kraft gesetzt werden. Die Versuchspersonen lasen Geschichten, in denen sich Menschen in moralischen Zwickmühlen abstossend benahmen. Wer die geschilderten Szenarios nach der Lektüre logisch rekonstruierte, war geneigt, sich von seiner emotionalen Spontanreaktion zu distanzieren.
Die weltweiten Fischbestände sind einer neuen Studie zufolge nicht nur durch massive Überfischung, sondern auch durch den Klimawandel bedroht. Die mit der Erderwärmung steigenden Wassertemperaturen zögen Wachstumsprobleme bei den Fischen nach sich, ergab die in der Zeitschrift «Nature Climate Change» veröffentlichte Untersuchung. Die Wissenschaftler um Daniel Pauly von der kanadischen University of British Columbia simulierten die Auswirkung des Klimawandels auf die Meere und ihre Bewohner in Computermodellen.
Nubya gelang der Durchbruch mit einem Auftritt im Vorprogramm von Whitney Houston im Hallenstadion in Zürich. Das Publikum war begeistert. Nicht nur wegen ihrer Soulstimme.
Die zwischen April und Juni von Schnee bedeckte arktische Landmasse geht seit 1979 pro Jahrzehnt um fast 20 Prozent zurück. Damit schwindet die arktische Schneefläche schneller als das arktische Meereis, das pro Dekade im Sommer rund zehn Prozent zurückgeht. Das berichten Forscher in den «Geophysical Research Letters» auf Basis von Satellitendaten. Das Schrumpfen des arktischen Meereises sorgte diesen Sommer mit einem historischen Maximum auch im Zebu für Schlagzeilen.
Hummeln finden den kürzesten Weg zu schmackhaften Blüten, nachdem sie nur 20 von 120 möglichen Streckenvarianten abgeflogen haben. Wie britische Forscher in «PLOS Biology» berichten, nutzen die Hummeln ein einfaches Prinzip, um das «Problem des Handelsreisenden» zu lösen: Auf ihren Sammelflügen behalten sie nur dann eine Route bei, wenn diese kürzer war als die zuvor ausprobierte. War die neue Route länger, suchen die Hummeln nach einer anderen Streckenvariante.
Nach 66 Jahren ist im ältesten US-Werk der Suppenfirma Campbell Schluss. Weil die amerikanischen Kunden weniger Lust auf die heisse Mahlzeit aus den kultigen rot-weissen Dosen verspüren, gehen in der 1947 erbauten Fabrik im kalifornischen Sacramento im März kommenden Jahres die Lichter aus.
Nur wenige Tiere bleiben ihr Leben lang mit einem Partner zusammen und meistens gehen sie fremd, um ihre Fortpflanzungschancen zu erhöhen. Nicht so der Kojote: Er bleibt seinem Partner ein Leben lang treu. Weiter ...
Der mit Hits wie «Moon River» und «Can‹t Take My Eyes Off You» weit über die Grenzen der USA hinweg bekannt gewordene Sänger Andy Williams ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren nach einem einjährigen Kampf gegen Blasenkrebs
Was sich wie ein Märchen anhört, ist im abgeschiedenen Vaughn im US-Staat New Mexico skurrile Wirklichkeit geworden. Am Mittwoch legte Polizeichef Ernest Armijo seinen Posten nieder – und zurück blieb Vierbeiner Nikka, der nun als einzig offiziell zugelassenes Mitglied der Polizeiwache der Kleinstadt seine Nachfolge antreten muss. Armijo habe seinen Hut genommen, als Medien berichteten, dass er wegen seiner kriminellen Vergangenheit überhaupt keine Waffe hätte tragen dürfen, sagte ein Anwalt aus dem Ort. Zudem hatte der Polizist ein städtisches Gewehr verkauft und das Geld selbst behalten.
Die Architekten Danny Mui und Benjamin Sahagun wollen die Congress Gateway Towers in Chicago umbauen und die Fassaden mit Algen versehen. Damit soll die Luft von CO2-Emissionen gesäubert werden.
In Hamburg befindet sich zurzeit ein ähnliches Pionierprojekt im Bau. Das Haus für die Internationale Bauausstellung in Hamburg soll die erste Bioreaktorfassade bekommen. In plattenförmig angeordneten Glaselementen werden hier Mikroalgen gezüchtet, die durch Fotosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme produzieren. Zwar soll dieses Gebäude Strom produzieren und nicht die Luft säubern, trotzdem gilt es als Vorreiterprojekt für Visionen der Achitekten Mui und Sahagun in Chicago. The Atlantic Cities