Die südamerikanische Killerbienen haben einer Studie zufolge Eigenschaften der friedliebenden Honigbienen übernommen. Dadurch sind sie immer stärker geworden.
Gemäss der Studie profitierten die ursprünglich aus Afrika stammenden aggressiven Bienen davon, dass Siedler im 17. Jahrhundert Honigbienen aus verschiedenen europäischen Regionen nach Südamerika brachten.
Die sogenannten Killerbienen hätten sich mit Honigbienen gepaart und durch deren unterschiedliche Herkunft einen grossen Gen-Pool zur Auswahl gehabt. Allerdings habe alles, was der angriffslustigen Biene nutze, negative Konsequenzen für die Imker, erklärte der Autor, Charles Whitfield von der University of Illinois.
Killerbienen gelten als gefährlich, weil sie ihre Bienenstöcke sehr energisch verteidigen: Sie stechen nicht nur häufiger zu als andere Bienenarten, sondern können durch bestimmte Signale auch ganze Bienenschwärme zur Unterstützung herbeiordern.
Eine ganze Reihe von Menschen sind bereits durch Killerbienen-Attacken gestorben - vor allem sehr alte und sehr junge Leute oder solche, die den aggressiven Bienenschwärmen nicht rechtzeitig entkommen konnten.
Die Killerbienen haben die Bienenwelt von Brasilien bis in den Südwesten der Vereinigten Staaten unter ihre Kontrolle gebracht. Die Studie ist im Fachblatt «Proceedings of the Nationale Academy of Sciences» erschienen.
(cbn/sda)
TagesAnzeiger/Zürich 26.2.08
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Vermieter können ihren Mietern nicht wirksam mit fristloser Kündigung wegen Ruhestörung drohen - eine entsprechende Abmahnung ist rechtlich bedeutungslos. Das geht aus einem am Mittwoch verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.
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Im konkreten Fall war einem Mieter aus dem Raum Köln mit Kündigung gedroht worden, weil er - so hatten Nachbarn behauptet - häufig seinen Fernseher zu laut gedreht habe. Für den Fall einer erneuten Beschwerde drohte der Vermieter mit fristloser Kündigung. Der Mieter hielt die Abmahnung für unberechtigt und zog dagegen vor Gericht. (Az: VIII ZR 139/07 vom 20. Februar 2008) Weiter...
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NZZOnline 19.2.08