Polen erlebt im Herbst traditionell die schaurig-schönsten Tage des Jahres. Das hat weniger mit den Halloweenpartys zu tun, die auch in dem katholischen Land immer mehr Zulauf haben. Vielmehr sorgt ein alter Brauch für Freude und Frustration zugleich. An den Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November stellen Millionen Menschen Kerzen an den Gräbern ihrer Angehörigen auf, um der Toten zu gedenken. Ganze Friedhöfe verwandeln sich in rötlich schimmernde Lichtermeere. Doch der dichte Rauch der Dauerbrenner löst in den ohnehin belasteten Grossstädten des Landes regelmässig Smogalarm aus.
Vor allem in Krakau warnen Mediziner inzwischen mit drastischen Worten vor den Folgen. Bei kranken und alten Menschen, aber auch bei kleinen Kindern können schon wenige Minuten in der belasteten Luft zu Atemnot führen und schlimmstenfalls tödlich sein.
Neues aus der Hundeforschung: Wenn Hunde links wedeln, sollte man sich in Acht nehmen. Das wissen auch die Vierbeiner selber, wenn sie auf einen Linkswedler stoßen. Weiter ...
Alarm am Berliner Hauptbahnhof: Weil er dringend Wasser lassen musste, hat sich ein Rentner am Donnerstagmorgen in den Bahntunnel zurückgezogen. Die Aktion löste fast 40 Minuten an Zugverspätungen aus. Weiter ...
Sie haben Ohren wie Peilsender, Augen wie Teleskopstangen oder Wärmebild-Kameras im Kopf. Um Feinde auszuspähen, hat die Natur Tieren besondere Fähigkeiten verliehen. Auch im Verschlüsseln von Botschaften sind sie gut. Weiter ...
Wie ein ungeschickter Junikäfer taumelt der Flugroboter, den Forscher der ETH Lausanne (EPFL) konstruiert haben, durchs Gelände. Ganz ohne Sensoren unterwegs, kollidiert er mit Objekten, statt ihnen auszuweichen, und kommt dennoch ans Ziel. Dereinst soll er zum Beispiel in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen.
Der Flugroboter besteht aus einem 34 Zentimeter grossen, runden Gerüst aus ultraleichtem Karbon, das beim Aufprall zurückfedert. Ein gyroskopisches System aus zwei beweglichen Ringen hält das Antriebsteil mit Propeller im Inneren aufrecht. Frühere Versionen ohne diese Stabilisation hätten dazu tendiert, nach dem Aufprallen in eine beliebige Richtung weiterzufliegen.
Dem neuen Roboter gelang hingegen ein mehrere hundert Meter weiter, gezielter Flug durch einen Lausanner Wald – von Baum zu Baum taumelnd, wie ein Video der Forscher demonstriert. Den Weg fand der Roboterkäfer mithilfe eines simplen Magnetkompasses und eines Höhenmessers.
NZZ/online
Wenn Bienen auf einer Blüte landen, tun sie dies mit erstaunlicher Präzision und Anmut. Mithilfe ausgefeilter Experimente hat nun ein internationales Forscherteam herausgefunden, mit welcher Methode die Tiere dies bewerkstelligen.
Nähert man sich einem Objekt mit konstanter Geschwindigkeit, dehnt es sich im Gesichtsfeld immer schneller aus, je näher man ihm kommt. Diese Eigenschaft machen sich die Bienen zunutze: Beim Landeanflug verlangsamen sie die Geschwindigkeit so, dass die optische Ausdehnung konstant bleibt. Auf diese Weise erreichen sie den anvisierten Landeplatz praktisch im Stillstand.
Der 37-jährige Ioane Teitiota will der erste Klimaflüchtling nach den Vorgaben der UNO-Flüchtlingskonvention werden. Seine Heimat, der Inselstaat Kiribati, versinke, sagt Ioane Teitiota. Ein Jurist meint: Eine Entscheidung zugunsten der Familie könnte Schleusen öffnen.
Die Heimat von Ioane Teitiota ist dem Untergang geweiht. Der Inselstaat Kiribati 4000 Kilometer nördlich von Neuseeland kämpft mit Überbevölkerung, Unterentwicklung und den Folgen des Klimawandels. Das Wetter ist unberechenbarer, die Stürme sind brutaler, die Hochwasser verheerender geworden, sagt der 37-Jährige. Weiter...
Die NZZ erscheint seit dem 12. Januar 1780 ohne Unterbruch und gehört somit zu den ältesten Zeitungen der Welt. Nun ist ihr Archiv unter www.nzz.ch/archiv auch digital zugänglich.
Nach oben muss es gehen, ja, nach oben. Aber wie? So hirnte und hirnte der Hund, wie er sich via Treppe zu seinem Kollegen hinauf begeben könnte. Oder er hirnte gar nicht, sondern setzte kurzerhand seine Hinterbeine zuerst auf die Treppe. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?
Männliche Insekten und Spinnen haben öfter Sex mit anderen Männchen. Es handle sich dabei um blosse Verwechslung, berichten ein Schweizer und ein israelischer Forscher. In der Hektik der Fortpflanzung nähmen sie sich keine Zeit, um das Geschlecht des Partners zu bestimmen. Bei manchen Insektenarten lässt sich ein Grossteil der Männchen auf homosexuelle Akte ein. Die Forscher hatten dazu Studien zu 110 Insektenarten studiert. Viele Männchen besteigen laut Forscher verwandte Arten, obwohl daraus keine Nachkommen resultieren. Männliche australische Juwelenkäfer würden sich etwa an braune Bierflaschen klammern, als seien sie die schönsten Käferweibchen. Die Ergebnisse sind im Fachblatt «Behavioural Ecology and Sociobiology» erschienen.
Die Brautgeschenk-Spinnen-Weibchen lassen sich von ihren männlichen Artgenossen mit Leckerbissen zur Paarung locken. Auf diese Weise sichern sich die Männchen ihren Fortpflanzungserfolg. Weiter ...
Ein grosser, dunkler Songschreiber ist tot: Lou Reed starb mit 71 Jahren in New York. Er verletzte alle – und am meisten sich selber. Lou ist am Ende seines Songs angelangt.
Lou Reed starb mit 71 Jahren in Long Island an Komplikationen nach einer Leber-Transplantation vom Mai.
Die Grippeimpfung schützt nicht nur vor einer Grippe, sondern kann auch das Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken, um mehr als ein Drittel reduzieren. Dies ist das Fazit einer Analyse mehrerer Studien zur Grippeimpfung, wie kanadische Forscher im Ärzteblatt «Jama» berichten. Am meisten profitieren Menschen, die schon vor der Grippeimpfung Herzprobleme hatten.
BASTIAN BAKER bekam nach dem Abschluss des Sportgymnasiums einen Profivertrag beim Eishockeyverein HC Fribourg-Gottéron. Er beschloss jedoch, sich auf die Musik zu konzentrieren. Claude Nobs, Mitbegründer des Montreux Jazz Festivals, entdeckte Baker, als dieser in einer Bar in Zermatt spielte.
Polnische Tierärzte haben 108 Freizeitpferden den Magen gespiegelt. 60 davon schienen völlig gesund, die anderen 48 zeigten Symptome wie Fressunlust oder leichten Gewichtsrückgang. 40 respektive 59 Prozent der Tiere hatten Magengeschwüre. Der Hauptgrund dafür sei vermutlich die etappenweise anstelle von kontinuierlicher Fütterung, heisst es in den «Acta Veterenaria Scandinavica». Die Pferde waren tagsüber auf der Weide, nachts im Stall. Sie bekamen Hafer, Heu und Mineralsalze nach Bedarf.
Nach dem Rassismusvorwurf einer UNO-Expertengruppe haben rund 500 Niederländer ihre Unterstützung, in einem Park im Zentrum von Den Haag,für ihre Traditionsfigur "Zwarte Piet" (Schwarzer Peter) demonstriert. Rund 40 von ihnen waren selbst als "Zwarte Pieten" verkleidet.
Der niederländische Nikolaus wird traditionell von schwarzen Helfern begleitet, wenn er am 5. Dezember den Kindern Geschenke bringt. Die niederländischen Versionen des Knecht Ruprecht stecken in mittelalterlichen Fantasiekostümen, tragen Afro-Perücken, rote Lippen und haben ihre Gesichter schwarz gefärbt. Seit Jahren klagen Kritiker über den vor mehr als 150 Jahren eingeführten Brauch, da er an die Zeiten der Sklavenausbeutung in den niederländischen Karibik-Kolonien erinnere.
Angefacht wurde die Debatte in diesem Jahr von einer UNO-Arbeitsgruppe, die den Brauch als rassistisch verurteilte. Die aus Jamaika stammende Leiterin der Gruppe, Verene Shepherd, forderte vergangenen Dienstag im niederländischen Fernsehen ein Ende des Brauchs. Sie schlug vor, die Niederlande könnten sich stattdessen den amerikanischen "Santa Claus" als Vorbild nehmen.
Seitdem reisst die Empörung nicht ab: Bis Samstag unterstützten mehr als zwei Millionen Menschen eine "Pietition" zugunsten des "Zwarte Piet".
Vor etwa 16 000 Jahren begann die wunderbare Freundschaft zwischen Mensch und Hund. Seitdem sind aus dem wilden Wolf hunderte verschiedene Rassen entstanden: vom echten Riesen bis zum Hündchen für die Handtasche. Diese Vielfalt macht sich der Mensch zunutze. Die aussergewöhnlichen Fähigkeiten der Vierbeiner werden inzwischen in vielen Bereichen eingesetzt: Begleithunde helfen Blinden, Suchhunde spüren Verschüttete auf, Krebshunde erschnüffeln Tumorzellen. Zum Glück profitieren beide Seiten von dieser engen Bindung. Deutsche Version
Der Bau einer dritten Brücke über die Meerenge zwischen Asien und Europa treibt die Tiere ins Wasser.
Die türkischen Fischer trauten ihren Augen nicht. Die Tiere, die da ihre Köpfe aus den Wellen des Bosporus reckten, waren keine Fische, auch keine Delfine. Wildschweine paddelten im Wasser. Nun sind Schweine in einem muslimischen Land ohnehin kein alltäglicher Anblick, schwimmende schon gar nicht. Die Fischer zückten ihre Mobiltelefone. Ihre Fotos machen die kraulenden Borstentiere nun zu Berühmtheiten. «Es waren zehn, auch Ferkel, eine ganze Herde», sagte einer der Fischer im Fernsehen, «das habe ich im Leben noch nicht gesehen.»
In 1000 Jahren hätten Biologen kein solches Ereignis in der Meerenge zwischen Europa und Asien beobachtet, war am Freitag in «Today’s Zaman» zu lesen. Überprüfen kann man das nicht. Fischer und Forstleute aber glauben zu wissen, was das Vieh zum Langstreckenschwimmen trieb. Der Bosporus ist zwischen dem europäischen Stadtteil Rumeli Kavagi, wo die Tiere ins Wasser gingen, und dem asiatischen Anadolu Kavagi 2,3 Kilometer breit. Hier im Norden Istanbuls haben auf europäischer Seite jüngst die Rodungsarbeiten für die heftig umstrittene dritte Brücke über den Bosporus begonnen. Sie soll acht Spuren für die Autos und zwei für die Bahn erhalten. Nicht weit davon entfernt ist auch Istanbuls dritter Flughafen geplant, welcher der grösste der Welt werden soll.
«Ein drittes Collier für den Bosporus» nennt Premier Recep Tayyip Erdogan die neue Brücke und verspricht den geplagten Pendlern staufreie Fahrt. Umweltschützer fürchten dagegen um das letzte grosse stadtnahe Waldgebiet am Schwarzen Meer, das als «grüne Lunge» der 15-Millionen-Metropole gilt. Für Airport und Brücke wurden 2,7 Millionen Bäume gefällt.
«Die Schweine wurden durch die Bauarbeiten verscheucht», meinte ein Fischer. Die Wildtiere waren also auf der Flucht. «Sie schwammen wie Menschen», sagte ein anderer Fischer. Etwa 30 Minuten sollen die Wildschweine für die Strecke zwischen den zwei Kontinenten gebraucht haben.
TagesAnzeiger/online
Die Vielfalt der Pilze ist bedeutend für die Gesundheit der Bäume. Das zeigt eine neue Studie der Universität Göttingen.
Die Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen konnten zeigen, dass Bäume ohne Mykorrhizapilze unter Trockenheit oder bei fehlender Sonneneinstrahlung weniger Stickstoff aufnehmen konnten als solche mit. Mykorrhizapilze sind Pilze, die in enger Symbiose mit den Wurzeln der Bäume leben. Die Pilze ummanteln die empfindliche Wurzelspitze der Bäume, schützen sie vor Schädlingen und führen dem Baum Nährstoffe aus dem Boden zu. Im Gegenzug erhalten die Pilze vom Baum Zucker für ihren Energiebedarf.
Kann eine Maus die Stiche eines Skorpions überleben? Im Fall der Grashüpfermaus muss die Frage umgekehrt gestellt werden: Der Skorpion hat kaum Chancen, den Angriff des possierlichen Nagers zu überstehen. Forscher haben entschlüsselt, welch raffinierter Mechanismus der Maus ihr wagemutiges Verhalten ermöglicht. Weiter ...
Wahrscheinlich sind sich diese Dopingsünder keiner Schuld bewusst: Laut Presseberichten sind sechs belgische Brieftauben positiv auf verbotene Substanzen getestet worden, darunter Kokain und Schmerzmittel. Das habe eine Dopinguntersuchung der Tiere ergeben, berichteten gestern die flämischen Blätter «Het Belang van Limburg» und «Gazet van Antwerpen». Rund 20 Tiere seien in einem Labor in Südafrika getestet worden.
Der Taubensport hat in Belgien eine lange Tradition und ist inzwischen auch ein grosses Geschäft. Vor allem schwerreiche chinesische Sammler mischen mit. Erst im vergangenen Mai kaufte einer von ihnen die hochdekorierte Taube Bolt für umgerechnet 380 000 Franken. Das viele Geld führt aber auch zu Auswüchsen, etwa Einbrüchen in Taubenschläge oder eben Doping.
Wegen einer «Invasion giftiger Spinnen» ist gestern eine britische Schule geschlossen worden. Die Schule in Gloucestershire schloss ihre Türen bis zu ihrer Desinfizierung durch Spezialisten, nachdem zahlreiche Spinnen der giftigen Gattung Steatoda nobilis auf dem Gelände gefunden worden waren. Die Spinnenart, die in den 1870er-Jahren von den Kanarischen Inseln nach England eingeschleppt worden war und sich seitdem im Südwesten des Landes verbreitete, ist seit längerem Gegenstand wilder Gerüchte in den britischen Medien. Dabei ist laut Spezialisten der Biss der kleinen braunen Spinne nicht gefährlicher als der Stich einer Wespe. Zudem sei es deutlich unwahrscheinlicher, von einer der Spinnen gebissen als etwa von einer Biene gestochen zu werden, zumal nur die Weibchen beissen.