Aus einem Viehvermarktungsbetrieb in Brunegg AG sind zwei Rinder entlaufen. Eines lief auf die Autobahn, das andere verirrte sich im Birrfeld. Aus Sicherheitsgründen erschoss die Polizei beide Tiere.
Beim Tier, das auf die Autobahn gelangte, handelte es sich um einen Stier. Der Muni trottete auf dem Pannenstreifen der Fahrbahn Bern in Richtung Zürich und somit gegen den Verkehr. Mehrere Polizeipatrouillen schirmten den Verkehr ab. Die Versuche von Lastwagenfahrern und Automobilisten, sich dem Stier in den Weg zu stellen, schlugen fehl und endeten teilweise mit Sachschaden, wie die Polizei mitteilte. Bei der Verzweigung Mülligen wechselte der Stier von der A1 auf die A3. Mit Polizeisperren konnte er bei der Ausfahrt Brugg von der Autobahn getrieben werden. Danach wurde das Tier erschossen.
Nach einem Kampf männlicher Rivalen neigen die Gewinner vor allem dann zu ausgeprägten Siegposen, wenn sie Publikum haben. Dieses Verhalten zeigen nicht nur Menschen und Wirbeltiere, sondern auch Grillen. Das berichten kanadische Biologen in den «Biology Letters» der britischen Royal Society. Die Biologinnen Lauren Fitzsimmons und Susan Bertram von der Carleton University in Ottawa liessen Grillenmännchen der Art Gryllus veletis miteinander kämpfen – mit und ohne Publikum. Sobald Artgenossen anwesend waren, stellten Grillen ihren Sieg besonders offensiv zur Schau – durch Körperzuckungen oder besonders lautes Zirpen. Dieses Verhalten erhöhe die Chancen bei Weibchen und senke auch das Risiko, von männlichen Rivalen herausgefordert zu werden, glauben die Wissenschaftlerinnen.
Der Fund sorgte für Aufsehen, die Polizei sprach von verstörenden Bildern, Tierschützer empörten sich: Im Juli vergangenen Jahres lag in der Via Vecchio Lazzaretto in Collinaia bei Livorno ein toter Hund. Eine Bordeaux-Dogge. Der Anblick war grausig: aufgeschlitzter Bauch, mit Scotch-Klebeband geknebelte Schnauze, in den Eingeweiden schwarze Plastikfetzen. Gleiches Bild wenige Zeit später in Pisa. Wieder fand die Polizei einen toten Hund, wieder mit aufgeschlitztem Bauch.
Bei den Hunden handelte es sich nicht um Opfer eines Tierquälers – schlimmer, die Hunde waren Drogenkuriere der kolumbianischen und mexikanischen Drogenmafia. Das Vorgehen der Drogenschmuggler war skrupellos und perfid zugleich: Noch in Mexiko stopften Tierärzte den Hunden nach einem chirurgischen Eingriff Kokainpakete, so gross wie Cola-Dosen, in Bauch und Magen. Erst wickelten die Kriminellen das Rauschgift in Cellophan, dann zogen sie für Röntgenstrahlen undurchlässiges Kohlepapier darüber und befestigten dieses mit schwarzem Klebeband. Schliesslich nähten die Tierärzte die rund zehn Zentimeter langen Schlitze wieder zu. Bis zu fünf Pakete pflanzten sie den Tieren ein. Die misshandelten Hunde hatten danach rund 1,5 Kilogramm reines Kokain im Wert von einer halben Million Franken im Bauch.
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Am 2011 zerstörten Atomkraftwerk im japanischen Fukushima ist die radioaktive Belastung innerhalb weniger Tage massiv gewachsen. Die Betreiberfirma Tepco teilte mit, dass die Grenzwerte im Grundwasser um ein Vielfaches überschritten würden und das Wasser in den Pazifik abzufliessen drohe. So werde ein 90-mal höherer Wert an Cäsium-134 gemessen als am Freitag. Die Messgeräte zeigten 9000 Becquerel pro Liter an. Damit sei der Grenzwert um das 150-Fache überschritten. Die Belastung des Wassers mit Cäsium-137, das eine Halbwertszeit von 30 Jahren hat, sei 85-mal so hoch wie am Freitag. Man wisse nicht, was den Anstieg verursache, sagte eine Tepco-Sprecherin.
In der nationalen Genbank der Forschungsanstalt Agroscope in Changins wird Saatgut von über 10 000 alten und modernen Pflanzensorten aufbewahrt, beschrieben und zur Verfügung gestellt. Sie enthält beispielsweise 5141 Weizensorten, 795 Gerstensorten, 62 Roggenund 487 Gemüsesorten. Mit 2198 Dinkelsorten gilt die Schweizer Dinkelsammlung als weltweit grösste.
Dank der nationalen Kulturpflanzensammlung und dem Austausch mit dem Ausland konnten nun verloren geglaubte Schweizer Getreidesorten wiederentdeckt werden. Zum Beispiel «Adliker»: Diese lokalen Gersten-, Hafer- und Roggensorten waren in der Landwirtschaftsschule Adlikon ZH gezüchtet worden. Am meisten verwendet worden waren sie in den 30er-Jahren und besonders im Kanton Solothurn. Später mussten sie anderen Sorten weichen, die Landwirtschaft in der Schweiz verlor das Interesse an ihnen. Wiederentdeckt wurden die Sorten jetzt in Genbanken im Ausland: Die Gerste und der Hafer aus Adlikon tauchten im Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (D) auf.
Während die Gerste zuvor schon in einer amerikanischen Datenbank gefunden worden war, grenze die Wiederentdeckung der verschwunden geglaubten Hafersorte an ein Wunder, schreibt Agroscope. Die Roggensorte Adliker dagegen wurde im Wawilow-Institut in St. Petersburg konserviert.
Auf der Flucht vor Tigern haben fünf Männer vier Tage lang in Baumwipfeln auf der indonesischen Insel Sumatra ausgeharrt. Die hungrigen Raubtiere warteten unterdessen am Fuss der Bäume auf die Gruppe. Die anfangs sechsköpfige Männergruppe hatte im Nationalpark Mount Leuser eine seltene Holzart gesucht, die bei der Herstellung von Parfüm verwendet wird. In einer der Antilopenfallen, welche die Männer aufgestellt hatten, wurde ein Tigerbaby getötet. Als daraufhin die ausgewachsenen Tiger die Gruppe attackierten, retteten sich die Männer auf die Bäume. Seither sassen sie dort in der Falle.
Einer der Männer sei bei der Flucht von den Tigern getötet worden, nachdem ein Ast unter seiner Last gebrochen und er auf den Boden gefallen sei. Die restlichen Männer überlebten. Per SMS kommunizierten sie mit ihren Verwandten. Rund 30 Polizisten, Soldaten und Tigerbändiger konnten die Männer am Montag schliesslich retten. Auf Sumatra leben nach Schätzungen von Tierschützern rund 400 Tiger in freier Wildbahn. Wegen Abholzungen verlieren die Tiere ihren Lebensraum. Gewöhnlich greifen sie nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.
TagesAnzeiger/online
Der Dompfaff, auch Gimpel oder Blutfink genannt, kann menschliche Melodien erlernen und in ihrer rhythmischen und melodischen Komplexität akkurat wiedergeben, berichten Ornithologen in «Animal Cognition». Sie analysierten historische Aufzeichnungen von 15 Dompfaffen, denen während des ersten Lebensjahrs täglich Lautfolgen von Volksliedern vorgepfiffen wurden.
Trotz eines Risses in der Tragfläche hat das nur mit Sonnenkraft betriebene Schweizer Flugzeug "Solar Impulse" seinen USA-Überflug erfolgreich beendet. Pilot André Borschberg landete am späten Samstagabend sicher in New York auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen.
Der Flug war die letzte Etappe der Amerika-Überquerung. Borschberg und Piccard hatten die Strecke in sechs Etappen zurückgelegt, jeweils etwa 20 Stunden.
Auf der zweiten Etappe der Reise hatte die Maschine mit 1541 Kilometern einen neuen Streckenrekord für Solarflugzeuge aufgestellt. Für die Strecke zwischen Phoenix im Bundesstaat Arizona und Dallas-Fort Worth in Texas benötigte das Flugzeug 18 Stunden und 21 Minuten. Weitere Stationen waren St. Louis, Cincinnati und Washington.
Der Auftritt versank im Wohlklang seiner Begleiter, aber seine Stimme und seine Songs bleiben unvergesslich: Leonard Cohen eröffnete das 47. Jazzfestival von Montreux
Das vergangene Jahrzehnt hält einen erschreckenden Rekord: Nie gab es mehr Klimaextreme, seit Meteorologen regelmässig Wetterdaten festhalten. Ein Ende des bedrohlichen Trends sehen Klimaforscher nicht.
Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch in Genf vorgestellte Studie "Das globale Klima 2001-2010 - Eine Dekade der Extreme".
Tim Freitag aus Zürich bespielen vor allem Herbstliches: verwelkende Beziehungen, gebrochene Herzen, dunkle Wolken am Horizont. Wenn aber Songs wie «Another Heart Has Lost Its Place» ruhig beginnen, dann nur, um dem späteren Saiten-Donnern Anlauf zu lassen.
In Vietnam hat die Polizei eine Bande von mutmasslichen Katzendieben festgenommen. Die sechs Männer sollen über zwei Jahre lang rund 4000 Hauskatzen gestohlen und das Fleisch der Tiere zum Verzehr verkauft haben, wie die Polizei in der Stadt Vinh mitteilte.
Zwischen vier und sechs Katzen hätten die Männer pro Nacht mit Ködern in Fallen gelockt. Das Fleisch der Stubentiger hätten sie dann für drei Dollar pro Kilo verkauft und mit dem Geld Online-Spiele gespielt. Katzen gelten mancherorts in Vietnam als beliebter Imbiss - gegrillt und mit Reiswein serviert.
Ein übergewichtiger Orang-Utan ist in Malaysia auf Diät gesetzt worden, nachdem Touristen ihn zwei Jahrzehnte lang mit Junkfood mästeten. Jackie wiegt mit rund 100 Kilogramm doppelt so viel wie ein durchschnittliches Orang-Utan-Weibchen im Dschungel von Borneo.
Die 22 Jahre alte Menschenaffendame ist vor drei Monaten auf eine strikte Diät aus Blättern und Früchten gesetzt worden. Nach Angaben der Naturschutzbehörden musste Jackie dafür aus ihrem angestammten Revier im Poring-Naturpark im Staat Sabah in eine andere Region gebracht werden, weil Touristen nicht aufhörten, sie zu füttern. Ein Naturschützer erklärte, Jackie sei mit ihren Pflegern so vertraut, dass sie häufig die Nähe von Touristen gesucht habe.