Am morgigen Dienstag beginnt ein Mordverfahren in Deutschland, das ohne den schweizerisch-italienischen Fast-Problembären M13 nie hätte stattfinden können. Vor Gericht in Ravensburg erscheint Tanja B. (36), die zusammen mit ihrem Liebhaber ihren Mann, den 40-jährigen Peter H., ermordet haben soll. Die beiden Täter hatten die Leiche des Opfers in einem Wald im österreichischen Pfunds unweit der Schweizer Grenze vergraben. Zufällig warf M13 dort im April 2012 einen Baum um, der eine Stromleitung herunterriss, sodass ein Feuer ausbrach. Die Feuerwehr entdeckte die Leiche. M13, der mit einem Sender ausgestattet ist, erwachte letzte Woche kurz aus dem Winterschlaf, verkroch sich dann aber wieder. Das Münstertal und das Puschlav bereiten sich indessen auf sein Erwachen im Frühling vor.
Wer zu wenig an der Sonne ist, riskiert seine Gesundheit. Viele Menschen bekämen in Räumen zu wenig Sonnenlicht ab und litten an Vitamin-D-Mangel, sagte die USForscherin Nina Jablonski an einer Tagung des US-Wissenschaftsverbands AAAS in Boston. Vitamin-D-Mangel schwäche das Immunsystem und erhöhe damit das Risiko für Erkältung, Grippe und andere Krankheiten. Jablonski verglich die Lebensbedingungen von Menschen weltweit mit deren Vitamin-D-Level. «Wir finden Gesundheitsbedrohungen durch städtisches Leben», sagte die Anthropologin.
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«Jubilee Street» dreht sich andeutungsreich um ein Strichmädchen, das die Namen seiner Kunden in einem kleinen schwarzen Notizbuch mit sich trägt. «She had a history, but she had no past», singt Cave, der im Videoclip im Türrahmen steht und zusieht, wie das Mädchen einen älteren Herrn aufs Zimmer nimmt. Dann scheint er in dessen Kopf zu schlüpfen: «Ich habe Liebe in meinem Bäuchlein / Und einen Schmerz, winzig klein / Und an einer schweren Schleppe / Eine Katastrophe, zehn Tonnen fein.» Der Song erzählt nicht viel mehr als den Geschäftsakt – dabei aber von intensiven Momenten der Spannung, des Glücks und der Schäbigkeit.
Fische verwenden chemische Signalsubstanzen, um für die Schwarmbildung gleich grosse Artgenossen zu identifizieren, berichten Biologen in Behavioral Ecology and Sociobiology. Die Forscher setzten dreistachlige Stichlinge und gestreifte Killifische – beides Süsswasserschwarmfische – chemischen Signalsubstanzen von Fischen unterschiedlicher Grösse oder einer Kontrollsubstanz aus. Die Fische bevorzugten die chemischen Signale von Fischen gleicher Grösse.
Er war ein Urgestein des linken politischen Kabaretts Deutschlands: Dietrich Kittner ist gestern im Alter von 77 Jahren in seiner Wahlheimat Österreich gestorben. Kittner stand über 50 Jahre auf der Bühne und betrieb mit seiner Frau mehr als 30 Jahre lang ein eigenes Theater in Hannover. Mit seinen Programmen gegen Rassismus, Militarismus und soziale Ungerechtigkeit erreichte Kittner vorab in den 60er- und 70er-Jahren ein Millionenpublikum. Zielscheibe seiner Kritik waren dabei stets die Regierenden.
Sie ist mindestens 62 Jahre alt, hat mehr als 30-mal Nachwuchs auf die Welt gebracht und beginnt gerade mit der Aufzucht eines neuen Kükens. Wisdom (Weisheit) haben Forscher den weiblichen Albatros auf dem Midway-Atoll im Pazifik genannt – aus Respekt vor ihrer ungewöhnlichen Lebensleistung. Wisdom ist der weltweit älteste bekannte in Freiheit lebende Vogel. Nur wenige Vögel werden älter, etwa in Gefangenschaft lebende Papageien. Ein Albatros schafft meistens kaum mehr als 30 Jahre.
Aber Wisdom wurde schon 1956 zum ersten Mal mit einem Ring versehen – es besteht kein Zweifel, dass es sich um denselben Vogel handelt. «Es fehlen mir die Worte, um die Errungenschaften dieses wunderbaren Vogels zu beschreiben», sagte der US-Vogelexperte Bruce Peterjohn in einer Erklärung. «Wäre sie ein Mensch, könnte sie bald in Pension gehen. Aber sie zieht noch jedes Jahr ein Junges auf – und fliegt rund um den Pazifik.»
Ein Albatros verbringt den grössten Teil seines Lebens in der Luft. Die Vögel fliegen pro Jahr etwa 75 000 Kilometer. Wisdom hat in ihrem Leben also fast 5 Millionen Kilometer zurückgelegt.
Das Präparat des legendären Eisbären Knut wurde am Freitag in Berlin enthüllt. Der lebensgrosse Kunststoffkörper ist mit dem echten Fell des Bären überzogen und steht im Museum für Naturkunde hinter Glas.
Zunächst bekamen nur Journalisten und geladene Gäste den früheren Publikumsliebling des Berliner Zoos zu sehen. Von Samstag an können auch Besucher das Präparat anschauen. Knut, der im März 2011 mit vier Jahren gestorben war, steht im Foyer des Museums. Daher ist der Besuch kostenlos.
Sie erlitten Schnittverletzungen von Scherben geborstener Fensterscheiben oder wurden von umherfliegenden Trümmerteilen getroffen: Fast 1000 Menschen sind durch einen Meteoriteneinschlag in Russland verletzt worden. Die Armee sucht nach Überresten des Meteoriten. Weiter ...
Der Pilot eines koreanischen Frachtflugzeuges musste letztes Jahr eine Notlandung auf dem Londoner Flughafen Heathrow machen, nachdem Sensoren ein Feuer in der Maschine gemeldet hatten. Den Flugregeln folgend setzten die Piloten ihre Sauerstoffmasken auf, gaben ein Notsignal ab und machten eine Notlandung, wie die britische Zeitung «Daily Mail» berichtete. Doch im Frachtraum, in dem sich 390 Kühe befanden, wurde kein Feuer entdeckt. Experten vermuten nun, dass der Alarm durch die Ausdünstungen der Kühe ausgelöst wurde.
1984 veröffentlichte Serge Gainsbourg sein 16. Album. Das letzte Stück darauf trug den vielsagenden Titel „Lemon Incest“. Die Tatsache, dass ausgerechnet seine eigene 13-jährige Tochter Charlotte das Chanson interpretierte, sorgte für öffentliche Aufregung. Skandal!
Heute wurde bekannt, dass Bundesrat Ueli Maurer die Patrouille Suisse abschaffen will. Für all jene, die diesen Entscheid bedauern: Dieses Video zeigt nochmals das Können der Mannschaft.Die Patrouille Suisse demonstriere Schweizer Tugenden in vollendeter Form und ist eine Visitenkarte der Schweiz.
Strassenlaternen, Ampeln und Wohnbeleuchtungen machen Amseln vorzeitig paarungsbereit: Ihr Testosteron-Spiegel steigt, und ihre Hoden reifen früher im Jahr. Zudem beginnen sie früher zu singen und zu mausern. Dies berichten Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell in den «Proceedings B» der britischen Royal Society. Sie hatten 40 männliche Amseln beobachtet. Unter anderem verglichen die Ornithologen zehn Monate lang gefangene Stadt- und Waldamseln, die sie nachts einer vergleichsweise geringen Beleuchtungsstärke von 0,3 Lux aussetzten. Woher die frühzeitige Fortpflanzungsbereitschaft genau kommt, wissen die Forscher noch nicht. Demnächst wollen sie untersuchen, ob das Stadtlicht den Amseln insgesamt eher nützt oder schadet. Generell können nach Ansicht der Ornithologen die Lichtverhältnisse in Städten den jahreszeitlichen Rhythmus vieler Stadttiere deutlich beeinflussen.
TagesAnzeiger/online
Für Raumfahrt-Enthusiasten ist die Website der US-Raumfahrbehörde eine Schatztruhe. Die Nasa präsentiert einmalige Bilder der Spaceshuttle-Missionen, lässt uns aus dem All auf die Erde blicken oder dokumentiert auch akribisch, wie sich die Astronauten verpflegen mussten.
Das Auge isst bekanntlich mit – im Spaceshuttle scheint das weniger zu gelten, wie die Aufnahmen zeigen. Die Nahrung soll wohl vor allem gut haltbar, nahrhaft und auf die Besonderheiten der Schwerelosigkeit abgestimmt sein. Die Nasa dürfte mit ihren Kreationen die Fertigmenüindustrie nachhaltig beeinflusst haben.
Angestammte Arten, die von Exoten verdrängt werden, sterben einen langsamen Tod auf Raten. Zu diesem Schluss kommen kanadische und Schweizer Forscher in einer Studie. Damit widersprechen sie jüngeren Studien, die keine Bedrohung der heimischen Flora durch eingeschleppte Arten fanden.
Ökologen hatten nämlich beobachtet, dass trotz Tausenden von eingeschleppten Spezies bislang nur wenige Pflanzenarten effektiv ausgestorben sind. Vielmehr harren die einheimischen Arten in verstreuten, kargen Lücken aus, die für die Einwanderer ungeeignet sind, wie die Uni Toronto in einer Mitteilung schreibt. Weiter...
Ein Ziel der Alchemisten war es, unedle Metalle in Gold umzuwandeln. Das ist ihnen nicht gelungen. Auch Bakterien beherrschen diese Fertigkeit nicht. Aber sie können gelöste Goldionen in die feste Form überführen. Dabei entstehen Nanopartikel aus reinem Gold, die sich zu grösseren Partikeln zusammenlagern. Dieses sekundäre Gold wird fast überall auf der Welt gefunden. Nun beschreiben kanadische Forscher einen der molekularen Mechanismen, mit denen Bakterien der Art Delftia acidovorans Gold mineralisieren. Weiter...
Eine bislang geheime "Eisenstudie" zeigt: Dem Spreewald droht eine rostrote Jahrhundertflut. 2500 Tonnen Metall werden jährlich angeschwemmt. Wenn das eingedämmt werden soll, wird es den Steuerzahler Millionen kosten. Weiter ...
Das längste in Gefangenschaft gehaltene Salzwasserkrokodil der Welt ist auf den Philippinen gestorben. Das Tier namens Lolong wurde gestern mit einem aufgeblähten Bauch in seinem Gehege aufgefunden und starb ein paar Stunden später, wie der Bürgermeister der Stadt Bunawan in der südlichen Provinz Agusan del Sur mitteilte. Dort hatte das Krokodil in einem Park gelebt, der sich naturnahem Tourismus verschrieben hat. Laut dem «Guinnessbuch der Rekorde» mass das Krokodil 6,17 Meter. Bis es im Jahr 2011 nach einer drei Wochen langen Suche eingefangen wurde, soll es einen Fischer, ein zwölfjähriges Mädchen sowie einen Wasserbüffel getötet und gefressen haben. Nach der Gefangennahme feierten die Menschen in Bunawan vor Erleichterung. Siehe auch...
Candye Kane.
Die für fünf Blues-Awards nominierte amerikanische Sängerin, Bandleaderin und Komponistin Kane ist ein echtes Original im neuen Blues. 1965 in einer Vorstadt von Los Angeles geboren, fällt die eigenwillige Künstlerin durch ihre Liveshows auf, die viel Humor, Burleskes sowie eine grosse Portion Sex und Anzüglichkeit beinhalten. Dabei setzt die Blues-Diva ganz bewusst ihre beachtlichen Körpermasse ein.
Junge Erwachsene, die mehr Früchte und Gemüse essen würden, seien ruhiger, glücklicher und hätten mehr Energie, berichten Forscher im «British Journal of Health Psychology». Sie hatten 281 rund 20 Jahre alte Probanden über eine Periode von 21 Tagen zu Essgewohnheiten und Gemütszustand befragt. Sieben bis acht Fruchtoder Gemüseeinheiten am Tag, jede so gross, dass sie in die hohle Hand passt, würden einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden zeigen.
Japanmakaken synchronisieren ihr Verhalten mit Artgenossen, berichten Forscher in den «Scientific Reports». Die Wissenschaftler brachten den Affen bei, einen Knopf zu drücken. Sassen sich dabei zwei Tiere gegenüber, passten sie die Drückfrequenz einander an. Auch wenn das Gegenüber nur auf einem Video zu sehen war, kam es zu dieser Synchronisation. Diese Form der unbewussten Anpassung gilt unter Verhaltensbiologen als Zeichen für eine Bindung.