Die fünfte Montagsdemonstration gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV beginnt an diesem Montag wieder um 18 Uhr am Alexanderplatz. Anders als in den Vorwochen ist nicht die SPD-Bundeszentrale das Ziel, sondern das Haus der Deutschen Wirtschaft in der Leipziger Straße im Bezirk Mitte. Der Protestzug geht vom Alex, Unter den Linden und wieder zurück in die Leipziger Straße/Ecke Breitestraße. Im Haus der deutschen Wirtschaft sitzen die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie und die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Berliner Zeitung
Paul Sömmer hat seit einiger Zeit Besuch. Der hat zwar keinen Namen, aber eine Nummer: ED 64. Der Besuch ist ein Fischadler, der unter einem "Anflugtrauma" leidet und nicht mehr richtig fliegen kann. "Aber es geht ihm langsam besser und er macht wieder die ersten Flugversuche", sagt der Chef der Naturschutzstation Woblitz bei Himmelpfort. Die liegt im Naturpark Uckermärkische Seen, einem der größten Siedlungsgebiete des Fischadlers im Land. weiter...
Knapp elf Millionen Euro sollen den von Austrocknung und Versteppung bedrohten Spreewald retten. Mit dem Geld, das Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) gestern in Neu Lübbenau symbolisch den Kommunalpolitikern überbrachte, kann natürlich kein zusätzlicher Regen in diese Lagunenlandschaft gezaubert werden. Aber das durch die Klimaveränderung und die Aufgabe der meisten Braunkohletagebaue knapper gewordene Wasser muss länger in der Landschaft bleiben. Dafür verändert Brandenburgs beliebteste und bekannteste Tourismusregion bis zum Jahre 2013 ganz sanft sein Gesicht. 25 Kilometer Altarme der Spree werden geöffnet, 200 Hektar große und fast trockene Moorwiesen überschwemmt und der Wasserspiegel deutlich angehoben. Insgesamt sind rund 100 größere Eingriffe vorgesehen. weiter...
Ganz vorsichtig werden Elbebiber bei Dessau gefangen. Langes und vor allem stilles Warten im Wasser ist angesagt, bis die possierlichen Tiere ihren Fängern ins Netz gehen. Sechs Familien der größten Nagetiere Europas erwarte in den kommenden Wochen dieses Schicksal, bevor sie auf große Reise gehen, sagt Peter Ibe vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe. Die Fahrkarten sind ins Saarland, nach Niedersachsen und Holland ausgestellt.
Elbebiber gehören zu den "Exportgütern" der Region. Seit 1973 wurden 421 in eine neue Heimat in Wiederansiedlungsprojekte geliefert. Den Anfang machten Vorhaben an der Mulde und an der Pene sowie später bei Frankfurt an der Oder und in Polen. Basis für die Verschickung der Tiere, die 36 Kilogramm schwer werden können, ist ihr Schutz in Sachsen-Anhalt. Etwa alle fünf Kilometer lebt inzwischen entlang der Elbe ein Familienverband mit bis zu neun Kindern. Auf etwa 2500 Exemplare wird der Bestand entlang der Flüsse zwischen Altmark und Burgenland gegenwärtig geschätzt. 1948 lag die Zahl in ganz Deutschland bei 200. 175 davon hatten ihre Heimat in Sachsen-Anhalt. Anfang der 70er Jahre machten sich Schutzmaßnahmen bemerkbar, die Populationen wuchsen. weiter...
Tauben werden mitunter als Rennpferde des kleinen Mannes bezeichnet. Und tatsächlich verfügen die Vögel über eine hochgezüchtete Muskulatur, haben niederländische und amerikanische Biologen ermittelt. Ihr charakteristisches Gurren erzeugen die Tiere demnach mit Hilfe von Muskelfasern, die zu den am schnellsten arbeitenden im gesamten Tierreich gehören.
Ähnlich hochspezialisierte Muskeln seien beispielsweise in der Klapperschlangen-Klapper zu finden, schreiben die Forscher um Coen Elemans von der Universität Wageningen im Magazin "Nature". "Sollten sie der grundlegende Muskeltyp für die Produktion des Vogelgesangs sein, könnten sie sehr viel weiter verbreitet sein als bislang angenommen." Und angesichts des relativ einfachen Taubengurrens sei es durchaus denkbar, dass Singvögel mit komplexen Gesangslauten noch leistungsfähigere Muskeln besitzen. weiter...
300 europäische Forscher von 16 Instituten und Organisationen aus zehn Ländern haben ein virtuelles Institut zur Bekämpfung von Seuchen, die von Tier auf den Menschen übertragen werden, gegründet. Insgesamt stellt die EU für das Med-Vet-Net https://www.medvetnet.org/ in den ersten fünf Jahren 14,4 Mio. Euro zur Verfügung.
Das virtuelle Med-Vet-Net soll die meisten der zoonotischen Krankheiten, die von Bakterien, Viren und Parasiten verursacht werden, erfolgreich bekämpfen. Jährlich verursachen die Folgen dieser Erkrankungen etwa sechs Mrd. Euro Kosten innerhalb der EU. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich 14 Mio. Menschen an Salmonellen, Tollwut und Kryptosporidiose. weiter...
Die Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber oder lehnt sie ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Demnach stehen 76,3 Prozent der Deutschen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie ab. 68,1 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Bundesregierung die Jagdausübung künftig stärker nach Gesichtspunkten des Natur- und Tierschutzes regulieren sollte. weiter...
Ein Mischlingswelpe in Florida hat mit der Pfote einen Pistolenschuss ausgelöst und seinen Besitzer niedergestreckt. Dem Hund kann man keinen Vorwurf machen: Es war Notwehr.
Der Besitzer Jerry Bradford wollte das Hundebaby und sechs seiner Geschwister erschießen, berichtete der Sender ABC am Donnerstag. Weil der kleine Hund zu entwischen drohte, nahm er ihn in die Hand. Dabei kam der Welpe mit der Pfote an den Abzug.
Der Schuss durchschlug das Handgelenk des Mannes. Bradford sagte, er habe die Welpen nicht unterbringen können, er habe keine andere Alternative gehabt, zitierte der Sender Polizeisprecher Ted Roy. Der Mann werde wegen Tierquälerei angeklagt. Ein Arzt hatte die Polizei alarmiert, als Bradford mit der Schusswunde in der Notfallaufnahme auftauchte.
Nach Angaben des Senders überlebten vier der drei Monate alten Welpen, einschließlich des Helden. Sie warten nun in einem Tierheim auf neue Besitzer. Süddeutsche Zeitung
Auf einem Fußballplatz in der zentralfranzösischen Ortschaft Oyré sind 32 verwaiste Gartenzwerge aufgetaucht. Der örtliche Kicker-Club brachte die offenbar gestohlenen Zwerge, die auf dem Spielfeld herumstanden, in Sicherheit. Vorerst konnten nur für drei Zwerge die "Eltern" gefunden werden. In den letzten Jahren gab es in Frankreich zahlreiche Gartenzwerg-Entführungen. Berliner Zeitung
Die 7-jährige Hündin Asta ist allein mit einem Zug von Lödingsen nach Göttingen gefahren. Ohne ihr Herrchen stieg sie gestern in die Regionalbahn 24847 und beim nächsten Halt im Hauptbahnhof Göttingen wieder aus.
Polizeibeamten des Bundesgrenzschutzes folgte die Hündin vom Bahnsteig brav auf die Dienststelle. Mitarbeiter der Bahnschutzgesellschaft hatten die Beamten darüber informiert, dass Fahrgästen ein herrenloser Hund im Zug aufgefallen war.
Über die Steuermarke des Hundes konnten die Bundespolizeibeamten den Besitzer ermitteln. Die Freude war bei Herrchen und Hund groß, als sie sich wieder sahen. Gegen 09:00 Uhr holte der Mann seinen Hund ab. Am Morgen hatte er bereits bei der Polizei das Weglaufen seines Hundes gemeldet.
Unklar ist der Grund, warum Asta das Grundstück verließ und mehr als einen Kilometer zum Haltepunkt lief. Sie wurde bisher nicht dorthin mitgenommen und fuhr noch nie im Zug. Polizeipresse.de
Das Niedersächsische Umweltministerium bereitet derzeit eine Änderung des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes vor. Danach soll zukünftig artenreiches Grünland mit Pflanzen, die es weder nass noch sehr trocken mögen (artenreiches mesophiles Grünland) nicht mehr als sogenanntes 28a Biotop geschützt werden.
"Nur in Niedersachsen mussten bislang die entsprechenden Flächen noch aufwendig erfasst werden. Dies bereitet den Landkreisen erheblichen unnötigen Aufwand", so Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Deshalb wies das Umweltministerium heute, Donnerstag, 9. September, in einem Schreiben an die Bezirksregierungen auf die beabsichtigte gesetzliche Änderung hin, damit die Planer sich schon jetzt darauf einstellen können. weiter...
Kaum hat sich die spektakuläre Fassaden-Republik im mit 300 000 Litern Wasser gefluteten Foyer des Palasts der Republik etabliert, da naht auch schon das Ende der Bootsfahrten auf dem Teich der Republik. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wird der Volkspalast entflutet. Die Nachfrage war groß, die Schlangen lang, und manche Besucher kamen gar nicht zum Zuge: Nur täglich bis zu 600 Leute konnten das Foyer mit Schlauchbooten erkunden. Am heutigen Donnerstag von 10 bis 14 Uhr sowie Freitag und Sonnabend von 14 bis 18 Uhr ist die letzte Gelegenheit zur Schlauchboot-Tour mit Gondolieri und Fassadenteilen im diffus erleuchteten Rohbau am Schloßplatz. Der Einritt kostet 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro). weiter...
Eine Familie liegt auf dem Rücken vor dem Adlon. Kinder kicken ein paar Bälle vor der Staatsoper. Ein Pärchen picknickt vor dem Brandenburger Tor. Im Gras, das auf der Straße liegt. So sieht der Boulevard Unter den Linden aus, wenn Peter Wellach seine Computersimulationen vorführt. Er will die Prachtstraße in einen Park verwandeln - für ein Wochenende, nächsten Sommer. Wellach will Rollrasen auf die Straßen legen, wie er sonst in Fußballstadien liegt. Partner für Berlin hat zugesagt, das Projekt ins Programm der "Schaustelle 2005" aufzunehmen. Der 37-Jährige sucht jetzt nach Sponsoren - zusammen mit seiner Agentur id3d, die sonst Museumsausstellungen gestaltet, und Alice Ströver, der Vorsitzenden des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus.
Außerhalb des Computers ist Unter den Linden kein Ort für ein lauschiges Picknick. Sechsspuriger Verkehr, Touristen in Scharen, und Bagger, die sich durch den Bebelplatz wühlen. Die Bänke in der Mitte locken nur diejenigen, die den weiten Weg zum Brandenburger Tor nicht in einem Stück schaffen. "Die Menschen bleiben nur so lange wie sie müssen", sagt Peter Wellach. "Das ist eine Transitstraße, keine Flaniermeile." Wenn Unter den Linden für den Verkehr gesperrt wird, dann für Bierstände und Werbebanner. Bei so einem Straßenfest kam Wellach auch die Idee zum Park: "Das kann doch nicht alles gewesen sein", habe er gedacht, sagt er. Der Park sei nur konsequent: "Wie kriegt man am schnellsten Lärm und Alltag raus? Mit Grün." weiter...
Noch zwei Wochen Schonzeit dann müssen alle Berliner Hunde zumindest auf Straßen, Plätzen und in Fußgängerzonen mit Menschenansammlungen per Gesetz an die kurze Leine. Denn am 23. September will die rot-rote Koalition das neue Hundegesetz im Abgeordnetenhaus verabschieden. Der Begriff Menschenansammlung bleibt im Gesetzentwurf allerdings unklar. SPD und PDS verstehen darunter Demonstrationen oder Volksfeste, aus Sicht des Tierschutzvereines Berlin könnten aber auch schon gedrängte Einkaufsbummler oder Schulklassen auf der Straße als Ansammlung angesehen werden. Diese unklare regelung bringt noch mehr Streit und Probleme bei der kontrolle, sagen die Tierschützer.
Eine generelle Leinenpflicht unabhängig davon, wie belebt die Straße ist, sieht der Gesetzesentwurf nicht vor. Weiterhin müssen Hundehalter für ihr Tier eine Haftpflichtversicherung abschließen und ihm einen Chip einpflanzen lassen, der es identifizierbar macht.
Ursprünglich sollte das Gesetz schon am Donnerstag verabschiedet werden, doch wegen eines Formfehlers bei der vorherigen Diskussion im parlamentarischen Gesundheitsausschuss verschob man den Termin nun um zwei Wochen. weiter...
Katzen können einer niederländischen Studie zufolge das Vogelgrippe-Virus auch auf ihre Artgenossen übertragen. Die Forscher hatten wenige Monate alte Hauskatzen auf verschiedenen Wegen mit dem gefährlichen Virustyp H5N1 infiziert. Brachten sie diese mit weiteren Hauskatzen in Käfigen zusammen, so erkrankten auch diese. Deshalb müsse die Rolle von Katzen bei der Weiterverbreitung des Virus auf Geflügelfarmen, aber auch auf dem Weg vom Geflügel zum Menschen überprüft werden, schreibt das Team um Thijs Kuiken vom Erasmus Medical Center in Rotterdam. weiter...
Sie starben wie die Fliegen. 270.000 Bienenvölker wurden im vergangenen Jahr vernichtet - dreißig Prozent der Honigbienen in Deutschland. Die Ursache: der weltweit gefährlichste Bienenparasit, eine aus Asien eingeschleppte Milbe. Die Folgen des Bienensterbens sind fatal, denn die Tiere erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur und sind als Honigproduzenten wirtschaftlich bedeutend.
Ihr volkswirtschaftlicher Wert liegt pro Jahr bei etwa 2,2 Milliarden Euro. Das Institut für Zoologie der Martin-Luther-Universität (Halle-Wittenberg) und das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf (Brandenburg) suchen nun nach Bienen, die für die Milbe weniger anfällig sind. Sie wollen widerstandsfähige Bienenvölker züchten und damit das Ökosystem in der Balance halten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit rund 439.000 Euro. weiter...
Es ist das nach Betreiberangaben derzeit weltgrößte Solarstromkraftwerk die Fünf-Megawatt-Anlage zwischen Espenhain und Mölbis im Leipziger Land. 33 500 Solarmodule liefern den Strom, der den Bedarf von etwa 1800 Haushalten decken kann. Der Projektentwickler und Betreiber Geosol aus Berlin investierte 22 Millionen Euro. Heute weiht nun Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Solarpark ein.
Durch die umweltfreundliche Stromerzeugung soll der Ausstoß von jährlich 3700 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Matthias Ermer von Geosol-Partner Shell Solar GmbH: Unser Unternehmen arbeitet noch an drei weiteren Anlagen. Aber Espenhain ist derzeit die größte. Wermutstropfen: Durch die Hochtechnologie entstehen nur ein bis zwei Arbeitsplätze.
Der "Solarpark Leipziger Land" ist auf dem Areal des ehemaligen Braunkohle-Veredelungswerks Espenhain entstanden. Der Industriekomplex wurde Ende der 30er Jahre errichtet und produzierte vor allem Briketts, Koks und Teer. Zwei Braunkohlekraftwerke stellten Strom und Wärme für die Brikettfabriken, Schwelereien und für den angrenzenden Braunkohletagebau bereit. Geosol hatte die Sonderfläche von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH gekauft, die das gesamte Areal seit 1991 saniert. weiter...
Ein Streit um Kosten verzögert das neue Gutachten zum Vogelschutz in den geplanten Offshore-Windparks in Nordergründe in der Wesermündung und Borkum-Riffgat. Nach einem Bericht des Bremer "Weser Kurier" von am Dienstag verlangen die beiden für die Betreiber Energiekontor und Enova tätigen Umweltbüros, das Umweltministerium solle für Daten über Vogelbestände eine Vergütung von rund 4830 Euro inklusive Mehrwertsteuer übernehmen. Das Ministerium lehne dies aber ab. Im Streit um die Windparks in der Nordsee und eine mögliche Gefährdung von Vögeln sollte ein neues Gutachten Klarheit über das Vogelaufkommen an den Standorten bringen (wir berichteten).
Nach einer Studie müssen die Regionen, in denen die Anlagen gebaut werden sollen, als Vogelschutzgebiete ausgewiesen werden. Ein anderes Gutachten kam aber zum Schluss, dass Vögel durch die Windparks nicht gefährdet seien. Im Streit um die Kostenübernahme für das Gutachten sagte ein Sprecher des Umweltministeriums dem "Weser Kurier", es liege schließlich im Interesse der Investoren, diese Daten zur Verfügung zu stellen. Es bestehe keine Grund, dass der Staat dafür zahlen solle. weiter...
Fast die Hälfte der Fläche der Berliner Friedhöfe ist überflüssig. Deshalb hat die Senatsumweltverwaltung einen Friedhofsentwicklungsplan erarbeitet, der gestern im Senat vorgelegt wurde. In dem Plan wird aufgelistet, welche Flächen künftig für Bestattungen geschlossen werden sollen, um sie langfristig in reine Grünflächen umzuwandeln.
Der Plan ist längst überfällig. Die Einwohnerzahl der 3,4-Millionen-Stadt ist gesunken, und die Sterberate ist rückläufig. Schließlich setzt sich der Trend zu kostengünstigen und Platz sparenden Urnenbestattungen in Gemeinschaftsgräbern fort. Die Urnen benötigen nur ein Fünfundzwanzigstel der Fläche einer Erdgrabstätte. Inzwischen erfolgen 36 Prozent aller Bestattungen in derartigen Urnengemeinschaftsanlagen. Vor dreißig Jahren gab es diese Form der Beisetzung in Berlin noch nicht. weiter...
Prognosemodell für Pflanzenschutzmittelbelastung der Oberflächengewässer
Einträge von Pflanzenschutzmitteln (PSM) stellen eine Gefahr für den "guten Gewässerzustand" der Oberflächengewässer dar, der bei der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bis zum Jahre 2015 erreicht werden soll. Die laufende Bestandsaufnahme von Belastungen und deren Auswirkungen auf den guten Zustand macht daher auch eine Quantifizierung der Einträge von Pflanzenschutzmitteln aus diffusen Quellen erforderlich. Das Institut für Ressourcenmanagement der Universität Gießen entwickelte - in einem Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes - das Prognosemodell DRIPS (Drainage-Runoff-Spraydrift Input of Pesticides in Surface Waters). Es soll Schätzungen ermöglichen, wie sich die PSM-Anwendungen im Ackerbau, auf die PSM-Konzentrationen in Flüssen auswirken. weiter...
Vor der Südostküste der Türkei hat mit dem Untergang des Frachters "Ulla" ein Umweltskandal seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der altersschwache Frachter lag mit 2200 Tonnen Giftabfall beladen bereits seit vier Jahren im türkischen Hafen Iskenderun. Experten befürchten, dass die giftige, mit Schwermetallen belastete Asche aus Kraftwerken in Spanien das Hafenbecken und die umliegenden Seegebiete verseuchen könnte.
Ursprünglich sollte die "Ulla" ihre brisante Ladung von Spanien nach Algerien bringen. Doch dort wies man die Giftfracht ab. Als das Schiff dann im Jahre 2000 vor der Türkei auftauchte, wurde die Reise gestoppt. Analysen ergaben, dass die Asche Chrom-VI enthielt. Eine Substanz, die nicht in die Türkei eingeführt werden darf. Die Behörden versiegelten die Ladung und verboten dem Schiff die Weiterfahrt. Greenpeace warnte damals vor einer möglichen Umweltkatastrophe. weiter...
Der Wandlitzsee gilt als eine "Perle" unter Brandenburgs Seen. Doch demnächst könnte er auch ein Fall für das Bundesverfassungsgericht werden. Der Streit um die Stege am See-Ufer hat eine neue Stufe erreicht. Werner Becker, Vorstand der Düsseldorfer Wandlitzsee AG, die den See mit dem berühmten Namen im Juli 2003 für mehr als 400 000 Euro gekauft hat, klagt gegen die Gemeinde Wandlitz. Das bestätigte jetzt das Landgericht Frankfurt (Oder).
Gestritten wird nicht darum, wem der See gehört. Vielmehr geht es um die Frage, wer die 120 Stege am See sein Eigen nennen darf. Gehören sie zum Ufer oder zum See?
Die Gemeinde betreibt am See ein Strandbad, das bis zu 50 000 Gäste im Jahr besuchen. Dort gibt es einen großen Steg mit Sprungturm und einen Bootsanleger. "Die Stege gehören natürlich uns", sagt Bürgermeister Udo Tiepelmann. Die Gemeinde stützt sich auf ein Urteil aus den 60er-Jahren. Damals wurde entschieden: Der Steg gehört zu dem Land, auf dem er beginnt. Offenbar sieht das der neue Besitzer anders. Auch wenn er zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen ist. weiter...
2001 wurden in Nordrhein-Westfalen neun Tollwutfälle festgestellt, die sich auf Gebiete im Ennepe-Ruhr-Kreis (6) und im Kreis Mettmann (2) konzentrieren. Ein Tollwutfall trat im Juni in Leverkusen auf. Es ist daher erforderlich, die Immunisierung gegen die Tollwut der Füchse auch im Herbst 2004 durchzuführen. Das Impfgebiet muss mindestens eine Fläche von 5000 qkm umfassen. Dies führt dazu, dass auch Gebiete beködert werden, in denen seit längerer Zeit keine Tollwut aufgetreten ist.
Die zweifache Beköderung im Kreisgebiet erfolgt für die erste Flugauslage in der Zeit vom 20. September bis zum 1. Oktober, und für die zweite Flugauslage in der Zeit vom 18. bis zum 22. Oktober.
(...) Der Impfstoff ist nicht für die Impfung von Haustieren zugelassen, da er für diese Tierarten keinen ausreichenden Impfschutz gegen Tollwut bewirkt. In dem Impfgebiet ist es daher für die Dauer von zwei Wochen nach Köderausgabe nicht gestattet, Hunde frei umherlaufen zu lassen. weiter...
Auch bei Papageien sorgt die Zunge für den richtigen Ton: Die Vögel variieren ihre komplexen Laute durch kleinste Veränderungen der Zungenposition. Das haben Wissenschaftler um Gabriel Beckers von der Universität von Indiana in Bloomington entdeckt. Über ihre Untersuchungen berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Current Biology (Bd 14, S. 1592). weiter...
Der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Flughafens Schönefeld liegt seit gestern in 20 Brandenburger Städten und Gemeinden sowie den drei Berliner Bezirken Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick zur Einsicht aus. Bis zum 20. September können sich Betroffene in dem Dokument, das einer behördlichen Baugenehmigung entspricht, über Einzelheiten des Milliardenprojekts informieren. Interessenten sollten allerdings reichlich Zeit mitbringen - der Beschluss umfasst etwa 1 200 Seiten und 532 Pläne, verteilt auf etwa 30 Aktenordner.
Den Flughafenausbau hatte das brandenburgische Verkehrsministerium am 13. August mit Auflagen genehmigt. Die öffentliche Auslegung ersetzt die individuelle Zustellung des Beschlusses.
Dem Ministerium liegen rund 260 000 Einwendungen gegen das Vorhaben vor. Bis zu 10 000 Betroffene sowie mehrere Gemeinden und öffentliche Einrichtungen sollen Klagen angekündigt haben, die bis zum 20. Oktober beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht werden müssen. Das Gericht ist die erste und einzige Instanz in diesem Verfahren. Der heftig umstrittene Flughafen soll 2010 in Betrieb gehen. Berliner Zeitung
Der alte Butt-Brunnen auf der Museumsinsel wird morgen erstmals wieder Wasser speien - mit Hilfe von privatem Geld. Anderthalb Jahre hatte der Verein "Denk mal an Berlin e.V." Geld für die Restaurierung gesammelt und den Brunnen von Dreck und Patina befreit sowie die Leitungen erneuert. Und kaum ist das eine Projekt abgeschlossen, steht das nächste an. Jetzt soll der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain restauriert werden. weiter...
Der Protest war lang: Fast 300 Meter maßen die Unterschriftenlisten, die gestern von Mitgliedern der Initiative "Rettet den Schlosspark" auf den Treppen des Abgeordnetenhauses ent- rollt wurden. Der Ausschuss für kulturelle Angelegenheiten diskutierte am Vormittag über den Schlosspark Charlottenburg und die geplanten Eintrittsgebühren. Diese Chance nutzte die Bürgerinititiative, um den Protest von Anwohnern noch einmal deutlich zu machen. 13 000 Unterschriften lagen auf dem Flur des Abgeordnetenhauses.
Die Initiative hatte sich gegründet, nachdem Anfang des Jahres bekannt geworden war, dass die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erwägt, unter anderem für den Schlosspark Charlottenburg Eintritt zu kassieren. "Rund um den Schlosspark leben sehr viele arme Menschen", sagte Hartwig Berger von der Initiative. Eintritt in den Park zu zahlen, könnten sich diese Leute nicht leisten. Und Alternativen in der Gegend gebe es keine: "Die Wohnviertel um das Schloss sind unterversorgt mit Grünflächen." Deshalb müssse der Park "uneingeschränkt" als Volkspark erhalten bleiben. weiter...
Schlossparks: Plädoyers für freien Eintritt Kulturausschuss stellt sich gegen Stiftung mehr...
Lüdenscheid leuchtet wieder. Vom 17. September bis 3. Oktober steht die Stadt am Rande des Bergischen Landes zum dritten Mal im Zeichen der Lichtrouten. An 14 Standorten in der Innenstadt präsentieren Künstler überwiegend ortsspezifische Installationen unter dem Leitthema Lichtbiotope.
Region ist ein politisch-geografischer Begriff. Regionaltypische
Eigenarten in der Landschaftsarchitektur und Architektur auf die ästhetische Ebene zu reduzieren, greift daher zu kurz.
Seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts geht ein Gespenst um in Politik und Architekturtheorie: die Region. Ministerpräsidenten wie Lothar Späth in Baden-Württemberg oder Jordí Pujol in Katalonien machten sich dafür stark. Sie sahen im Konzept eines Europas der Regionen die Möglichkeit, föderalistische Strukturen zu stärken. Kaum zu verbergen war jedoch der Beigeschmack des „Regionalismus der Reichen” zu Ungunsten weniger prosperierender Regionen eines Nationalstaates. Damals kündigte sich also die Auflösung des Nationenkonzeptes des ausgehenden 19. Jahrhunderts innerhalb eines gemeinsamen Europa an, heute ist sie bereits fortgeschritten. Hinter dieser Regionalisierung des Denkens stand auch die Annahme, dass kleine, dynamisch agierende Strukturen ein menschlicheres Maß des Miteinander und der Identitätsbildung ermöglichen. Problematisch ist allerdings die damit einhergehende Betonung und Überfrachtung eines Genius loci, der wiederum interpretierbar und weit auslegbar ist. Charles Moores Piazza d’Italia in New Orleans (1974–78), eines der Schlüsselwerke der postmodernen Architektur, beansprucht diesen „Geist des Ortes” ebenso wie ländliche Betriebe, die sich wieder ökologischen Bau- und Produktionsweisen zuwenden und das ökologisch-ökonomische Wirtschaften innerhalb bäuerlicher Gemeinschaften und ihrer Architektur in vergangenen Jahrhunderten wiederentdecken. weiter...
Im Gebiet der IBA Fürst-Pückler-Land liegen einige historisch bedeutende Werkssiedlungen. Ein gemeinsames Projekt mit der Universität Gliwice in Polen zeigt, dass Konzepte auf die lokalen Bedingungen reagieren müssen. Dabei kann aber zugleich auf Erfahrungen aus anderen Regionen zurückgegriffen werden.
Die Internationale Bauausstellung (IBA) in der Lausitz ist zu einer Zeit angeregt worden, als man in den neuen Bundesländern zwar einen Strukturbruch erwartete, aber doch auf rasche Erholung hoffte. Noch Mitte der neunziger Jahre schien sicher, dass die Wirtschaft im Osten wieder wachsen würde. Regionale Entwicklungsstrategien wurden genau hierauf abgestimmt.
Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen in der Lausitz verändert. Vom flüchtigen Reichtum, den die Lausitzer Industrie nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gebracht hat, ist heute wenig geblieben. Im Zuge der strukturellen Veränderungen der vergangenen Jahre und der anhaltenden Abwanderung und Wirtschaftsschwäche hat ein deutlicher regionaler Schrumpfungsprozess begonnen. So entsteht eine Landschaft, die nicht mehr durch wachsende Nachfrage und steigende Flächeninanspruchnahme überformt, sondern durch den Rückgang von Nutzungsinteressen gestaltet wird. weiter...
Die IBA Fürst-Pückler-Land in der Lausitz koordiniert das EU-Projekt Rekula, Restrukturierung von Kulturlandschaften. Sie sucht gemeinsam mit den Regionen Oberschlesien und Venetien nach Wegen für den Umgang mit Kulturlandschaften, die durch die Industrie geschädigt wurden.
Das oberschlesische Industriegebiet rund um Gliwice (Gleiwitz) und Katowice (Kattowitz) ist das Herz der Schwerindustrie in Polen. Dort werden Steinkohle abgebaut, Eisen und Buntmetalle verhüttet und weitere industrielle Erzeugnisse produziert. Ein Patchwork aus noch aktiven und stillgelegten Industriebetrieben prägt die Region. Mit dem EU-Beitritt Polens im Mai beschleunigte sich der Strukturwandel im oberschlesischen Revier und damit verstärken sich auch die sozialen Probleme. Die Politechnika Slaska (Schlesische Technische Universität) in Gliwice und die Stadt Zabrze setzen sich mit der Vergangenheit und Zukunft der Werkssiedlungen in der Region auseinander. weiter...
Einmal im Jahr sind in Lichtenrade die Dackel los. Dann wird auf der Ranch am Miethepfad gerannt, was die kurzen Beine hergeben: Die Zweibeiner vorneweg, die Vierbeiner zumeist - zum Ärger von Frauchen oder Herrchen aber eben nicht immer - hinterher. Pech hatte da gestern etwa Nancy Blümel: Ihre fünf Monate alte Polly stoppte nach ein paar Sprüngen ihren Lauf, um erst einmal die vielen Zuschauer zu beschnuppern. "Da fehlt noch das Training", entschuldigt Nancy den Fehlstart ihres kleinen Lieblings. Besser kam da Giesy von Stepenitz aus den Startlöchern: Die erst 25 Wochen alte Hündin absolvierte sehr zur Freude von Herrchen Rolf Lobedann wieselflink die Welpen-Distanz von 25 Metern. "Beim ersten Lauf musste sie aber auch erst mal alle am Streckenrand begrüßen", berichtet der Mariendorfer. weiter...
Nachdem der Klimawandel durch Temperaturerhöhungen und CO2-Zunahme in der Atmosphäre bereits messbar ist, lässt er sich auch an Pflanzen und Tieren in der heimischen Natur nachweisen: Pflanzen blühen und fruchten früher, Zugvögel ziehen im Winter nicht mehr fort und die Bewohner der Meere verändern ihr Wanderungsverhalten.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf der Auswertung von 1.000 Literaturzitaten, die das Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Göttingen für das Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgenommen hat. Viele Arten reagieren demnach bereits auf die Klimaveränderungen, indem sie ihr Verhalten verändern, ihren Lebensrhythmus anpassen oder sich ihre Verbreitungsgebiete verschieben. Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind kaum vorhersagbar. Es scheint aber absehbar, dass neue Arten mit noch unbekannten Eigenschaften einwandern und klimabedingte Artenverluste heimischer Arten zunehmen werden. Diese können in den nächsten Jahrzehnten sogar weitaus höher sein als es andere menschliche Gefährdungsfaktoren bisher jemals waren. "In Deutschland könnten zwischen 5 und 30 % der Arten aussterben. Wenn eine Reduktion der Klimaerwärmung nicht gelingt", so der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz Prof. Hartmut Vogtmann, "können nur größere, vernetzte Schutzgebiete genügend Ausweich- bzw. Wanderungsmöglichkeiten bieten." weiter...
Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Jürgen Trittin besuchen fünf kreative Sportteams ausgewählte Naturgebiete in Deutschland. Gemeinsam und im Wettbewerb bewältigen sie in 18 Tagen mehr als 2700 km. Mit der Idee des Naturathlon soll den Menschen vermittelt werden, dass sich Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung nicht ausschließen, sondern vielmehr ergänzen.
Diese Idee lässt sich in drei Botschaften ausdrücken:
1. Natur und Landschaften in Deutschland sind schön, wertvoll und schützenswert.
2. Naturverträgliche Sportausübung und nachhaltige Naturnutzung sind in Deutschland möglich.
3. Natur- und Nationalparke schützen die Natur und bieten den Raum zur Erholung und für naturfreundlichen Sport.
Die Zusammenarbeit mit dem Sport ermöglicht neue Allianzen für den Naturschutz, außerdem ist die mit dem Sport verbundene Breitenwirkung geeignet, das Anliegen des Naturschutzes einem größerem Publikum zu vermitteln. Viele Natursportarten sind für die Natur nicht unproblematisch, aber beim NATURATHLON zeigen unsere Natur-Sportler, dass eine solche Reise und die Ausübung der verschiedenen Freizeitsportarten naturverträglich gestaltet werden kann. Dabei werden sie von Naturprofis aus den Regionen unterstützt. weiter...
Die weltweit größte Fischereizone für Tunfisch ist nahezu leer gefischt. Das ergab eine Greenpeace-Recherche in den ehemals reichen Tunfisch-Regionen im westlichen Teil des Zentralpazifiks. Grund dafür ist die starke Überfischung. Die Besatzung des Greenpeace-Schiffes "Rainbow Warrior" dokumentierte in den letzten Wochen die Fischerei auf offener See und sprach mit den Fischern, Kommunen und anderen Betroffenen.
Die Fakten sind ernüchternd: Fischer berichten, dass sie mit ihren kilometerlangen Fangschnüren nach stundenlanger Arbeit oftmals nicht mehr als eine Hand voll Thunfische fangen.
Früher kamen auf ein Boot bis zu 4.000 Tonnen Tunfisch pro Jahr, heute sind es nicht mal mehr 2.000 Tonnen. "Wenn nicht sofort etwas unternommen wird, bricht die Fischerei in den nächsten drei bis fünf Jahren zusammen", sagt Quentin Hanich, Greenpeace Meeresexperte. "Das wird fatale Konsequenzen für die Stabilität und Zukunft der Pazifik-Region zur Folge haben." weiter...
Frei laufen dürfen die Hunde in Berlin künftig nur noch in den dafür vorgesehenen Auslaufgebieten. Denn am Donnerstag will das Abgeordnetenhaus ein neues Hundegesetz beschließen, und dieses sieht den Leinenzwang für alle Hunde im gesamten Stadtgebiet vor. "Das ist nicht artgerecht und erhöht auch nicht die Sicherheit", kritisiert die Grünen-Abgeordnete Claudia Hämmerling. Doch die Grünen konnten sich mit ihren Vorstellungen nicht durchsetzen.
"Hunde müssen sich auch beschnüffeln können oder mal miteinander toben", sagt Hämmerling. SPD und PDS sehen dies anders. Denn sie wollen mit dem neuen Hundegesetz mehr Sicherheit schaffen. So sollen die Hunde in der Stadt grundsätzlich angeleint werden. Die Leine darf aber unterschiedlich lang sein: zwei Meter, wenn das Tier im Park oder auf einem Sportplatz ausgeführt wird, und nur noch einen Meter, wenn man mit dem Hund am Bahnhof oder bei einem Volksfest unterwegs ist. "Auch das ist Blödsinn, denn zwei Meter sind bei einer Dogge in jedem Fall zu lang", sagt die Tierschutz-Expertin Hämmerling. weiter...
Gemeinsamer Datenpool von Bund und Ländern kann Kosten senken und Effizienz erhöhen. Daten aus Satellitenmissionen bieten zahlreiche Anwendungsfelder im Umwelt- und Naturschutz. Welche Vorteile bietet die Nutzung von Satellitenfernerkundungsdaten (SFE-Daten) im Vergleich zu konventionellen Methoden des Umweltmonitoring?
Diese Frage wurde in einer vom BMU gemeinsam mit dem UBA beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Auftrag gegebenen Studie beantwortet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von SFE-Daten für umweltpolitische Zwecke konventionelle Methoden ergänzen und teilweise ersetzen kann. Sie empfiehlt einen gemeinsamen Datenpool für SFE-Daten von Bund und Ländern einzurichten und zu betreiben. weiter...
Des einen Freud ist des anderen Leid. Worüber sich die Bauern freuen, nämlich über die hervorragende Ernte, darüber sind die Jäger, wie übrigens in jedem Jahr verstimmt, weil sich dann nämlich mit einem Schlag der Lebensraum für die Tiere verändert.
(...) Aber gerade jetzt, da die landwirtschaftlichen Erntearbeiten im Wesentlichen abgeschlossen sind, ergibt sich für die heimischen Tiere ein großes Problem. "Auf einem abgeernteten Getreideschlag oder Acker fehlen von jetzt auf gleich allen wild lebenden Tieren die lebensnotwendige Deckung und Nahrung", weiß Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein, Vorsitzender der Kreisjägerschaft des Rheinisch Bergischen Kreises. "Innerhalb weniger Stunden verändert sich der Lebensraum für die Tiere wie kein zweites Mal im Jahreslauf." Der durch den sog. Ernteschock entstehende Nahrungsmangel ist oft schlimmer als im Winter. weiter...
Die wachsende Weltmarkt-Nachfrage nach Soja zerstört den südamerikanischen Regenwald. Bis zum Jahr 2020 drohen weitere 22 Millionen Hektar ursprünglicher Savannen und Wälder neuen Soja-Plantagen zum Opfer fallen. Dies entspricht der Fläche Großbritanniens. Eine am Freitag veröffentlichte WWF-Studie zeigt nun Alternativen auf.
"Der wachsende Soja-Hunger kann zu großen Teilen ohne Raubbau an natürlichen Lebensräumen gestillt werden. Statt Tropenwälder in Plantagen umzuwandeln, könnten die Farmer auf bestehenden Weiden im Wechsel Gras für das Vieh und Soja anbauen", erläutert WWF-Waldexperte Michael Evers. Der Verlust von Wäldern und Savannen ließe sich so in den kommenden Jahren von 22 auf etwa 3,7 Millionen Hektar senken.
Laut der WWF-Studie hat sich der Soja-Anbau in Argentinien, Bolivien, Brasilien und Paraguay in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Exporte aus diesen Ländern sind in die Höhe geschnellt. Verantwortlich ist die wachsende Nachfrage in Europa und China, wo die Hülsenfrucht hauptsächlich an Schweine, Hühner und Rinder verfüttert wird. Und der Trend hält an: Die weltweite Nachfrage nach Soja dürfte nach Angaben des Reports in den nächsten 20 Jahren um weitere 60 Prozent steigen. weiter...
An diesem Montag wird es erstmals nach zwei Wochen wieder eine gemeinsame Montagsdemonstration geben. Attac, Gewerkschaften, das Berliner Sozialbündnis und die PDS rufen zusammen mit Splittergruppen zur Kundgebung um 18 Uhr vor dem Roten Rathaus auf. Von dort ziehen die Demonstranten wie schon in der Vorwoche - allerdings auf einer kürzeren Strecke - zur SPD-Bundeszentrale in Kreuzberg.
Noch bei den letzten beiden Potestaktionen waren vorwiegend Anhänger der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) getrennt vom Alexanderplatz los gezogen. Die Debatten über die verschiedenen Aufzüge hatten vor allem bei "normalen" Arbeitslosen für Unverständnis gesorgt. Auch innerhalb der beiden Bündnisse "Weg mit Hartz IV" (Attac) und "Montags gegen 2010" (MLPD) mehrten sich die Stimmen für ein gemeinsames Vorgehen. Schließlich einigten sich die Gruppen vor wenigen Tagen.
Nach Angaben von Werner Halbauer vom Berliner Sozialbündnis wird es ab 17 Uhr sowohl vor dem Roten Rathaus wie auch auf dem Alexanderplatz "offene Mikros" geben. Dort können alle, die wollen, ihren Unmut über die Arbeitsmarktreform Hartz IV öffentlich äußern. Berliner Zeitung
Eine bislang unbekannte Pflanze transportiert ihre Pollen mit Hilfe eines schleimigen Öls, um sich fortzupflanzen. Entdeckt wurde dieser Bestäubungsmechanismus von chinesischen Botanikern. Wie dieser bei der Caulokaempferia coenobialis genannten Pflanze funktioniert, beschreiben die Forscher um Yingqiang Wang vom South China Botanical Garden in Guangzhou im Wissenschaftsjournal Nature.
Selbstbestäubung ist bei Pflanzen nichts Ungewöhnliches. Meistens übernehmen dabei Wind oder Insekten den Pollentransport von den männlichen Staubgefäßen zur weiblichen Narbe. Für Caulokaempferia coenobialis sind diese beiden Transportwege allerdings wenig Erfolg versprechend. Denn die etwa 50 Zentimeter hohe Pflanze mit gelben Blüten wächst an Felswänden in den feuchten Monsunwäldern Südchinas - ein weitgehend windstiller Lebensraum, in dem es kaum Insekten gibt.
Deshalb verlässt sich Caulokaempferia auf sich selbst. Sie umhüllt ihre Pollenkörner mit einer klaren, öligen Substanz, die unter anderem aus Fetten, Eiweißen und Zuckern besteht. Jedes Staubgefäß gibt morgens einen Tropfen dieses pollenhaltigen Öls ab. Im Laufe des Tages fließt es über die Blüte und transportiert dabei die Pollen Richtung Narbe, wo sie am Nachmittag ankommen. weiter...
Industriechemikalien, Flammschutzmittel, Pestizide, Arzneimittelrückstände und Hormone - auch in Kläranlagen in Nordrhein-Westfalen findet sich ein wahrer Chemiecocktail. Obwohl die Kläranlagen in NRW zu den modernsten Europas gehören würden, könnten diese Stoffe nicht aus dem Wasser gefiltert werden. Dies ergab einer Studie mit dem Titel "Untersuchung zum Eintrag und zur Elimination von gefährlichen Stoffen in kommunalen Kläran-lagen", für die die Universität Dortmund im Auftrag des Umweltministeriums erstmals mehr als 70 Einzelstoffe auf ihr Abbauverhalten untersuchte. Die Frage, ob das Wasser am Ende wirklich sauber ist, beantwortet Prof. Dr. Hans Fahlenkamp vom Fachbereich Bio- und Chemieingenieurwesen mit einem klaren "Nein!" weiter...
Der Entwurf für das neue Hundegesetz wurde gestern mit der Mehrheit der Koalitionsparteien PDS und SPD im Gesundheitsausschuss mit kleinen Änderungen beschlossen. Danach soll in Kleingartenanlagen nicht die Ein-Meter-Leine gelten, sondern die allgemeine Leinenpflicht, wie in Grünanlagen vorgeschrieben. Zudem gab es eine Änderung in der Übergangsfrist für die Pflichthaftpflicht und den implantierten Chip. Beides ist zunächst ab 2005 nur für neu angemeldete Hunde bindend. Ab dem Jahr 2010 soll die Vorschrift dann für alle Hundehalter verbindlich sein. weiter...
Hunde-Gesetz: Vierbeiner an die kurze Leine weiter...