Schade, dass das Wort ,Tierschützer zum Schimpfwort verkommen ist, sagt der neu berufene Tiermediziner Jörg Luy. Die Freie Universität Berlin berief den 38-Jährigen im vergangenen Sommersemester auf die deutschlandweit erste Professur für Tierschutz und Ethik am Fachbereich Veterinärmedizin. Für diese Professur brachte Luy beste Voraussetzungen mit: Nach dem Abitur in Köln entschied sich Jörg Luy für das Doppelstudium der Veterinärmedizin und Philosophie in Gießen. Den Magister der Philosophie erwarb er später in Berlin. Schon in seiner preisgekrönten Dissertation Die Tötungsfrage in der Tierschutzethik kombinierte Luy seine beiden Fächer. Mich irritierte, dass unser Tierschutzgesetz das Leben und Wohlbefinden des Tieres schützen soll, während es gleichzeitig die Schlachtung von Millionen von Tieren zulässt, erzählt Luy. In Deutschland werden jährlich etwa fünf Millionen Rinder, vierzig Millionen Schweine, eine Million Schafe und Ziegen, mehrere Tausend Pferde und ungefähr 600000 Tonnen Geflügel für den menschlichen Verzehr getötet. weiter...
Als Grünausgleich und Ersatz für den Bau der neuen Autobahnen A 100 und A 113 Richtung Schönefeld soll bis Ende 2007/Anfang 2008 der neue Landschaftspark Rudow-Altglienicke angelegt werden. Der Bund bezahlt das acht Millionen Euro teure Projekt. Etwa 30 Hektar groß wird der Park. 22 Hektar davon liegen in Rudow, acht auf der anderen Seite der überdeckelten und in den Park einbezogenen Trasse der A 113 in Altglienicke. "Einmalig an dem Landschaftspark ist, daß dort öffentliche und private landwirtschaftliche Nutzung kombiniert werden", sagt Baustadträtin Stefanie Vogelsang (CDU). weiter...
Der Regionalexpress 2 zwischen Berlin und Cottbus ist ab heute Tropenbahn. Denn jeder Zug auf der viel befahrenen Strecke hält am Bahnhof Brand, von wo ein Bus kostenlos ins drei Kilometer entfernte Tropical Islands Resort startet. 46 Minuten braucht der stündlich verkehrende Express vom Berliner Ostbahnhof. Um die Verzögerung durch den zusätzlichen Halt auszugleichen, verzichtet die Bahn auf den Haltepunkt Raddusch, den die Fahrgäste nun mit einem Ersatzbus von Vetschau aus erreichen. Tropical Island wird am Sonntag um sechs Uhr offiziell geöffnet. weiter...
Überreste Jahrtausende alter Pflanzen hat ein Andengletscher freigegeben. Einige der Funde scheinen gut 50.000 Jahre alt zu sein, berichten amerikanische Geowissenschaftler auf einer Fachtagung in San Francisco. Ihre Entdeckung sehen sie als weiteres Zeichen für eine tiefgreifende Klimaveränderung.
Offenbar seien die Eismassen in den letzten 50.000 Jahren niemals so stark zurückgewichen wie heute, argumentiert Lonnie Thompson von der Ohio State University. Andernfalls wäre das Pflanzengewebe nicht so gut erhalten geblieben. "Dieser Fund demonstriert erneut den fortschreitenden Rückgang der Gebirgsgletscher und damit den Verlust der Kronjuwelen der Erde", so der Forscher. weiter...
In Südchina sind fast 20 Riesenpandas vom Hungertod bedroht. Grund ist die äußerst seltene Blütezeit einer speziellen Bambussorte, von der sich die Wildtiere ernähren. Der Pfeilbambus blüht nur alle 60 Jahre, dann allerdings für fast ein ganzes Jahrzehnt. In dieser Zeit ist er für die Tiere ungenießbar. weiter...
Indische Bauern haben für Coca Cola einen neuen Verwendungszweck herausgefunden. Sie setzen das Getränk im Kampf gegen Schädlinge bei Baumwoll- und Chilifeldern ein. Schadinsekten würden nach dem Besprühen der Pflanzen mit der braunen Brause sterben, zitiert der "Ernährungsdienst" Berichte indischer Bauern. Gemäss einem indischen Experten beruhe der Effekt auf dem Zucker, der in der Cola enthalten ist. Dieser locke rote Ameisen an, die über die auf den Pflanzen sitzenden Insektenlarven herfallen, heisst es weiter. www.landwirtschaft.ch
Von 675 Webspinnenarten in Niedersachsen/Bremen sind 288 (42,7 Prozent) als gefährdet einzustufen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die von WissenschaftlerInnen der Universität Oldenburg in Form einer Roten Liste erstellt wurde. weiter...
Konventionelle Käfighaltung beeinträchtigt die Gehirnentwicklung und das Wohlergehen von Labormäusen. Verbesserungen durch Käfiganreicherung mittels Unterschlupf, Nestmaterial sowie Spiel- und Klettermöglichkeiten wären leicht realisierbar. Doch Tierexperimentatoren befürchten, dass komplexere Haltungsbedingungen die Standardisierung von Tierversuchen gefährden. Forscher der Universitäten Gießen und Zürich belegen nun, dass diese Befürchtungen haltlos sind: Daten von Mäusen aus angereicherten Käfigen waren ebenso präzis und reproduzierbar wie die von Mäusen aus konventioneller Käfighaltung. Einer Verbesserung der Haltungsbedingungen für Versuchstiere steht damit aus wissenschaftlicher Sicht nichts mehr im Wege. Davon könnten jährlich Millionen von Tieren weltweit profitieren. weiter...
Im Kongo herrscht ein gnadenloser Bürgerkrieg, der nicht nur menschliche Opfer fordert: Die letzten Flachlandgorillas, die größten Menschenaffen der Welt, kämpfen dort um ihr Überleben. weiter...
WWF Report: Klimawandel trifft Tiere und Pflanzen härter als bislang angenommen. Die Kombination aus steigenden Temperaturen und vermehrten Wetterextremen trifft die Natur offenbar deutlich härter als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer WWF Report über die Auswirkungen von Stürmen, Dürren und anderen Wetterextremen auf die Tier- und Pflanzenwelt. weiter...
In den Annalen der Versicherungsbranche dürfte das Jahr 2004 als das bislang teuerste vermerkt werden. Entsprechende Zahlen stellte die Münchener Rück heute auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Buenos Aires vor. Allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben Wirbelstürme, Überschwemmungen und andere wetterbedingte Naturkatastrophen die Versicherer weltweit rund 35 Milliarden US-Dollar gekostet. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 16 Milliarden Dollar. weiter...
Die als Schädlinge in Küchen und Krankenhäusern gefürchteten Pharaoameisen haben offenbar einen Sinn für Geometrie. Denn sie können einen 30-Grad-Winkel von einem 120-Grad-Winkel unterscheiden. Diese Fähigkeit brauchen sie, um sich in ihren ausgedehnten Straßennetzen zu orientieren. Das berichten Duncan Jackson und seine Kollegen von der University of Sheffield im Wissenschaftsmagazin Nature.
Wie viele andere Ameisenarten auch markieren die Pharaoameisen ihre Wege mit chemischen Signalstoffen. Schon lange vermuten Wissenschaftler, dass es auf diesen Pfaden Wegweiser geben muss, die auf das Nest zu oder vom Nest weg zeigen. Dirigiert man die Tiere nämlich auf ihrem Weg zum Nest in die falsche Richtung, so wenden sie meist schon nach kurzer Zeit. weiter...
Schwärme farbenprächtiger Seidenschwänze sorgen derzeit in Niedersachsen für ein seltenes Naturereignis. Die starengroßen Vögel kämen besonders in kalten Jahren «invasionsartig» aus Skandinavien in mildere Gefilde, teilte das Umweltministerium am Mittwoch in Hannover mit. Die geselligen Gastvögel, die bis März/April blieben, ernährten sich bevorzugt von Beeren an Sträuchern und Bäumen oder von Fallobst. weiter...
Schleiereulen-Nestlinge handeln ganz diplomatisch unter sich aus, wer zuerst gefüttert wird. Antrieb hierzu ist allerdings nicht selbstlose Nächstenliebe sondern pure Wirtschaftlichkeit.
Junge Schleiereulen verfügen über diplomatisches Geschick und verhandeln im Nest über die nächste Fütterung durch ihre Eltern. Nicht der stärkste, sondern der hungrigste Vogel wird demnach gefüttert. Der schweizer Forscher Alexandre Roulin hat damit die bisherigen Hypothesen widerlegt, die von Erpressung und Wettbewerb ausgingen.
Roulin, Förderungsprofessor des Schweizerischen Nationalfonds an der Universität Lausanne, hat das Verhalten der jungen Schleiereulen während 70 Nächten untersucht, wie der Nationalfonds am Dienstag in Bern mitteilte. In Abwesenheit ihrer Eltern machen die Jungvögel unheimlich viel Lärm und stoßen bis zu 1.800 Schreie pro Nacht aus. Dieses Verhalten sei eine Art Kommunikation zwischen den Jungen über ihren unterschiedlichen Nahrungsbedarf, erklärt der Forscher nun gestützt auf seine Beobachtungen. weiter...
Minus 196 Grad Celsius. Ziemlich kalt. So kalt, dass selbst der in der Luft reichlich vorhandene Stickstoff flüssig wird. Plötzlich lässt sich die Luft in Flaschen abfüllen, aus denen man die Kälte literweise abzapfen kann, um Impfstoffe oder Blut zu gefrieren und zu konservieren.
Manche brauchen's noch kälter. In einer Stadt wie Berlin gibt es eine große Nachfrage nach minus 269 Grad Celsius. Das ist die Temperatur von flüssigem Helium. Einige 100000 Liter davon kursieren jedes Jahr in der Hauptstadt. Kliniken kühlen damit etwa ihre Laborgeräte.
Minus 269 Grad Celsius das ist nur vier Grad vom absoluten Kältepunkt entfernt. Forscher kommen inzwischen ganz dicht an ihn heran. Minus 273,15 Grad Celsius. Bis auf weniger als ein Milliardstel Grad haben sie sich ihm genähert. Und können ihn doch nie erreichen. weiter...
Als sich der polnische Journalist Ryszard Kapuscinski in der sibirischen Stadt Jakutsk aufhielt, kam er mit der neunjährigen Tanja ins Gespräch. Sie erzählte ihm, woran man in Sibirien erkennen kann, dass es extrem kalt geworden ist: Bei klirrendem Frost komme ein heller, schimmernder Nebel auf. Geht irgendjemand durch diesen Nebel, hinterlässt sein Körper darin eine charakteristische Spur. Im Nebel bildet sich eine Art Korridor, dessen Umrisse die Gestalt des Körpers getreu wiedergeben. In Sibirien ist es deshalb ohne weiteres möglich, aus der Form eines Korridors abzulesen, ob ein Bekannter dort vorbeigegangen ist. Verläuft aber ein Korridor im Zickzack, deutet das darauf hin, dass an dieser Stelle ein Betrunkener entlang getaumelt ist.
Was im Nebel funktioniert, klappt auch im Wasser. Die Fische hinterlassen im Wasser charakteristische Spuren und diese Spuren unterscheiden sich von Fischart zu Fischart. Es kann dabei mehrere Minuten dauern, bis sie sich wieder aufgelöst haben. Zu dieser erstaunlichen Erkenntnis sind die Bonner Zoologen Horst Bleckmann und Wolf Hanke gelangt. Ihre Forschungsergebnisse sind im Journal of Experimental Biology (Nummer 207, Seiten 1585-1596) erschienen. weiter...
Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat entschieden, dass das deutsche Dosenpfand den Warenverkehr in der Europäischen Union behindere. Ausländische Getränkehersteller seien gegenüber deutschen benachteiligt. Am Freitag will der Bundesrat Veränderungen an dem umstrittenen Gesetz beschließen. weiter...
Er habe das immer für eine angemessene Strafe gehalten und regelmäßig angewandt, sagte der junge Mann (21) bei der Festnahme, berichtete die Lokalzeitung Gainesville Sun am Dienstag.
Der 21-Jährige hatte sich geärgert, weil der kleine Hund sein Geschäft in der Wohnung verrichtet hatte. Er meinte, Beißen sei eine gute Bestrafung für Hunde, die trainiert werden, denn sie bissen selbst und verstünden das deshalb, sagte Polizeisprecher Keith Kameg in Gainesville der Zeitung. Hundetrainer wiesen dies vehement zurück. Einen Hund zu beißen sei eindeutig Tierquälerei.
Lady saß nach Angaben der Polizisten verängstigt in einem Käfig, als die Beamten am vergangenen Samstag anrückten. Die Mutter der Freundin des Hundebesitzers hatte sie alarmiert. Sie fürchtete um ihre Tochter, die sich mit Ladys Herrchen über dessen Bestrafungsmethoden gestritten hatte. Handelsblatt
"Wir denken über ein komplettes Hundeverbot für den Cheruskerpark nach", sagt Baustadtrat Gerhard Lawrentz (CDU). Im Ausschuß für Natur und Umwelt des Bezirks hatten Vertreter der Bürgerinitiative Cheruskerpark auf die unhaltbare Situation in der stark beanspruchten Grünfläche aufmerksam gemacht und mehr Pflege für den Grünzug entlang der S-Bahn-Trasse gefordert. "Die ständige zweckfremde Nutzung als Hundeauslauf hat deutliche Spuren hinterlassen", so Lawrentz.
Daher müsse zunächst ein Hundeverbot her, weil Pflegemaßnahmen sonst wenig brächten. Die Überlegung, so genannte Hundetoiletten aufzustellen, fand im Ausschuß keine Zustimmung. Lawrentz: "Wir brauchen keine Tütchenspender, sondern verantwortungsbewußte Hundehalter." Daß die Kiezstreifen der Ordnungsämter im Park für mehr Sauberkeit und die Durchsetzung des Leinenzwangs sorgen könnten, bezweifelt der Baustadtrat. "Wir haben viel zu wenig Personal, regelmäßige Kontrollen sind einfach nicht drin." weiter...
Die Autoflotte des Berliner Tierschutzvereins (TVB) hat Zuwachs erhalten. Ein vierter Transporter wurde gestern der kommissarischen 1. Vorsitzenden Heidemarie Klingbeil im Tierheim Falkenberg übergeben. Der Renault Cangoo wird vom süddeutschen Unternehmen Brunner Mobil gemeinsam mit mehr als 40 Berliner Firmen über Werbelogos gesponsert und nach fünf Jahren dem Verein gehören. weiter...
Im Jahr 2100 werden ungefähr 10 Prozent aller Vogelarten ausgestorben und weitere 15 Prozent vom Aussterben bedroht sein. Das sagen Wissenschaftler um Cagan Sekercioglu von der Universität in Stanford nach einer akribischen Analyse von Daten bereits ausgestorbener und noch lebender Vogelarten voraus. Dieser dramatische Verlust wird die Ökosysteme weltweit stören und kann die Verbreitung von Seuchen fördern, schreiben die Forscher im Fachmagazin PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, DOI:10.1073/pnas.0408049101). weiter...
Weblogs werden auch in der Wissenschaft immer beliebter: Ein internationales Team an Klimaforschern hat nun eines vorgestellt, das Hintergründe zum Thema "Klimaveränderung" liefert. weiter...
Bundesumweltminister Jürgen Trittin weihte gestern auf dem Flughafen Frankfurt/Main das per Linienflug betriebene europäische Klimaforschungsprojekt CARIBIC ein. Der erste Flug des mit Messgeräten ausgerüsteten Lufthansa-Airbus A340-600 brachte den Minister am Abend nach Buenos Aires zur 10. Weltklimakonferenz. weiter...
Die global tätige Umweltschutzorganisation WWF ist höchst alarmiert angesichts der Vielzahl seltener, sensibler und sowohl ökologisch als auch ökonomisch wichtiger Tierarten, die von dem Ölunglück nach der Havarie des Frachters Selendang Ayu vor den Aleuten betroffen sind. weiter...
Dass die Produkte nur über die Einzelhandelskette Rossmann vertrieben werden, rief umgehend Klaus Oechsner, den Präsidenten des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe (ZZV) auf den Plan. Der Kleintierexperte sagte "Tier Bild", discountorientierte Drogeriemärkte machten den Fachhandel kaputt und ließen das meiste Hundezubehör in Niedriglohnländern wie China oder Thailand herstellen.
Die Drogeriekette Rossmann konnte demnach die Herkunft der Hundeprodukte der so genannten Holly Line auf Anfrage des Magazins nicht vollständig offen legen. "Die Artikel stammen aus Deutschland, Westeuropa und Fernost", sagte der zuständige Produktmanager. Eine genaue Spezifizierung sei nicht möglich. weiter...
Weil seine Frau bei Apple ständig Überstunden schieben muß und aus Solidarität mit den »hart arbeitenden Leuten bei Apple«, protestierte ein frustrierter Ehemann mit zwei Kindern und einem Hund, Lautsprechern sowie einem Schild »Kinder und Hunde gegen Überstunden« vor dem Firmensitz in Cupertino. IT&W
Auf einem Grundstück, auf dem regelmäßig Kinder spielen, sollte ein Hund nicht frei herumlaufen. Das geht aus einem in der Zeitschrift «OLG-Report» veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt hervor. Nach Auffassung der Richter riskiert der Hundehalter andernfalls, in vollem Umfang haften zu müssen, wenn das Tier ein Kind verletzt. Denn mit diesem so genannten tiertypischen Verhalten müsse der Halter rechnen (Az.: 26 U 15/04). weiter...
Rette sich wer kann - und wer nicht kann, hat Pech gehabt. So lässt sich die Politik der reichsten Länder dieser Welt in Worte fassen, wenn es um die Klimaerwärmung geht. Auf der Klimaschutzkonferenz in Buenos Aires haben Greenpeace und die New Economics Foundation am Freitag eine Studie vorgestellt, die diese Politik belegt. weiter...
Der Hund ist des Menschen treuster Freund: Dieser Spruch hat sich im Fall eines tödlich verunfallten Jägers im Ahrntal in Lappach bewahrheitet. Die zwei Jagdhunde des in steilem Gelände abgestürzten Italieners wachten noch zum Fundzeitpunkt am Sonntagvormittag neben dem Toten. weiter...
Mit eleganten Sprüngen begleiten sie Segelboote und Fähren zur Freude der Passagiere. Doch die Wahrscheinlichkeit, im Mittelmeer auf den Gewöhnlichen Delfin zu treffen, wird immer geringer. Innerhalb von nur 40 Jahren ist der Bestand dort so dramatisch zurückgegangen, dass er inzwischen als stark gefährdet auf der Roten Liste steht. Um Delphinus delphis eine Chance zur Erholung zu geben, haben sich die Vertragsstaaten des Schutzabkommens für Wale und Delfine im Mittelmeer und im Schwarzen Meer vor kurzem auf einen Schutzplan geeinigt. Wissenschaftler und Walschützer hoffen, dass er in den kommenden Monaten auch auf EU-Ebene umgesetzt wird. weiter...
Angesichts ab Januar 2005 drohender Fahrverbote in deutschen Innenstädten schlägt der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) Alarm. "Eine befristete Sperrung von Innenstädten für den Autoverkehr hätte katastrophale Folgen für die Geschäfte in der City", warnte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel im Gespräch mit der Berliner Zeitung. "Bereits durch die Ankündigung von Fahrverboten würden viele Kunden auf den Weg in die Stadt verzichten."
Auslöser der Sorge im Handel ist die Umsetzung einer neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie mit Beginn 2005. Danach müssen die Kommunen Verkehrsbeschränkungen verhängen, wenn die festgelegten Grenzwerte für Feinstäube in der Luft, wie Russpartikel aus Dieselfahrzeugen, überschritten werden. Wenzel kritisierte die Richtlinie als "ein Produkt der Brüsseler Regulierungswut". Sie schreibt europaweit gleiche Grenzwerte vor.
Wie der Fachgebietsleiter für Luftreinhaltung des Umweltbundesamtes (UBA), Wolf-Dieter Garber, der Berliner Zeitung bestätigte, sind die Grenzwerte ab 2005 von den Kommunen unbedingt einzuhalten. 14 Ballungsregionen aus neun Bundesländern haben inzwischen Luftreinhaltepläne an das UBA gemeldet, darunter Berlin, München, Hamburg, Bremen, Rhein-Main außerdem Zentren aus NRW. In den betreffenden Gebieten war es im Referenzjahr 2002 zu Überschreitungen der Grenzwerte gekommen. weiter...
Das gab es noch nie: ein Hund als Zeuge vor dem Bonner Amtsgericht! Äußerlich gelassen saß der bildschöne Husky mit dem klingenden Namen Lucky im Gerichtssaal. Zivilrichter Volker Huhn hatte sein Erscheinen zur Gegenüberstellung mit einem Zeugen angeordnet. Denn Lucky steht im Verdacht, am 12. März um 12 Uhr mittags in Bonn-Geislar beim Spaziergang in eine Schafsherde gerannt zu sein und sie derart in Panik versetzt zu haben, dass die trächtigen Mutterschafe 14 nicht lebensfähige Lämmer zur Welt brachten. weiter...
Futterknappheit macht Kapuzineräffchen erfinderisch: In der langen Trockenzeit benutzen die Affen Steine als Grabwerkzeuge, um an mehr Futter zu gelangen. Die Affen sind bislang die einzigen wilden Tiere, die dabei beobachtet werden konnten, wie sie Steine bei der Futtersuche einsetzen, erklären Antonio Moura und Phyllis Lee von der Universität in Cambridge im Fachmagazin Science (Bd. 306, S.1909, 10. Dezember). Ähnliches Verhalten konnte bei Kapuzineraffen bislang nur in Gefangenschaft beobachtet werden. weiter...
Es trifft fast jede vierte Raupe: Wenn der Nachwuchs des Monarchfalters Pollen von Gen-Mais schluckt, entwickeln sich 23,7 Prozent nicht zu Schmetterlingen. Das haben US-amerikanische Forscher herausgefunden. Sie untersuchten in einer Langzeitstudie die Wirkung zweier Gen-Maissorten auf den geschützten Monarchfalter. Der Pollen stammte von den genmanipulierten Maissorten MON810 des US-Chemie- und Gentechnikgiganten Monsanto und Bt11 des Schweizer Konzerns Syngenta. weiter...
Amerikanische Forscher haben eine direkte Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Aktivität und Algenblüten demonstrieren können. Ihre Satellitenbilder zeigen, dass wenige Tage nach dem Bewässern und Düngen küstennaher Anbauflächen in Mexiko große Algenblüten im Golf von Kalifornien auftreten. Von den Algen produzierte Toxine und bei ihrer Zersetzung auftretender Sauerstoffmangel können neben Meerestieren und Fischerei auch dem Tourismus schaden. weiter...