Deichkind bekämpft das WM-Fieber mit einem Gegengift und verwandeln das Panini-Album zum Gruselkabinett.
Lothar Matthäus ruft zur Flaggenverbrennung auf, Wayne Rooney wird zum fanatischen Karnivoren.
Salat und Tomaten fürs Weltall: Deutsche Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen die Nahrung von Astronauten revolutionieren. Sie entwickeln Gewächshäuser, die an Bord der Internationalen Raumstation oder auf dem Mars frisches Gemüse und Obst liefern sollen. Unter pinkfarbenem Licht wachsen in einem Zeltschrank eines sterilen Labors Dutzende kleine Salatköpfe. Ziel der Forschung ist die Entwicklung ressourcenschonender Gewächshäuser. Für eine Mars-Mission, die bis zu drei Jahre dauert, würden mehrere Tonnen an Spezialnahrung benötigt. Gewicht könnte gespart werden, wenn vorzugsweise Samen mitgenommen würden. In zwei Jahren soll ein Gewächshaus neun Monate lang in einer unwirtlichen Umgebung in der Antarktis getestet werden.
Im Winter ausgebrachtes Streusalz kann das Wachstum von am Strassenrand lebenden Insekten verändern. Bei Schmetterlingen werden zum Beispiel Flugmuskulatur und Hirngrösse beeinflusst, berichten US-Forscher in den «Proceedings» der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA (PNAS). Das bessere Nährstoffangebot an Strassenrändern sei für die Raupen der Falter attraktiv – allerdings sei auch die Gefahr grösser, zum Verkehrsopfer zu werden.
Streusalz enthält Natriumchlorid, also normales Kochsalz. Auf Pflanzen mit erhöhtem Natriumgehalt bilden die männlichen Raupen der Monarchfalter grössere Mengen eines für die Flugmuskulatur wichtigen Proteins, schreiben die Forscher von der University of Minnesota in St. Paul. Heranwachsende Monarchfalter-Weibchen entwickelten grössere Augen als auf Pflanzen weit abseits der Strassen. Beide Merkmale sind für die Schmetterlingsart von grosser Bedeutung: Bei ihren Wanderungen in die Winterquartiere fliegen einige der Tiere mehr als 3500 Kilometer weit.
Poppy, die älteste Katze der Welt, ist im Alter von 24 Jahren nach kurzer Krankheit im britischen Bournemouth gestorben. Poppy war erst im Mai vom «Guinnessbuch der Rekorde» als älteste Katze anerkannt worden.
Braunbär, Wolf und Luchs kehren nach Europa zurück: Das freut Umweltschützer, nicht aber Bauern. Nachdem sich der Bestand dieser Arten lange verringert hatte, nehme ihre Zahl nun wieder zu, erklärte die EU-Kommission gestern. «Die Koexistenz mit den Menschen ist mitunter problematisch», hiess es. Die Brüsseler Institution rief daher eine Plattform ins Leben, auf der sich Landwirte, Jäger und Wissenschaftler darüber austauschen können, wie Menschen und die Grossraubtiere miteinander auskommen könnten.
Viele EU-Politiker verkaufen die EU-Agrarreform als «grün». Die Vorschriften seien aber so verwässert, dass sie die Artenvielfalt nicht förderten, sondern ihr sogar schadeten, schreibt ein internationales Forscherteam im Fachjournal «Science». Das Team unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig analysierte die Änderungen in der Gesetzgebung und verglich sie mit Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union. Ursprünglich sollten laut Agrarreform zehn Prozent der gesamten Nutzfläche so bewirtschaftet werden, dass sie für die Artenvielfalt und den Klima- und Umweltschutz erhalten bleiben. «Im Laufe der Verhandlungen wurde dieses Ziel jedoch zunehmend verwässert», sagte Mitautor Klaus Henle vom UFZ. Das liege vor allem an den vielen Ausnahmeregeln. So müssen den Forschern zufolge Betriebe mit einer Fläche unter zehn Hektaren keine Fruchtfolgen, also verschiedene Nutzpflanzen hintereinander, anbauen – mit der Folge, dass für rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe diese Pflicht entfällt. Ursprünglich habe die Grenze bei einer Betriebsgrösse von drei Hektar gelegen. In der Schweiz sind Bauernbetriebe seit langem gesetzlich dazu verpflichtet, sieben Prozent der Fläche als Schutzzone für die Artenvielfalt auszuscheiden, was sich auf die Biodiversität positiv auswirkt.
TagesAnzeiger/Zürich
Die schwere Last der Liebe war am Ende zu viel für den Pont des Arts: Ein Teil des mit Tausenden Liebesschlössern behängten Brückengeländers über der Pariser Seine ist am Sonntagnachmittag auf 2,4 Metern Länge eingestürzt.
Die berühmte Fussgängerbrücke wurde sofort evakuiert und abgesperrt, wie die Polizei mitteilte. Verletzte habe es nicht gegeben. Am Montag soll der 150 Meter lange Pont des Arts, der das Louvre-Museum und das linke Seine-Ufer verbindet, wieder geöffnet werden.
Verschiedene Gehirne tun dasselbe, nur auf andere Art - das haben Forscher der Universität Tübingen bei der Untersuchung der Gedächtnisleistung von Rabenvögel entdeckt. Die Tiere sind schlau, auch weil sie ein sehr gutes Arbeitsgedächtnis haben und sich deshalb Dinge gut merken können. Doch während diese Fähigkeit beim Menschen in der Grosshirnrinde verankert ist, besteht diese Struktur bei den Raben nicht. Stattdessen ist bei ihnen ein Netz von Nervenzellen im anders aufgebauten Endhirn verantwortlich.
Kann man jemanden ohne Hose auf die Welt loslassen, noch dazu vornehmlich auf Kinder? Man kann, wenn derjenige eine Ente ist und Donald Fauntleroy Duck heisst. Um das Federvieh aus Entenhausen ist nicht nur ein ganzer Mikrokosmos entstanden, Duck ist längst eine Legende. Am heutigen 9. Juni feiert die Comicfigur ihren 80. Geburtstag.
In den 1940er Jahren zog Donald sogar in den Krieg. In «The Fuehrer's Face» machte er 1943 selbst mit dem Bürzel ständig den Hitlergruss, las «Mein Kampf» und baute Bomben für die Nazis. Schliesslich erwacht er aus dem Albtraum und küsst die Freiheitsstatue. Der Anti-Nazi-Propagandafilm wurde damals mit dem Oscar ausgezeichnet.
Es war ein kurzer Ausflug in die Schweiz: Der Bär M25 hat die Schweiz, nach knapp vier Wochen, wieder verlassen - dorthin, wo er herkam, nach Italien. Seit letztem Freitag ist der Bär über der Grenze und hält sich in der Region Tirano auf.
Aufgefallen ist er dort, weil er einen Esel gerissen hat. Dies hat das einjährige Tier bereits im Puschlav getan. Zudem tötete er fast ein Dutzend Schafe. Der Bär wanderte durch das Unterengadin in Richtung Österreich. Zurzeit beschäftigt er die italienischen Jagdbehörden der Provinz Sondrio und nicht mehr jene des Kantons Graubünden.
US-Forscher haben das erste Video veröffentlicht, das das Leben im arktischen Eis aus der Sicht eines Eisbären zeigt. Dafür brachten sie ein Halsband mit einer Kamera am Hals einer Eisbärin an, wie die Geologische Behörde USGS am Freitag mitteilte. Bei männlichen Tieren ist der Hals dicker als der Kopf, weshalb sie das Halsband abstreifen könnten. Der nun veröffentlichte Clip zeigt, wie die Eisbärin eine Robbe unter Wasser jagt, eine gefrorene Robbe ins Meerwasser wirft und mit einem männlichen Tier interagiert.
Im Wallis werden die für Wiedehopfe besten Wohnlagen im Frühling stets als Erste besetzt – und die Bewohner sind grösser, stärker und älter als ihre Konkurrenten. Dies berichten Forscher um Raphaël Arlettaz von der Walliser Feldstation der Vogelwarte Sempach im «PLOS One». Während die Männchen mit den besten Nistplätzen Merkmale von Dominanz aufwiesen – also grösser, stärker und älter waren –, unterschieden sich Weibchen an besseren und schlechteren Wohnlagen nicht. Die Forscher schlagen nun vor, dass sich Schutzbemühungen für die Wiedehopfe auf jene Gebiete fokussieren sollten, in denen Territorien am frühesten, am regelmässigsten und von dominanten Männchen bewohnt werden. Dort überleben am meisten Küken.
Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) hat die Betreiber von Wasserkraftwerken kritisiert, die durch künstliche Wasserschwankungen ihren Profit aus der Stromproduktion steigern. Bei über 100 Kraftwerken werde auf diese Weise die Flora und Fauna zerstört. Die Werke müssten rasch saniert werden. Still und leise spiele sich an über 100 Stellen in Schweizer Flüssen täglich ein «Tsunami» ab, sagte SFV-Zentralpräsident Roland Seiler gestern in Bern. Das Gesetz verpflichtet die Kraftwerke, die schädlichen Schwall-Sunk-Betriebe innert 20 Jahren zu sanieren.