Die Tigermücke, die gefährliche Tropenkrankheiten übertragen kann, befindet sich auf dem Vormarsch. Nun hat der Bund nördlich der Alpen die Jagd auf die ursprünglich aus Asien stammende Mücke eröffnet. Unter anderem an Autobahnen wurden 250 Fallen aufgestellt, um Tigermücken auf die Spur zu kommen. Mit dem Pilotprojekt wurde das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut in Basel beauftragt. Es gibt Berichte, dass die Tigermücke in Deutschland eingeschleppt worden ist. Daher sei es nicht auszuschliessen, dass sie auch an anderen Orten als dem Tessin die Schweiz erreiche.
Im Tessin wurde die Tigermücke erstmals im Jahr 2003 beobachtet. Sie gelangt zum Beispiel mit exotischen Pflanzen, im Passagierraum von Autos oder durch den Handel mit gebrauchten Autoreifen ins Land. Ziel der jetzigen Aktion sei herauszufinden, wo die Tigermücke sich ausbreite, um sie dann rasch bekämpfen zu können. Müller warnte aber vor Panik. Man müsse die Gefahr sicher ernst nehmen, sollte aber nicht Angst vor grossflächigen Epidemien haben.
An der Decke kleben und nicht runterfallen – Insekten können das, Menschen nicht. Kieler Forscher haben nun das Material entdeckt, dass Marienkäfern Haftkraft verleiht. Sie hoffen, es in Zukunft künstlich nachbauen zu können. Weiter ...
Erstmals soll in der Schweiz ein Gletscher angemalt werden, um ihn vor dem Abschmelzen zu schützen. Die Stiftung Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch prüft, die Zunge sowie die dunklen Flanken des Aletschgletschers aufzuhellen.
Die dunklen Stellen auf dem ewigen Eis absorbieren mehr Wärme und verstärken dadurch die Eisschmelze. Hinter dem Projekt steht der Zürcher Chemiker Thomas Allmendinger. Mit seinem Projekt Albedo will der Doktor der Naturwissenschaften ETH den Aletschgletscher weiss machen.
Beim Anmalen sollen die Armee oder Freiwillige helfen. Die Ferienorte im Wallis sind begeistert, Umweltorganisationen indes skeptisch. Bereits seit zehn Jahren werden Schweizer Gletscher mit Vlies vor dem Abschmelzen geschützt.
Mehr als zwei Jahre nach der Fukushima-Katastrophe hat der Atomkraftwerkbetreiber Tepco mit dem Abpumpen radioaktiv verseuchten Grundwassers aus der Anlage begonnen. Am Freitag seien in sechs Stunden die ersten 13 Tonnen Wasser abgesaugt worden, teilte Tepco mit.
Das Pumpsystem soll bis zu einer Leistung von 100 Tonnen pro Tag hochgefahren werden - obwohl nach Behördenangaben schätzungsweise bis zu 300 Tonnen täglich ins Meer sickern.
Tepco hatte nach langem Abwiegeln erst im Juli eingeräumt, dass radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangt. Wie hoch die Belastung ist, wurde bislang noch nicht mitgeteilt.
Am Freitag bezeichnete es ein Unternehmenssprecher als dringende Aufgabe, das Grundwasser so rasch wie möglich abzupumpen. Es soll dann gefiltert und zur Kühlung der Reaktoren genutzt werden. Und Deponien für die rund 45 Millionen Kubikmeter verstrahlter Erde gibt es noch immer nicht.
Ein sauberer, ordentlicher Schreibtisch gehe einher mit Grosszügigkeit, gesundem Essen und normgerechtem Verhalten, berichten Forscher in Psychological Science. Ein unordentlicher Schreibtisch hat hingegen auch seine guten Seiten. Er soll das kreative Denken fördern und Ideen stimulieren. In was für einem Raum der Schreibtisch stand, hatte keine Auswirkung auf die Resultate.
Kinder tun es, Hunde, Vögel, und Katzen, sogar Schildkröten und Fische scheinen zu spielen – aber erwachsene Menschen?
«Wenn man einen Erwachsenen als ‹verspielt› bezeichnet, ist meist etwas Negatives gemeint. Er gilt als kindisch oder albern.
René Proyer. Seit drei Jahren widmet sich der Oberassistent am Psychologischen Institut der Universität Zürich den komischen Einfällen, dank derer Verspielte sich ihren Alltag vergnüglicher gestalten. Was Proyer bisher sagen kann: «Verspielte Menschen sind humorvoll, ausdrucksstark, auf andere ausgerichtet und intellektuell-kreativ.» Eine Altersgrenze scheint es nicht zu geben: Bei einer Onlinebefragung mit 4100 Teilnehmern beeinträchtigten die Jahre die Verspieltheit kaum. Die Eigenschaft scheint vielmehr über alle Altersgruppen hinweg ziemlich stabil zu sein.
Wortspiele, das Gegenüber in Diskussionen herausfordern, zum Spass «gegen den Strom schwimmen», eine angespannte Situation mit einer witzigen Bemerkung entschärfen, für Überraschungen sorgen oder Streiche aushecken – das können Zeichen der Verspieltheit sein. Humor ist dabei eine wichtige Komponente.
Spielfreude und besseres Wohlbefinden gehen miteinander einher. «Verspieltheit kann helfen, mit belastenden Situationen fertig zu werden», sagt René Proyer. Auch in weniger prekären Lagen, etwa beim Anblick des chaotischen Schreibtischs von Proyer, nehmen es Menschen, die spielerisch an etwas herangehen, lockerer. «Wir haben dazu Studenten befragt», sagt der Forscher. «Die Nichtverspielten konnten sich nicht vorstellen, an so einem Tisch zu arbeiten.» Er möchte unter anderem einen Test entwickeln, der mit möglichst wenig Fragen feststellt, wie verspielt jemand ist. Studie, mit persönlicher Auswertung
SonntagsZeitung/online
Der Nachwuchs des ersten Schweizer Wolfsrudels am Churer Hausberg Calanda besteht aus mindestens vier Welpen. Der Wildhut ist es gelungen die vier Jungtiere mit Fotofallen zu identifizieren.
Offen bleibt, ob der bereits zweite Wurf des Calanda-Wolfspaares aus mehr als vier Welpen besteht, wie das Amt für Jagd und Fischerei am Freitag mitteilte.
Dass die Wölfe am Calanda auch dieses Jahr Nachwuchs bekommen haben, ist bereits seit Mitte Juli bekannt. Damals stützte sich die Bündner Wildhut allerdings nur auf Hinweise. Diese wurden nun durch die Fotos bestätigt.
Die zwei Elterntiere am Calanda (das Weibchen F07 und das Männchen M30) haben letztes Jahr ein ganzes Rudel mit Jungwölfen aufgezogen. Fünf der beobachteten Tiere wurden als männlich identifiziert.
Die Musiklegende George Duke, der mit Musikgrössen wie Frank Zappa, Miles Davis und Michael Jackson spielte, ist tot. Der Keyboarder, Produzent und Komponist starb am Montag in Los Angeles, er wurde 67 Jahre alt. Duke litt nach Angaben seines Plattenlabels Concord Music Group an chronischer Leukämie. Der gebürtige Kalifornier machte sich in den 60er-Jahren einen Namen und trat bei vielen Festivals auf, unter anderem auch in Montreux. Noch während seines Musikstudiums am Konservatorium von San Francisco in den 60er-Jahren wurde Duke Mitglied der Hausband des Half-Note-Clubs in San Francisco, wo er unter anderem Jazzgrössen wie Sonny Rollins und Dexter Gordon begleitete. In der Folge spielte er nicht nur im Don Ellis Orchestra und in Cannonball Adderleys Band, sondern wurde von Frank Zappa in dessen Band aufgenommen. Mit seinem Keyboardspiel hatte Duke wesentlichen Anteil an Zappas musikalischen Humor. Duke war auf insgesamt 13 Alben vertreten.
Laut dem jährlich erscheinenden NOAA-Klimabericht verkleinerte sich die Eisfläche in der Arktis 2012 auf 3,41 Millionen Quadratkilometer. Das ist die kleinste Fläche seit Beginn der Satelliten-Beobachtung der Region vor 34 Jahren und 18 Prozent weniger als der bisherige Niedrig-Rekord aus dem Jahr 2007.
"Die Oberflächentemperatur in der Arktis steigt doppelt so schnell an wie im Rest der Welt", sagte die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin Jackie Richter-Menge. "In der Arktis werden jährlich Rekorde oder Fast-Rekorde gemessen."
Es handle sich daher nicht mehr um "Ausnahmeerscheinungen", sondern "um die Regel". Die Eisschmelze trug laut der Studie auch zu einem Anstieg des Spiegels der Weltmeere bei. Der Meeresspiegel erreichte 2012 eine Rekordhöhe und lag 3,5 Zentimeter über dem Schnitt der Jahre 1993 bis 2010.
Gähnen ist auch von Mensch zu Hund ansteckend. Forscher der Universität Tokio fanden nun heraus, dass sich Hunde deutlich mehr vom Gähnen ihrer Besitzer anstecken lassen als vom Gähnen fremder Menschen. Dies lege nahe, dass es eine mitfühlende Reaktion der Hunde sei, schreiben die Forscher im «PLOS One».
Für die Sanierung des AKW in Fukushima verspricht die japanische Regierung Hilfe. Um das Eintreten von Grundwasser in den Reaktor zu verhindern, zeigen sich die Reparaturtrupps erfinderisch.
Bereits seit zwei Jahren sickerten schätzungsweise 300 Tonnen verseuchtes Wasser pro Tag aus dem Komplex in den Pazifik, sagte ein Vertreter des Industrieministeriums in Tokio. Damit könnte in einer Woche ein 50-Meter-Schwimmbadbecken gefüllt werden. Zunächst soll das ausströmende verseuchte Wasser auf 60 Tonnen pro Tag eingedämmt werden.
Ein Tepco-Sprecher sagte, man wisse nicht wie viel derzeit in den Pazifik laufe. Der Konzern hatte zuvor Probleme mit einer Wasser-Sperre eingeräumt. Von den Bergen oberhalb der strahlenden Ruine läuft Grundwasser in den Komplex, vermischt sich mit dem verseuchten Kühlwasser und sucht sich dann den Weg ins Meer. Tepco hat versucht, das Wasser aus den Bergen umzuleiten. Doch nachdem das Unternehmen lange bestritten hatte, dass Wasser ins Meer fliesst, räumte es später die Verseuchung des Meeres ein.
Derzeit wird diskutiert, eine Sperre mit in den Boden gepresster tiefgefrorener Erde zu errichten, wie es etwa beim Bau von U-Bahnen gegen Grundwassereinbrüche üblich ist. Rohre sollen mit chemischen Kühlmitteln um die Gebäude der Reaktoren 1 bis 4 im Erdreich verlegt werden. Der auf diese Weise entstehende Schutzwall aus gefrorenem Boden werde voraussichtlich eine Länge von 1,4 Kilometern haben.
Allerdings ist dieses Verfahren im grossen Stil noch nicht erprobt. Schon bislang wurde geschätzt, dass die Sanierungsarbeiten rund 40 Jahre dauern und umgerechnet wohl über zehn Milliarden Franken kosten werden.
Delfine können sich noch nach über 20 Jahren an ehemalige Gefährten erinnern. Sie erkennen einen Artgenossen an dessen Namenspfiff, selbst wenn sie ihn viele Jahre nicht gehört haben, wie der Zoologe Jason Bruck im «Proceedings B» schreibt. Bruck untersuchte 43 Grosse Tümmler, die in verschiedenen Zoos und Delfinarien lebten. Er spielte ihnen verschiedene Pfeiftöne vor, darunter auch solche von Artgenossen, mit denen sie nicht mehr zusammenlebten. Erkannte ein Tier einen Pfiff, horchte es auf und schwamm auf den Lautsprecher zu.
Problembären sollen geschossen werden, bevor sie nach Graubünden einwandern – nämlich bereits in Italien. Das fordert die Bündner Regierung. Sie hat den Bund aufgefordert, sich dafür bei den italienischen Behörden einzusetzen. Als Problembären gelten Bären, die keine Scheu vor dem Menschen zeigen und sich wiederholt in Siedlungen blicken lassen. Diese Bären würden die Akzeptanz des Grossraubtieres bei der Bevölkerung erheblich belasten, schreibt die Regierung in Chur. Deshalb sollen sie bereits «in einem frühen Stadium in ihrem ursprünglichen Territorium» erlegt werden. Die «florierende Bärenpopulation» im italienischen Trentino lasse solche Schritte durchaus zu.
Auch im Inland sollen die Tiere schneller geschossen werden können. Die Regierung fordert vom Bund, für einen einfacheren Vollzug von bewilligten Abschüssen zu sorgen. Die entsprechenden Konzepte des Bundes sollen nicht mehr durch «willkürliche Ergreifung von Rechtsmitteln» behindert werden. Schliesslich fordern die Bündner von Bern mehr Geld. Damit soll der Mehraufwand entschädigt werden, welcher der Landwirtschaft und der Verwaltung durch die Anwesenheit der Grossraubtiere entsteht. Graubünden wurde in den letzten acht Jahren von acht Bären aufgesucht. M13, der letzte Bär, wurde im Februar aus Sicherheitsgründen abgeschossen.
TagesAnzeiger/online
Ein fünf Meter langer Python hat zwei schlafende Buben in Kanada erwürgt. Die fünf und sieben Jahre alten Kinder wurden nach Polizeiangaben am Montagmorgen tot in einer Wohnung in der Kleinstadt Campbellton in der Provinz New Brunswick aufgefunden.
Die beiden Knaben haben bei einem Freund übernachtet, dessen Vater eine unter der Wohnung gelegene Reptilienhandlung betreibt. Nach den ersten Ermittlungen ist die rund 45 Kilogramm schwere Schlange, ein aus Afrika stammender Nördlicher Felsenpython, nachts aus dem Laden entwichen und über das Lüftungssystem in die Wohnung gekrochen.
Er war das Prestigeprojekt eines Bankers und wurde zum Schandfleck von Caracas. Der Torre de David, der Turm des David, in Caracas ist ein unwirtlicher Ort. Der Torre de David ist aber auch Heim für mehr als 2500 Menschen.
Die Hochhausruine im Herzen der venezolanischen Hauptstadt wird auch als höchster Slum der Erde bezeichnet. Dem Kamerateam von Vocativ.com gelang es, spektakuläre Aufnahmen aus dem Innern des Gebäudes zu liefern.