Gestern Sonntag war der Gedenktag des Erzengels Gabriel. Dieser Heilige ist unter anderem der Schutzpatron der Postboten und der Briefmarkensammler. Weil auch die Heiligen mit der Zeit gehen, nimmt sich Gabriel aber jetzt auch der Telekommunikation an.
In der Kirche Saint-Pierre d’Arène in Nizza sind von Pater Gil Florini am Vorabend des Tags des Erzengels Handys, Smartphones und andere mobile Kommunikationsmittel gesegnet worden.
Dass Gabriel für die Nachrichtenbranche zuständig ist, lässt sich aus seiner Geschichte erklären. Er war der Erzengel, der immer wieder als Überbringer göttlicher Botschaften in Erscheinung trat, unter anderem auch, als er Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus ankündigte.
Seit dem Tode Ravi Shankars ist seine Tochter Anoushka Shankar die Königin der indischen Musik. Während ihr Vater die Beatles inspirierte, lässt sich die 32-jährige Sitar-Virtuosin von westlicher Popmusik zu einer klugen Melange inspirieren. Auf ihrem neuen Album «Traces of You» ist auch ihre berühmte Halbschwester Norah Jones zu hören – mit drei gefühlvollen Balladen, die die mitreissenden Sitar-Tracks Anoushkas ideal ergänzen.
Ein herzhaftes Frühstück mit viel Eiweiss und Fett kann Patienten, die an Diabetes Typ II leiden, helfen, ihren Blutzuckerspiegel zu reduzieren. Dies ist das eher überraschende Fazit einer diese Woche an einer Diabeteskonferenz präsentierten Studie mit rund 60 Diabetespatienten. Die Hälfte von ihnen frühstückte drei Monate lang üppig, die andere ass eher Magerkost. Bei den herzhaften Essern sanken der Blutdruck und die Blutzuckerwerte drei- bis viermal stärker als bei den Wenigessern.
Wird ein internationaler Klimaschutzvertrag zur Reduktion der CO2-Emissionen nicht 2015 sondern erst 2030 abgeschlossen, würde das die kurzfristigen Kosten für den Klimaschutz mehr als verdreifachen, berichten Forscher in den Environmental Research Letters. Das globale Wirtschaftswachstum würde sich statt um zwei um sieben Prozent reduzieren. Die höheren Kosten wiederum würden es den Entscheidungsträgern noch schwerer machen, die Schwelle zu einer klimafreundlichen Wirtschaft zu überqueren. Um die Klimaziele zu erreichen, solle man Klimaschutzmassnahmen daher nicht weiter aufschieben.
«Reign of Death» ist düsteres, monumentales Hollywood-Kino aus der Feder von Matthew Savage («The Dark Knight»). Vieles kommt uns bekannt vor – ausser der Pointe. Die ist krude.
Ein dänischer Frachter hat die über Jahrzehnte wegen dicken Treibeises unpassierbare Nordwestpassage durch die Arktis durchfahren. Die mit 15'000 Tonnen Kohle beladene Nordic Orion ist in den Geschichtsbüchern erst das zweite Frachtschiff, das die arktische Route vom Pazifik zum Atlantik zurücklegte. Ihre Reederei Nordic Bulk Carrierers teilte mit, der Frachter sei am 17. September in Vancouver gestartet und habe inzwischen Grönland erreicht. In der kommenden Woche werde er in Finnland erwartet.
Die Nordwestpassage könnte durch die Klimaerwärmung eine reguläre atlantisch-pazifische Schifffahrtsstrasse werden. Der Klimawandel schreitet schneller voran bis zu dem Punkt, an dem die Nordwestpassage eine lebensfähige Schifffahrtsstrasse geworden ist – gut 30 Jahre früher als die meisten Wissenschaftler erwartet hätten.
Die Erderwärmung nimmt weiter zu und der Meeresspiegel wird stärker ansteigen als bislang angenommen. Und auch wenn die Temperaturen, die der Weltklimarat IPCC in seinem neuen Bericht vorstellt, sehr weit auseinanderliegen: Damit die optimistischsten Vorhersagen eintreten, muss sich die Weltgemeinschaft anstrengen. Weiter ...
Der schon seit langem bestehende Verdacht, dass Wale und Delfine auf ungewohnte Lärmbelästigung unter Wasser höchst empfindlich reagieren, ist durch eine neue Studie erhärtet worden. Sie untersuchte den Tod von rund 100 Breitschnabeldelfine in einer Lagune vor Madagaskar.
Die internationale Walkommission veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht von unabhängigen Wissenschaftlern über den Vorfall aus dem Jahr 2008. Damals waren rund 100 Breitschnabeldelfine offenbar durch die kartographische Erfassung von Ölvorkommen mit Sonargeräten so stark irritiert worden, dass sie in einer Lagune vor Madagaskar strandeten und starben.
Das Expertengremium kam dem Bericht zufolge zu dem Schluss, dass die Suche nach Ölvorkommen durch den Konzern Exxon Mobil im Mai 2008 das todbringende Verhalten der Breitschnabeldelfine zur Folge hatte. Exxon Mobil war zunächst nicht für eine Bewertung der Studie zu erreichen.
In einem neuen Fall von Wilderei auf der Jagd nach Elfenbein sind im grössten Nationalpark Simbabwes mehr als 80 Elefanten sowie weitere Tiere vergiftet worden. Im Hwange-Nationalpark wurden bis Sonntag 81 tote Elefanten gezählt.
Diese und weitere Tiere seien mit Zyanid vergiftet worden, teilte die zuständige Behörde des südafrikanischen Landes am Dienstag mit. Neun Menschen seien festgenommen worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen hätten sie nicht, wie zunächst angenommen, Wasserstellen vergiftet, sondern Gebiete, in denen die Tiere gegrast hätten. Im Hwange-Park waren vor zwei Jahren neun Elefanten, fünf Löwen und zwei Büffel an Zyanidvergiftungen verendet.
Insgesamt wurden während des vergangenen Jahres mehr als 25'000 Elefanten vergiftet. Die Täter sind auf die Stosszähne aus, für die es vor allem in Asien einen florierenden Markt gibt. Das Elfenbein wird unter anderem in der traditionellen Medizin, aber auch zur Herstellung von Schmuck oder Dekorationsartikeln verwendet
Der Wolf wird in der Schweiz oft nur als Gefahr für Schafherden wahrgenommen. Dabei sind Luchs und Wolf wichtig für die Waldpflege, weil Wölfe auch Rehe, Hirsche und Gemsen reissen, tragen sie zur Regulierung der Wildbestände bei - und helfen zur Freude der Förster mit, den Wald zu verjüngen.
«Die Schweizerische Gebirgswaldpflegegruppe (GWG) begrüsst die natürliche Rückkehr des Wolfes in die Schweiz». So steht es in einem internen Arbeitspapier der GWG.
Die neue Insel, die vor Pakistans Küste aus dem Indischen Ozean aufgetaucht ist, ist vermutlich das Produkt eines Schlammvulkans, der durch das Erdbeben ausgelöst wurde. Weiter ...
Zwar macht die Erderwärmung eine Pause. Dennoch nehmen die Extremwetterlagen zu. Forscher warnen in Hamburg davor, dass vor allem die großen Städte schlecht auf Hitzewellen vorbereitet sind. Weiter ...
Die vierzehn Pandababys wurden zwischen Juni und September in der Chengdu-Forschungsstation in der südwestchinesischen Provinz Sichuan geboren und erstmals gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert. Sie sollen ab dem 1. Oktober eine Woche lang gezeigt werden, wie die Tageszeitung "China Daily" am Dienstag meldete.
Insgesamt wurden in diesem Jahr in Chengdu 20 Pandas geboren, 17 haben überlebt. In der freien Wildbahn sterben etwa 60 bis 70 Prozent der neu geborenen Pandas wegen ihrer geringen Grösse in der ersten Woche nach ihrer Geburt. Ausserdem besteht die Gefahr, dass sie unabsichtlich von ihren Müttern erdrückt werden.
Die Panda-Station in Chengdu wurde 1987 mit nur sechs Tieren gegründet, mittlerweile leben dort Dutzende Pandas.
In der Schweiz ereignen sich jährlich gegen 33 000 Unfälle bei Arbeiten in Haus und Garten – rund die Hälfte der Fälle betreffen explizit Gartenunfälle. Gründe sind laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) mangelnde Routine, ungeeignete Ausrüstung, Bequemlichkeit, Zeitnot oder Müdigkeit.
Die BfU hat deshalb auf ihrer Homepage eine Liste mit den wichtigsten Tipps zur Verhinderung von Verletzungen bei Gartenarbeiten aufgeschaltet. Da Stürze von Leitern immer wieder zu schweren Verletzungen führten, sei hier besondere Vorsicht geboten. Um Bäume und Sträucher zu schneiden, sollte eine standsichere Leiter verwendet werden, die wenn immer möglich an einem Ast festgebunden wird.
Weiter warnt die BfU davor, den Rasen barfuss zu mähen. Das sei fahrlässig. Auch sonst seien bei Gartenarbeiten robuste Schuhe gefragt, um Misstritte zu verhindern.
Im Fall einer Scheidung soll in Italien künftig ein Richter entscheiden, wer das Haustier anvertraut bekommen soll. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde dem Parlament in Rom von der ehemaligen Tourismusministerin und bekannten Tierschützerin Maria Vittoria Brambilla überreicht. Damit soll Streit zwischen Ehepartnern um das Fürsorgerecht von Hunden und Katzen vermieden werden. Das Haustier kann auch beiden Partnern anvertraut werden, die dann gemeinsam dafür zahlen müssen.
Der Weltklimarat IPCC und Delegationen von über 190 Staaten verhandeln seit gestern über den 5. Klimabericht zum Zustand der Erde. Es geht dabei um die Kurzfassung zuhanden der politischen Entscheidungsträger. Obwohl der IPCC den Verhandlungsverlauf nicht kommentiert, ist in verschiedenen Medien durchgesickert, dass die stagnierende Entwicklung der globalen Temperatur ein strittiger Punkt ist. Diese Klimapause sei hochstilisiert worden, sagt der Co-Vorsitzende der Verhandlungen, der Berner Klimaforscher Thomas Stocker. Solche Stagnationen seien in den letzten 130 Jahren immer wieder festgestellt worden, und es werde sie wieder geben – aber überlagert von einem langfristigen Anstieg der Temperatur.
Jazz-Musiker Paul "Paulchen" Kuhn ist tot. Wie seine Agentur bestätigte, starb Kuhn in der Nacht zum Montag im Alter von 85 Jahren. Einem größeren Publikum wurde der Musiker mit dem Lied "Es gibt kein Bier auf Hawaii" bekannt. Weiter ...
Elektrostatische Aufladung kann gefährlich sein, wenn dies zum Beispiel bei Treibstoffkanistern passiert. Dabei sammeln sich elektrisch geladene Partikel in Klumpen auf der Oberfläche. Finden sie einen leitfähigen Weg, entladen sie sich plötzlich und können zur Explosion führen. Nun haben Forscher dies laut dem Wissenschaftsmagazin «Science» auf einfache, billige und ungiftige Art verhindert: Sie brachten Antioxidantien wie Vitamin E auf der Oberfläche auf, die das Verklumpen der Partikel erschweren. Die elektrostatische Aufladung schwand damit innerhalb von Minuten.