Die Helfer, die an den Säuberungsarbeiten bei der schlimmsten Ölpest in der Geschichte Spaniens im Jahr 2002 beteiligt waren, haben laut einer Studie Atembeschwerden. Und weitere Symptome.
In der am Dienstag in der US-Fachzeitschrift «Annals of Internal Medicine» veröffentlichten Studie wurden zwischen September 2004 und Februar 2005 insgesamt 501 Fischer untersucht, die an den Arbeiten nach der Havarie des Tankers Prestige vor der spanischen Küste beteiligt waren. Weitere 177 Fischer, die nicht teilnahmen, wurden ebenfalls begutachtet.
Laut den Ergebnissen der spanischen Forscher zeigten die Rettungshelfer häufiger Symptome von Atemwegsproblemen und chromosomale Veränderungen der Lymphozyten, die zu den weissen Blutkörperchen gehören. Durch eine solche Chromosomen-Veränderung tragen diejenigen, die an den Säuberungsarbeiten teilnahmen, der Studie zufolge auch ein erhöhtes Krebsrisiko.
TagesAnzeiger/online
Der US-amerikanische Koch George Crum ärgert sich darüber, dass einer seiner Gäste des Hotels in Saragota Springs sich wiederholt über zu dicke Bratkartoffeln beschwert. Crum schneidet die Kartoffeln in immer flachere Scheiben, bis sie schliesslich so dünn sind, dass man sie nicht mehr mit der Gabel aufspiessen kann. Zu Crums Erstaunen liebt der unzufriedene Gast die neue Kartoffelspeise, und sie wird als «Saragota Chips» in die Speisekarte aufgenommen.
Die zweite Version
Die andere Geschichte, welche übrigens als wahrscheinlicher gilt, erzählt, dass Crums’ Schwester eine zu dünn geschnittene Kartoffelscheibe aus Versehen in heisses Fett fallen lässt. Crum ist von dem knackigen Ergebnis so begeistert, dass er die Chips ab sofort im Hotelrestaurant anbietet.
Vor 200 Jahren: Die Erfindung der Konservendose
Die grundlegende Idee hatte der Koch und Feinbäcker Nicolas Appert, der aus der Champagne stammte. Geködert mit einer Belohnung von 12'000 Goldfranken suchte der Franzose ein Verfahren zum Haltbarmachen von Lebensmitteln. Die Prämie hatte Kaiser Napoleon I. ausgelobt, der für seine Feldzüge eine bessere Verpflegung brauchte als die in Dörfern geplünderten Kartoffeln und Brotkanten.
Das Sozialverhalten von Vögeln hängt im Wesentlichen vom Sexleben der Weibchen ab. Das schreiben englische Zoologen in «Nature». Die Analyse von 267 Vogelarten ergab, dass die Kooperation bei denjenigen am höchsten ist, die monogam leben – wie zum Beispiel beim Weissstirnspint. Bei häufig wechselnden Partnern können sich die verwandten Tiere nicht sicher sein, ob der Nachwuchs ihre Gene trägt; sie sind daher weniger bereit, bei der Brutpflege zu helfen.
Die SBB hat ihre neuen Familienabteile in SBB-Doppelstockwagen mit Spielplatz im Dschungel-Look präsentiert. Der «Ticki Park» im Intercity-Doppelstockwagen will ein Kinderparadies auf Schienen sein. Bis Ende 2012 werden alle 40 Intercity-Doppelstockzüge mit einem solchen Wagen bestückt. Weiter...
Das wäre doch was für das Image der Deutschen Bundesbahn.
Zusammen mit der französischen Beauty-Firma Etat Libre D'Orange wurde das Sex-Pistols-Parfüm zusammengestellt, das für «Widerstand gegen Traditionen und Missachtung von aromatischen Konventionen» stehen. Wer nun fürchtet, das Parfüm könnte auch genau so riechen, kann beruhigt werden. «God save the Queen» riecht nach einem Hauch von Zitrone und schwarzem Pfeffer.
Die Berliner CDU-Fraktion hat sich für ein Badeverbot für Hunde in Berliner Badegewässern in der warmen Jahreszeit ausgesprochen. Die neuerlichen Hinweise der Behörden über teilweise gesundheitsschädigende Wasserqualitäten einiger Berliner Seen aufgrund von Verunreinigungen durch Fäkalien müssten endlich «konsequent beantwortet» werden, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Cornelia Seibeld, am Freitag. Daher sollte ein Badeverbot für die Tiere in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. September verhängt werden. Weiter...
Forscher um Christopher Reddy haben nachgewiesen, dass im Golf von Mexiko unter der Wasseroberfläche Schwaden mit Ölpartikeln treiben. Sie bestätigen damit Vermutungen, die Experten kurz nach dem Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon im April geäussert hatten. Die Wolke schwebt in einer Tiefe von 1100 Metern und erstreckt sich über 35 Kilometer. An einigen Stellen ist sie 2 Kilometer breit und 200 Meter hoch. «Viele Leute glaubten, dass die verdünnten Öltröpfchen unter Wasser schnell abgebaut werden», sagt Richard Camilli, Erstautor der Studie. «Doch die Ölschwade ist immer noch da.» So konnten die Forscher bei den Wasserproben keinen speziell hohen Sauerstoff-Mangel feststellen. Dies wäre ein Zeichen für eine erhöhte Aktivität von ölzersetzenden Bakterien. Camilli und seine Kollegen beobachteten sehr wohl einen gewissen Abbau des Öls, doch ging dieser sehr langsam vonstatten.
Ein Landwirt aus der Bodenseeregion hatte im Jahr 2008 gegenüber den Behörden deklariert, auf einer 5000 Quadratmeter grossen Parzelle Silo- und Grünmais gezogen zu haben. Tatsächlich hatte er aber auf einem Viertel dieser Fläche nicht Mais, sondern sogenannten Bauernhanf angepflanzt. Das kantonale Landwirtschaftsamt forderte den Landwirt auf, die für diese Parzelle ausgerichteten Direktzahlungen in der Höhe von 1165 Franken zurückzuerstatten. Gleichzeitig kürzte das Amt die Direktzahlungen an den Landwirt wegen der Falschangabe um zusätzlich 2330 Franken. Der Landwirt rief das Bundesverwaltungsgericht an. Da auf dem Formular für die Betriebsstrukturerhebung keine Rubrik «Mischkultur» vorgesehen sei, habe er die Kultur angegeben, die mehrheitlich angepflanzt worden sei, also Mais. Die Richter in Bern verwarfen dieses Argument. Der Landwirt hätte beide Kulturen deklarieren müssen. Auf die vom Bauern angepflanzte Sorte Hanf gibt es seit 2007 keinen Anspruch mehr auf Direktzahlungen.
ThurgauerZeitung/online
Als die Frau im mittleren Alter auf dem Areal des Crystal Palace in London mit ihrer fünfjährigen Tochter May die Strasse überquert, bemerkt sie das anfahrende Auto nicht. Kein Wunder, denn anscheinend soll es für diese Zeit verdammt schnell gewesen sein. Bridget Driscoll wird am 17. August 1896 von dem Auto zu Boden gestossen. Die Geschwindigkeit? Gerade mal 6 Kilometer pro Stunde. Doch Augenzeugen berichten, dass der Wagen «mit einem rücksichtlosem Tempo und fast wie ein Feuerwehrwagen unterwegs war». Der Lenker des Autos ist ebenfalls bekannt. Arthur James Edsall soll nach Behauptungen der Beifahrerin den Motor gar modifiziert haben, damit dieser schneller fährt. Das Gerichtsverfahren, welches nach dem Unfall eingeleitet wird, kann diese Behauptung jedoch nicht bestätigen. Strafverfolgung gibt es für den Lenker keine. Der Untersuchungsrichter beendet das Verfahren mit der einfachen Hoffnung, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passieren wird.
ThurgauerZeitung/online