Gespenstisches geschieht in der Holzhütte
«Alice in the Sky» wurde am diesjährigen M4Music-Festival als bester Schweizer Videoclip ausgezeichnet. Jonas Meier studierte Video an der Hochschule Luzern, Design & Kunst. Gemeinsam mit Mike Raths betreibt er die Produktionsfirma Zweihund, die neben Musikvideos auch Kurz- und Werbefilme produziert. Raths machte sein Diplom an der Emaf (École de Multimédia et d'Art de Fribourg).
Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als 1000 Zuschauern, die bereits zum 23. Mal stattfand, reisten wie in jedem Jahr auch richtige Nobelpreisträger an.
Ausgezeichnet wurde unter anderem die wissenschaftliche Erkenntnis, dass je länger eine Kuh liegt, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie bald wieder aufstehen wird.
Ein anderes Forscherteam bekam den Preis, weil es herausgefunden hatte, dass am Herzen operierte Mäuse länger leben, wenn sie Opern hören. Auch die Entdeckung, dass verirrte Mistkäfer ihren Weg nach Hause finden, indem sie sich an der Milchstrasse im Sternenhimmel orientieren, bekam einen Ig-Nobelpreis.
Il mondo» und «Che sar໫waren die grössten Hits von Jimmy Fontana, der eigentlich Enrico Sbriccoli hiess. Begonnen hatte er einst als Jazz-Kontrabassist, in den 1970ern wandte er sich dann den leichteren Canzoni zu. Nun ist er 78-jährig in Rom gestorben.
Die starke Luftverschmutzung kostet die Menschen in Nordchina durchschnittlich 5,5 Jahre ihres Lebens. Nun will die Regierung, seine starke Abhängigkeit von der Kohle verringern. Ein weitreichender Plan, den die Regierung in Peking vorlegte, sieht einen Rückgang des Kohleanteils am Energieverbrauch bis 2017 auf 65 Prozent vor. Heute liegt er bei etwa 70 Prozent. Die Produktion von Kernenergie soll in fünf Jahren verdreifacht und der Anteil erneuerbarer Energien stark ausgeweitet werden. Die Regierung will drastisch gegen veraltete Industrien oder kohlebetriebene Kraftwerke vorgehen, die stark die Luft verpesten.
Die Bevölkerung der Hauptstadt Vietnams pumpt zu viel Grundwasser ab. So vergiftet sie das eigene Trinkwasser mit Arsen.
In der 6,5-Millionen-Metropole Hanoi droht das Trinkwasser vergiftet zu werden: Weil die Bevölkerung immer mehr Grundwasser abpumpt, strömt arsenbelastetes Wasser näher an die Trinkwasserfassungen. Dies berichtete ein internationales Forscherteam im Fachblatt «Nature». In den untersuchten Zonen um Hanoi liegen die Arsenwerte im Grundwasser schon heute 10- bis 50-mal über dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter.
In Nordeuropa sind in den vergangenen 60 Jahren die Temperaturen der heissesten Tage stärker nach oben geklettert als anderswo. In einem Band von Südengland über Nordfrankreich bis nach Dänemark sei die Durchschnittstemperatur der heissesten Sommertage seit 1950 vielerorts um mehr als 2 Grad Celsius nach oben gegangen, berichten Forscher der britischen Universität Warwick in den «Environmental Research Letters». Die kältesten Winternächte hätten sich hingegen am meisten in Westdeutschland, Ostfrankreich und Belgien erwärmt. Veränderungen um mehr als 2 Grad Celsius seien hier nicht ungewöhnlich.
Nach der Attacke einer Kuh auf eine Spaziergängerin ist eine hessische Landwirtin der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden worden. Das Amtsgericht Dillenburg verwarnte die 60-Jährige und büsste sie mit 2000 Euro. Die Richter warfen der Frau vor, dass sie ihre bei einem Herdentrieb entlaufene Kuh nicht eingefangen hatte. Das Tier soll, von Mutterinstinkten getrieben, eine 57-jährige Spaziergängerin angegriffen und getötet haben.
Eigentlich wollte Troy Alexander im Amazonas-Dschungel Papageien beobachten. Dann entdeckte er ein kleines, faszinierendes Gespinst aus Fäden. Seitdem rätseln die Fachleute, wer der Urheber der seltsamen Struktur ist. Weiter ...
In der zehntägigen Jagdsaison in Mississippi werden nicht nur Alligatoren gejagt. Auch ein Rekord jagt den nächsten: Vor gut einer Woche hat der ehemalige Kurierfahrer Dustin Bockman ein Riesenreptil aus dem Fluss gezogen. 330 Kilogramm schwer – einen so grossen Alligator hatte man noch nie im Mississippi gefangen. Am Sonntag erlegten Jäger ein noch grösseres Exemplar. 336 Kilogramm wog das Reptil.
Ein flüchtiger Zirkuselefant hat in Frankreich einen 84 Jahre alten Mann mit seinem Rüssel erschlagen. Der Rentner erlag in der Nacht auf gestern Montag seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Zirkusauftritt in Lizy-sur-Ourcq war der Elefant am Sonntagnachmittag in sein Freiluftgehege auf einem Platz der östlich von Paris gelegenen Ortschaft zurückgebracht worden – dort gelang es ihm aber auszubrechen.
Zeugen haben beobachtet, wie der Dickhäuter im Gehege nach einer Plane schnappte, diese über die elektrische Abzäunung warf und den Zaun dann ebenso wie eine weitere Barriere aus Schranken und Anhängern durchbrach. Danach ging der Elefant auf den alten Mann los und schlug ihn mit seinem Rüssel zu Boden. Der 84-Jährige wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden.
TagesAnzeiger/online
Ein 107 Jahre alter Mann hat sich in den USA eine Schiesserei mit der Polizei geliefert. Das Scharmützel bezahlte der Senior mit dem Leben. Eine Sondereinheit der Polizei, ein sogenanntes SWAT-Team ist zu einem Haus in Pine Bluff im Bundesstaat Arkansas gerufen worden, wo der Mann zwei Menschen mit einer Waffe bedroht hatte.
Viele Computerspiele verbessern angeblich die Hirnleistungen; bei kaum einem kann diese Behauptung indes wissenschaftlich gestützt werden. Nun haben US-Forscher ein neues 3-D-Spiel entwickelt, das die kognitiven Fähigkeiten von Senioren tatsächlich verbessern soll. Wie die Forscher in Nature berichten, erfüllte «Neuroracer» die Erwartungen: Die getesteten Senioren verbesserten nicht nur ihre Multitaskingfähigkeiten, sondern auch ihr Gedächtnis und ihre Aufmerksamkeit.
Die Echoortung des Grossen Hasenmauls (Noctilio leporinus) erfasst die Ultraschallreflexion von Wasserspritzern und Kräuselwellen, die Fische an der Wasseroberfläche hinterlassen, wenn diese kurz aus dem Wasser springen. Daraus berechnet die Fledermaus die nächste Schwimmposition der Fische, berichten Forscher der Universität Ulm. So kann das Grosse Hasenmaul kleine Fische jagen, obwohl alles, was im Wasser ist, dem Echoortungssystem der Fledermaus verborgen bleibt.
Hitzewelle in den USA, Rekordniederschläge in England, Trockenheit in Spanien: 2012 war ein Jahr der extremen Wetterereignisse. Forscher der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) haben nun ausgerechnet, welcher Anteil davon dem menschgemachten Klimawandel zuzuschreiben ist. Etwa die Hälfte, lautet ihre Bilanz, wie sie im «Bulletin of the American Meteorological Society» berichten.
Das Team um Roger Stephan von der Uni Zürich hat 571 Schlachtrinder getestet und bei 48 davon sogenannte-produzierende Bakterien gefunden. Dies sind eigentlich gewöhnliche Darmbakterien, die aber ein Erbgutschnipsel namens "ESBL" besitzen. Es produziert ein Enzym, das Antibiotika wie Penizillin und Cephalosporine zerstört.
ESBL-produzierende Bakterien sind nicht nur selbst resistent gegen diese Medikamente, sondern können das Erbgutschnipsel auch an andere Bakterien übertragen. Sie stellten deshalb in der Human- und Tiermedizin ein gewaltiges Problem dar. Etwa zwei Drittel der Humantherapien basierten auf dieser Klasse Antibiotika.
Ursprünglich waren ESBL-produzierende Bakterien lediglich Spitalkeime, die zu zahlreichen Ausbrüchen führten. Inzwischen sind sie auch in gesunden Menschen und Nutztieren weit verbreitet; über 600 Varianten sind bekannt. Die Sorge wächst, dass ESBL-produzierende Kolibakterien im Nutzvieh herangezüchtet und über Milch und Fleisch auf den Menschen übertragen werden könnten.
Die aktuelle Studie deutet laut den Forschern darauf hin, dass es im Schweizer Rindvieh bereits ein solches Reservoir gibt. Ihre Proben stammen aus den fünf grössten Schlachthäusern der Schweiz und sind somit repräsentativ für die ganze Schweiz.