Ein herrenloses Pferd hat am Donnerstagvormittag die Strassen der Stadt Bern erkundet. Die Berner Berufsfeuerwehr machte den Vorfall am Donnerstag gegen Mittag publik. Sie teilte mit, ein Einsatzdisponent habe Hengst Pablo plötzlich durch das Fenster der Feuerwehrkaserne im Berner Spitalackerquartier gesehen. Unweit davon liegt das Nationale Pferdezentrum.
Zwei Passanten gelang es , Pablo zu stoppen. Als die sofort ausgerückten Feuerwehrmänner den nahen Kursaal erreichten, konnten sie sich darauf beschränken, das Pferd zu beruhigen. Dann übergaben sie es den inzwischen eingetroffenen Bereiterinnen.
Nach ersten Erkenntnissen kam niemand zu Schaden. Auch Pablo ist wohlauf. Weshalb der Hengst ausbrach, werde wohl nie geklärt, vermutet die Berufsfeuerwehr. Vielleicht habe er ja einfach die Feuerwehr besuchen wollen.
Der Malaria-Parasit Plasmodium falciparum verändere das Geruchssystem seiner Wirtsmücke derart, dass die Mücke den Menschenduft attraktiver findet und somit häufiger zur Duftquelle fliegt. Dadurch werde die Tropenkrankheit öfter weitergegeben.
Renate C. Smallegange von der niederländischen Universität Wageningen untersucht seit einigen Jahren, warum Malaria-Mücken ausgerechnet auf den Duft von Menschen fliegen. Nun konnte sie mit Kollegen aus den USA und Grossbritannien erstmals nachweisen: Wenn weibliche Anopheles-Mücken mit dem Malaria-Erreger Plasmodium falciparum infiziert sind, dann wurden diese stärker von einem Stück Stoff angelockt, das menschlichen Duft verströmte.
Die nicht infizierten Artgenossen interessierten sich weniger für den Menschengeruch. Hier handelt es sich um den ersten Beweis, dass eine Infektion mit dem Malaria-Erreger die Reaktion auf Geruchsreize verändern kann. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Online-Fachjournal "PLOS ONE".
Die Minister der EU-Staaten wollen auf Druck des Europaparlaments die Fischbestände stärker schonen. Darauf haben sie sich am frühen Mittwochmorgen in Brüssel geeinigt, wie der irische Minister und Verhandlungsführer Simon Coveney mitteilte.
Die Reform bestimmt den Kurs der europäischen Fischereipolitik für die kommenden Jahre. Das Europaparlament muss dem Gesetzeswerk zustimmen, verlangte im Gegenzug aber mehr Rücksicht für die strapazierten europäischen Fischbestände.
Deshalb revidierten die EU-Staaten nun ihr im Februar beschlossenes Verhandlungsangebot ans Parlament im Detail. Die Abgeordneten hatten allerdings weit mehr Zugeständnisse gefordert.
Die Wissenschaftler haben genau untersucht, welche Mechanismen hinter den erstaunlichen Regenerationsfähigkeiten der Alligatoren-Beisser stecken. Das Gebiss dieser Reptilien ähnele im Aufbau dem der Säugetiere. Die Experten hoffen daher, dass ihre Ergebnisse die Erforschung des Zahnwechsels beim Menschen vorantreibt.
So könnte es vielleicht irgendwann möglich sein, bei Menschen neues Zahnwachstum anzuregen, so das Team um Cheng-Ming Chuong von der University of Southern California in Los Angeles. Noch handelt es sich aber um kaum mehr als Gedankenspiele. Während bei Menschen Schluss ist, wenn die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt wurden, regenerieren Reptilien wie Schlangen, Geckos oder Alligatoren ihre Zähne ihr Leben lang: Bei Alligatoren wird jeder einzelne Zahn rund einmal im Jahr durch einen neuen ersetzt. Im Laufe des Lebens kommt es somit bis zu 50 Mal zur Erneuerung, berichten die Forscher in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS).
Über Jahre sollen Großhändler die Preise in die Höhe getrieben und so Verbraucher und Bauern um Millionen betrogen haben. Wie der Kartoffel-Markt funktioniert. Weiter ...
Durch den weiter zunehmenden Ausstoss von Treibhausgasen werde sich die Erde im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bis zum Ende dieses Jahrhunderts um etwa vier Grad erwärmen, schrieben die Wissenschaftler am Sonntag in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change".
Diese Entwicklung werde den Lebensraum von rund 55 Prozent der Pflanzen und 35 Prozent der Tiere halbieren. In ihre Untersuchung bezogen die Wissenschaftler 48'786 Arten ein. Am gefährdetsten sind demnach Pflanzen, Amphibien und Reptilien, da ihre Anpassung an veränderte Lebensbedingungen im Vergleich zu der schnell fortschreitenden Erderwärmung sich zu langsam vollziehe.
Fledermäuse scheinen vertraute Kollegen an der Stimme zu erkennen. Das zeigen Versuche mit dem Indischen Falschen Vampir, die in der Fachzeitschrift «Animal Cognition» erschienen sind. Die Wissenschaftlerinnen isolierten einzelne Tiere und spielten ihnen Rufe von fremden und bekannten Artgenossen vor. Dabei registrierten sie, ob sich die Tiere dem Lautsprecher zuwandten. Hier sind Fledermauskontaktrufe zu hören.
Die 30-jährige SingerSongwriterin Valerie June singt von Sehnsucht, verlorener Liebe, harter Arbeit und weckt Erinnerungen an Woody Guthrie und Nina Simone. Moderner kann Retro nicht klingen.
Hunderte Spanier haben gegen die Förderung von Stierkämpfen durch öffentliche Gelder protestiert. Bei der Kundgebung vor der Arena Las Ventas in Madrid sprachen sich die Demonstranten gegen die Pläne der konservativen Regierung aus, die «Corridas» zum «nationalen Kulturerbe» zu erklären.
Sprecher der Bewegung «Tortur ist nicht Kultur» erklärten, die von der Stierkampf-Lobby durch ein Volksbegehren mit 600'000 Unterschriften im Parlament eingebrachte Gesetzesvorlage sei «voller Unregelmässigkeiten».
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würden Corridas in Zukunft viel mehr als die 600 Millionen Euro an öffentlichen Subventionen bekommen, die sie zur Zeit im Jahr erhalten, hiess es.
Viele Rastplätze von Zugvögeln sind bedroht oder verschwinden sogar. Gründe seien Bevölkerungswachstum, Verstädterung und Umweltverschmutzung, erklärte am Freitag in Bonn das UNO-Umweltprogramm (Unep) zum Weltzugvogeltag vom Wochenende.
Die natürlichen Lebensräume der Vögel an ihren Flugrouten würden zerstückelt. Einige Vogelarten könnten binnen eines Jahrzehntes aussterben, andere deutliche Rückgänge erleiden. Erschöpfte Küstenvögel stossen auf ein Meer aus Beton, wo früher Watt war, in dem sie rasten konnten.
Erstmals in der Geschichte der Menschheit hat der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre die Grenze von 400 ppm erreicht. Wie US-Forscher am Freitag mitteilten, wurde diese Schwelle am Donnerstag erstmals in der Geschichte der Menschheit überschritten.
Der Kommunikationschef des Umwelt-und Klimaforschungsinstituts Grantham an der Londoner School of Economics and Political Science, Bob Ward, erklärte, die Menschheit sei dabei, «ein prähistorisches Klima zu schaffen, in der sich unsere Gesellschaft enormen und potentiell katastrophalen Risiken ausgesetzt sieht»
Die Grillsaison ist endlich hier. Die Temperaturen klettern langsam in einen akzeptablen Bereich. Nun schlägt die Stunde der Griller. Von Balkonen und Gärten macht sich der herbe Geruch von Kohle bemerkbar. Lustig züngeln die Flammen von Picknickfeuer. Bier fliesst, Fleisch brutzelt.
Der ideale Soundtrack dazu.
The Bill Murray Experience - Gimme a Pigfoot and a Bottle of Beer
Die Sprache der Europäer in der Eiszeit ist mit heutigen Sprachen womöglich enger verwandt als bislang angenommen. Bereits vor 15'000 Jahren wurden vermutlich einige Wörter benutzt, die auch heute noch verständlich wären, wie aus einer Studie britischer Forscher hervorgeht. Einige sehr häufig gebrauchte Wörter seien wahrscheinlich über Jahrtausende unverändert geblieben, sagte der Hauptautor der Studie, der Evolutionsbiologe Mark Pagel von der Universität Reading. Proceedings of the National Academy of Sciences