Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens in Lexington im US-Bundesstaat Mississippi dürften den Schrecken ihre Lebens erlebt haben: Ein alter Mann ist bei einem US-Bestatter in einem Leichensack erwacht, nachdem er irrtümlich für tot erklärt worden war.
Der 78-jährige Walter Williams sei am Mittwochabend in Lexington vom örtlichen Gerichtsmediziner nach dem Fühlen seines Pulses für tot erklärt worden. Am Donnerstag sei er daher zum Bestatter gebracht worden, um für die Beerdigung vorbereitet zu werden.
Doch als er in seinem Leichensack lag, sei Williams wieder zu sich gekommen, hiess es. Die Mitarbeiter, die ihn einbalsamieren sollten, hätten plötzlich Bewegung in dem Sack bemerkt. «Kurzum, er war nicht tot», bemerkte später der Bestatter Byron Porter lakonisch.
Williams' Tochter Martha Lewis sagte, sie wisse nicht, wie lange ihr Vater noch weiterleben werde. «Aber Halleluja, im Moment sind wir dankbar.»
Ein Gerichtsmediziner mutmasste, dass Williams' Herzschrittmacher stehengeblieben sein könnte, anschliessend jedoch wieder zu laufen begonnen habe.
Ein Papagei hat in Indien dabei geholfen, den Mörder seiner Besitzerin zu finden. Das Frauchen des Papageis Heera war erstochen und ihr Schmuck gestohlen worden. Die Verwandten der Frau wurden misstrauisch, nachdem der Vogel in Gegenwart ihres Neffen regelmässig unruhig wurde und schrie, sobald sein Name fiel. «Jedes Mal, wenn wir seinen Namen nannten, kreischte der Papagei», sagte die Schwiegermutter des Opfers der Nachrichtenagentur AFP. Bei anderen Namen sei Heera dagegen ruhig geblieben. Schliesslich alarmierte die Familie die Polizei. Der Neffe wurde festgenommen und die Tatwaffe beschlagnahmt.
Der strenge Geruch von Ziegenböcken wirkt auf das Gehirn von Weibchen und macht sie paarungsbereiter. In dem für den Menschen unangenehmen "Duft" verbergen sich Stoffe, die das Hormonsystem der Weibchen in Gang bringen, wie eine neue Studie nachweist.
Eine dieser Bestandteile, der nach Zitrone riecht, konnte jetzt identifiziert werden, berichten japanische Forscher in der "Current Biology".
Übermässige Arbeitsbelastung des Pflegepersonals sowie ein niedriges Ausbildungsniveau können die Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern merklich steigern. Diesen Zusammenhang belegt eine neue Studie im Fachmagazin «Lancet». Die Forscher untersuchten Daten von 420 000 Patienten über 50 Jahren an 300 Krankenhäusern in neun europäischen Ländern. Aus der Schweiz flossen Daten von 31 Akutspitälern ein. Die Patienten hatten gängige Operationen wie Eingriffe an der Hüfte, am Knie oder am Blinddarm hinter sich. Generell war die Todesrate mit 1,0 bis 1,5 Prozent niedrig.
TagesAnzeiger/online
Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen haben für ein vorzeitiges Frühlingserwachen gesorgt. Bereits sind erste Tiere aus dem Winterschlaf erwacht, Zugvögel sind heimgekehrt und bei den Aprikosenbäumen sind die Knospen schon rot gefärbt.
Der Gitarrist Franny Beecher, bekannt durch die legendäre Band Bill Haley & His Comets, ist 92-jährig verstorben. Beecher spielte etwa das Solo beim Klassiker «Rock Around the Clock» und imitierte die Kinderstimme in «See You Later, Alligator». Er war zudem in den Orchestern von Benny Goodman oder Buddy Greco engagiert.
Paco de Lucía, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez hiess, ist im Alter von 66 Jahren in Mexiko gestorben. Paco de Lucía ist in Cancún einem Herzinfarkt erlegen, als er mit seinen Kindern am Strand spielte.
Ein Tiger versetzt seit gestern das nordindische Dorf Bijua in Schockstarre. Die Raubkatze ist in einer Schule gesichtet worden. Da der Tiger mutmasslich schon zwei Erwachsene getötet habe, blieben alle Schulen bis auf weiteres geschlossen. Nun versuchen Förster, den Tiger mithilfe von Elefanten, Böllern und Schüssen in die Luft zurück in den Wald zu treiben. Trotzdem blieben die Menschen meist zu Hause. «Wir bewegen uns nur in Gruppen von 25 bis 30 Menschen und mit Stöcken bewaffnet», sagte ein Dorfbewohner.
Auch die 1,3-Millionen-Stadt Meerut ist in Aufruhr: Seit Tagen streift ein Leopard durch die ebenfalls nordindische Stadt. Am Sonntag hatte die gefleckte Grosskatze mehrere Menschen leicht verletzt und war gar in ein Krankenhaus eingedrungen. Der Leopard sei zwar zunächst nicht mehr gesehen worden dennoch trauen sich die Menschen im Ort kaum mehr auf die Strasse. Vor allen Schulen und Hochschulen wurden Polizisten stationiert.
Ein US-Paar hat einen millionenschweren Goldschatz im eigenen Garten ausgebuddelt. Die beiden Glückspilze aus Kalifornien, die anonym bleiben wollen, haben acht rostige Kanister mit mehr als 1400 Goldmünzen aus dem 19. Jahrhundert entdeckt.
Es handlt sich um unbenutzte Geldstücke im Wert von 5, 10 und 20 Dollar, die zwischen 1847 und 1894 geprägt worden seien. Experten schätzen den Sammlerwert des Fundes auf rund 10 Millionen Dollar.
Der Megafund in der historischen Goldgräberregion im Norden Kaliforniens habe sich bereits vor einem Jahr ereignet. Das Paar war mit seinem Hund spazieren, als es die Spitze eines der Kanister aus der Erde ragen sah. Die beiden haben ihn mit einem Stock ausgegraben und geöffnet.
Nach einigem Schrubben der "verdreckten Scheiben" darin haben sie erkannt, worum es sich handle. Sie sind zurückgerannt und haben die anderen Behälter hervorgehoben. Wer den Schatz vergraben hatte, ist unbekannt.
In der Tiefsee liegen wertvolle Erze. Das weckt Begehrlichkeiten. Mächtige Maschinen sollen sie künftig vom Meeresboden ernten. Für die Umwelt könnte das Folgen haben, berichten Forscher im neuen World Ocean Review. Weiter ...
Sammler zahlen bei Auktionen mehr für Gegenstände, die von einer beliebten Persönlichkeit vermutlich häufig angefasst wurden. Bei unbeliebten Personen ist es umgekehrt: Häufig von ihnen berührte Gegenstände erzielten geringere Preise, berichten Forscher der Yale University in New Haven in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaft (PNAS). Die Forscher führen das Verhalten auf einen scheinbar vorhandenen Glauben an eine Art «magische Übertragung» auf den Gegenstand zurück. Die Wissenschaftler hatten für ihre Untersuchung drei Auktionen ausgewählt. Unter anderem stellten sie fest: Je häufiger Marilyn Monroe oder John F. Kennedy einen Gegenstand vermutlich berührt hatten, desto mehr Geld waren Sammler bereit zu zahlen. Beim unbeliebten Finanzmakler Bernhard Madoff war das nicht der Fall. Dieser Zusammenhang lasse sich nicht mit dem monetären Wert der Stücke erklären, so die Forscher.
Starker Smog hält rund 15 Prozent Chinas im Griff. Betroffen sind vor allem der Norden und Osten des Landes. In Peking wurde am Montag die zweithöchste Alarmstufe "Orange" den vierten Tag in Folge aufrechterhalten.
Viele der 20 Millionen Einwohner versuchten, sich mit Atemmasken gegen die dreckige Luft zu schützen. Am Sonntag zeigte der Luftqualitätsindex der USBotschaft pro Kubikmeter Luft 366 Mikrogramm gefährlichen Feinstaubs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Grenzwert von 45 Mikrogramm.
Mit schwerem Hilfsgerät ausgerüstete Diebe haben im australischen Bundesstaat Queensland ein zehn Meter hohes und sieben Tonnen schweres Denkmal in Form einer Mango entwendet. Das im Jahr 2002 enthüllte zehn Meter hohe Objekt namens Big Mango wurde nach Behördenangaben in der Nacht auf heute gestohlen. Es befand sich in der Ortschaft Bowen und gehörte zu rund 150 überdimensionalen Kitsch-Attraktionen in Australien.
Die Temples tun alles dafür, wie die Beatles oder die Kinks zu klingen in den Klangrüschen der frühen Psychedelia. Das Schlagzeug errichtet hallige Taktgewölbe, die Orgel wäscht sie aus. Die Gitarre singt wie die Sitar, und endlich gibt der Schellenring das Zeichen für die Druidenchöre.
Das Ausbringen reflektierender Partikel in die Atmosphäre birgt Risiken, berichten Forscher in den «Environmental Research Letters». Die Partikel würden zwar Sonnenlicht ins All zurückwerfen und könnten so die Erderwärmung bremsen. Würde das permanente Ausbringen der Partikel aber zum Beispiel aus finanziellen, kriegerischen oder bürokratischen Gründen dereinst gestoppt, würde sich die Erde mehr als doppelt so schnell erwärmen als ohne dieses Geoengineering. Landwirte sowie Pflanzen und Tiere hätten deutlich weniger Zeit, sich an eine wärmere Welt anzupassen.
Einem deutsch-amerikanischen Forscherteam ist es gelungen, nicht nur die Haftkraft der Geckofüsse zu imitieren, sondern auch deren Selbstreinigung. Wie sie im «Journal of the Royal Society Interface» berichten, hängt die Selbstreinigungskraft entscheidend vom Grössenverhältnis der Haftstrukturen auf den künstlichen Geckofüssen zur Grösse der Schmutzpartikel ab. Bei passender Wahl der Haftstrukturen konnte das Haftband nach einer Verschmutzung bis zu 100 Prozent seiner ursprünglichen Haltekraft wiedererlangen.
Sonderbare Soulmusik erreicht uns von den Young Fathers aus Schottland. So sonderbar, dass nicht einmal ganz klar ist, ob sie tieftraurig oder frohsinnig gemeint ist.
Eine Mischung aus Rapp, Hip-Hop, afrikanischen Trommeln und Spurenelementen von Soul.
Eisbären leben vom See-Eis, auf dem sie Robben jagen, ihre Hauptnahrungsquelle. Bricht das Eis aufgrund wärmerer Temperaturen früh auf und friert es erst spät im Jahr wieder zu, haben die Bären weniger Zeit, sich die Fettvorräte anzufressen, von denen sie zehren, wenn sie an Land auf das Frieren des Meeres warten. Und laut Experten hängt unter anderem der Fortpflanzungserfolg der Tiere davon ab, wie lange die Eis- und damit auch die Robben-Saison dauert. Wie gut die Bären alternative «Nahrungsmittel» nutzen, beeinflusst daher die Chancen der Tiere, gänzlich eisfreie Zeiten zu überstehen.
Dass die Tiere an Land fressen, ist schon länger bekannt. Fettreserven bauen sie dort allerdings nicht auf – wenn sie auf das Eis zurückkehren, sind sie leichter als vorher. Doch mittlerweile stehen den Tieren – aufgrund der Klimaänderung – auch «neue» Nahrungsmittel zur Verfügung, wie Linda Gormezano vom American Museum of Natural History beschreibt. Die Forscher beobachteten unter anderem Eisbären bei der – erfolgreichen – Jagd auf Schneegänse.
Rückstände von Bleimunition in erlegten Wildtieren können Aasfresser wie den Steinadler vergiften und töten. In den vergangenen zehn Jahren wurde mehrmals bei tot oder krank aufgefunden Steinadlern aus den Alpen eine Vergiftung durch das Schwermetall Blei diagnostiziert.
Die Vogelwarte und der Kanton Graubünden liessen deshalb Greifvögel aus mehreren Alpenkantonen auf Bleirückstände untersuchen. Die Tests wurden an den Instituten für Rechtsmedizin sowie Veterinärpharmakologie und -toxikologie an der Universität Zürich durchgeführt.
Die Knochen fast aller 41 untersuchten Steinadler wiesen sehr hohe und höhere als in ausländischen Studien festgestellte Bleiwerte auf. Bei drei Tieren liessen die hohen Bleirückstände in Blut, Nieren oder Leber auf eine akute Vergiftung schliessen, wie es in der Mitteilung heisst.
Zur Klärung der Frage, woher das Blei stammt, verglichen die Forscher die aasfressenden Steinadler mit Uhus, die keine Kadaver verzehren. Bei den Uhus waren die Bleiwerte in den Knochen rund zehnmal tiefer. Die Werte entsprachen etwa jenen bei Steinböcken und Murmeltieren, die Steinadlern als Nahrung dienen.