Orlando «Cachaíto» López, der Bassist der legendären kubanischen Musikgruppe Buena Vista Social Club, ist am Montag im Alter von 76 Jahren gestorben. López stammte aus einer bekannten Musikerfamilie und war unter anderen der Neffe von Israel «Chachao» López, weshalb er den Beinamen «Cachaíto» erhielt. Er galt als einer der besten Bassisten Kubas und wurde als «Puls» des Buena Vista Social Club bezeichnet.
Schimpansen könnten zu den wenigen Lebewesen zählen, die ein Bewusstsein für den Tod entwickelt haben. In einer im «Current Biology» veröffentlichten Studie werten Wissenschaftler der britischen Universität Stirling Beobachtungen vom Umgang der Schimpansen mit sterbenden oder toten Mitgliedern einer Gruppe aus.
«Das Todesbewusstsein zählt zu jenen psychologischen Phänomenen, von denen man lange annahm, dass nur der Mensch sie aufweise», schreibt Studienautor James Anderson. «Unsere Beobachtungen von Schimpansen lassen aber vermuten, dass ihr Todesbewusstsein viel ausgeprägter ist als angenommen.»Für die Untersuchung werteten die Biologen unter anderem Beobachtungen über den Tod einer alten Schimpansin in einem schottischen Gehege aus. In den Tagen vor ihrem Ableben habe sich die Gruppe besonders ruhig verhalten und der schwachen Schimpansin viel Aufmerksamkeit geschenkt.
In den Stunden vor ihrem Tod hätten die Gruppenmitglieder sie mit zärtlichen Gesten berührt und ihr Fell gepflegt. Nach dem Tod hätten sich die Gruppenmitglieder entfernt, nur die Tochter der Schimpansin sei die ganze Nacht über bei der toten Mutter geblieben.
In Messkirch, Baden-Württemberg, wurde 2013 ein ambitionierteres Projekt gestartet: In 40-jähriger Arbeit soll mit mittelalterlichen Methoden und Materialien eine Klosterstadt aus dem 9. Jahrhundert entstehen – über 40 Gebäude auf 12 Hektaren oder 16 Fussballfeldern. Der Anlage liegt der St. Galler Klosterplan zugrunde; Vorbild ist die Burganlage Guédelon im Burgund aus dem 13. Jahrhundert, an der seit über 15 Jahren gebaut wird. Das Projekt ist einerseits ein wissenschaftliches Experiment mit universitärem Begleitkomitee, andererseits ist die Anlage als Besucherattraktion konzipiert.
Der interaktive Plan aus dem 9. Jahrhundert
In der EU soll der Verbrauch von Plastiktüten stark eingeschränkt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf der EU-Kommission vor, dem das Europaparlament in erster Lesung zugestimmt hat. Ziel ist, dass die Mitgliedsländer die Nutzung der Einwegtüten durch Steuern, Abgaben oder auch Verbote regulieren. Der Verbrauch soll so binnen fünf Jahren um 80 Prozent reduziert werden.
Die Vorschläge beziehen sich aber nur auf Tüten mit weniger als 0,05 Millimetern Dicke, wie sie zum Beispiel fürs Einpacken von Obst und Gemüse verwendet werden. Für die robusteren und oft kostenpflichtigen Tüten, die nicht gleich weggeworfen werden, gelten sie nicht.
Ziel der Initiative ist es, die Umwelt und besonders die Meere von Plastikmüll zu befreien. Plastiktragetaschen könnten über hunderte Jahre fortbestehen, oft als mikroskopisch kleine Partikel, die Pflanzen und Tiere gefährdeten, hieß es von der EU-Kommission. "In der Nordsee enthalten die Bäuche von 94 Prozent aller Vögel Plastik", hieß es. Kunststofftüten seien auch in den Eingeweiden bedrohter Schildkröten gefunden worden. Außerdem könnten Vögel und Fische sich in den Tüten verfangen.
Die Zeit/online
Rund zwei Milliarden Zugvögel pendeln jährlich zwischen Europa und Afrika. Auch Gnus, Lachse und Schmetterlinge ziehen umher und treten plötzlich in Massen auf. So transportieren sie Nährstoffe und Energie.
Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft — überall auf der Welt brechen Tiere in bestimmten Zeiten des Jahres zu kräftezehrenden und riskanten Wanderungen auf. So fliegt etwa die Pfuhlschnepfe ohne Zwischenhalt in neun Tagen über den Pazifischen Ozean und legt eine Strecke von rund 11'000 Kilometern zurück. Sie ist Rekordhalterin des längsten Nonstop-Flugs von ihrem Brutplatz in Alaska bis nach Neuseeland. Weiter...
Ein Erdbeben in Italien könnte einem neuen Bericht zufolge durch Ölbohrungen ausgelöst worden sein. Die Bohrungen in dem Ölfeld von Mirandola in der Region Emilia-Romagna hätten das Doppelbeben, bei dem 2012 insgesamt 26 Menschen ums Leben gekommen waren, zwar nicht "herbeigeführt", aber womöglich "mit ausgelöst", schrieben die Wissenschaftler unter der Leitung des britischen Geophysikers Peter Styles.
Die Forscher empfahlen weitere Studien, eine verstärkte Überwachung bestehender Anlagen und eine genaue Prüfung vor Beginn neuer Öl- oder Gasbohrungen. Die örtlichen Behörden betonten, dass infolge des Berichts ein bereits bestehendes Verbot für Ölbohrungen von dem Erdbebengebiet auf die gesamte Region ausgeweitet werde.
Menschlicher Kot beim Barfussweg ist ein grosses Ärgernis. WC-Kabinen aufzustellen, um dem Problem entgegenzutreten ist für Hanspeter Gantenbein, Präsident des Waldvereins Wuppenau / Thurgau aber keine Lösung. «Toitoi-WC gehören nicht in den Wald», machte er am Samstag klar, beim Jahresabschluss der Waldarbeiten auf dem Greutensberg.
Orangefarbene Schilder weisen die Hundekot-Robidogs auch als Robi Peopl aus, also als Behälter für Menschenkot. Auch einige grosse, lustige Schilder weisen die Spaziergänger auf das Anliegen des Waldvereins hin – noch am Samstag wurden die Schilder aufgestellt.
Die aktiven Mitglieder des Waldvereins bilden zwischen April und Oktober Teams, die alle zwei bis drei Tage den Barfussweg ablaufen und dabei auch das oben erwähnte Papier einsammeln müssen. Doch nicht nur die Instandhaltung des Barfusswegs gehört zu den Aufgaben des Waldvereins.
Hunde gelten als Sympathieträger, sie wirken beruhigend und motivieren. Einzelne Primar- und Sonderschulen machen sich diese Eigenschaften zunutze: Sie setzen auf einen Schulhund. Weiter...
Am Wochenende wurde in Avon der weltweit erste Marihuana-Automat vorgestellt. Er soll ähnlich wie ein Zigarettenautomat funktionieren. Allerdings ist das Automaten-Marihuana zumindest vorerst ausschliesslich zu medizinischen Zwecken zu bekommen. Zum Gebrauch benötige man daher seinen Personalausweis. Der wird mit biometrischen Daten abgeglichen, die mehrere Kameras am Automaten aufnehmen. In Colorado ist der Kauf und Verkauf von Marihuana seit Jahresbeginn für Bürger über 21 Jahre legal.
Sheryl Crow, Elvis Costello. Neko Case, Jesse Winchester & Ron Sexsmith
Selbst war der amerikanisch-kanadische Sänger und Liedermacher Jesse Winchester nie ein Star. Seine Songs wurden aber von Elvis Costello, Anne Murray, den Everly Brothers oder Joan Baez gecovert. Die bekanntesten waren «Yankee Lady», «Biloxi» und «Mississippi, You’re on My Mind». 2009 wurde Winchester von der amerikanischen Musik-Verwertungsgesellschaft Ascap für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nun ist er 69-jährig gestorben.
Der neue Bericht des Weltklimarats zeigt einleuchtend, dass weitere Verzögerungen das grösste Risiko für den Klimaschutz sind. Um den CO2-Ausstoss zu reduzieren, werde es wohl nicht ohne Atomstrom gehen.
Nur der Einsatz nichtfossiler Energien auf breiter Front könne die Erderwärmung noch auf zwei Grad begrenzen, schreibt der Weltklimarat IPCC in seinem heute veröffentlichten Bericht. Kritisch beurteilen die Wissenschaftler darin die weltweit steigenden Emissionen durch Kohlekraftwerke. Gefordert wird ein Umstieg auf emissionsarme Techniken, zum Beispiel erneuerbare Energien. Das geht aus dem dritten Teil des IPCC-Sachstandsberichts hervor, der in Berlin vorgestellt wurde.
Die Treibhausgasemissionen hätten sich – trotz der Anstrengungen zu ihrer Reduzierung – verstärkt, heisst es in der nach einwöchigen Beratungen beschlossenen Zusammenfassung des Berichts für politische Entscheidungsträger. Auch warnen die Experten, ohne zusätzliche Massnahmen sei ein weiterer Anstieg zu erwarten. Allein im Energiesektor dürften sich die Emissionen bis 2050 verdoppeln oder verdreifachen.
Auf der Website Slavevoyages.org sind Daten von über 35'000 Sklaventransporten verarbeitet. Sie korrigieren das aus Film, Funk und Fernsehen gewonnene Bild der Sklaverei.
Unter dem Künstlernamen Ten Second Songs singt er alles, was Kunden wünschen, und zwar in «jedem vorstellbaren Stil». Anthony Vincent aus Port Chester, New York, beherrscht laut eigenen Angaben jedes Genre.
Genau wie bei Menschen haben Allergien auch bei Heimtieren stark zugenommen. Seit etwa 1990 geht die Kurve bei beiden steil nach oben. Weshalb, ist unklar. Etwa jeder vierte Hund ist heute betroffen.
Die gängigste Vermutung ist die «Hygienehypothese». Demnach könnten zu viel Sauberkeit und zu wenig Kontakt mit Dreck, Darmwürmern oder Erregern das Immunsystem dazu verleiten, sich gegen harmlose Substanzen aus der Umwelt zu wehren.
Für die Hygienehypothese spricht zum Beispiel, dass Hunde tatsächlich seltener an Allergien erkranken, wenn sie regelmässig mit ihresgleichen sowie mit Katzen Kontakt haben und viel im Wald unterwegs sind. Auch immer mehr Katzen sind heutzutage reine Stubentiger. Drinnen ist es hygienischer als draussen, und das Futter ist meist sauberer, weil die Katzen keine Mäuse oder Vögel fangen.
Anders als beim Menschen, wo die Symptome mit zunehmendem Alter oft erträglicher werden, leiden Hunde und Katzen lebenslang. Und während menschliche Allergiker oft Heuschnupfen oder Asthma haben, reagiert bei den Tieren vor allem die Haut.
Am häufigsten jucken bei Hunden die Pfoten, weshalb sie oft daran lecken. Eine andere typische Stelle sind die Gehörgänge.
Katzen hingegen hätten weniger «typische» Allergieorte. Viele Besitzer bemerken nicht einmal, wenn es ihre Katze juckt. Denn erstens gehört es bei Büsi zum normalen Verhalten, sich zu lecken. Und zweitens ziehen sich viele Katzen dabei zurück. Je länger die Beschwerden andauern, umso schwieriger ist die Behandlung. Deshalb raten die Tierdermatologen, frühzeitig Rat zu holen. Behandelt werden die tierischen Pollen- und Milbenallergiker mit Desensibilisierung, also regelmässigem Spritzen des verdünnten, allergieauslösenden Stoffs in die Haut oder mit Tröpfchen unter die Zunge.
Am einfachsten ist die Therapie der Flohallergie: Da genügen ein Flohhalsband oder ein paar Anti-Floh-Tröpfchen auf die Haut.
Ein Leck in der Ölpipeline eines staatlichen Ölkonzerns hat das Trinkwasser von 2,4 Millionen Menschen im Norden von China verseucht. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Zunächst sind am Donnerstag etwa 118 Mikrogramm Benzol pro Liter im Trinkwasser der Stadt Lanzhou entdeckt worden. Bis gestern stieg der Wert auf 200 Mikrogramm, das 20-Fache des in China gültigen Grenzwerts. Verantwortlich ist ein Leck in einer Rohöl-Pipeline einer Tochtergesellschaft des Konzerns China National Petrolem Corp,.
Hierzulande leben keine wilden Fischotter mehr. Doch in den Nachbarländern breitet sich der Otter aus und nähert sich der Schweiz. Nicht alle sehen seiner Rückkehr mit Freude entgegen.
«Es ist leider wieder einmal klargeworden, dass die Natur schneller zerstört als repariert ist.» Bittere Worte prägen den Schlussbericht der «Fischottergruppe Schweiz», der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt: «Unser Land ist für Fischotter nicht mehr geeignet.» Die Mitglieder der Fischottergruppe, alle bestens qualifizierte Fachleute, arbeiteten im hoheitlichen Auftrag. 1984 wollte das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (heute Bundesamt für Umwelt) in Erfahrung bringen, ob es möglich ist, wieder Fischotter in der Schweiz zu etablieren. Der Titel des Berichts vom Oktober 1990 bringt das Ergebnis schonungslos auf den Punkt: «Das Ende des Fischotters in der Schweiz». Die Expertengruppe hielt ihr Ziel für vorläufig unerreichbar und beendete ihr Tun. Ein Jahr zuvor hatte man den letzten Fischotter am Neuenburgersee gesichtet. Seither gilt er in der Schweiz als ausgestorben. Weiter...
Der Bombardierkäfer kommt in Mitteleuropa häufig vor und wirkt auf den ersten Blick harmlos, sein chemisches Abwehrsystem ist aber aggressiv. Droht Gefahr, stösst der Käfer mit einem Knall ein ätzendes Gas aus und kann so Ameisen töten oder Frösche in die Flucht schlagen. In einer Kammer am Hinterteil werden zwei Chemikalien vermischt und mit Hilfe von Enzymen zur Explosion gebracht.
Forscher der ETH Zürich liessen sich vom Käfer inspirieren und entwickelten einen chemischen Abwehrmechanismus, der Vandalismus verhindern soll, wie es in einer Mitteilung der ETH Zürich vom Freitag heisst. Sie verwendeten dafür Kunststofffolien mit einem Wabenmuster.
In die Hohlräume der einen Folien füllten sie Wasserstoffperoxid, in die andere Mangandioxid und klebten die Folien aufeinander. Eine Schicht Klarlack trennt die beiden Folien. Bei einem Stoss zerbricht die Trennschicht, die beiden Chemikalien mischen sich und es kommt zu einer heftigen Reaktion. Resultat ist ein Schaum, der 80 Grad heiss wird.Die neu entwickelte Folie könnte sich besonders gut für den Schutz von Bancomaten oder Geldtransporten eignen, schreiben die Forscher in ihrem Paper, das im "Journal of Materials Chemistry A" erschienen ist.
Exakt vor fünfzig Jahren erreichte die «Beatlemania» in den USA ihren statistischen Höhepunkt: Die Top Five der Billboard-Singles-Hitparade stammten in der zweiten Aprilwoche komplett von den «Fab Four» aus Liverpool. Eine Situation, wie es sie in den Annalen der amerikanischen Charts vorher und nachher nie gegeben hat. Im Februar 1964 hatte «I Want To Hold Your Hand» Platz 1 erreicht, im März war das (eigentlich bereits früher erschienene) Lied «She Loves You» nachgefolgt, Anfang April wiederum nahtlos abgelöst durch das brandneue Stück «Can't Buy Me Love».
Alle drei waren nun in den Top Five zu finden, dazwischen – auf Platz 2 – die Coverversion des Isley-Brothers-Titels «Twist And Shout» und auf Platz 5 schliesslich die erste britische Nummer 1 der Beatles aus dem Jahr zuvor, «Please Please Me», die ursprünglich vom amerikanischen Vertragspartner Capitol Records abgelehnt worden war – laut dem führenden Beatles-Exegeten Ian MacDonald, weil die Produktion «zu rau und wild war für eine weisse Gruppe» und vielleicht auch, weil der Text von manchen als «Aufforderung zur Fellatio» verstanden wurde.
Vor einer Mall im nordkalifornischen Roseville ist ein Krokodil aufgetaucht, das sein Besitzer offenbar dort ausgesetzt hatte. Das Reptil sei von Mitarbeitern der Wildtierschutzbehörde eingefangen und mit Forellen gefüttert worden, teilte die Polizei mit. Demnach wurde das Nilkrokodil vor einem Tiergeschäft des Einkaufszentrums zurückgelassen. Beigefügt wurde ihm eine Notiz mit der Bitte, «Hilfe zu rufen».
Das Reptil hatte eine Länge von 1,2 Metern. Mithilfe eines eigentlich bei streunenden Hunden eingesetzten Schlingenfangstocks wurde es schliesslich gefangen. Bei der Aktion vom Mittwoch wurde laut der Polizei niemand verletzt. Das Krokodil kommt nun möglicherweise in einen Zoo.