Eigentlich steht der Termin zur Einlösung des 1. Preis schon lange fest - aber die schriftliche Terminzusage ist immer noch nicht eingetrudelt. Daher warten wir noch...
Ökologischer Landbau fördert die Artenvielfalt und zwar nicht nur bei Hase und Wildblumen, sondern auch bei Insekten und Mikroorganismen. Diese Vermutung von Verfechtern des Biolandbaus ist jetzt von britischen Forschern bestätigt worden. Die Wissenschaftler haben Datenmaterial in Europa, Kanada, Neuseeland und in den USA gesammelt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. weiter...
Nach vier Jahren haben die Betreiber der Jobbörse für Umweltfachkräfte "greenjobs.de" ihrer Website eine Runderneuerung spendiert. Mit einem überarbeiteten Layout und zusätzlichen Funktionen sollen Stellenanbieter und Jobsuchende noch einfacher zueinander finden. Was sich jedoch nicht geändert hat: Auch weiterhin müssen weder Anbieter noch Stellensuchende für das Angebot zahlen. Alle Funktionen sind kostenlos nutzbar. Mit etwa 200.000 abgerufenen Seiten im Monat und jeweils rund 100 Stellenangeboten und -gesuchen zählt die Website mittlerweile zu den bekanntesten "grünen" Stellenmärkten im Internet. weiter...
Heute haben das Naturschutz-Netzwerk BirdLife International, Dachverband des NABU, und der Dachverband der europäischen Jagdverbände, FACE, in Brüssel eine Vereinbarung zur Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie unterzeichnet. Damit könnten Praktiken wie die alljährlich in vielen südeuropäischen Ländern stattfindende Jagd auf Zugvögel im Frühjahr oder gar die von der italienischen Regierung geplante Freigabe von weiteren Vogelarten für die Jagd bald ein Ende haben, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke: Mit der Selbstverpflichtung der Jäger, die Inhalte der EG-Vogelschutzrichtlinie nicht aufzuweichen, können die Massaker an unseren Zugvögeln in Südeuropa endlich gestoppt werden. weiter...
Einen mehr als zehn Jahre andauernden Rechtsstreit um einen Papageien in einer Apotheke hat das oberste Verwaltungsgericht Hessens zu Gunsten des Vogels entschieden. Papagei Nelson darf die Kunden in der Spitzweg-Apotheke in Langen bei Frankfurt auch künftig mit einem kräftigen Guten Morgen begrüßen, entschied der Verwaltungsgerichtshof in Kassel am Montag. Um den Hygieneanforderungen der Apothekenaufsicht zu genügen, muß der Vogel in einem Glasgehäuse verschwinden. Durch eine Öffnung darf er aber weiter mit den Kunden reden. Auf diese Lösung verständigten sich der Apotheker und die Behörde. weiter...
Die Wasserschifffahrtsdirektion Ost hat auf Druck des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Baumaßnahmen an der Spree in einem Europa-Naturschutzgebiet bei Fürstenwalde gestoppt. Ziel des Baustopps sei, die Einwendungen des BUND zu prüfen, sagte Hartmut Wienhöfer von der Behörde. Die Umweltschutzorganisation hatte beanstandet, dass es kein Planfeststellungsverfahren für einen Ausbau gegeben habe. Bei den Baumaßnahmen in einem drei Kilometer langen Abschnitt der Spree seien bislang unter anderem Schilf- und Seerosenbestände zerstört sowie Bäume gefällt worden, erklärte der BUND. Berliner Zeitung
Gehirnleistung und Lernfähigkeit von Hundewelpen kann durch die richtige Ernährung verbessert werden. Dies besagt zumindest eine neue Studie der Eukanuba-Welpenschule in Wien.
Verantwortlich dafür, dass die kleinen Hunde erhöhte Lernfähigkeit und Erziehbarkeit zeigen, ist laut Studie eine ungesättigte Omega-3-Fettsäure: DHA (Docosahexaensäure) ist auch bei Menschenkindern ein wichtiger Nährstoff für eine gesunde Hirnentwicklung.
Für die klinische Studie bekamen 39 Welpen eine Lernaufgabe gestellt. Die Junghunde wurden zuvor in zwei Gruppen geteilt, ihre Ernährung unterschied sich durch den DHA-Gehalt. Da das Gehirn eines Hundebabys nur eine begrenzte Menge an DHA produzieren kann, sind die Tiere ebenso wie Säuglinge darauf angewiesen, diesen Stoff auch über die Mutter aufzunehmen. Deshalb erhielten auch Hundemütter für die Studie während der Trächtigkeit und bis in die Entwöhnungsphase hinein DHA-angereicherte Nahrung.
Ab der neunten Lebenswoche waren die Junghunde dann trainiert worden. Die Aufgabe: Sie sollten unterschiedliche Symbole verschiedenen Richtungen zuordnen. Je nachdem, ob ihnen eine Tafel mit einem Kreis oder einem Quadrat gezeigt wurde, mussten sie nach rechts oder links laufen. Die richtige Entscheidung wurde mit einer Futtergabe belohnt. weiter...
Tausendfüßer lernen das Gehen in kleinen Schritten. Sie schlüpfen zunächst mit nur drei bis sieben Beinpaaren aus dem Ei. Im Laufe ihres Lebens kommen dann immer neue Körperringe und Gliedmaßen hinzu. Der Tausendfüßer wird lang und länger, wie ein Zug, an den immer mehr Waggons angehängt werden.
Zu Beginn jeder Wachstumsphase ziehen sich die lichtscheuen Gliedertiere ins Erdreich zurück. Dort, in einem sicheren Versteck, werfen sie die alte Haut ab, verspeisen sie und erweitern den schlanken Körper um etwa drei neue Ringe.
Bei den eigentlichen Tausendfüßern sind diese Ringe zunächst beinlos, sagt Otto Kraus, ehemaliger Direktor des Zoologischen Staatsinstituts und Museums der Universität Hamburg. Erst bei nochmaliger Häutung bilden sich jeweils zwei Beinpaare an jedem der drei Segmente.
Es gibt Tausendfüßer, die bis an ihr Lebensende weiter wachsen. Zwar bringt es kein Vertreter irgendeiner der 13000 bekannten Arten auf 1000 Füße, aber mit 350 Beinen wird die in Kalifornien beheimatete Illacme plenipes dem Namen immerhin annähernd gerecht. weiter...
Wer plötzlich vor sich auf der Straße einen Fuchs sieht, sollte lieber eine Kollision mit dem Tier riskieren als ein möglicherweise fatales Ausweichmanöver. Dies raten die Verkehrsrecht-Anwälte im Deutschen Anwaltverein (DAV). Sie verweisen insofern auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz. Darin ging es um einen Fall, in dem ein Autofahrer versucht hatte, den Zusammenstoß mit dem Fuchs zu vermeiden. Bei dem Ausweichmanöver kam er von der Straße ab und landete im Graben. Das Auto wurde dabei erheblich beschädigt. Von seiner Versicherung verlangte der Mann daraufhin den Ersatz der sogenannten Rettungskosten. Der Versicherer weigerte sich zu zahlen. weiter...
In den Restaurants sieht es aus wie im Zoo. Aus kleinen Käfige starren Rehe, Katzen, Beuteltiere, Schlangen und sonstige Wildtiere den Besucher an. Die Speisekarten preisen exotische Leckereien wie "Durchs Herz gestochene Schildkröten" oder "Lebendes Affenhirn" an. Wer in Südchina ein Spezialitätenrestaurant besucht, sollte starke Nerven haben. Ob Tiger, Kamele, Bären oder Pfaue - kaum ein Tier, das hier nicht als Gericht angeboten wird.
Horrorgeschichten aus Chinas Küchen sind im Westen hinlänglich verbreitet. Wenig bekannt ist jedoch, dass der Verzehr der exotischen Tiere auch in China heftig umstritten ist. Viele der Wildtiere gelten nur in Südchina als Delikatesse, vor allem in der Provinz Guangdong bei Hongkong. Dort sind es meist wohlhabende Geschäftsleute, die Spezialitäten wie frittierte Hausratten bestellen. Umweltschützer wie Liang Congjie von der Gruppe "Freunde der Natur" fordern deshalb, geschützte Tiere von den Speisekarten zu verbannen. weiter...
Ein Garten, ein Haus und 200 Bilder: eine Ausstellung mit Max Liebermanns Gartenmotiven in der Alten Nationalgalerie Berlin.
Die Birken stehen wieder, seit 2003. Kreuz und quer über den Gartenweg, der sich in direkter Linie vom Haus zum Seeufer zieht. Wenn Sie wissen wollen, was ein Reformgarten ist: das ist, wenn Bäume mitten auf einem Weg wachsen, erläutert Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatli chen Museen zu Berlin, in der Ausstellung Im Garten von Max Liebermann: Das Wesen der Reform ist Form und Freiheit.
Der Birkenhain war schon vorhanden, als der 58-jährige Berliner Malerfürst 1909 das letzte noch freie Seegrundstück am Wannsee erwarb und er bezauberte ihn so, dass feststand: Gartengestaltung hin oder her die Birken werden nicht gefällt.Das geschah erst fünf Jahre nach Liebermanns Tod, als die Reichspost 1940 das Gebäude übernahm und den Garten zerstörte. Liebermanns Witwe Martha entzog sich der Deportation nach Theresienstadt durch Selbstmord, die Villa fristete bis 1997 ein trauriges Dasein als Krankenhaus und Sitz eines Taucherclubs. Erst 2002 konnte die Liebermann-Gesellschaft das Gelände übernehmen. Seitdem werden Haus und Garten Stück für Stück rekonstruiert. weiter...
DER MALER
Max Liebermann,
1847 in Berlin geboren, Gründungsmitglied der Berliner Sezession,
seit 1920 Präsident der Akademie der Künste, lebte am Pariser Platz 1, starb 1935 in Berlin.
DIE AUSSTELLUNG
Im Garten von Max Liebermann,
Alte Nationalgalerie Berlin,
bis 9. Januar, Di bis So 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 22 Uhr, Katalog im Nicolai-Verlag, 20 ?.
DAS HAUS
Liebermanns Sommerhaus am Wannsee,
Colomierstr. 3,
erbaut 1909 von Paul Baumgarten, ist bis Ende Oktober jeweils am Wochenende zu besichtigen. Rekonstruktion von Haus und Garten bis 2006, Kosten: 3,2 Millionen ?.
Sie müssen weg, weil es der Denkmalschutz verlangt. Auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte und dem Lauenburger Platz in Steglitz werden bald Bäume gefällt. Beide Plätze sollen nach ihren historischen Vorbildern wieder hergestellt werden. Anwohner protestieren, die Behörden bleiben hart und Berlins oberster Gartendenkmalpfleger Klaus von Krosigk verteidigt die Entscheidung: Die Plätze werden nach dem Umbau Kostbarkeiten für den Kiez sein, für mehr Lebensqualität sorgen und identitätsstiftend für die Nachbarschaft sein.
Am Lauenburger Platz wollen Anwohner verhindern, dass zwei Hainbuchen gefällt werden. Diese sollen Platz machen für Bänke, die mit Trauerweiden und Pyramidenpappeln umstellt werden. Für die Bäume und Sträucher, die wir hier beseitigen, werden 40 neue Bäume gepflanzt, erklärt Uwe Stäglin (SPD), zuständiger Baustadtrat im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. 403000 Euro an Steuergeldern werden in den Platz und die neuen Spielgeräte für Kinder gesteckt. Der Lauenburger Platz, jetzt eine dicht begrünte Oase, war nach von Krosigks Angaben früher ein hinreißender Platz. weiter...
Der 34-Jährige habe mit seiner Frau und seinem Kind in einem Zelt an dem Ufer von Bathurst Bay im Bundesstaat Queensland geschlafen, sagte ein Sprecher der Fliegenden Ärzte am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. "Das Krokodil ist in das Zelt reinspaziert und hat den Mann rausgeschleift." In einem Nachbarzelt habe die ältere Dame den Lärm gehört und sich auf den Rücken des Krokodils geworfen. Dies habe den Mann losgelassen und sie angegriffen. Eine weitere Person erschoss schließlich das Tier. Die beiden Angegriffenen erlitten Knochenbrüche, Bisswunden und Prellungen. Reuters
Der Euronatur-Umweltpreis 2004 geht an Nelson Mandela (86). Nach Mitteilung der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) wird Nelson Mandela für sein großes Engagement für einen Frieden mit der Natur und zur Bewahrung unersetzlicher Naturparadiese gewürdigt. weiter...
WWF freut sich, dass Schutz der Elefanten weiterhin Vorrang hat. Der Handel mit Elfenbein bleibt vorerst weiterhin untersagt. Die CITES-Delegierten setzten gestern auf der Weltartenschutzkonferenz ein weiteres Zeichen gegen die Aufweichung des seit 1989 bestehenden Handelsverbotes. weiter...
Der Antrag Japans, den internationalen Handel mit Walfleisch zu legalisieren, wurde heute bei der 13. Artenschutzkonferenz in Thailand abgelehnt. Noch bis 14. Oktober 2004 diskutieren und entscheiden 160 Staaten in Bangkok, Thailand, über den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. weiter...
Der größte Coup, den der kleine Schaugarten in Greiffenberg landen konnte, waren die Nelken für den Schlossgarten Versailles. Der sollte ab 2001 wieder in alter Pracht erstrahlen, und dazu gehörten jene Landnelken, die dort ursprünglich massenhaft blühten. Die Sorte konnte zwar mit Hilfe eines Pflanzenkatalogs von 1693 identifiziert werden, doch niemand hatte den Samen. Nur der Lehrgarten in der Uckermark konnte ihn nach Frankreich liefern, damit er dort für die Neubepflanzung des Parks vermehrt wird. "Das war unser größter Publicity-Erfolg", sagt Rudolf Vögel vom Vorstand des Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (Vern). "Durch so etwa werden wir natürlich nicht reich, aber uns geht es ja auch darum, dass seltene alte Pflanzensorten möglichst weit verbreitet werden." weiter...
Im Laufe der Zeit wurde der Mont-Saint-Michel Teil des Festlandes. Künftig soll er wieder als Insel aus dem Meer ragen.
Manch ein Tourist wird enttäuscht sein von seinem Besuch des Mont-Saint-Michel. Die sich einst stolz aus den Fluten erhebende Abtei ist heute Teil des Festlands und droht, vom Autoverkehr überschwemmt zu werden. Im Jahre 1995 haben sich deshalb der französische Staat, die betroffenen Regionen, die Departements und die Kommune zusammengetan, um dem 1979 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommenen Mont-Saint-Michel wieder zu seiner Ursprünglichkeit zu verhelfen: ihm seinen maritimen Charakter und seine spirituelle Dimension wiederzugeben. Zu diesem Zweck wurden zwischen 1995 und 1999 wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen. Es sollte eine Lösung gefunden werden, die es im Einklang mit der Natur ermöglicht, dem Mont-Saint-Michel auf Dauer seine Insellage wiederzugeben. weiter...
Das Forum, ein ambitioniertes städtebauliches Projekt Barcelonas, ergänzt die Strategien zur Aufwertung des öffentlichen Raums.
Seit Beginn der achtziger Jahre hat sich der öffentliche Freiraum in Barcelona entscheidend verändert. Nach Jahrzehnten völliger Vernachlässigung unter dem Franco-Regime wurde er zum wichtigen Symbol für die wiedergewonnene Freiheit.
Von Mitgliedern des Stadtrats sowie technischen Experten wurden Kriterien für die Stadtplanungsprojekte entwickelt und festgelegt. Zunächst wurden kleinere Projekte in den mittelalterlichen und historischen Stadtvierteln realisiert, wobei Straßen und Plätze wie die Plaça Reial und die Plaça Trilla in Fußgängerzonen umgestaltet wurden. Später entstanden auf privaten Grundstücken große öffentliche Parks und Gärten wie der der Villa Sicilia, der Parc de lEspanya Industrial und der Parc de lEscorxador.
Entscheidende städtebauliche Veränderungen fanden statt, als Barcelona als Austragungsort für die Olympischen Spiele 1992 bestimmt wurde. In der Folge wurden großflächige Gebiete umgestaltet, die von Grund auf saniert werden mussten: das Vall dHebron, die Anella Olímpica de Montjuïc und die Strandpromenade Vila Olímpica. weiter...
Fragen des Hochwasserschutzes und die Geschichte des Hafens bilden die Grundlagen des Freiraumentwurfs für die HafenCity.
Die Freie und Hansestadt Hamburg besitzt durch die Wiedernutzung alter zentral gelegener Hafenflächen die einmalige Chance, die spannende Nahtstelle zwischen Land und Wasser neu zu bestimmen und einen neuen lebendigen innerstädtischen Stadtteil auf einer rund 100 Hektar großen Fläche entstehen zu lassen. Hamburg kann sich damit an der Elbe ein Stück weit neu erfinden und positionieren. Die sogenannte HafenCity soll künftig die heutige Innenstadt mit der Elbe verknüpfen, Wohn- und Lebensort für rund 12 000 neue Bewohner sein, für rund 40 000 Menschen ein neuer attraktiver Arbeitsort und für alle Hamburger sowie Besucher der Stadt ein urbaner und kultureller Magnet. Die Voraussetzungen dafür sind besonders günstig: die unmittelbare Nähe der Hamburger Innenstadt, die phantastische denkmalgeschützte Speicherstadt und eine Hafenlandschaft als grandioses Bühnenbild für einen neuen Stadtteil am Fluss. Die »Neuaufführung« und Neuinterpretation eines alten Stückes mit dem Titel »Europäische Stadt« hat längst begonnen. Die Besetzung ist klassisch: Parks, Plätze, Promenaden (siehe auch Topos 34). weiter...
Zusammen mit anderen Ziergärten bildet der Staudengarten im Berliner Stadtteil Dahlem das grüne Herz eines städtebaulich geschützten Ensembles aus Einzel- und Reihenhäusern der 1920er Jahre. Als unser Büro LA.BAR zeitgleich mit den Umbaumaßnahmen am Gebäude durch die Berliner Architektin Gesine Weinmiller beauftragt wurde, den Garten zu modernisieren, war die alte Grundstruktur nur noch schwer zu erkennen, die Vegetation überaltert und der nach Norden orientierte Garten stark verschattet. Eine wichtige Aufgabe bestand für uns daher darin, die vorhandene Vegetation kräftig auszudünnen und das Gefüge der Anlage mit der drei Meter hohen Eibenhecke, einem Staudenbeet am Haus und einem Sitzplatz in der sonnigen Partie wieder lesbar zu machen. Analog zum Gebäude stellten wir der historischen Anlage eine moderne Gestaltungssprache gegenüber. Mit klaren und raumbildenden Elementen sowie einer hochwertigen, aber zurückhaltenden Pflanzen- und Materialverwendung schufen wir einen spannungsvollen Freiraum. Das Spiel mit Kontrasten machte den gestalterischen Reiz aus und wurde auch von den jungen Bauherren sowie der zuständigen Denkmalpflegerin unterstützt. weiter...
Die Gestaltung mit Stauden ist schnelllebigen Modeströmungen und dem Wandel des allgemeinen Ästhetikempfindens unterworfen. Daneben spielen die Kosten für Planung und Unterhalt eine entscheidende Rolle. Wer an Staudenpflanzungen denkt, assoziiert damit meist Staudenrabatten wie die Englische Rabatte. Oder wir kombinieren Stauden mit Gehölzen und Sommerblumen in Mixed Borders. Beim Projekt Silbersommer etwa untersuchen deutsche Fachhochschulen und die FH Wädenswil an mehreren Standorten Kombinationen von Stauden und Zwiebelpflanzen im öffentlichen Grün. Weniger bekannt hingegen sind Staudenpflanzungen, in die ein- und zweijährige Pflanzen eingesät werden. Die Integrierten Pflanzsysteme bieten ein solches Konzept an. weiter...
Die Ansprüche an Staudenpflanzungen im öffentlichen Raum steigen. Sie sollen attraktiv, robust und zugleich günstig zu pflegen sein. Als Vorbilder dienen zunehmend Pflanzengesellschaften der osteuropäischen Steppen, der amerikanischen Prärie oder der heimischen Wiesen.
Unter dem Titel Nature Enhanced gesteigerte Natur beleuchtete im Juni ein internationales Symposium an der Universität von Sheffield das Spannungsfeld der Pflanzenverwendung zwischen Kultur, Ökologie und Ästhetik in städtischen Freiräumen. Grundsätzlich ist die Idee nicht neu, natürliche Pflanzengesellschaften und ökologische Prozesse als Referenzmodelle in der Landschaftsarchitektur einzusetzen. Dennoch scheint sich eine neue Bewegung in der Pflanzenverwendung zu etablieren, die neben ökologischer Funktionalität eine naturalistische, gesteigerte Ästhetik in der Gestaltung anstrebt. weiter...
Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Hundebesitzern und deren Hunden in Coesfeld hat ein Mann den Vierbeiner seiner Kontrahentin mit einem Messerstich getötet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, fielen die beiden Hunde des Mannes über den Staffordshire der Frau her. Die Tiere verbissen sich ineinander. Die Frau setzte daraufhin Pfefferspray gegen das angreifende Hunde-Duo ein, nachdem der Mann seine Hunde nicht zurückpfiff.
Nach Aussage der Frau soll der Mann dann gesagt haben: «Entweder ihrer oder meiner, ich hol jetzt das Messer und stech ihn ab.» Darauf zückte der 58-Jährige ein Messer, schnitt dem Staffordshire die Kehle durch und machte sich mit seinen Hunden davon. Kurz darauf meldete er sich aber freiwillig bei der Polizei. Die Frau erlitt bei den Hundeattacken leichte Verletzungen am Unterarm. de.news.yahoo.com
Zwei grau gefleckte Bengalenkätzchen, vier Monate alt und entsprechend verspielt, waren die Sensation des Wochenendes in New York: Tabouli und Baba Ganoush sind Klone - die ersten geklonten Kätzchen auf der traditionsreichen "Cat Show" im Madison Square Garden, und damit die Attraktion für tausende Besucher. "Wir sind die einzigen, die Katzen klonen können", betont der PR-Mann des kalifornischen Unternehmens Genetics Savings & Clone, Ben Carlson.
Wer seine Mieze oder sein Samtpfötchen vergöttert und nach einer genetisch identischen Kopie des schnurrenden Lieblings verlangt, muss derzeit noch tief in die Tasche greifen. 50 000 Dollar (40 300 Euro) verlangt die Firma für einen Klon, hofft aber, den Preis mit der Zeit auf "unter 10 000 Dollar" drücken zu können. Als Kunden wünscht sich Carlson eher Züchter als Privatleute. weiter...
Passend zu den neuen Urlaubskatalogen gibt es jetzt eine Broschüre ganz besonderer Art. Aktuell zum Naturathlon 2004 ist ein Reisemagazin erschienen, das Lust auf Natur, Landschaften und Urlaubsziele in Deutschland macht. Angesprochen sind alle Menschen, die sich gerne in der Natur bewegen - und sich ebenso gerne von Natur bewegen lassen.
Auf 48 Seiten kann der Leser die Naturathlonroute vom Nationalpark Berchtesgaden bis zum Nationalpark Jasmund auf Rügen nachvollziehen. Beim Naturathlon wurde die ganze Strecke, immerhin 2800 km, per Muskelkraft bewältigt. Bei dieser sportlichen Leistung stand jedoch das Erleben von Natur immer im Vordergrund. In der Broschüre werden neben den beteiligten Natur- und Nationalparks, Biosphärenreservaten und Urlaubsregionen auch Städte und Gemeinden auf der Route beschrieben. Alle Ziele haben eins gemeinsam: Sie sind schön, vielfältig und eignen sich zum Aktiv- und Wellness-Urlaub nach dem Motto "Natur bewegt". weiter...
Wer mehr über die Naturparks und Regionen wissen will, kann sich unter https://www.naturathlon.de informieren.
Im Februar haben die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur den Startschuss für das erste internetgestützte Register der Industrieemissionen in Luft und Wasser gegeben. Mit 100 000 Abfragen in den ersten drei Monaten ist das Register zu einem vollen Erfolg geworden. Nun schlägt die Kommission vor, es noch zu erweitern und ein europäisches Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister (PRTR - Pollutant Release and Transfer Register) einzurichten. Das PRTR wird mehr Daten und bessere Informationen liefern: Es erfasst eine größere Zahl von Schadstoffen, industriellen Quellen und Emissionsarten und soll jedes Jahr aktualisiert werden. Damit dürfte es für alle Benutzer, einschließlich der breiten Öffentlichkeit, die das erste Register intensiv abgefragt hat, noch nützlicher werden. weiter...
Mit den Umweltdaten Deutschland Online 2004 veröffentlicht das Umweltbundesamt erneut eine breite Palette an Umweltfakten und Daten. Weit über 100 Beiträge wurden aktualisiert. Es gibt eine eine Vielzahl von Tabellen und Grafiken zu verschiedenen Umweltthemen; diese reichen von A wie Abwasserbehandlung bis zu Z wie Zielsetzungen der Klima-Rahmenkonvention. weiter...
Ein Kalifornier ist zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er seinen einjährigen Schäferhund aus Wut über seine Freundin gequält und dann mit einer Gartenschere geköpft hatte. Wie die "Los Angeles Times" heute berichtete, war der Mann zweifach wegen schwerer Körperverletzung vorbestraft und wurde nach einem kalifornischen Gesetz verurteilt, das 25 Jahre Haft bis Lebenslänglich für Kriminelle vorsieht, die drei Mal vor Gericht eines Verbrechens überführt worden sind. weiter...
Gegen 10:45 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Leitstelle in Mönchengladbach ein. Die Anrufer gaben alle übereinstimmend an, sie hätten soeben im Bereich Mülfort einen ausgewachsenen Hirsch auf der Straße gesehen. Dieses Tier beschäftigte von diesem Zeitpunkt an zwei Streifenwagenbesatzungen fast 2 Stunden lang. Der ca. 100 kg schwere Hirschbock mit stattlichem Geweih spazierte über die vielbefahrene Giesenkirchener Straße stadteinwärts und brachte den Verkehr dort zeitweise komplett zum Erliegen. Zwischendurch sprang er über Fahrzeuge und Personen und flüchtete dann weiter in den Stadtteil Odenkirchen. Hier hielt er sich im Bereich Mülgaustraße auf. Das Tier war aus einem Gehege ausgebrochen, ließ sich aber nicht einfangen. Da die Gefahr für Passanten und den Straßenverkehr zu groß wurde, wurde der Bock In einem günstigen Augenblick von einem hinzugerufenen Jäger fachgerecht erlegt. www.presseportal.de
In insgesamt elf verschiedenen Inselnationen des Südpazifik ist der ursprünglich aus Indien stammende Mynah-Vogel heimisch geworden. Jetzt versuchen Umweltgruppen den Vogel auszurotten, denn nach Angaben von Ökologen ist diese Art eine der schlimmsten Bioinvasoren des Jahrhunderts, berichtet das Pacific Magazine https://www.pacificmagazine.com/ in seiner aktuellen Ausgabe.
Der Vogel wurde von den Briten zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Fidschi geholt, um die Zuckerrohrfelder vor Insektenfraß zu schützen und hat sich perfekt an die neuen Lebensbedingungen angepasst. Knapp nach der Einführung der Tiere in Fidschi wurde er auch auf anderen Inseln als Insektenvertilger eingesetzt und schaffte es aus eigener Kraft sich mühelos auf weitere Inseln fortzubewegen. So gelang es mehreren Tieren an Bord eines Bootes von Fidschi bis Kiribati zu reisen. Dabei verfügt der Vogel, der lokale heimische Arten völlig zurückdrängt, über jene Eigenschaften, die ein "erfolgreicher Bioinvasor" braucht: Die Mynahs sind intelligent, Nahrungsgeneralisten - sie fressen sowohl Insekten, als auch Beeren, Obst, Gemüse, Eier und sogar andere kleinere Vögel - und sie sind aggressiv, wie die Ornithologin Liz Dovey vom South Pacific Regional Environment Programm SPREP https://www.sprep.org/ in Apia/Samoa erklärt. weiter...
Tierfreunde dürfen auch in ländlichen Wohngebieten höchstens zwei Katzen frei herumlaufen lassen. Halten sie sich nicht an die Limitierung, müssen sie 250.000 Euro Strafe zahlen. Das hat die 4. Zivilkammer des Landgerichts Lüneburg in einem Berufungsverfahren entschieden.
Mehr Tiere seien den Nachbarn wegen der Ausscheidungen, die auch Nachbargrundstücke verunreinigten, nicht zuzumuten, sagte die Vorsitzende Richterin Sabine Philipp. Da es bereits vergleichbare Gerichtsentscheidungen gegeben habe, sei keine Revision zugelassen.
Geklagt hatte der Nachbar eines Ehepaares aus Echem (Kreis Lüneburg), den die stinkenden Duftmarken der Getigerten in seinem Garten störten. Er hatte vor vier Jahren das Grundstück bebaut, über das die beiden Kater und die Katze täglich zum Mäusejagen ins Brachland ziehen. Zudem fütterten die Rentner auch streunende Tiere.
Die Kammer wies nun die Berufung der 56 und 67 Jahre alten Eheleute gegen das Urteil des Amtsgerichts Lüneburg ab. Sie müssen sich jetzt entweder von einem ihrer Lieblinge trennen oder ihn im Haus oder eingezäuntem Auslauf zu halten. Andernfalls droht ihnen eine Ordnungsstrafe bis zu 250.000 Euro. Der Rentner sagte, er werde keine seiner Katzen abschaffen. weiter...
Projekt Deutsche Einheit 17: Unter dieser Bezeichnung bahnt die Bundesverwaltung großen Schiffen den Weg nach Osten. Die Wasserstraße Hannover-Berlin wird so ausgebaut, dass sich 110 Meter lange Schiffe und 185 Meter lange Schubverbände begegnen können.
Keinen Bedarf sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz. Eine Regierungs-Prognose von 1992 kam zu den Akten, weil sie unrealistisch einen zu hohen Anstieg des Schiffsverkehrs Hannover-Berlin vorhersagt. Eine neue Studie besagt: Auch ohne Ausbau von Havel und Spree steigt die Gütermenge bis 2010 von 1,9 auf 3,3 Millionen Tonnen. weiter...
Noch fließt die Spree durch einen grünen Lebensraum, bevor sie in Spandau in die Havel mündet. Doch die Flusslandschaft im Westen von Berlin ist bedroht, sagt Winfried Lücking vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Denn das Wasserstraßen-Neubauamt will den westlichsten Abschnitt der Spree auf 4 673 Meter Länge ausbauen. Dafür müssen rund tausend geschützte Bäume fallen, Teile des Ufers abgebaggert und weite Abschnitte des Flusses vertieft werden. Danach wird die Spree für Fische noch ein "sehr geringwertiger Kanallebensraum" sein, heißt es in den Planungsunterlagen. Der Bund hält den Ausbau für erforderlich, weil er den umweltfreundlichen Schiffsverkehr erleichtert. Lücking hält dieses Projekt dagegen für unsinnig: "Für eine solche Wasserautobahn gibt es keinen Bedarf."
Nach der Flutkatastrophe im Osten Deutschlands hatte der Bund auch dieses Wasserbauvorhaben unterbrochen. Erst sollte geklärt werden, ob die Vertiefung und Verbreiterung der Spree die Überschwemmungsgefahr erhöht. Experten hatten befürchtet, dass in begradigten Flussbetten das Wasser schneller fließt. "Doch die Untersuchungen ergaben, dass dies bei diesem Projekt nicht der Fall ist", sagt Heike Barth vom Wasserstraßen-Neubauamt. Im Gegenteil: Weil Braunkohlegruben in der Lausitz geflutet worden sind, sei der Wasserstand der Spree gesunken. "Wir haben also eher das Problem, dass wir weniger Wasser haben als früher", berichtet Barth. Zwar ergab die Prüfung auch, dass der Ausbau dazu führen könnte, dass der Wasserspiegel der Spree bei Mittel- und Niedrigwasser etwas niedriger liegt als heute. Doch unterm Strich bescheinigten die Gutachter die Unbedenklichkeit - die Planung wurde fortgesetzt. Ein wichtiger Verfahrensschritt erfolgte in der vergangenen Woche: Während eines Erörterungstermins wurden Bedenken gegen das Vorhaben besprochen. Inzwischen gehen die Planer der Bundesbehörde davon aus, dass der Bau voraussichtlich Ende 2006 oder Anfang 2007 beginnen kann. weiter...
Eine heutige Sitzung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens* hat heute einstimmig beschlossen, das südostasiatische Tropenholz Ramin unter internationalen Schutz zu stellen. Zukünftig soll das begehrte Holz weltweit nur noch unter kontrollierten Bedingungen gehandelt werden. Ramin wächst ausgerechnet in den Sumpfwäldern Indonesiens und Malaysias, also den letzten Rückzugsgebieten der Orang-Utans. weiter...
Die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis. Das teilte das norwegische Nobelpreiskomitee in Oslo mit. Die 64-jährige Biologin hatte 1977 mit dem "Green Belt Movement" das größte Aufforstungsprojekt Afrikas ins Leben gerufen. Seither wurden mehr als 30 Millionen Bäume gepflanzt. Maathai ist die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis erhält.
Durch das von Maathai ins Leben gerufene Projekt erhielten zehntausende Menschen Arbeit. Seit dem vergangenen Jahr ist Maathai Vize-Umweltministerin ihres Landes. Die streitbare Akademikerin war 1984 bereits mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden.
Maathai sagte, sie habe durch den norwegischen Botschafter in Kenia von der Auszeichnung erfahren. "Ich bin sehr glücklich, und ich danke Gott für alles." Maathai war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe auf dem Weg zu einer Versammlung in ihrem Wahlbezirk am Mount Kenya. Im vergangenen Jahr hatte überraschend die iranische Anwältin Schirin Ebadi den mit 1,1 Millionen Euro dotierten Preis gewonnen. Er wird am 10. Dezember verliehen, dem Geburtstag seines Stifters Alfred Nobel. freiepresse.de
Viel Phantasie ist nötig, um sich das für Berlin vorzustellen: Eine Kuhherde wandert zwei Wochen lang durch die Stadt, um verödete Flächen zu beleben. Oder größere Brachflächen werden als exterritoriale Zonen von der Volksrepublik China oder Indien verwaltet. Oder Stadtteile, die ihre Bedeutung als Industriegebiet verloren haben, bekommen eine neue Aufgabe: als Siedlung voller Vogelhäuschen und als Park der Vögel.
Ein Vogelpark schien noch am realistischsten, ansonsten wirkte das Publikum am Dienstagabend im Deutschen Architektur-Zentrum an der Köpenicker Straße in Mitte etwas irritiert und ratlos. Vorgestellt wurden die Siegerentwürfe eines Ideenwettbewerbs im Rahmen des Projekts Schrumpfende Städte/Shrinking Cities, hinter dem die Kulturstiftung des Bundes steckt. Es tröstete etwas, dass die Vorschläge anderen Städten galten: Die Kühe waren für Liverpool bestimmt, die Vogelhäuschen für Manchester, und die Volksrepublik China sollte sich Halles und Leipzigs annehmen. weiter...
Lärm besonders in der Großstadt ist er überall. Viele finden nicht einmal zu Hause Ruhe, denn sie haben laute Nachbarn. Der Bundesgerichtshof hat jetzt erneut die Rechte von Mietern gestärkt diesmal zum Thema Trittschall. Geklagt hatte eine Frau, die seit 1987 im dritten Stock eines Altbaus wohnte; über ihr kam nur noch das Dachgeschoss, das aber bloß als Abstellkammer genutzt wurde. Bis 2001. Dann ließ die Vermieterin den Dachboden abtragen und eine Eigentumswohnung auf das Haus setzen. Der Mieterin wurde es zu laut, sie klagte durch die Instanzen und bekam jetzt von höchster Stelle Recht. Die Vermieterin muss einen Teil der Miete zurückzahlen und den Schallschutz normgerecht erneuern das kann teuer werden. weiter...
Isländische Uferschnepfen haben ein besonders präzises Zeitgefühl: Obwohl die Brutpaare bei dieser Vogelart getrennt an etwa tausend Kilometer voneinander entfernten Orten überwintern, gelingt es ihnen im Frühjahr, gleichzeitig in ihr Brutgebiet zurückzukehren. Nur wenn einer der eigentlich treuen Vögel dort länger als drei Tage alleine bleibt, sucht er einen neuen Partner. Das berichten Biologen um Tomas Gunnarsson von der britischen University of East Anglia in Norwich im Fachblatt Nature. weiter...
Das Schwimmbecken am Spreeufer vor der Arena bekommt eine Sauna
Azurblau leuchtet das Becken im Abendlicht. Der Wind kräuselt sanft das Wasser. Das Badeschiff an der Arena in Treptow gehörte im Sommer zu den schönsten Badestellen in der Stadt jetzt aber ist es geschlossen, die Saison ist zu Ende. Doch das könnte sich schon bald wieder ändern. Denn es gibt Pläne, das Schiff auch im Winter zu nutzen. Arena-Chef Falk Walter will am Ufer eine Sauna aufstellen, die Stege und Pontons mit der Bar darauf überdachen und hier eine Lounge eröffnen.
Das Badeschiff war trotz mäßigen Sommerwetters mit bis zu 3000 Besuchern pro Tag ein viel größerer Erfolg, als es sich die Initiatoren träumen ließen. Mit dieser Resonanz hatten wir nicht gerechnet, sagt Heike Catherina Müller, Kuratorin des Vereins Stadtkunstprojekte. Der Verein setzte das Badeschiff als Kunstaktion von Susanne Lorenz um. Für uns ist das Projekt jetzt künstlerisch abgeschlossen, erklärt die Kuratorin weiter. Deshalb habe nun die Arena die Regie übernommen. weiter...
Im Frühjahr 2005 ist es so weit. In Norwegen dürfen Touristen Kegelrobben und Seehunde schlachten. Die norwegische Regierung hat die Jagd auch für ausländische Schützen freigegeben. Zwei norwegische Reiseveranstalter sind zynisch genug, die Robbenjagd als Urlaubsattraktion anzubieten.
Seit drei Jahren versucht der norwegische Fischereiminister Svein Ludvigsen, die Jagd auf Robben als spektakuläres Ferienerlebnis für Touristen anzubieten. Und sein Anliegen mit einer verlogenen Argumentation zu legitimieren: Robben zerstörten die Netze der Fischzuchtanlagen und übertrügen Parasiten, die Fischfleisch ungenießbar machten. Außerdem gefährdeten die Robben die Fischbestände. Doch richtig ist: Der Mensch selbst ist schuld an reduzierten Fischbeständen. Seit Jahren werden die Meere für den Fischhunger der Industriestaaten überfischt. weiter...
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass in feinen Restaurants das Fischangebot große Ähnlichkeit hat mit der Roten Liste gefährdeter Fischarten? Dass die Meere "überfischt" werden, hatte Helmut Kohl schon vor 15 Jahren beklagt. Doch bis heute wird gnadenlos weitergefischt bei immer längeren Anfahrtswegen und zu immer teurer werdenden Preisen.
1948, so berichtete der Fernsehjournalist Hans-Peter Rodenberg in seinem Buch "See in Not" (Marebuchverlag/Spiegel TV, 2004) wurden noch 7.000 Tonnen Schwertfisch weltweit und pro Jahr gefangen, heute 90.000 Tonnen. Das billige Öl ermögliche es immer noch, dass japanische Fangflotten in Mittelmeer Thunfische jagen. Auf Schiffssprit gibt es ebenso wenig Steuern wie auf Flugzeugsprit. Ein ökologischer und ein sozialer Skandal. weiter...