Dan Mangans
Man wähnt sich bei der Musik an einem folkloristischen Tanzfest, doch diese Märchenwelt ist trügerisch, denn hinter den Kulissen lauert die Melancholie. Vom Tod singt der Kanadier, von Isolation und auch vom Krieg. Und so lässt Er im Video zu «Post-War Blues» Kinder bewaffnen und eine gigantische Bombe explodieren, während ein munterer Rhythmus stampft und die Gitarre fröhlich trillert.
Solche Widersprüchlichkeiten prägen die Musik Dan Mangans: Idylle herrscht neben Chaos, Dramatik neben Spott. Damit mögen die Klänge im ersten Moment täuschen und Dinge verbergen, doch spiegeln sie gleichzeitig die Absurditäten des wahren Lebens. Und sind daher überaus ehrlich.
Derzeit sorgt eine extreme Dürre in weiten Teilen der USA für Schlagzeilen. Die Trockenheit führt zu ausbleibenden Ernten und steigenden Lebensmittelpreisen, etwa bei Mais. Das könnte zum Dauerzustand werden, geben Wissenschafter zu bedenken. NZZ/online...
In einem indonesischen Nationalpark sind sieben Exemplare der akut vom Aussterben bedrohten Sumatra-Nashörner entdeckt worden. Die Tiere wurden im Mount-Leuser-Nationalpark von automatischen Kameras aufgenommen. Es ist das erste Mal seit 26 Jahren, dass sie dort gesichtet wurden. Sie galten dort bereits als ausgerottet. Es gibt nur noch etwa 200 Tiere dieser Art.
Ein bizarrer Vorschlag kostet Oscar De Allende, seines Zeichens argentinischer Regierungsvertreter, den Job. De Allende hatte vorgeschlagen, Taubenfleisch armen Kindern an öffentlichen Schulen anzubieten. Weiter ...
Im Klettern und Kriechen macht den Geckos niemand etwas vor. Dank ihrer winzigen Fußhärchen können die Echsen mit dem 20-fachen ihres Körpergewichts an einer Oberfläche haften. Sie dürfen bloß keine nassen Füße bekommen. Weiter ...
Auf Gough Island brüten die Tristan-Albatrosse (Diomedea dabbenena). Es ist der einzige Brutort, der dieser vom Aussterben bedrohten Albatros-Art geblieben ist. Die Art kämpft ums Überleben – gegen Hausmäuse (Mus musculus). Die Hausmäuse fressen die Albatrosjungen bei lebendigem Leibe auf. Oder genauer: Sie fressen die Vögel an, die dann verbluten oder an den Wunden sterben. NZZ/online
Auch Wildfische können durch zu viel Sonne allem Anschein nach Hautkrebs bekommen. Wissenschaftler fingen am Great Barrier Reef vor Australien Forellenbarsche mit Melanomen, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs, der auch beim Menschen auftritt. Er gehört zu den besonders gefährlichen Krebserkrankungen. Wie beim Menschen werde der Hautkrebs vermutlich auch bei den Fischen durch UV-Strahlung ausgelöst, berichten die Forscher im Journal «Plos One». Die Atmosphäre über Australien und dem Great Barrier Reef ist stark ausgedünnt, sodass die schädlichen UV-Strahlen der Sonne weitaus schwächer absorbiert werden und fast ungehindert auf die Erde gelangen. Weiter...
Graupapageien können im gewissen Umfang logisch denken, zumindest wenn es um eine Nuss geht. Einen solchen logischen Verstand haben Forscher unter Tieren bislang nur bei Menschenaffen nachgewiesen. Weiter ...
Nach der Landung von Curiosity auf dem Mars gibt es in den kommenden Tagen das nächste Spektakel im All. Sternengucker können ein besonderes Schauspiel am Nachthimmel verfolgen: Die Perseiden regnen als zahlreiche Sternschnuppen auf die Erde. Weiter ...
Eine lebendige Riesenschildkröte mit einem Gewicht von 320 Kilogramm haben Touristen gestern an einem Strand in Südfrankreich gefunden. Das zwei Meter lange Tier mit einer Kennmarke aus der Karibik-Republik Trinidad und Tobago sei bei Salin-deGiraud in der Camargue entdeckt worden. Wie die Feuerwehr der nahe gelegenen Stadt Arles mitteilte, war die Schildkröte am Panzer leicht verletzt. Vermutlich habe ein Fischerboot sie in seinem Netz bis an den Strand mitgeschleppt, wo Camper das Tier am Leben erhielten, indem sie ein grosses Loch gruben.
Spezialisten des Aquariums von Grau-du-Roi untersuchten die Schildkröte vor Ort. Sie beschlossen darauf, das Tier wieder im Meer freizulassen. Meeresschildkröten legen riesige Strecken zurück, ohne jemals das Wasser zu verlassen.
TagesAnzeiger/online
In Australien züchtet ein Schweizer Forscher gesunde Königinnen für die Bienenvölker von morgen heran. Seine Forschung ist Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Bienensterben – und Wettlauf gegen die Zeit.
Im Osten Australien ist die Milbe namens Varroa noch nicht angekommen. Die grosse geographische Distanz, aber auch die rigorosen Quarantänevorschriften für jeglichen Import von Tieren und Pflanzen konnten den Bienen-Parasiten bis jetzt vom Kontinent fernhalten.
Dank dieser Tatsache sind die australischen Königinnen, die nach Europa und in alle Welt exportiert werden, schon heute Garantinnen für die Verjüngung von Bienenvölkern weltweit. Doch Australien geht noch weiter und treibt auch die Erforschung der Honigbiene voran. Weiter...
Eine Kuh ist am Samstagabend bei Bellinzona in ein privates Schwimmbad geraten. Die Feuerwehr, ein Tierarzt und ein Vertreter des Tierschutzes befreiten das Tier aus seiner misslichen Lage. Es hatte auf dem Weg zum Pool zwei Zäune und eine Hecke überwinden müssen. Offenbar wollte sich das Tier im Wasser abkühlen. Der Tierarzt habe der Kuh ein Beruhigungsmittel verabreicht, damit sie mit einer speziellen Vorrichtung aus dem Wasser geholt werden konnte, wie die Tessiner Tierschutzsektion gestern mitteilte. Nach dem Ausflug sei die Kuh zu ihrer Herde geführt worden, wo sie sich wieder beruhigte.
TagesAnzeiger/online
Wer vom Saarland hört, denkt an Kohleabbau, Stahlwerke und Schmutz. Doch das ist Geschichte. Das letzte Steinkohlebergwerk, Überrest der Hochblüte des saarländischen Bergbaus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurde Ende letzten Juni geschlossen. Eine neue Zeit hat längst begonnen. Die Stadt St. Ingbert, auf deren Gebiet ein grosses Bergwerk stand, ist seit 2007 als Ganzes in das Biosphärenreservat Bliesgau im südöstlichen Saarland einbezogen. Dieses erlangte 2009 die Anerkennung durch die Unesco.
Der Bliesgau ist geprägt von sanften Hügelketten, Streuobstwiesen, Auenlandschaften, Buchenwäldern und im Süden durch die typischen Muschelkalkböden. Er gilt als zweitwärmste Gegend Deutschlands. 25 verschiedene Orchideenarten blühen hier. Seltene Tier- und Pflanzenarten schätzen das fast mediterrane Klima., auf einer Fläche von über 36 000 Hektaren. Weiter...
Schmetterlinge lernen schneller, wenn sie mit Nektar belohnt werden, berichten japanische Forscher im Fachmagazin «Naturwissenschaften – The Science of Nature». Fliegen die Schmetterlinge eine nektarreiche Blume an, lernen Weibchen zudem schneller als Männchen. Die Wissenschaftler hatten das Lerntempo von Insekten beim Lernen mit Belohnung und beim Lernen ohne Belohnung verglichen.
Vielleicht sei es leichter, das Alter zu umgehen und jung zu sterben, sagte sie einmal: «But then you'd never complete your life, would you? You'd never wholly know yourself.» Die Erkenntnis, dass das von ihr selbst mitgeschaffene Image eine «gut gemachte Fälschung» war, die sich nicht abschütteln liess, ereilte Marilyn Monroe, geborene Norma Jeane Baker, früh. Als sie mit sechsunddreissig Jahren, am 5. August 1962, ihr Leben beendete, brachte sie es auf tragische Weise zur Vollendung – der Mythos der ewigen Jugend schenkte der Sexgöttin des 20. Jahrhunderts die Unsterblichkeit.
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Saubere Luft ist schon lange kein unbeschränkt vorhandenes Gut mehr. Seit Epidemiologen aufzeigen konnten, dass ein hoher Anteil Feinstaub auf Dauer den Herzkreislauf und die Atmungswege belasten kann. Seit für Asthma und Lungenkrankheiten auch hohe Ozonkonzentrationen verantwortlich gemacht werden können. Die UNO-Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit jedes Jahr 1,3 Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung sterben – Tendenz steigend. Besonders betroffen sind Menschen in aufstrebenden Staaten wie Indien und China. Weiter...
In Weissrussland wurden im Juli über einem Dorf 800 Teddybären abgeworfen. Die Aktion wurde von der schwedischen Werbefirma Studio Total lanciert, um auf Menschenrechte aufmerksam zu machen. Weil sie eine viel beachtete Protestaktion mit aus der Luft abgeworfenen Teddybären nicht verhindert haben, hat Weissrusslands Staatschef Alexander Lukaschenko den Luftwaffenchef und den obersten Grenzhüter des Landes entlassen.
Die Mütter sind vermutlich verantwortlich dafür, dass Männer meist kürzer leben als Frauen. Sie vererben ihren Söhnen Genveränderungen, die jene schneller altern lassen, für Töchter aber unschädlich sind. Dies entdeckten australische Forscher bei Fruchtfliegen, es trifft aber vermutlich bei allen Organismen zu. Das Erbgut von Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, enthält Veränderungen, die nur für Männchen schädlich sind. Normalerweise merzt die Evolution ungünstige Genveränderungen aus. In diesem Fall ist aber nur die Lebensdauer der Männchen eingeschränkt. «Sie konnten daher quasi unbemerkt durch den Filter der natürlichen Selektion schlüpfen».
TagesAnzeiger/online