Massage und Cleopatrabad fürs Frauchen, Pfotenreflexzonenmassage und Dogdancing für Waldi: Immer mehr Hotels spezialisieren sich auf den Urlaub für Mensch und seinen vierbeinigen Begleiter.
Sie spielen Golf - Ihr Hund spielt mit uns", wirbt ein Hotel in Niederbayern. Dabei erwartet den Vierbeiner mehr als nur Stöckchenholen: Von Unterwasser-Massage über Akupunktur bis zur Lymphdrainage bietet das Haus alles, was das Hundeherz begehrt. Inzwischen sind schon mehrere Hotels in Deutschland auf den Hund gekommen. weiter...
Sie rufen Ekel hervor, sogar einer Phobie haben sie den Namen gegeben. Auch wer die Furcht vor Spinnen für übertrieben hält, glaubt doch oft daran, ihr Biss könne gesundheitsgefährlich sein. Als unbegründet bezeichnet jetzt Geoffrey K. Isbister von der australischen Universität von Newcastle die Spinnenangst. Die meisten Spinnen bedeuten kein medizinisches Risiko, schreibt der Mediziner im aktuellen Fachblatt Lancet (Band 364, Seite 549). Selbst wenn ein derartiger Biss deutliche Symptome einer Vergiftung hervorrufe, sei dies ganz selten mit schwerer Krankheit oder gar Tod verbunden. In Australien und den USA stürben viel mehr Menschen durch Bienen- oder Wespenstiche als nach Spinnenbissen. weiter...
Kuhstärlinge wachsen wie kleine Kuckucke in fremden Nestern auf - werfen aber im Gegensatz zu diesen nicht alle leiblichen Kinder ihrer Zieheltern aus dem Nest. Das zahlt sich aus, ermittelten nun englische, amerikanische und australische Biologen. Denn das gemeinsame Betteln bringe die Elternvögel dazu, mehr Futter herbeizuschaffen, als wenn nur ein artfremdes Küken alleine im Nest säße, schreiben die Forscher um Rebecca Kilner vom Department of Zoology an der University Cambridge im Wissenschaftsjournal Science.
Die Forscher beobachteten den Braunkopf-Kuhstärling (Molothrus ater) in New Jersy, wo die Vögel ihre Eier in die Nester von Fliegenschnäppern legen. Dabei stellten sie fest, dass Fliegenschnäpper-Eltern umso mehr Futter zum Nest brachten, je lauter das Geschrei darin war. Davon profitierten besonders die kleinen Kuhstärlinge. Denn sie haben größere Schnäbel als ihre Stiefgeschwister und erhalten dadurch das meiste Futter. weiter...
Ausgerechnet das schöne Sommerwetter trübt in den nächsten Tagen den Badespaß in vielen Seen und Flüssen. Denn die Blaualgen treiben auf ihre große Blüte zu. Im Unterschied zum durchgängig warmen Sommer 2003 hat sich der Zeitpunkt des Algenwachstums in diesem Jahr allerdings erheblich verschoben. Erst seit drei Tagen beobachten die Gesundheitsämter ein verstärktes Auftreten des grünen Teppichs auf der Oberfläche.
Das Potsdamer Landesgesundheitsministerium musste bisher noch keine der schätzungsweise 3000 offiziellen Badestellen in Brandenburg sperren. Es gibt lediglich für den Grimnicksee bei Königs Wusterhausen und den Templiner Stadtsee in der Uckermark eine Warnung, sagte Claudia Szczes vom Ministerium. Dort haben sich die Sichttiefen erheblich verschlechtert. Man sollte im knietiefen Wasser noch seine Füße erkennen. weiter...
Unterwasser-Forscher aus Norwegen haben mehrere neue Tierarten entdeckt. Die Erforschung des Lebens in der See hat gerade erst begonnen, erklärte Odd Aksel Bergstad, der führende Wissenschaftler der MAR-ECO-Expedition am Donnerstag. MAR-ECO untersuchte zwei Monate lang das Unterwasser-Ökosystem des Mittelatlantischen Rückens, der längsten Bergkette der Welt.
Unter den eingesammelten mehr als 350 Arten sind mindestens fünf neue Spezies, darunter ein Tiefsee-Anglerfisch und zwei ungewöhnliche Tintenfische. Bislang galt dieses Gebiet als Unterwasser-Wüste. weiter...
Vom 1. September an gelten für Mieter in Eigentumswohnungen kürzere Schutzfristen
Berlins Mieter müssen nach Ansicht des Mietervereins damit rechnen, dass "die Spekulation mit Wohnraum" wieder zunimmt und die Zahl der Kündigungen steigen wird. Grund dafür ist eine Neuregelung beim Kündigungsschutz für Mietwohnungen, die in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden oder werden.
Bislang waren die Mieter nach dem Verkauf ihrer Wohnung vor Kündigungen wegen Eigenbedarfs gut geschützt. Weil Berlin als Gebiet mit gefährdeter Wohnungsversorgung eingestuft war, galt eine Kündigungssperrfrist von zehn Jahren. Vom 1. September an sieht es aber anders aus: dann verringert sich die Schutzfrist auf nur noch drei Jahre. Ausgenommen davon sind die vier Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg. Für sie hat der Senat eine Verordnung erlassen, die den Kündigungsschutz auf sieben Jahre verlängert - weil der Senat dort die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen als besonders gefährdet einstuft. weiter...
Das Umweltbundesamt (UBA) baut sein Informationsangebot rund um das Thema Ozon weiter aus: mit einem E-Mail-Abonnement der Ozonprognosen für alle Regionen Deutschlands. Damit kann man schnell, unkompliziert und aktuell herausfinden, wie es mit dem Ozon in der eigenen Region bestellt ist. Die aktuellen Ozonmesswerte aller 321 Messstellen der Länder und des Bundes gibt es täglich ab 13.15 Uhr im Internet. Sie werden stündlich aktualisiert und als Karte dargestellt. Die Ozonprognosen für den aktuellen und die beiden kommenden Tage stehen täglich ab 9.30 Uhr bereit. Zur besseren Übersicht ist die Deutschlandkarte in zwölf Regionen aufgeteilt. Unter folgender Adresse kann die Region bestimmt und der Abo-Service gestartet werden einfach die Region anklicken und am Ende der Seite das Abonnement bestellen: https://www.env-it.de/luftdaten/regionselect.fwd?progType=1TMAX&x=3&y=8.
Wie Ozon auf die Gesundheit und die Umwelt wirkt und welche Maßnahmen gegen die Belastung durch bodennahes Ozon ergriffen werden können, darüber informiert die aktualisierte Ausgabe der Hintergrundinformation: Sommersmog, welche sich ebenfalls im Ozon-Internetangebot des Umweltbundesamtes befindet.
Horst Gettel kennt das schon. Wenn bei dem 77-Jährigen mitten in der Nacht das Telefon klingelt, dann ist die Berliner Polizei dran. Und das heißt: Es ist wieder mal Schlangenalarm. Am Mittwoch klingelte es morgens um halb sechs bei ihm. Die Beamten hatte in Niederschöneweide einen Python gefangen.
Die gut einen Meter lange Schlange hatte einem 30 Jahre alten Mann einen Schrecken eingejagt. Dieser war um kurz nach fünf auf dem Weg zur Arbeit und traf auf dem Treppenabsatz auf den Python. Doch die Schlange war, wie sich später herausstellte, ungiftig, unterkühlt, und daher ein bisschen schlapp.
Der 30-Jährige stolperte wieder die Treppen hoch und rief die Polizei. Die Beamten kamen mit Blaulicht, fingen das Tier ein und steckten es in einen Versandkarton für Katzen. Das reichte aus, um den Python bis nach Woltersdorf zu fahren und bei Horst Gettel abzuliefern. weiter...
Christina Krüger traut sich nicht mehr, Türen oder Fenster zu öffnen. Sofort kommen die Käfer scharenweise ins Haus. Sie kleben draußen an den Wänden, hocken in den Ritzen und hängen an den Zäunen. Eine Woche lang belagern sie schon diese Siedlung in Zeuthen.
Nachbar Alfred Kurtzke in der Narzissenallee muss nachts mehrmals aufstehen, um die Biester aus dem Bett zu entfernen. Siegfried Leonhardt kämpft mit dem Staubsauger gegen die schwarzen Kolonnen. Petra Hackebusch versucht es mit heißem Wasser. Ute Rhinow in der Westpromenade hat nun den Schädlingsbekämpfer bestellt. Am meisten ärgert die Betroffenen, dass sich niemand zuständig fühlt. "Wir haben mit Ordnungsämtern und Umweltbehörden telefoniert", so Ute Rhinow. "Doch für die ist das eine Lapalie." Die einzige Reaktion war ein Blatt Papier, auf dem der Übeltäter identifiziert wurde. Es handelt sich um den Großen Lupinenblattrandkäfer. Der Rüsselkäfer ist 10 Millimeter lang, hat einen schmalen Kopf, ovale Augen und breite Flügeldeckel. Am liebsten mag er Lupinen. Und die hat es noch vor kurzem reichlich in der Nähe gegeben. Das Feld ist inzwischen abgeerntet. weiter...
Die große Zahl der schwarzen, krächzenden und gefräßigen Kormorane an Brandenburger Seen beweist es: Die Fischbestände haben sich nach dem trockenen Sommer des Vorjahres wieder gut erholt. Vor allem an den Gewässern rund um Storkow und im Unteren Odertal bevölkern derzeit große Kolonien der unter Naturschutz stehenden Vögel die Ufer. Im ganzen Land wird die Zahl der Brutpaare auf rund 3000 geschätzt.
Da jedes Paar vier Jungvögel aufzieht, machen sich täglich rund 18000 Tiere auf die Jagd nach Fischen. Das ärgert die Fischer und Angler. Eberhard Renner, der Präsident des Landesfischereiverbandes, schätzt die von den Vögeln angerichteten Verluste auf bis zu eine halbe Million Euro. Er fordert deshalb eine stärkere Bekämpfung der Kormorane. Die genehmigten Abschüsse reichten nicht aus. Sie allein könnten das Problem nicht lösen. Es müssten die Eier in den Nestern aufgesammelt oder zerstört werden. Kormorane fressen mit Vorliebe Aal und andere schmackhafte Fischsorten. Tagesspiegel
In Sibirien ist ein sieben Jahre alter Junge gefunden worden, der von einem Hund großgezogen wurde. Das Kind habe sich auf allen vieren bewegt, gebissen und Essen zunächst beschnüffelt, heißt es in Presseberichten aus der Altai-Region.
Die Mutter hatte den Säugling drei Monate nach der Geburt verlassen; auch der Vater, der ein Trinker war, zog fort, ohne sich weiter um das Kind zu kümmern. Zurück im Haus blieb nur der Wachhund, der den Jungen großzog. Mittlerweile gehe Andrej, der vor drei Wochen entdeckt wurde, aufrecht, er könne mit einem Löffel essen, sein Bett machen und mit einem Ball spielen, teilten die Mitarbeiter des Kinderheims mit, in das der Junge gebracht wurde.
Andrej hat Kontakt zu einem Mädchen aufgenommen, mit dem er durch Gesten kommuniziere. Die anderen Kinder fürchteten den "Wilden", der nicht spreche und sich oft aggressiv verhalte. Ärzte und Psychologen sollen nun feststellen, ob der "Hundsjunge" in der Lage ist, sich an das übliche menschliche Verhalten so weit anzupassen, daß er in einem Kinderheim leben kann, oder ob er in ein Behinderteninternat eingewiesen wird. FAZ
Dingos, australische Wildhunde, sind wahrscheinlich die Nachfahren von wenigen, vielleicht nur einem einzigen Hund, den Seefahrer vor mehreren Tausend Jahren auf den Fünften Kontinent gebracht haben. Das berichtet eine internationale Forschergruppe in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".
Zu dem Schluss kommt das Team um Peter Savolainen vom Institut für Technologie in Stockholm nach einer Analyse der DNA von Mitochondrien (mtDNA), den "Kraftwerken" der Zelle, die nur von der Mutter an ihre Nachkommen vererbt werden. Die Forscher verglichen die mtDNA von 211 Dingos mit der von 676 Hunden aller Kontinente sowie 38 Wölfen aus Europa und Asien. Dabei fanden sie heraus, dass der mtDNA-Typ A29 im Erbmaterial von über 50 Prozent der Dingos vorhanden ist. Derselbe mtDNA-Typ wurde auch bei Haushunden gefunden, aber nur bei Rassen aus Ostasien.
Savolainen und seine Kollegen schließen daraus, dass Dingos eine eigene Gruppe bilden und von Hunden aus Ostasien abstammen. Bis auf eine Ausnahme finden sich alle anderen mtDNA-Typen der Dingos in keiner anderen Hunderasse. weiter...
Veterinärmediziner haben einen Durchbruch bei der Ergründung der Todesursache des bedrohten schwarzen Nashorns erreicht, das nur schwer in Gefangenschaft gehalten werden kann. Eine Studie der Universität von Cape Town in Südafrika https://www.uct.ac.za/ über die ungewöhnliche chemische Zusammensetzung des Bluts der Tiere hat offen gelegt, dass die Blutzellen des schwarzen Nashorns 50 Mal so viel Tyrosin enhalten wie menschliche rote Blutzellen. Das Tyrosin vernichtet freie Sauerstoff-Radikale und schützt die Nashörner so vor überschüssigem Eisen.
Obwohl die Zahl der Tiere in freier Wildbahn wieder leicht steigt, sind sie immer noch sehr selten, und die Tiere im Zoo sind entscheidend für das Überleben der Spezies. Aber im letzten Jahrzehnt ist die Hälfte der schwarzen Nashörner in den Zoos meist an chronischer Anämie gestorben. weiter...
Seit diesem Monat dürfen im Südharz Graureiher und Kormoran in Gewässernähe geschossen werden. Tierschützer sind darüber empört. Die Fischer verstehen die ganze Aufregung nicht.
Graureiher lieben den Südharz. Allein im Helme-Staugebiet zählen die Ornithologen 51 besetzte Nester. Nahe des Teiches in Schiedungen sind es sogar 69 Horste. Die Tiere fühlen sich hier wohl. Und Nahrung gibt es reichlich.
Benno Koschorrek mag diese Vögel gar nicht. Er betreibt die Fischzucht in Auleben und sieht in jedem Graureiher einen natürlichen Feind. Täglich beobachtet er mindestens 100 von diesen Tieren, wie sie ihren Hunger an seinen Teichen stillen. "Etwa 50 Kilogramm Fisch werden mir pro Tag weggefressen." Dem Betrieb entstehe dadurch ein hoher Schaden. weiter...
Der Sommer ist gerade erst so richtig in Deutschland angekommen, da machen sich die ersten Zugvogelarten schon wieder auf den Weg nach Afrika. Als erste treten jetzt Mauersegler und Kuckuck die lange Reise in die Winterquartiere an. Andere früh ziehende Arten sind Pirol und Nachtigall, während Weißstörche erst später im August kalte Füße bekommen.
"Als letzte unter den Wandervögeln verabschieden sich dann Ende September die Schwalben und Stare aus unseren Städten und Dörfern", sagt Claus-Peter Hutter, Präsident der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur).
Für alle Arten gilt, dass sie auf ihrer langen Reise auf sichere Rastplätze angewiesen sind, betont man bei der Umweltstiftung. Zugvögel benötigen etwa intakte Feuchtgebiete und Wälder, die ihnen unterwegs Insekten, Beeren und andere Nahrung zur Stärkung und ungestörte Ruheplätze bieten. Doch gerade die extrem produktiven Seen-, Auen- und Flusslandschaften werden immer seltener. "Der Erhalt unserer Zugvogelarten ist also ganz entscheidend von einem europaweiten Netz solcher ökologischer Bausteine abhängig", betont Claus-Peter Hutter, Euronatur Präsident. weiter...
Das nach Nordamerika eingeschleppte Büffelgras gräbt den einheimischen Bäumen das Wasser ab. Das haben amerikanische Forscher entdeckt, als sie die für die Wüstengebiete von Arizona typischen Palo-Verde-Bäume beobachteten. Ihre Ergebnisse stellten Alex Eilts und Travis Huxman von der Universität von Arizona in Tucson auf der Jahrestagung der Amerikanischen Ökologischen Gesellschaft vor. Bislang waren Biologen davon ausgegangen, dass es zwischen Gräsern und Pflanzen, deren Wurzeln sehr tief in die Erde reichen, keine Konkurrenz um Wasser gibt. weiter...
Der Wagen der Zukunft kann die Gefühle seines Lenkers darstellen und hat einen tierischen Schwanz
Ein Toyota-Patent stellt sich das Auto der Zukunft als Mensch-Tier-Hybrid mit wedelndem Antenne-Schwanz oder "Augenbrauen-Lichtern über den Frontscheinwerfern vor. Der PKW-Bordcomputer kann die Gefühle seines Herrn und Lenkers registrieren und für andere Verkehrsteilnehmer entsprechend darstellen. Der Unterhaltungswert der Teilnahme am Straßenverkehr soll sich dadurch steigern. weiter...
Er sieht verwegen aus, vielleicht sogar ein wenig abschreckend: Die dunklen Augen stechen unter einem grauen Tuch hervor, das sich Daniel Piekarus zum Schutz gegen Sonne und Mücken um den Kopf gebunden hat. Schon früh um sechs macht er sich auf die Beine, schreitet sein 30 Hektar großes Revier ab und lässt dabei keine Taube aus dem Blick. Daniels Job: Vogelscheuche. weiter...
Zehn Jahre nach seiner Gründung verzeichnet der Nationalpark Unteres Odertal nicht nur einen wachsenden Bestand von Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Zahl seiner Besucher steigt. Das weiträumige Areal ist mit Blick auf Deutschland und die EU eine Auenlandschaft von unschätzbarem Wert, sagt Brandenburgs Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD). Sie trage mit zur wirtschaftlichen Regionalentwicklung bei. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 150000 Gäste in den Nationalpark und rund 45000 Besucher nutzten die naturkundlich betreuten Angebote. Auch für Nationalpark-Leiter Romuald Buryn wächst der Nationalpark zunehmend mit der Region zusammen. Der Park sei ein stabiles Aushängeschild für die Region und fördere sowohl die wirtschaftliche als auch die touristische Entwicklung, stellt er fest. Das Nationalparkhaus in Criewen ist seit seiner Eröffnung vor vier Jahren ein Anziehungspunkt ersten Ranges. Der Park hat 14 Angestellte und elf weiter...
In Städten und ihrer Umgebung wachsen Pflanzen deutlich länger als auf dem Land. Ihre Wachstumsperiode übertrifft die von Landpflanzen um rund 15 Tage. Das fanden Forscher um Xiaoyang Zhang von der Boston University anhand von Satellitenaufnahmen heraus, berichtet die US-Weltraumbehörde Nasa. Die Ergebnisse werden demnächst in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht.
Die Ursache der verlängerten Wachstumsperiode sind die höheren Lufttemperaturen über bebauten Flächen im Frühjahr und Spätherbst. Sie wirken sich noch auf Flächen aus, die zehn Kilometer von den Stadtgrenzen entfernt liegen. Der Einflussbereich der untersuchten Städte war damit bis zu zweieinhalbmal so groß wie die bebaute Fläche selbst. weiter...
Seine gute Nase hat einen britischen Polizeihund das Leben gekostet. Wie die Polizei im nordenglischen Preston mitteilte, schnüffelte der Spürhund bei der Drogensuche wahrscheinlich eine Überdosis Aufputschmittel ein und starb.
Kurz nachdem der siebenjährige Spaniel ein Auto auf Drogen untersucht hatte, habe er erste Symptome einer Amphetamin-Vergiftung gezeigt, sagte eine Polizeisprecherin. Das Tier sei von seinem Hundeführer sofort zum Tierarzt gebracht worden.
Kurz danach starb der Hund in einem Tierspital in Liverpool. «Er wird sehr schwer zu ersetzen sein, aber Polizeiarbeit ist nun mal gefährlich», sagte Polizist Roger Moore, der mit dem Hund arbeitete und bei dem das Tier lebte. tagesanzeiger.ch
Die Auswilderung ist Teil eines Projekts der Arbeitsgemeinschaft Sumpfschildkröte, das seit 1999 läuft. "Wir haben uns vorgenommen, in den kommenden zehn bis zwölf Jahren in Hessen an verschiedenen Standorten insgesamt mindestens 500 Tiere auszuwildern", sagt Projektkoordinator Matthias Kuprian.
Die schwarz-gelb gezeichneten Tiere mit dem lateinischen Namen Emys orbicularis sind vor rund drei Jahren im Frankfurter Zoo zur Welt gekommen. Auf ihrem Rücken wurden kleine Sender aufgeklebt, damit Wissenschaftler der Universität in Frankfurt ihre Bewegungen verfolgen können. Finanziert wird das Projekt laut Kuprian vor allem aus Spenden, mit Sponsoring und über Patenschaften.
Bis vor wenigen Jahren galt die Europäische Sumpfschildkröte in Hessen als ausgestorben. Von 1999 an suchten Naturschützer systematisch nach den Tieren. Sie fanden einzelne erwachsene Schildkröten, die verstreut im Land lebten. An einem Teich bei Reinheim in Südhessen fand sich noch eine kleine Gruppe von etwa 15 Schildkröten. Im Jahr 2002 begann die Arbeitsgemeinschaft, Nachzuchten auszuwildern. weiter...
Einen Monat vor dem Start der Ordnungsämter haben die Bezirke nur 100 der 300 Stellen für Kiezstreifen besetzt. Die Opposition von CDU und FDP spricht von einer "gigantischen Pleite" der Innenverwaltung, die zu spät an die Personalausstattung gedacht habe. Lediglich 18 Doppelstreifen werden am 1. September ihre Arbeit beginnen, 45 weitere Mitarbeiter stehen in vier Wochen bereit. "Die Einrichtung der Kiezstreifen ist äußerst mangelhaft vorbereitet worden", kritisierte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Henkel. "Wir konstatieren eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen." FDP-Innenexperte Alexander Ritzmann sagte: "Es war von vornherein ein Konstruktionsfehler, dass man sich zu wenig ums Personal gekümmert hat." Ursache sei die "völlig verfehlte Senatspolitik", sich zu sehr um die Bewaffnung zu kümmern. "Es darf keine Ansammlung von Hilfssheriffs und Mini-Rambos werden, sondern wir brauchen Ansprechpartner für Touristen und die Berliner." weiter...
Zwei Schritte durch das Marathontor, dann ist der Blick frei ins Olympiastadion. Rainer Ernst ist diesen Weg oft gelaufen, fast täglich, doch an diesem Abend bringt ihn der Anblick zum Quieken: Aiih! Tolles Foto!. Er holt die Kamera aus seiner Tasche. Klick, klick, klick.
Rainer Ernst ist 51 Jahre alt, Landschaftsarchitekt und der Rasenchef des Berliner Olympiastadions. In zwei Jahren soll auf diesem Gras das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden. Vielleicht der wichtigste Ort für Deutschland bei der WM 2006. In dieser Woche trifft sich deshalb das WM-Organisationskomitee, um die Projektgruppe Rasen 2006 zu gründen. Ernst soll an der Spitze der Vereinigung stehen, er ist der Branchenkenner in Deutschland, der Rasenflüsterer. Ernst kümmert sich um die WM-Städte München, Nürnberg, Dortmund und Hannover. Doch sein Prestigeobjekt, der Rasen in Berlin, sieht aus wie der Haarschnitt von einem, der eben aus dem Bett kriecht. weiter...
Veranstaltungsort:
Gutschmidtstr. 43, 12359 Berlin
Veranstaltungsdatum:
Sonntag, 15. August 2004, Beginn 10.00 Uhr
Richter:
Nicole Weber, Heike Weber, Viviane Theby
Klassen:
Fun-Klasse: für ALLE offen; Leckerlies, Spielzeuge, ect. sind erlaubt; Es erfolgt keine Bewertung!
S-Klasse: max. 1,5 min Musik, mind. 4 verschiedene Tricks
M-Klasse: max. 2,5 min Musik, mind. 6 verschiedene Tricks
L- Klasse: max. 3,5 min Musik, mind. 8 verschiedene Tricks
XL-Klasse: max. 4,5 min Musik, mind. 10 verschiedene Tricks
6plus -Klasse: Mindestvorraussetzungen analog S-Klasse, für alle Teams, die mehr als 6 Beine haben
Die Einteilung in die verschiedenen Klassen liegt im Ermessen der Hundeführer. Die Veranstalter möchten alle Teilnehmer bitten, sich der Fairness halber in der dem Ausbildungsstand entsprechenden Klasse anzumelden.
Meldeschluss:
Sonntag, der 1. August 2004
Meldegebühr:
einzelne Hundeführer mit einem Hund 15,- EUR
Die Fledermäuse hatten sich einfach verpeilt. Sie landeten bei ihrer nächtlichen Nahrungssuche in einem Berliner Wohnzimmer und versetzten die Mieter in Aufruhr. Erst die Experten vom Fledermausnotdienst beförderten die harmlosen Kleinsäuger ins Freie.
Berlin, das deutschlandweit auch als Hauptstadt der Tiere gilt, bietet Spannung pur: So spazierte ein freches Wildschwein im noblen Zehlendorf über eine Terrasse ins Haus. Besitzer und Schwarzkittel standen sich nur eine Schrecksekunde starr gegenüber, dann ging der Keiler zur Attacke über. Der Bewohner musste ins Krankenhaus, das Borstentier entkam auf Nimmerwiedersehen.
Die Hauptstadt als Eldorado für Wildtiere: «Berlin ist da europaweit eine der artenreichsten Großstädte», sagt Johannes Schwarz von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz. Biber, Fuchs, Marder, Waschbär, Seeadler, Turmfalke und Kranich - sie alle haben den städtischen Lebensraum erobert. «Und die Wildschweinpopulation mit derzeit bis zu 8000 Tieren im Stadtgebiet ist einzigartig auf der Welt», sagt Schwarz' Kollege Derk Ehlert. Immer wieder gibt es Schlagzeilen, wenn Schweine den Straßenverkehr behindern oder aus einem Pool gerettet werden müssen. weiter...
Die Mitarbeiter vom Umweltbüro am Weißen See haben Informationsblätter zu lokalen Umweltthemen erstellt. Im ersten Infoblatt werden 20 Pankower Grünanlagen vorgestellt. Weitere Umweltblätter erscheinen demnächst unter den Titeln "Wildtiere im Stadtgebiet", "Rabenvögel in der Großstadt", "Die Pankower Rieselfelder" und "Die Kraft der Kräuter". Auch über Themen wie Mobilfunkstrahlung, Schadstoffe in der Wohnung und die Lokale Agenda sind Veröffentlichungen geplant. Die Umweltblätter gibt es kostenlos im Umweltbüro an der Berliner Allee 125, in den Bürgerämtern und im Tourist Information Center in der Kulturbrauerei an der Sredzkistraße. Berliner Zeitung
Über 1100 Wissenschaftler und Logistiker aus 40 Ländern trafen sich diese Woche zur 28. Konferenz des internationalen Wissenschaftlichen Komitees für Antarktisforschung (SCAR) im Messe Centrum Bremen. Die SCAR-Delegierten werden die Ergebnisse und die Vorschläge für neue Forschungsvorhaben und internationale Zusammenarbeit in der Antarktis vom 3. bis 9. Oktober auf einer gesonderten Konferenz in Bremerhaven diskutieren und verbindlich vereinbaren. Die nächste SCAR-Konferenz findet 2006 im australischen Hobart statt. weiter...
.... müssten sie ihren Namen ändern: Es gibt nur Tiere mit einer ungeraden Anzahl von Fußpaaren
Warum Hundertfüßer immer mit einer ungeraden Anzahl von Beinpaaren durchs Leben gehen, haben britische Wissenschaftler nun entdeckt: Während der embryonalen Entwicklung der zu den Tausendfüßern gehörenden Tiere entstehen aus einem Bausegment immer zwei Beinpaare, also jeweils vier einzelne Beine. Aus dem ersten Beinpaar entwickelt sich jedoch eine Giftklaue, so dass vom ersten Segment nur ein Beinpaar übrig bleibt. Da alle weiteren Segmente jeweils zwei Beinpaare beitragen, ist die Gesamtzahl immer ungerade. Das berichten Ariel Chipman von der Universität Cambridge und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Current Biology (Bd. 14, S. 1250). weiter...
Schnittblumen könnten länger haltbar sein, Zuckerrüben mehr Zucker produzieren - nur zwei Beispiele für das, was möglich wäre, wenn sich die Alterung der Blätter verzögern ließe. Für dieses Ziel haben Professor Thomas Roitsch und seine Arbeitsgruppe von der Uni Würzburg jetzt den Grundstein gelegt: Den Forschern am Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften ist es gelungen, bei Tabakpflanzen die Blattalterung zu verlangsamen. Normalerweise werden im Laufe des Wachstums die unteren Blätter des Tabaks gelb und lösen sich ab. Dagegen bleibt bei den Versuchspflanzen der Würzburger das Laub länger grün und fällt später ab. Im Verlauf der Blattalterung transportieren Pflanzen normalerweise die in den Blättern vorhandenen Nährstoffe in den Stamm - so fällt das wertvolle Rohmaterial nicht mit dem Laub zu Boden. Bei diesem Prozess vergilben die Blätter. Die Würzburger Forscher aber haben den Tabak auf gentechnischem Weg dazu gebracht, mehr von dem Enzym Invertase zu produzieren als normalerweise üblich. Dieses Enzym spaltet in den Blättern den Rüben- oder Rohrzucker, die Saccharose, in seine Bestandteile auf. Weil Pflanzen Zucker aber ausschließlich in Form von Saccharose verfrachten können, wird auf diese Weise der Abtransport der Nährstoffe aus dem Blatt unmöglich gemacht, die Blattalterung gerät ins Stocken. Über diesen Forschungserfolg berichtet die internationale Zeitschrift "The Plant Cell". Ob der Würzburger Trick auch bei anderen Pflanzen funktioniert, müssen weitere Forschungen zeigen. mehr...
Eine fast zweieinhalb Meter lange Schlange ist in Basel aus einem privaten Terrarium entwichen.
Es handelt sich um eine so genannte Taiwan-Schönnatter, die nicht giftig ist und den Kontakt zu Menschen im Normalfall meidet, wie die Kantonspolizei mitteilte. Das Tier erschrecke aber durch seine Länge und seinen Durchmesser von rund acht Zentimetern.
Die Berufsfeuerwehr suche die Schlange mit Wärmebildkameras, da die Körpertemperatur des Tiers mit 15 Grad deutlich tiefer als die Aussentemperatur ist. Die Schlange soll sich vermutlich im Gebiet des Flusses Wiese aufhalten. news.search.ch
Am heutigen Tag, gegen 13:30 Uhr ist erneut ein Hund (Mischling Retriever/Labrador) am Baggersee im Stadtpark verendet. Nach Aussage des Hundehalters schwamm der Hund nur kurze Zeit in dem See, kam dann heraus und zeigte dieselben Symptome wie die anderen, Ende April und Juni 2004 an gleicher Stelle verendeten Hunde (kurzes Zittern, schaumiges Maul). Auch er verendete dann in sehr kurzer Zeit. Folgende Maßnahmen wurden durch die Polizei veranlaßt:
Benachrichtigung des Ordnungsamtes, Sicherstellung des Tierkadavers zwecks Untersuchung in der Rechtsmedizin Kiel, Wasserprobenentnahme zur Feststellung der Qualität.
Den anwesenden Gästen wurde auf Grund der unklaren Sachlage bezüglich der Wasserqualität empfohlen, nicht ins Wasser zu gehehen. Durch die Sielbereitschaft werden neue Warnschilder aufgestellt. weiter...
Schafen eilt nicht gerade der Ruf besonderer Intelligenz voraus. Doch eine Herde im nordenglischen Marsden straft alle Vorurteile Lügen.
Auf der Jagd nach den üppigsten Weideflächen haben die Tiere in der hügeligen Region von Pennine eine ausgeklügelte Technik entwickelt, um Strassensperren in Form von eingelassenen Metallgittern zu überwinden.
"Ich habe gesehen, wie sie das machen, und sie stellen sich ziemlich schlau an", sagte Gemeinderatsmitglied Dorothy Lindley der Zeitung "The Guardian". "Sie legen sich nieder, und rollen dann seitlich oder auf dem Rücken über die Gitter." weiter...
Als der Londoner Kaufmann John Ellis 1768 in einem Brief an den Botanik-Papst seiner Zeit, Carl von Linné, von einer "merkwürdigen empfindlichen Pflanze" berichtete, die sich angeblich von Insekten ernährte, reagierte der schwedische Naturforscher äußerst unwirsch: Eine solche Pflanze sei "gegen die gottgewollte Ordnung der Natur" und mithin unmöglich.
Noch heute stellen Venusfliegenfalle, Sonnentau und Wasserschlauch unsere Vorstellungen vom passiv "vegetierenden" Pflanzenreich mitunter auf den Kopf. Botaniker der Universitäten Bonn und Rostock haben nun in einem faszinierenden Buch den aktuellen Wissensstand zu den trickreichen Fallenstellern zusammengefasst.
Linnés Machtwort zu der von Ellis beschriebenen Venusfliegenfalle beendete die Diskussion gleich für über 100 Jahre - ihn zu widerlegen, konnte einem Provinzbotaniker nicht gelingen. Erst 1875 bestätigte ein Revolutionär der Biologie die Existenz fleischfressender (karnivorer) Pflanzen eindrucksvoll: Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie. Doch selbst danach sprach so mancher Experte noch von "wissenschaftlichem Plunder" und "tendenziösen Fiktionen". weiter...
Ob in Frankreich, Dänemark oder Kroatien zu einem gelungenen Badeurlaub gehören auch sauberes Wasser und gepflegte Strände. Welche Strände und Sportboothäfen entsprechende Qualitäten aufweisen und umweltfreundlich betrieben werden, signalisiert die Blaue Flagge. Im Reiseprospekt, am Strand oder im Hafen hilft sie Verbraucherinnen und Verbrauchern bei der Auswahl ihres Urlaubsortes.
Die Blaue Flagge ist eine internationale Umweltkennzeichnung, die 2004 in 33 Ländern vergeben wurde. Träger ist die "Stiftung für Umwelterziehung" (F.F.E.) in Kopenhagen. Auf nationaler Ebene ist die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) für die Durchführung des Kennzeichnungsprogramms verantwortlich. weiter...