Das Leben in der Stadt ist anregend, jenes auf dem Lande langweilig. Das Leben im urbanen Milieu hinterlässt Spuren im Gehirn und erhöht die Anfälligkeit für psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen und Schizophrenie.
Warum das urbane Leben der psychischen Gesundheit schadet, ist allerdings offen. Jetzt präsentieren deutsche Forscher einen biologischen Erklärungsversuch. Sie konnten erstmals nachweisen, dass sich das Hirn der Städter von demjenigen der Provinzler unterscheidet («Nature», Bd. 474, S. 498). Mehr noch: Es scheint, dass sich die Hirnstrukturen von Städtern anders entwickeln und sie auf Stress anders reagieren. Stress gilt bei Schizophrenie, Depression und Angst als ein wichtiger auslösender Faktor. Weiter…
Zwar kam es schon des Öfteren vor, dass sich ein entwichener Strafgefangener oder ein abgängiger Jugendlicher den Behörden selbst stellten, dass dieser Weg allerdings nun auch von einem Wellensittich beschritten wurde, war selbst für die Bamberger Polizei Neuland.
Der kleine Piepmatz legte ein ungewöhnliches Auftreten an den Tag. Er kam nicht etwa durch die Türe in den Wachraum geflogen, sondern hoppelte auf seinen beiden Beinen durch die geöffnete Tür in den Wachraum der Bamberger Zentralwache. Dort stellte sich der sehr zahme Vogel sofort freiwillig unter den Personenschutz einer uniformierten Kollegin.
Die Polizei Bamberg-Stadt sucht nun den oder die Erziehungsberechtigten für den noch vermutlich jungen Vogel und bittet um Hinweise.
Die Exkremente des Grossen Panda enthalten Bakterien, die sich für die Erzeugung von Biotreibstoff eignen. Die Bakterien sind sehr effizient darin, Pflanzenmaterial aus Lignocellulose abzubauen, aus dem Gras, Holz und Getreideabfälle zu einem grossen Teil bestehen. Die Bakterien aus dem Pandadarm könnten rund 95 Prozent der nicht als Lebensmittel verwendbaren Pflanzenmasse in Zucker verwandeln, aus dem dann Treibstoff gewonnen wird.
Jeff Bridges
Sein Countryalbum – auf dem legendären Jazzlabel Blue Note erschienen – ist nicht respektabel, es ist grossartig. Wie Bridges es schafft, die Klischees des Country zu pulverisieren, indem er sie sich einverleibt, ist sein Geheimnis. Zusammen mit einer Musikalität, die er schon als Barpianist in «The Fabulous Baker Boys» bewiesen hat, und der stilsicheren Radikalität des Produzenten T-Bone Burnett gelingt ihm ein Album, das mit einer Flasche Whisky im Blut nicht zu machen gewesen wäre. Bad Blake hätte vor Jeff Bridges den Cowboyhut gezogen.
Seiner Schönheit und der Walliser Sturheit verdankt das gehörnte Schwarznasenschaf seine Verbreitung: Schätzungsweise 30'000 Tiere gibt es schweizweit. Viel Geld ist mit ihnen nicht zu machen. Weiter…
Anna Aaron
Die Baslerin zieht mit ihrem düsteren Folk so ziemlich alle in ihren Bann. Sie ist eine jener Künstlerlinnen, bei welcher man nicht das Gefühl bekommt, dass sie sich die Musik aus den Fingern saugen muss. Ihre Debut-EP ‚I Dry Your Tears Little Murderer‘ erschien im Jahre 2009 bei dem Lausanner Label ‚Two Gentlemen‘. Bei eben genanntem Label ist auch Sophie Hunger unter Vertrag, welche ein bekennender Fan von Aaron ist.
Neue Hiobsbotschaft aus der Klimaforschung: Die Gletscherwelt Grönlands schmilzt noch schneller als bisher angenommen. Der Mittivakkat-Gletscher im Südosten Grönlands verlor von 2010 auf 2011 ganze 2,45 Meter an Mächtigkeit.
Der Mittivakkat-Gletscher ist die bisher am intensivsten beobachtete Eisfläche der Insel. Der Rekordverlust fiel einem Forscherteam der Universität Sheffield auf1. Ihre Beobachtungen ergaben, dass der Gletscher 29 Zentimeter mehr verlor als noch im Vorjahr.
Quelle The Cryosphere
Am letzten Wochenende sind bei der Street Parade in Zürich 6,3 Kilogramm Kokain konsumiert worden. Im Auftrag der Sendung «Schweiz aktuell» hat die Universität Bern in Zusammenarbeit mit dem Berner Gewässerschutzlabor Abwasserproben in der Stadtzürcher Kläranlage Werdhölzli während dem Street-Parade-Wochenende untersucht. Mit Geräten, die bis zu einem Milliardstel Gramm genau Substanzen nachweisen können, wurden Proben untersucht und ausgewertet.
Dabei sind die Forscher auf grosse Mengen von Rückständen gestossen, welche sich beim Abbau von Kokain im menschlichen Körper bilden. Laut Hochrechnungen wurden innert 48 Stunden während der Street Parade – von Samstagmorgen bis Montagmorgen – 6,3 Kilo Kokain konsumiert in Zürich. Das entspricht rund 63'000 Linien des weissen Pulvers – eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um fast 9 Prozent. Damals waren es noch 5,8 Kilogramm. Gleichzeitig nahm die Reinheit des Kokains von 35 auf 25 Prozent ab.
TagesAnzeiger/online
Neues Zeitalter, Bewusstseinswandel, höheres Schwingungslevel, Apokalypse, Weltuntergang – der 21. Dezember 2012, an dem der Maya-Kalender der langen Zählung endet, befeuert bereits seit Jahren die Fantasie der Menschen. Es herrscht jedoch eine grosse Verwirrung. Manche schreiben, die Mayas rechneten an diesem Datum mit dem Schlimmsten, also mit dem Ende der Welt. Doch die Mayas selbst geben Entwarnung und sprechen von einem neuen Zeitalter. Weiter…
Fetisch Auto. Ich fahre, also bin ich» ist der programmatische Titel der Sommerausstellung im Museum Tinguely in Basel. Mit 160 Werken von 80 Künstlern wird das grosse Spektrum der Ideen gezeigt, das von dem zentralen Kultobjekt der Moderne ausgeht.
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Im südlichen Afrika wird das grösste Naturschutzgebiet des Kontinents und das zweitgrösste der Welt entstehen. Laut der angolanischen Nachrichtenagentur Angop wollen die Staatschefs von Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe am Donnerstagabend in Luanda ein entsprechendes Abkommen unterzeichnen. Der neue Megapark wird 36 Schutzgebiete so vernetzen, dass ein zusammenhängendes Gebiet von 350'000 Quadratkilometern entsteht. Leoparden, Flusspferde und Zebras sollen hier neue Freiräume bekommen. So werde es etwa für die rund 300'000 Elefanten neue Wanderkorridore geben.
Von den Schweizerinnen und Schweizern bezeichnen sich als 71 Prozent als glücklich. Noch zufriedener sind die Dänen, die in einer Studie fast alle angeben, glücklich zu sein. Die Griechen landen trotz gigantischen Schulden- und Wirtschaftskrise mit 80 Prozent Optimisten auf dem zweiten Platz.
Praktisch jeder Däne ist glücklich mit seinem Leben. Und trotz Schuldenkrise und unsicheren Finanzmärkten sehen dies immer noch 68 Prozent aller Europäer ebenso. Bei den Schweizerinnen und Schweizer bezeichnen sich 71 Prozent als glücklich.
Dies geht aus einer Studie der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen hervor. Besonders optimistisch sind demnach Frauen (72 Prozent) mit oder ohne Kinder und mit einer guten Ausbildung oder einem Primarschulabschluss sowie einem Haushaltseinkommen netto zwischen 9000 und 11'999 Franken pro Monat. Weiter…
Der Alpsommer ist vorbei. Zeit für die Bauern, mit ihren Tieren wieder in tiefere Lagen zu ziehen.
Das ist meine Heimat und das wäre mein Job.
Sagt der Sämi wuf wuf
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Im Frühling und Frühsommer hiess es Land unter entlang dem mächtigen Mississippi-Strom. Das Jahrhundert-Hochwasser hatte Farmen und Wohnhäuser überschwemmt. Was für Menschen eine Katastrophe, ist zumindest für Insekten ein Paradies.
Dicker Kopf, große Flossenstrahlen, ein Kragen vor den Kiemen: In einer Unterwasserhöhle in der Südsee haben Biologen einen fremdartigen Aal entdeckt - er stammt aus der Urzeit. Vor 220 Millionen Jahren wurden die Tiere von ihrer Aalverwandtschaft getrennt. Weiter...
Ho Orchestra
Der Berner Pianist Simon Ho hat mit dem holländischen Sänger und Gitarristen Henk Hofstede (Nits) Teile der ungewöhnlichen Textsammlung «Spoon River» des amerikanischen Rechtsanwalts und Dichters Edgar Lee Masters (1868 bis 1950) vertont. Um das Leben in seiner Heimat Illinois um das Jahr 1920 herum ungeschönt beschreiben zu können, legte er seine Worte Menschen in den Mund, die tot sind und deshalb keine Vergeltungsmassnahmen zu befürchten hatten.
Wegen einer Gesetzesänderung wird eine Prozesslawine von Musikern gegen die ohnehin angeschlagene US-Plattenindustrie erwartet.
Eine wenig beachtete Änderung der Copyright-Gesetze von 1976 erlaubt es Künstlern, die Rechte für Aufnahmen aus der Zeit vor 1978 zurückzufordern. Nach einem Bericht der «New York Times» fallen erfolgreiche Alben wie Bruce Springsteens «Darkness on the Edge of Town», Billy Joels «52nd Street», die Doobie-Brothers-LP «Minute by Minute» und Kenny Rogers «Gambler» unter die Regel.
Danach bleiben die Rechte 35 Jahre bei den Labels, bis Sänger und Bands ihren Anspruch geltend machen können, berichtete die Zeitung am Montag in ihrer Internet-Ausgabe. Das gleiche Recht gilt für Songs. Unter denen, die bei der amerikanischen Copyright-Behörde entsprechende Anträge für ihre Hits vor 1978 gestellt hätten, seien Bob Dylan, Tom Petty, Bryan Adams, Loretta Lynn, Kris Kristofferson und Tom Waits, hiess es in dem Zeitungsbericht.
Mit Musikern wie diesen habe sich «die Plattenindustrie reich gemacht und mehr verdient als die Interpreten selbst», sagte Don Henley, Mitbegründer der Eagles und der Koalition von Musikkünstlern (Recording Artists Coalition), der Zeitung. Da die Labels dem Vernehmen nach auf Beibehaltung ihrer Rechte pochen, dürfte demnächst eine Prozesslawine auf sie zurollen, schrieb die Zeitung.
TagesAnzeiger/online
Schweizer Tierheime mussten noch nie so viele Schützlinge aufnehmen wie 2010. Das führt zu Platzmangel und Krankheiten bei den Tieren und zu Stress für die Mitarbeiter. Weiter…
Die Ostsee vor den berühmten Kreidefelsen auf Rügen zeigt sich derzeit wieder auf mehr als 100 Meter Länge ganz in Weiß mit einigen türkisgrünen Tupfern. Es dürfte einige Zeit dauern, bis das Wasser zwischen dem Königsstuhl und der Stadt Sassnitz wieder seine ursprüngliche Farbe angenommen hat. Am vergangenen Wochenende sind riesige Mengen von Kreide ins Meer gestürzt. Weiter...
Viele Kassenzettel sind giftig und können sogar das Gehirn schädigen. Das haben Forscher in einer Studie herausgefunden. Betroffen seien vor allem Kassenbons aus Supermarktketten. Weiter...
Hunde retten Menschen aus brennenden Häusern, holen Hilfe und verteidigen ihre Besitzer vor Angreifern. Das glauben zumindest ihre Herrchen. Doch Forscher sehen das nüchterner. Weiter...
Es ist der größte Ölfund in der Nordsee seit fast 30 Jahren: Vor der norwegischen Küste hat der Konzern Statoil nach eigenen Angaben ein Ölfeld mit fast 200 Milliarden Litern entdeckt. Es ist 40 Milliarden Dollar wert. Weiter...
Es läuft und läuft und läuft. Seit fast einer Woche fließt Öl aus einer Plattform in die Nordsee - nun hat Betreiber Shell ein zweites Leck entdeckt. Der Konzern sagt, man habe alles unter Kontrolle, Umweltschützer sind entsetzt. Weiter...
Im Streit um die unappetitliche Hinterlassenschaft eines Hundes an ihrem Gartenzaun hat eine couragierte Mutter dem Hundehalter kurzerhand das Häufchen ins Gesicht geschmiert, worauf sie von ihm in den Schwitzkasten genommen wurde. Weiter…
Seit der US-Krise gehören in Atlanta viele Grundstücke den Banken. Häuser stehen leer, Gärten bleiben unbewirtschaftet.
Vor einigen Wochen hat Kelly Callahan aus Atlanta mit ihren Pflück-Aktionen begonnen. Laut der «New York Times» jeden Tag spazierte sie mit ihrem Hund durch die Nachbarschaft im Osten der Stadt. Da seien sie ihr aufgefallen, die mit Früchten überfüllten Bäume und die mit Gemüse übersäten Gartenbeete. «Ich glaube nicht, dass es stehlen ist», rechtfertigt sie ihre Handlung gegenüber der «New York Times». «Dieses Gemüse und die Früchte wurden einst von einer Person gesät, die sie auch ernten wollte. Und diese Person ist nun nicht mehr fähig dies zu tun.» Zudem sei es nicht so, dass die Banker, die in ihren Büros sitzen ins Grüne kommen würden, um Feigen von den Bäumen zu pflücken. Die Früchteplücker Organisation Concrete Jungle in Atlanta führt seit bald zwei Jahren eine Liste mit unbewirtschafteten Früchte- und Nussbäumen im kommerziellen und öffentlichen Raum. Die Ernte spendet die Organisation danach hungrigen Menschen.
TagesAnzeiger/online