Neuenburger Forscher haben eine zweite Generation von Atomuhren für das Satellitennavigationssystem Galileo entwickelt. Die neue Generation der Neuenburger Instrumente sind sie viel kleiner als Atomuhren, die mit Wasserstoff funktionieren, wie die Universität Neuenburg am Dienstag mitteilte. Während diese so genannten Wasserstoff-Maser ein Volumen von etwa 15 bis 20 Litern benötigen, verbraucht eine Rubidium-Atomuhr nur ein bis zwei Liter Platz und hat eine Abweichung von weniger als einer Sekunde in drei Millionen Jahren. Universität Neuenburg
Nach fünf bewaffneten Überfällen auf Bäckereien sucht die Polizei in Frankreich nach einem Räuber, der es ausschliesslich auf französische Frühstücks-Leckereien wie Süssgebäck und Gipfeli abgesehen hat.
Der etwa 40-jährige Mann habe im westlichen Grossraum von Paris nun schon mehrfach zugeschlagen, teilte die Polizei mit. Der Räuber ging stets nach derselben Methode vor: Er bestellte «Pains au chocolat» oder Gipfeli, um dann die Verkäufer mit einer Waffe zu bedrohen, die aber vermutlich eine Attrappe ist.
Dann verschwand er - ohne zu bezahlen - mit seiner Backwaren-Beute. Verletzt wurde bei den Überfällen bisher niemand. Auch der Schaden hält sich in Grenzen: Der Wert des geraubten Frühstücksgebäcks belief sich auf 15 bis 25 Franken.
Die französische Regierung ruft Zehntausende Silikonbrüste zurück - wegen Krebsgefahr. Weltweit könnten sogar bis zu 300.000 Frauen davon betroffen sein, auch in Deutschland. Weiter...
Schon der Verdacht reicht aus: Obwohl eine Rentnerin nach eigenen Angaben weder Computer noch Router besitzt, muss sie einer Anwaltskanzlei 650 Euro zahlen - wegen vermeintlicher Verbreitung eines raubkopierten Hooligan-Films. Weiter...
Die Physiognomik war der Nährboden für Rassenwahn und Eugenik. In den letzten Jahren ist das Interesse am Thema neu entflammt: Psychologen, Personalberater und Terrorismus-Bekämpfer suchen nach Zusammenhängen zwischen Gesicht und Persönlichkeit. Die Wissenschaft entdeckt die Physiognomik wieder. Weiter...
Schon Peter Maffay wusste: Wenn Du gehst, dann geht nur ein Teil von Dir. Und manchmal ist es gerade der Teil, der einem das Lächeln ins Gesicht zaubert. Doch zum Glück gibt es so gute Menschen wie die Mitarbeiter der Kläranlage im britischen Monkmoor: Sie bemühen sich, rechtzeitig zum Fest der Liebe einigen Menschen ihr wahres Gesicht zurückzugeben. Weiter...
Je mehr verschiedene Baumarten in einem Wald wachsen, desto besser gedeihen sie. Dies ist das Ergebnis einer Computersimulation. Eine größere Artenvielfalt macht den Wald widerstandsfähiger gegen Stürme und Schädlinge - und sorgt so letztlich für mehr Holz. Weiter...
Hundehalter missachten in Zürich vielerorts die Leinenpflicht. Die Stadt Zürich will nun Parkanlagen bestimmen, in denen Hunden der Zutritt gänzlich verwehrt wird. Weiter...
In Brasilien hat ein Gericht den im September verhängten Baustopp für ein umstrittenes Wasserkraftwerk im Amazonas-Gebiet aufgehoben. Es gebe keine juristischen Gründe, die Arbeiten am drittgrössten Wasserkraftwerk der Welt im Bundesstaat Pará weiter zu blockieren.
Belo Monte wäre mit einer Leistungskapazität von 11'233 Megawatt das drittgrösste Wasserkraftwerk der Welt, nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem binationalen Itaipú-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay. Allerdings wird mit einer weitaus geringeren Durchschnittsleistung von 4419 Megawatt gerechnet.
Gegen das Projekt gibt es in Brasilien heftige Proteste von Umweltschützern. Die Regierung in Brasília hält das rund 40 Kilometer von der Stadt Altamira entfernte Wasserkraftwerk für notwendig, um die Energieversorgung sicherzustellen. Kritiker fürchten dagegen, dass durch das Wasserkraftwerk Zehntausende von Menschen umgesiedelt werden müssen. Mehr als 500 Quadratkilometer Land müssen für die Staubecken überflutet werden. NZZ/online
Die Nachricht einer gesunkenen Bohrinsel in Russland erinnert an das Unglück der Deep Water Horizon aus dem Jahr 2010: Vor der ostrussischen Insel Sachalin ist die Bohrinsel "Kolskaja" gesunken. Dabei sollen offenbar Dutzende Arbeiter ums Leben gekommen sein. Die Katastrophenschutzbehörde teilte am Sonntag mit, dass 14 Besatzungsmitglieder mit Hilfe eines Eisbrechers und Schleppers aus dem eisigen Wasser des Ochotskischen Meeres gerettet worden seien. Bisher seien vier tote Personen geborgen worden. Der Rest der Besatzung gelte als vermisst. Weiter...
Wer CO2 in die Luft bläst, braucht dafür ein Zertifikat - doch der Handel mit den Verschmutzungsrechten ist wirkungslos geworden. Die Papiere sind derzeit so billig, dass kein Unternehmen in den Klimaschutz investieren muss. Schuld ist die Politik: Sie hat den Markt überschwemmt. Weiter...
Wer dem Sensenmann entkommen will, muss schneller gehen als 3 km/h. Diese nicht ganz ernst gemeinte Rechnung haben australische Forscher diese Woche in der Weihnachtsausgabe des «British Medical Journal» veröffentlicht. Für ihre Studie liessen sie 1700 Senioren so schnell laufen, wie sie konnten. Fünf Jahre später waren 266 von ihnen verstorben, darunter überproportional viele Männer, die langsamer als 3 km/h liefen.
Der Star der Weltmusik, die Sängerin Cesária Évora, ist tot. Die als „barfüßige Diva“ bekannt gewordene Musikerin wurde 70 Jahre alt. Erst vor drei Monaten hatte sie ihr Karriereende bekannt gegeben. Weiter...
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will deutsches Brot als Weltkulturerbe schützen lassen. "Brot aus Deutschland ist einmalig in seiner Vielfalt und Qualität", erklärte Aigner am Sonntag in Berlin. Sie stelle sich daher hinter Vorschläge des deutschen Bäckerhandwerks für ein "Brotregister". Weiter...
Abkommen und Gesetze weltweit sollen Ozeane und ihre Bewohner vor Plastikmüll schützen. Doch noch immer sterben viele Seevögel, weil Plastikreste ihre Mägen verstopfen. Besonders schlimm ist es im Ärmelkanal. Weiter...
Auf einem Bahndamm in Lugano ist im Sommer wilder gentechnisch veränderter Raps gewachsen. Auch andernorts hat das Bundesamt für Umwelt Spuren von veränderten Pflanzen gefunden.
Die Freisetzung von genmanipuliertem Raps ist in der Schweiz verboten. Dennoch hat das Bundesamt für Umwelt (Bafu) solche Pflanzen gefunden, wie das Amt bestätigte. Entdeckt wurde der illegale Raps im Rahmen eines neuen Monitoringsystems des Bafu. Dieses soll ermöglichen, die Existenz von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Umwelt frühzeitig zu erkennen. Weiter...
Aus der Vorhaut von kleinen Jungen entwickelt eine Maschine vollautomatisch künstliche Haut zu Testzwecken für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Die Hautfabrik ist eine Erfindung des Fraunhofer-Instituts. Mit ihr wollen die Forscher auch Tierleben retten. Weiter...
Der Juchtenkäfer bremst die Bahn. Weil das Insekt vom Aussterben bedroht ist, wurde einer Klage von Umweltschützern recht gegeben. Das Bauprojekt Stuttgart 21 ist nun vorerst gestoppt - und manch einer will dem Krabbeltier den Nobelpreis verleihen. Weiter...
Rückenschmerzen kennt ein Nacktmull nicht. Auch eine Schnittwunde bringt ihn nicht aus der Ruhe, ebenso Verbrennungen oder aggressive Säure. Doch wieso die unterirdisch lebenden Nagetiere keine Schmerzen spüren, war den Wissenschaftlern lange Zeit ein Rätsel. Weiter...
Der Schweizer Wald wird sich wegen des Klimawandels mit steigenden Temperaturen und zunehmenden Trockenperioden langfristig verändern. Die Fichte, derzeit der Brotbaum der einheimischen Forstwirtschaft, dürfte im Mittelland bald an ihre physiologischen Grenzen stossen, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft diese Woche mitteilte. Sie wird unter zunehmenden Trockenperioden leiden und anderen Baumarten Platz machen müssen. Das hat Folgen für die Forstwirtschaft und auch für den Lawinenschutz. Weiter...
Neun Monate nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima hat Japans Ministerpräsident Yoshihiko Nota die «Kaltabschaltung» der Reaktoren bekanntgegeben. Die Reaktoren in der havarierten Anlage befänden sich «im Zustand der Kaltabschaltung, so dass das Unglück nun unter Kontrolle ist», sagte Regierungschef Yoshihiko Noda laut der Nachrichtenagentur Jiji bei einem Treffen mit der Atom-Taskforce des Landes. Derweil werden Vorwürfe über Aktivitäten der japanischen Mafia laut. Weiter...
Irgendwann war es einfach nicht mehr sinnvoll, ihn noch abzuholen: Ein Unbekannter hat seinen betagten Citroën BX in einem Luxemburger Parkhaus abgestellt. Als schließlich die Parkgebühren den Wert des Wagens überstiegen, zog er sich diskret zurück. Der Parkhausbesitzer sucht jetzt nach ihm. Weiter...
Eine 31-jährige Britin, die aus Verärgerung über ihre Freundin deren zehn Wochen altes Katzenkind in der Mikrowelle verschmort hatte, ist zu mehr als fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden.
Darüber hinaus verhängte das Gericht für Gina Robins aus dem südwestenglischen Torquay am Mittwoch ein zehnjähriges Verbot zum Halten von Tieren. Das Gericht bedauerte, die dreifache Mutter habe keine Zeichen des Bedauerns von sich gegeben - und setzte ein Strafmass von 168 Tagen fest.
Gina Robins zerstritt sich im Februar mit ihrer Freundin Sarah Knutton, weil diese Robins' Freund bei der Polizei angeschwärzt hatte. Ein paar Tage später sperrte sie nach Überzeugung des Gerichts die schwarz-weisse Katze in Knuttons Mikrowelle. Aus einem anderen Zimmer der Wohnung hörte Knutton, wie das Kätzchen noch ein letztes Miauen von sich gab.
Die letzten Sekunden der kleinen Katze hörten sich an wie «das Knistern einer Chips-Tüte». Gina Robins, die sich vor dem Gericht als unschuldig bezeichnete, sandte am nächsten Tag eine SMS- Nachricht an Sarah Knutton, in dem es hiess: «Denke an das Sprichwort, 'Wer Wind sät, wird Sturm ernten'».
TagesAnzeiger/online
Mehr als 96 Prozent aller Mastpoulets im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen erhalten im Laufe ihres kurzen Lebens Antibiotika; im benachbarten Niedersachsen sind es «nur» 76 Prozent. Auch bei anderen Nutztieren sieht die Bilanz nicht besser aus. So werden in Niedersachsen 68 Prozent aller Mastschweine und 92 Prozent der Mastkälber mit Antibiotika behandelt. Mit den Untersuchungen der Landesministerien der beiden Bundesländer liegen nun erstmals konkrete Angaben über die Verwendung von Antibiotika bei Masttieren in Deutschland vor. Bisher wurde dort wie auch in der Schweiz oder vielen EU-Ländern nur die Menge der verkauften Antibiotika erfasst. Weiter...
Eichenblätter zieren deutsche Münzen, und deutsche Literatur und Kunst mag nicht leben ohne den Trost der Bäume. Nationalismus und Nazismus haben den Wald instrumentalisiert. Geliebt wird er noch immer, gekannt immer weniger. Weiter...
Das Bezirksgericht Sitten hat den früheren Walliser CVP-Regierungsrat Jean-René Fournier zu einer bedingten Strafe von 60 Stunden gemeinnützige Arbeit verurteilt wegen der Verletzung des Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel. Dieser hatte als Regierungsrat 2006 den Abschuss eines Wolfes genehmigt und einer Einsprache vorab die aufschiebende Wirkung entzogen.
Die Umweltschutzorganisation WWF hatte verlangt, die aufschiebende Wirkung des Rekurses wieder herzustellen. Weil die Regierung dieser Forderung nicht nachkommen wollte, wandte sich die Organisation an das Kantonsgericht.
Dieses stellte darauf hin fest, dass der Rekurs automatisch eine aufschiebende Wirkung hat – allerdings war der Wolf zu diesem Zeitpunkt schon tot.
TagesAnzeiger/online